Warme Sommernacht, das Lagerfeuer knistert, goldbraunes Stockbrot in der einen, kaltes Bierchen in der anderen Hand. Über uns: der Sternenhimmel. Neben uns: 10 SUV E-Bikes, die bereitstehen für das große Abenteuer. Aber taugen diese Bikes wirklich für alles? Für den morgendlichen Weg ins Büro, den Feierabend-Umweg durch den Wald und das epische Wochenende in den Bergen? Oder glänzen sie nur am Lagerfeuer? Wir haben die spannendsten E-SUVs des Jahres an ihre Grenzen gebracht – auf Asphalt, Schotter und Singletrails. Und zeigen euch, wer das Zeug zum echten Alleskönner hat.
Ein echter Allrounder darf keine halben Sachen machen, sondern muss in allen Disziplinen fit sein. Um herauszufinden, welches SUV E-Bike den Spagat zwischen Alltag und Abenteuer wirklich schafft, sind wir mit Kollegen, Freunden, Partnern und Hund losgezogen. Zwischen Büro und Biergarten haben wir die SUV E-Bikes über wurzelige Waldwege gejagt, sind durch urbane Häuserschluchten geflogen, haben staubige Schotterpisten gerockt und versteckte Trails entdeckt.
Klar ist: Wer SUV E-Bike sagt, meint mehr als nur Fahrkomfort. Es geht um Sorglosigkeit, Abenteuerlust und Bikes, die alles mitmachen, sei es dank griffiger Reifen, komfortabler Fahrwerke, dicker Packtaschen oder smarter Technik. Aber welche Modelle halten, was sie versprechen und vor allem, was man von ihnen erwartet? Welche lassen euch wirklich sorgenfrei von der Haustür bis – fast – ans Ende der Welt fahren?
Seid gespannt auf das beste SUV E-Bike 2025!
Inhaltsverzeichnis
- Drei Bikes in einem – Oder ein Drama in drei Akten? Was ist ein SUV E-Bike?
- Die 10 heißesten SUV E-Bikes 2025: Das Testfeld im Überblick
- 10 Dinge, die du beim SUV E-Bike Kauf wirklich beachten solltest
- WICHTIG: Setup
- E-SUV – Warum kein Hardtail?
- Zwischen Supermarkt und Singletrail – so haben wir SUV E-Bikes getestet
- SUV E-Bike: Das Test-Team
- Was muss ein gutes E-SUV können?
- Reichhöhen und Reichweiten-Test: Wie weit kommst du mit deinem SUV E-Bike?
- SUV E-Bikes im Reichweitentest – Pendeln, bis der Saft leer ist
- Tops & Flops – achtet auf Details!
- Welches SUV E-Bike ist das beste? Testergebnisse, der Testsieger und Kauftipp
- 7 Erkenntnisse aus unserem E-SUV Vergleichstest
- Unsere Zukunftsvision eines SUV E-Bikes
Drei Bikes in einem – Oder ein Drama in drei Akten? Was ist ein SUV E-Bike?
All in one? Morgens zur Arbeit pendeln, samstags den Wocheneinkauf stemmen und am Sonntag über abgelegene Forstwege ins Nirgendwo cruisen. SUV E-Bikes sollen komfortabel wie City-Bikes, tourentauglich wie Trekkingräder und trailtauglich wie E-MTBs sein. Dazu Vollausstattung mit Gepäckträger, Lichtanlage und smarten Features on top. Kurz: das „Bike für alle Fälle“ – so zumindest das Versprechen der Hersteller. Aber Vorsicht: Zwischen Werbeversprechen und Wirklichkeit klaffen oft tiefe Schluchten.
Deshalb haben wir für euch diesen umfassenden SUV E-Bike-Vergleichstest durchgeführt – mit den spannendsten und relevantesten Modellen am Markt. Unser Ziel: euch dabei zu helfen, das beste E-SUV zu finden, das zu eurem Einsatzzweck passt.
Denn in unserem Testfeld treffen Welten aufeinander: vom City-Bike mit Cargo-Genen über gepimpte Trekking-Bikes bis hin zu E-MTBs mit Gepäckträgern und Alltags-DNA. Unterschiedliche Konzepte, unterschiedliche Lösungen – die teils überzeugen, aber stellenweise auch kräftig in die Hosen gehen.
Deshalb gilt: Erst informieren, dann investieren. Wer sich nur auf Optik oder technische Daten verlässt, riskiert schnell einen Fehlgriff – mit spürbaren Folgen im Alltag:
- zu hohes Gewicht
- schlechte Usability
- schwache Motor-Performance
- fehlende Features wie App-Anbindung oder Diebstahlsicherung
- unpraktische Trageeigenschaften
All das kann zum echten Dealbreaker werden – besonders, wenn man das eine Bike für alles sucht. Darum: Bühne frei für unser Testfeld! Damit ihr nicht nur mitreden, sondern wirklich das passende SUV E-Bike finden könnt.
Und für die Daten-Nerds unter euch haben wir keine Mühen gescheut – und nach dem aufwändigsten E-Mountainbike-Vergleichstest im Mai jetzt auch den aufwändigsten SUV E-Bike-Test durchgeführt – inklusive Reichhöhen- und Pendeltests.
