Ausgabe #014 Test

Die beste E-Mountainbike Scheibenbremse: 14 Modelle im Vergleichstest

SRAM Code R

Wie der Phönix aus der Asche kam SRAM 2017 mit der neuen CODE zurück und seitdem sehen wir die Bremse an immer mehr Endurobikes und sogar an Heavy-Duty-Trailbikes. Im Vergleich mit der Guide hat sie größere Kolben (15/16 mm vs. 13/14 mm), 30 % mehr Bremsflüssigkeit und spürbar mehr Power. Das Einstiegsmodell SRAM CODE R verfügt über einen Bleeding Edge-Anschluss zur einfachen Entlüftung und ein Hitzeschild zur besseren Wärmeableitung. Im Gegensatz zum Topmodell CODE RSC, das einen SwingLink-Hebel zur besseren Dosierbarkeit besitzt, kommt die günstige Version mit einem geschmiedeten DirectLink-Hebel aus Aluminium. Dieser ist sehr ergonomisch und liegt gut in der Hand. Außerdem lassen sich dank MatchMaker SRAM-Komponenten einfach und clean am Cockpit montieren. Auf dem Trail kommt der DirectLink nicht an die feine Dosierbarkeit der teureren CODE RSC mit SwingLink heran, dafür ist die Bremse aber auch 100 € billiger. Die CODE R ist zwar nicht ganz so kraftvoll wie ein paar andere Kaliber im Test, aber mit 200er-Scheiben reicht die Kraft selbst für die krassesten Fahrer. Die OEM-Sinterbeläge mit Stahlrückplatte ruckeln bei Nässe und die hintere Postmount-Schraube ist schwer zu erreichen, aber abgesehen davon überzeugt die CODE R in jeder Hinsicht.

Die SRAM CODE R ist eine starke Trail- bzw. Enduro-Bremse, die sich auch mit dem einfachen DirectLink-Hebel gut dosieren lässt. Die Bremsbeläge halten ewig und auch ohne den enormen Biss mancher Konkurrenten stellt sie stets ausreichend viel Bremspower zur Verfügung.


Stärken

– gut nutzbare Bremskraft
– gute Preis-Leistung

Schwächen

– etwas laut
– nicht so feinfühlig wie die RSC mit SwingLink


Preis: 170 € (eine Bremse)
Gewicht: 514 g (Set ohne Scheiben)

Info: sram.com