Die 10 heißesten SUV E-Bikes 2025: Das Testfeld im Überblick
Was bekommt man ab 4.999 € – und was für fast 9.000 €? Um euch die Vielfalt am Markt zu zeigen und eine fundierte Kaufberatung zu bieten, haben wir 10 der spannendsten und relevantesten Modelle zusammengestellt: vom günstigen Alltagsbegleiter bis zum mit Features vollgepackten Premium-Modell.

Tiefeinsteiger oder klassischer Diamantrahmen? Viele Hersteller bieten SUV E-Bikes mit Diamantrahmen an, bei denen das Oberrohr tiefer angesetzt ist oder abgeschrägt verläuft. Das Ergebnis: Man profitiert von der Stabilität eines klassischen Rahmens – ohne ganz auf den Komfort eines Tiefeinsteigers verzichten zu müssen.
Rahmenform ist das eine – Gewicht das andere. Zwischen dem leichtesten und dem schwersten Modell liegen fast 10 kg – so viel wie eine volle Kiste Äpfel vom Wochenmarkt. Auch technisch deckt unser Testfeld ein breites Spektrum ab: vom Motoren-Platzhirsch Bosch mit seinem Performance Line CX Gen5 bis hin zur Pinion-Motor-Getriebeeinheit, die sich im SUV-Segment zunehmender Beliebtheit verschafft, aber zu recht?
Einige Hersteller bieten gleich mehrere Modelle mit teils gegensätzlichen Ansätzen an – das macht die Entscheidung nicht einfacher, aber unsere Bewertung umso relevanter.
| Marke | Bike | Rahmenform | Motor | Drehmoment (Nm) | Akkukapazität (Wh) | Gewicht (kg) | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Specialized | Turbo Tero X 6.0 | Klassisch | Specialized 2.2 | 90 | 710 | 26,5 | 6.200 € |
| Riese & Müller | Delite5 GT pinion | Klassisch | Pinion MGU E1.12 | 85 | 800 | 36,28 | 8.799 € |
| Haibike | ADVENTR 11 ABS | Tiefeinsteiger | Bosch Performance Line CX | 85 | 800 | 29,1 | 6.499 € |
| CENTURION | Lhasa R2000 | Klassisch | Bosch Performance Line CX | 85 | 800 | 27,16 | 5.599 € |
| Hercules | NOS FS SUV 4.2 | Klassisch | Bosch Performance Line CX | 85 | 800 | 29,62 | 5.999 € |
| Mondraker | Chaser X | Klassisch | Bosch Performance Line CX | 85 | 625 | 26,6 | 4.999 € |
| SCOTT | Axis eRIDE FS 10 | Klassisch | Bosch Performance Line CX | 85 | 800 | 28,82 | 7.299 € |
| KETTLER | PINNIATO FS SPORT Wave | Tiefeinsteiger | Pinion MGU E1.12 | 85 | 960 | 33,0 | 7.999 € |
| Kalkhoff | Entice 7+ Excite ABS Wave | Tiefeinsteiger | Bosch Performance Line CX | 85 | 800 | 35,56 | 6.999 € |
| Moustache | Clutch 150.7 EQ | Klassisch | Pinion MGU E1.12 | 85 | 780 | 29,22 | 8.299 € |
| Ø | 85,56 | 786 | 30,49 | 6.769 € | |||
Klar also: Oder? Einfach zum SUV E-Bike mit der höchsten Motorpower greifen. Richtig?Quatsch!!!
Anstatt stupide Eckdaten wie Motorpower, Federweg, Preis, Gewicht, Akkukapazität oder einzelne Teile der Ausstattung zu vergleichen, geht es in jedem Fall um das Gesamtkonzept.
Und bevor ihr euch mit stundenlangem Suchen im Netz nach Testberichten oder auf den Websites der Hersteller verausgabt, gilt es zuerst einmal, folgende Fragen und Punkte für euch zu beantworten.
10 Dinge, die du beim SUV E-Bike-Kauf wirklich beachten solltest
1. Motor-Konzept – Was ist das richtige Motorsystem für dich?
Am Ende zählt das gesamte Bike – ABER: Das Motorsystem prägt den Charakter eines SUV E-Bikes maßgeblich mit. Klar ist: Schwere SUV E-Bikes brauchen kontrollierbare Power. Sie wollen nicht irgendwie, sondern mit Nachdruck den Berg hoch. Deshalb setzen die meisten Hersteller auf Full-Power-Systeme, die zumindest auf dem Papier vor Kraft strotzen.
In unserem großen Motoren-Vergleichstest könnt ihr euer Know-how dazu gern noch vertiefen. Denn: Beim Antrieb geht es längst nicht mehr nur um rohe Leistung. Entscheidend ist das Gesamtkonzept – das sogenannte Ökosystem:
Wie sind die Bedieneinheiten am Lenker gestaltet, wie ist das haptische Feedback? Ist die Bedienung auch intuitiv? Wie gut lässt sich das Display ablesen – und welche Funktionen bringt es mit? Gibt es eine reichweitenbasierte Navigation oder nur Fahrdaten?
In unserem Testfeld findet ihr drei unterschiedliche Antriebssysteme:
Den Platzhirsch Bosch Performance Line CX, die wartungsarme Pinion-Motor-Getriebeeinheit und den etwas in die Jahre gekommene, aber immer noch kraftvolle Specialized 2.2-Motor.
Halt, Stopp! Oft übersehen – ähhh, überhört – wird die Geräuschkulisse. Wer regelmäßig auf langen Touren unterwegs ist, möchte nicht dauerhaft ein Suuuuurr im Ohr haben. Was das Thema angeht, haben der Bosch Performance Line CX und der Specialized 2.2 die Nase vor der Pinion-MGU, da die Motor-Getriebeeinheit – gerade in bergigem Gelände und bei kleinen Gängen – einen hohen Geräuschpegel hat. Warum genau, lest ihr hier!
Bosch Performance Line CX Gen5
Der Bosch Performance Line CX Gen5 ist im SUV E-Bike-Segment nahezu allgegenwärtig. Kein Wunder: Der Motor liefert eine kräftige, aber harmonische Unterstützung – und lässt sich per Bosch Flow App individuell ans eigene Fahrverhalten anpassen, von dynamisch-direkt bis sanft und gleichmäßig.
Und übrigens: Durch ein neues Software-Update wurde der ohnehin schon leistungsstarke Bosch-Motor nochmals gepusht. Mehr Infos dazu findet ihr hier.
Pinion-Motor-Getriebeeinheit E1.12
Keine Schaltung, kein Stress – oder doch? Wartungsarm, robust und clever integriert – die Pinion MGU E1.12 ist wie gemacht für Langstrecken, Pendler und Tourenfahrer.
Die vollständig im Motor integrierte 12-Gang-Getriebeschaltung der Pinion MGU ist zuverlässig vor Wind, Wetter und Schmutz geschützt. Lediglich der Riemen, der die Kraft ans Hinterrad überträgt, sollte nach jeder Ausfahrt kurz mit einem feuchten Lappen abgewischt werden – das war’s auch schon an Pflege. Die Kombination aus geschlossenem Getriebe und Riemenantrieb spart lästiges Kettenpflegen, es gibt keinen teuren Verschleiß von Kettenblatt, Kassette und Kette, zudem entfällt das nervige Nachjustieren des Schaltwerkes. Doch auch das hat seinen Preis: Wenn der Riemen reißt – was sehr selten, aber doch möglich ist – wird es auf Tour schnell kompliziert. Denn mal eben ein Ersatzteil aus dem Fahrradladen holen? Wenig Chance. Ersatz gibts nur beim Händler, der GATES-Riemen im Angebot hat oder online. Die einzige Wartung, die die Pinion-Motor-Getriebeeinheit braucht, sind laut Hersteller alle 10.000 km ein Ölwechsel – und der Riemen sollte etwa alle 30.000 km getauscht werden.
Specialized 2.2
Etwas in die Jahre gekommen, aber immer noch mit Punch, leise, fein dosierbar und chic ins eigene Bike integriert: Der Specialized 2.2, der mit dem E-Mountainbike Turbo Levo 3 erschienen ist, macht nicht nur auf Trails eine sportliche Figur, sondern funktioniert auch im vielseitigen Turbo Tero X 6.0 und liefert ein natürliches Fahrgefühl mit super Performance.
2. Akkukonzept – Entnehmbar oder fest? Range Extender oder Ersatzakku?
Check yourself: Wie weit fährst du in der Regel – und wie oft willst (oder kannst) du laden?
Wenn du diese Fragen für dich beantwortet hast, kannst du viel gezielter wählen, welches Bike zu deinem Alltag passt. In unserem Testfeld ist jeder Akku entnehmbar – ein klarer Vorteil für alle, die am Stellplatz keine Steckdose haben. Denn niemand will sein SUV E-Bike durchs Treppenhaus in den zweiten Stock tragen. Doch nicht jedes Konzept überzeugt: Das Moustache Clutch etwa verfolgt einen ganz eigenen Ansatz bei der Akkuentnahme – im Alltag kann das schnell zur Geduldsprobe werden, wenn man das Bike dafür hinlegen oder gar auf den Kopf stellen muss.
Auch bei Akkucovern, Schließmechanismen und Ladeports zeigen sich große Unterschiede – von durchdachten Ansätzen, bei denen der Akku bei der Entnahme nicht herausfällt, bis hin zu Fails, bei denen sich der Akku nur mit Ach und Krach und halb kaputten Fingern aus dem Unterrohr lösen lässt.
Wer mehr Reichweite braucht, kann bei modularen Systemen mit einem Range Extender nachrüsten – also einem Zusatzakku, der parallel zum Hauptakku betrieben wird.
Größe und Kapazität variieren je nach Hersteller: von Bosch mit der 250-Wh-PowerMore im Trinkflaschenformat bis zum 535-Wh-Klotz beim KETTLER PINNIATO FS Sport. Wobei nicht jedes SUV E-Bike mit einem Range Extender kompatibel ist – wie zum Beispiel das Kalkhoff Entice 7+ Excite ABS.
Positiv: Alle Akkus im Testfeld sind abschließbar – und damit deutlich besser gegen Diebstahl geschützt, wenn das Bike den ganzen Tag vor dem Büro parkt.
[banner3]3. ABS am Fahrrad? Wer’s einmal hatte, will nie wieder ohne.
Schon 2018, als Bosch das erste eBike ABS auf den Markt brachte, waren wir begeistert. Spätestens mit dem Durchbruch 2022 war klar: Das System ist gekommen, um zu bleiben – und unsere Überzeugung hat sich bis heute nicht geändert: Gerade an schweren SUV E-Bikes sorgt das ABS bei hohem Tempo und wechselnden Untergründen – von nassen Trails bis zu schottrigen Waldwegen – für spürbar mehr Sicherheit.
Besonders hilfreich ist das System auch, wenn mal jemand anderes mit dem Bike unterwegs ist: Ein Freund, der selten Rad fährt oder keine Erfahrung mit verschiedenen Untergründen hat, bekommt durch das ABS eine wertvolle Unterstützung. Aber auch für erfahrene Fahrer kann ABS Gold wert sein – etwa in hektischen Alltagssituationen und auf rutschigem Untergrund. Es verhindert blockierende Vorderräder, stabilisiert das Bike beim Bremsen und sorgt für Sicherheit.
4. ZGG – Wie viel willst du mit deinem zukünftigen SUV E-Bike transportieren? Zulässiges Gesamtgewicht erklärt!
Bikepacking, Wocheneinkauf oder Tour am Wochenende! In allen drei Szenarien sollte ein SUV E-Bike glänzen, aber die Frage, die ihr euch stellen solltet: Auf welchen Einsatzbereich lege ich am meisten Wert und wie viel kg bringe ich samt Zuladung aufs Bike?
Jedes Bike hat ein „zGG“, ein zulässiges Gesamtgewicht, das vom Hersteller bestimmt wird. Gemeint ist nicht nur die Gepäckträgerzuladung, sondern das gesamte E-Bike-Systemgewicht: also Rad, Fahrer samt Ausstattung und Gepäck sowie evtl. ein Anhänger. Das zGG solltet ihr bei der Anschaffung also unbedingt im Blick behalten. Unser Testfeld startet mit dem SCOTT bei sehr niedrigen 130 kg und geht bis 170 kg beim Kalkhoff.
Habt ihr ein Kind oder einen Hund und wollt mit Anhänger losziehen? Dann checkt unbedingt, ob euer Wunschbike eine offizielle Anhängerfreigabe hat – in unserem Testfeld trifft das auf 7 von 10 SUV E-Bikes zu. Die erlaubte Anhängelast liegt meist zwischen 40 und 60 kg – ein Blick in die Bedienungsanleitung gibt euch die endgültige Gewissheit.

5. Wie sicher muss euer E-SUV sein? – Digitaler Diebstahlschutz, Einstellbarkeit und App-Konnektivität
Smartphone raus, App auf – und schon weißt du, wo dein Bike steht, wie weit du noch kommst oder ob jemand gerade versucht, es zu klauen. Was beim E-Auto längst Standard ist, wird auch bei SUV E-Bikes immer beliebter: Konnektive Features für mehr Sicherheit, Komfort und Kontrolle.
GPS-Tracking, Navigationshilfe, Alarmanlagen und Motor-Sperren – das digitale Schutzschild ist längst Realität. Einige Hersteller haben das erkannt – andere verzichten darauf.
Wer bietet was?
- Specialized stattet das Turbo Tero X 6.0 serienmäßig mit einem integrierten Alarmsystem aus – simpel, effektiv und direkt über die hauseigene Specialized-App steuerbar. Darüber hinaus bietet die Specialized-App umfassende Features zur Individualisierung der verschiedenen Fahr-Modi und weitere kostenfreie Funktionen.
- Alle Bikes, die mit einem Bosch-Motor ausgestattet sind, lassen sich mithilfe der Flow App konfigurieren, über die beispielsweise auch der Motor gesperrt werden kann.
→ In Kombination mit dem Bosch ConnectModule (ca. 130 €) ist zudem die Aktivierung von GPS-Tracking, Alarmsignal und Diebstahlschutz möglich – im ersten Jahr kostenlos, danach für 39,99 €/Jahr. Alle Bikes im Testfeld mit Bosch-Motor können selbst oder beim Händler mit dem IoT-Module, also dem Bosch ConnectModule, ausgestattet werden. Bis auf … - … das Kalkhoff Entice 7+ Excite ABS Wave. Das hat ab Werk schon ein Modul zur Ortung verbaut und setzt auf eine eigene App, die zusätzlich zur Flow App benutzt werden kann, was wir auf alle Fälle empfehlen. Denn bei Kalkhoff bekommt man 2 Jahre lang kostenlos GPS-Tracking und verschiedene Zusatzfunktionen in der App.
- Riese & Müller setzt hier auf die RX Connect-Services, die standardmäßig im Riese & Müller Delite5 GT pinion verbaut sind. Sie umfassen ebenfalls Funktionen wie GPS-Tracking und die digitale Sperrung des Bikes.
Bikes, die eine Pinion MGU verbaut haben, arbeiten mit dem Systemintegrator FIT zusammen. Auch FIT bietet eine eigene App – die FIT E-Bike-App. Bei Moustache oder KETTLER lassen sich über die gleichnamige App individuelle Einstellungen vornehmen, etwa die Konfiguration der Tastenbelegung am Schalthebel. Allerdings haben das Moustache Clutch und das KETTLER PINNIATO FS SPORT Wave kein IoT-Module – eine GPS-Ortung ist daher nicht möglich.

Unser Tipp: Smarte Features sind bei einem hochwertigen Alltagsbike kein Luxus, sondern ein echtes Plus – besonders, wenn’s mal unbeaufsichtigt am Badesee oder vorm Café steht.
Aber: Bei all dem smarten Features ist ein physisches Schloss immer noch unverzichtbar und im Falle eines Diebstahls bei vielen Versicherungen Voraussetzung für einen Schadensersatz.
6. Schalten ohne nachzudenken – Aber macht das überhaupt Sinn?
Anstieg in Sicht – erst mal runterschalten … Gedanken wie diese gehören bei modernen Automatik-Schaltungen der Vergangenheit an. Systeme wie Auto.Shift von Pinion übernehmen das Schalten für euch – ganz automatisch. In unserem Testfeld sind ausschließlich Bikes mit der Pinion MGU damit ausgestattet, obwohl auch Bosch, Shimano und andere Hersteller Automatiklösungen im Portfolio haben. Diese kamen in bisherigen Tests mit den extremen Anforderungen beim E-Mountainbiken allerdings oft an ihre Grenzen.

Gerade im SUV E-Bike-Segment ist eine funktionierende Automatik – so wie sie Pinion bietet – jedoch hochwillkommen. Wenn man wie in einem Porsche-Cabrio einfach mal die Landschaft genießen will, sollte das Bike mitdenken, ohne dass man sich darum kümmern muss, welcher Gang jetzt gerade der richtige ist.
Mit der Pinion MGU bieten Moustache, KETTLER und Riese & Müller als einzige im Testfeld eine vollautomatische Schaltung – mit gleich mehreren Vorteilen:
- Komfort: Die Automatik nimmt einem das Schalten komplett ab. Besonders im Stadtverkehr oder beim Anfahren an der Ampel spielt sie ihre Stärken aus. Die Pinion MGU kann so eingestellt werden, dass beim Anfahren immer direkt der passende Gang gewählt ist.
- Feinjustierbar: Über die FIT-App lässt sich das Schaltverhalten individuell anpassen – oder bei Bedarf komplett manuell übernehmen.
Für alle Alltagsanforderungen kann eine Automatikschaltung im SUV E-Bike ein echter Gamechanger sein – entspannter, sicherer und stressfreier. Nur auf hügeligen Trails stößt die Automatik schnell an ihre Grenzen.
7. Ergonomie, Komfort, Einstellbarkeit – Warum ist das wichtig?
Wer lange Touren fährt, täglich zur Arbeit pendelt oder nach einer Verletzung neu ins E-Bike-Business einsteigt, will vor allem eines: Komfort!
Jedes der getesteten SUV E-Bikes bringt dabei eine ganz eigene Vorstellung davon mit – und unterscheidet sich deutlich in Ausstattung, Fahrverhalten und Einstellbarkeit. Gerade bei der Sitzposition ist die Bandbreite groß: von sportlich gestreckt bis aufrecht und entspannt ist im Testfeld alles dabei – und vieles dazwischen. Und wenn das Bike ab Werk schon mit einem winkelverstellbaren Vorbau ausgestattet ist, spart man sich nicht nur das Nachrüsten, sondern auch Zeit, Geld – und lästiges Gefummel.
Kleines Detail, große Wirkung – aber nicht immer positiv: Viele SUV E-Bikes setzen aus Komfortgründen auf Schnellspanner, zum Beispiel an der Sattelstütze oder den Laufrädern. Was praktisch und komfortabel klingt, kann sich im Alltag schnell als Sicherheitsrisiko entpuppen. Auch wenn sie elegant integriert sind – wie etwa am KETTLER PINNIATO oder dem SCOTT Axis eRIDE – reichen im urbanen Raum oft wenige Sekunden und Sattel samt Stütze oder Laufräder sind verschwunden. Weshalb wir diese Komfort-Features gerade, wenn man in der Stadt unterwegs ist, skeptisch sehen.
Alle Modelle im Testfeld sind vollgefedert – was den Fahrkomfort auf langen Strecken oder unbefestigten Wegen deutlich verbessert. Auch die Reifenbreite, die Kontaktpunkte (Sattel, Griffe) und natürlich die Geometrie spielen eine große Rolle. Sattel und Griffe sollte man nach dem Kauf individuell anpassen: ob ergonomische Sätteln oder Griffe mit Flügeln.
8. Dropper Post: runter mit dem Sattel – Aber warum eigentlich?
Rauf, runter, fertig – was nach unanständigem Witz klingt, ist auch bei SUV E-Bikes ein echter Gamechanger. Eine absenkbare Sattelstütze erleichtert nicht nur das Auf- und Absteigen, sondern bringt auch auf Schotterpisten oder steilen Trails spürbar mehr Kontrolle. Auch der Ampelstopp wird erleichtert, da man bei abgesenkter Sattelstütze keinen Balaceakt auf Zehenspitzen vollführen muss. Der tiefere Schwerpunkt beim Sitzen erhöht die Stabilität und wenn man den Schwerpunkt im steilen Gefälle über das Hinterrad bringen muss, kommen nicht gleich Überschlagsängste auf.
Kurz: Wer sich mehr Bewegungsfreiheit und Sicherheit wünscht, kommt um die Dropper Post nicht herum. Die Frage ist also nicht Dropper oder keine Dropper, sondern wie viel Hub die Stütze mitbringt. Denn mehr Hub bedeutet mehr Bewegungsfreiraum. Daher solltet ihr euch fragen, wie steil die Hänge sind, die ihr mit dem Bike runterfahren wollt.

9. Schutzbleche, Ständer, Licht und Gepäckträger – Uncool oder einfach nur clever?
Wer meint, Schutzbleche und Ständer seien nur etwas für Spießer, wird im Alltag eines Besseren belehrt. Gerade bei SUV E-Bikes zeigt sich schnell: Diese Features sind alles andere als verzichtbar. Schluss mit der verzweifelten Suche nach einer Wand zum Anlehnen – ein stabiler, gut positionierter Ständer sorgt dafür, dass ihr euer Bike jederzeit sicher abstellen könnt. Besonders praktisch, wenn die Packtaschen mal wieder bis oben gefüllt sind und man beide Hände braucht.
Auch Schutzbleche spielen eine größere Rolle, als viele denken. Sie halten nicht nur Hose und Rücken sauber, sondern schützen Kette, Lager und Antrieb vor Dreck und Sand. Allerdings nur, wenn sie stabil konstruiert und mit ausreichend Abstand zum Reifen montiert sind. Schleifende oder klappernde Bleche nerven – und leider kommt das im Test öfter vor, als es sollte.
Gepäckträger: Worauf kommt’s an? Bevor ihr euch für ein Bike entscheidet, solltet ihr prüfen, welches Taschen- oder Korbsystem ihr nutzen wollt – oder bereits besitzt. Gängige Befestigungsstandards sind zum Beispiel MIK, Quick-Lock von ORTLIEB, MonkeyLoad oder Snapit (Racktime) – teilweise auch in Kombination. Diese Systeme machen den Alltag deutlich einfacher, weil sie mit passenden Taschen und Körben schnell einrasten, klapperfrei sitzen und sich oft sogar diebstahlsicher verriegeln lassen.
Kurz gesagt: Wer sein SUV E-Bike regelmäßig belädt, sollte beim Thema Gepäckträger nicht nur auf die Traglast, sondern auch auf das Kompatibilitätssystem achten.
Dazu kommt: Schutzbleche und Gepäckträger sind bei vielen Bikes auch Träger für Lichtsysteme. Umso wichtiger, dass das Frontlicht hell genug leuchtet – am besten mit Fernlichtfunktion – und das Rücklicht hoch genug angebracht ist, um im Verkehr nicht übersehen zu werden. Und ein Bremslicht? Sollte eigentlich Standard sein. Liebe Hersteller: wenig Aufwand, großer Sicherheitsgewinn – das muss drin sein. Übrigens werden alle Lichtanlagen im Testfeld über den Hauptakku gespeist.
10. Reifen – Breit sollen sie sein, und pannensicher!
28″ ist tot – zumindest was SUV E-Bikes betrifft. Nichts charakterisiert City-Bikes oder altmodische Trekking-Bikes so sehr wie dieses (antiquierte) Maß für Reifendurchmesser. Dabei ist es nicht der nominale Durchmesser selbst, auf den es ankommt: 5 Testbikes rollen auf größeren 29″-Laufrädern, 3 auf „kleineren“ 27,5″-Laufrädern und 2 auf einem Laufradmix aus 29″ vorne und 27,5″ hinten. Der Clou daran ist, dass die Maße 27,5″ und 29″ aus dem E-MTB-Segment entliehen sind. Das bedeutet für euch: breite und eher profilierte Reifen, die für mehr Fahrkomfort und Traktion bei allen Fahrbedingungen sorgen. Alle Hersteller in unserem SUV E-Bike-Test haben es verstanden: richtiges Profil und breite Reifen! Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich Sorgen machen musste, in versenkten Straßenbahnschienen stecken zu bleiben.
WICHTIG: Setup
Wir predigen es oft, aber auch hier gilt wie immer: Dein Bike ist nur so gut, wie du es auf dich abstimmst! Du kannst das beste Bike kaufen und es fährt sich dennoch furchtbar. Nicht nur der Reifendruck ist entscheidend, sondern auch das richtige Setup. Wer sich hier nicht auskennt, sollte lieber Geld in ein professionelles Setup beim Fahrradhändler seines Vertrauens investieren. Oder unseren Setup-Guide durchlesen und selbst Hand anlegen.
Setup-ABC – was gehört alles dazu:
- Dämpfer und Gabel
- Sitzhöhe
- Bremshebel
- Lenkerhöhe, Lenkerneigung (falls ihr einen winkelverstellbaren Vorbau habt)
- Reifendruck (nicht zu hoch)
- Satteltaschen (Wichtig: Lieber einmal mehr Zeit nehmen und dafür viel Stress unterwegs sparen)
Kommt ihr gut an Dämpfer und andere Komponenten ran, solltet ihr das Setup danach ausrichten, auf welchem Untergrund ihr fahrt, welches Fahrergewicht inklusive Gepäck auf dem Bike lastet, ob ihr eher gestreckt oder gestaucht sitzt und was für einen Fahrstil ihr habt.

E-SUV – Warum kein Hardtail?
Ein Blick in unsere Übersichtstabelle zeigt: In diesem Vergleichstest treten ausschließlich vollgefederte SUV E-Bikes gegeneinander an – und das aus gutem Grund. Gerade im Alltag und auf längeren Touren spielen Fullys ihre Stärken gekonnt aus.
Vorteile:
- Fahrkomfort: Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten oder Schlaglöcher werden von der Federung zuverlässig geschluckt. Die Federung reduziert Ermüdung, schont Rücken und Handgelenke – das zahlt sich bei Pendelstrecken und Wochenendtouren aus. Wer einmal den direkten Vergleich mit einem Hardtail hatte, weiß: Der Unterschied ist gigantisch.
- Sicherheit: Auf Schotter oder auf Trails sorgt das aktive Fahrwerk für deutlich mehr Traktion.
Nachteile:
- Mehr Technik, mehr Wartung: Dämpfer, Lager und Gelenke müssen gepflegt und regelmäßig geserviced werden – genau wie bei hochwertigen E-MTBs.
- Höheres Gewicht: Ein vollgefedertes System bringt konstruktionsbedingt ein paar Kilo mehr auf die Waage.
- Höherer Preis: Die aufwändigere Konstruktion und bessere Ausstattung schlagen sich im Endpreis nieder.
Viele Wartungsarbeiten übernimmt aber vermutlich ohnehin der Händler eures Vertrauens – kein Grund also, sich vom Komfort eines Fullys abschrecken zu lassen. Für uns liegt ein Vorteil aber klar auf der Hand:
Fahrspaß: Wer einmal ein E-Fully gefahren ist, will seinen Dämpfer nicht mehr hergeben. Und dass ein Teil der Tretenergie in der Hinterbaufederung verpufft, spielt bei einem E-Bike kaum eine Rolle.
Zwischen Supermarkt und Singletrail – So haben wir die SUV E-Bikes getestet
Ein Test ist nur so gut wie seine Durchführung – deshalb haben wir die SUV E-Bikes nicht im klimatisierten, praxisfernen Labor geprüft, sondern draußen auf Herz und Nieren getestet: auf einer klar definierten Teststrecke, mit und ohne Beladung und im direkten Vergleich. Darüber hinaus war von strahlendem Sonnenschein bis zu sintflutartigen Regengüssen, von entspannten Pendelstrecken bis zu ruppigen Waldpfaden alles dabei – inklusive kleiner Stürze und großer Aha-Momente.
PS: Ihr habt einen Hund und wollt ihn mit auf Tour nehmen? Dann schaut mal bei unserem Schwestermagazin DOWNTOWN vorbei – dort findet ihr unseren großen Vergleichstest mit 9 Fahrrad-Hundeanhängern. Und wenn euch auf eurer Reise auch mal der Sinn nach Wasser steht, lohnt sich ein Blick auf den Test des Faltkajaks Oru Inlet – für alle, die ihr Abenteuer auf zwei Rädern nicht am Ufer enden lassen wollen.
SUV E-Bike: Das Test-Team






Was muss ein gutes E-SUV können?
Ein gutes E-SUV ist kein Spezialist – sondern ein verdammt guter Allrounder! Es soll euch souverän durch den Alltag bringen, mit intuitivem Handling, sicherem Fahrverhalten und hoher Stabilität – auch wenn’s mal voll beladen durch die City oder den Wald geht.
Dazu braucht’s:
- Komfortables Fahrwerk für Bordsteinkanten, Kopfsteinpflaster & Trails
- Gute Lichtanlage für Nachtfahrten und Sicherheit im Verkehr
- Sicherheit: Gute Bremsen, ABS, Diebstahlschutz etc. …
- Individuell passende Features: Ob großer Akku, Gepäckträger-Zuladung oder Anhängerfreigabe – es zählt, was ihr wirklich braucht!
Das Ziel: ein Bike zu finden, das neben dem sportlichen E-Mountainbike bestehen kann. Eines, das euch entspannt zur Arbeit bringt – und danach mit euch über den nächsten Flowtrail fegt. Komfortabel, aber nicht träge. Sicher, aber nicht langweilig. Praktisch, aber nicht bieder.
Kurz gesagt: Ein gutes SUV E-Bike denkt mit – im Alltag, auf Tour und überall dazwischen.
Reichhöhentest – Wie weit kommst du mit deinem SUV E-Bike?
Ihr habt Reichweitenangst? Wie weit kommt man mit den E-SUVs? Wie groß sind die Unterschiede zwischen den Motorsystemen und auf welche Faktoren kommt es darüber hinaus an?
Um euch ein greifbares Bild davon zu geben, wie weit man mit einem SUV E-Bike in der Realität kommt, haben wir uns an unserem großen E-Mountainbike-Vergleichstest orientiert – und einen unserer Tester mit drei Bikes bis zum Akku-Kollaps den Berg hochgejagt. Dabei wollten wir herausfinden, wie viele Höhenmeter die Bikes erklimmen, also ihre Reichhöhe.
Der Ablauf war simpel: Der Fahrer ist im Turbo-Modus einen definierten Anstieg hochgefahren, hat oben das Bike abgeschaltet und ist zurück ins Tal gerollt – so lange, bis der Akku leer war. Warum Turbo? Ganz einfach: Nur im maximalen Unterstützungsmodus sind die Bedingungen wirklich vergleichbar. Die Unterstützungsstufen unterhalb von Turbo variieren stark, sowohl beim maximal abrufbaren Drehmoment als auch bei der Leistungsabgabe. Jeder Hersteller definiert seine Modi anders, was direkte Vergleiche verzerrt oder gar unmöglich macht.
Natürlich hätten wir am liebsten alle Testbikes auf Reichhöhe geprüft – aber das hätte unseren zeitlichen Rahmen gesprengt und war auch nicht Ziel dieses Tests. Stattdessen haben wir uns auf wichtige Vertreter mit unterschiedlichen Motoren und Akkugrößen konzentriert.
Unsere Testbedingungen im Überblick
- Strecke: 2,47 km
- Durchschnittliche Steigung: 8,5 %
- Höhenmeter pro Auffahrt: 212 hm
- Fahrereigenleistung: 150 W
- Kadenz: 75 U/min
- Reifendruck v/h: 2,0/2,0 bar
- Temperatur: 27,3°
Zur Erfassung von Reichhöhe, Durchschnittsgeschwindigkeit und Fahrzeit haben wir einen Garmin Edge Explore 2 verwendet. Aus Reichhöhe und Akkukapazität konnten wir den Energieverbrauch in Wh/100 hm berechnen. Mit dem Verbrauchswert allein kann allerdings noch keine Aussage über die Effizienz des Bikes als Ganzes, geschweige denn über die Antriebseffizienz getroffen werden. Denn die Geschwindigkeit, mit der uns die Bikes den Berg hochgeschleppt haben, variiert zu sehr. Schneller den Gipfel zu erklimmen, braucht selbstverständlich mehr Leistung und resultiert in einem höheren Verbrauch. Um eine Vergleichbarkeit bezüglich der Effizienz herzustellen, muss neben der erreichten Reichhöhe also unbedingt der Faktor Zeit berücksichtigt werden.
Also zurück in den Unterricht: Alle Motoren mussten beim Test Hubarbeit verrichten: Sie haben das Systemgewicht (Bike + Fahrer) gegen die Schwerkraft nach oben bewegt. Die dafür nötige Hubenergie berechnet sich so:
(Durchschnittliche Hubleistung [W] – Eigenleistung des Fahrers [W]) × Zeit [h] = benötigte Hubenergie [Wh])
Kurzum: Aus der verrichteten Hubarbeit innerhalb der verstrichenen Zeit ergibt sich eine durchschnittliche Hubleistung, von der wir die gemessene Fahrereigenleistung abziehen. Multipliziert mit der verstrichenen Zeit ergibt sich die Hubenergie, die rechnerisch für den Anstieg nötig war – Roll- und Luftwiderstand sind dabei nicht berücksichtigt, spielen am Berg aber auch eine wesentlich kleinere Rolle als die Überwindung der Steigung.
Im letzten Schritt setzen wir die aufgewendete Hubenergie jetzt ins Verhältnis mit der Energie, die aus dem Akku entnommen wurde. Wir berechnen also einen Wirkungsgrad, da wir die abgeführte Energie (Hubenergie) durch die zugeführte Energie (aus dem Akku) dividieren. Und siehe da: Wir erhalten ein Effizienz-Ranking. Je höher die Prozentzahl, desto besser.
| Bike | Gewicht [kg] | Akkukapazität [Wh] | erreichte Reichhöhe [hm] | Durchschnittsgeschwindigkeit [km/h] | verstrichene Zeit [hh:mm:ss] | Verbrauch [Wh/100 hm] | aufgewendete Hubenergie [Wh/100 hm]** | Wirkungsgrad |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Riese & Müller Delite5 GT pinion | 36,28 | 800 | 1.436 | 21,3 | 00:50:26 | 55,71 | 20,67 | 37,10 % |
| CENTURION Lhasa R2000 | 27,16 | 800 | 2.075 | 21,8 | 01:11:16 | 38,55 | 18,41 | 47,76 % |
| Kalkhoff Entice 7+ Excite ABS Wave | 35,56 | 800 | 1.965 | 20 | 01:11:37 | 40,71 | 20,14 | 49,46 % |
*Unsere Daten beziehen sich auf den Bosch Turbo-Modus MY25 des Performance Line CX Gen5 mit 600 W Maximalleistung
**abzüglich Fahrereigenleistung
Krass: über 10 % Unterschied zwischen R&M und Kalkhoff – Das Kalkhoff Entice 7+ Excite ABS Wave mit Bosch Performance Line CX-Motor hat in unserer Testprozedur rechnerisch den höchsten Wirkungsgrad erreicht.
Was sagt uns dieser Wert? Das Kalkhoff hat während des Anstiegs gemessen an der dafür entnommenen Energiemenge aus dem Akku die höchste physikalische Hubleistung (also Höhenmeter-Gewinn) vollbracht. Heißt: Pro entnommene Wattstunde ging beim Kalkhoff besonders viel Energie tatsächlich in den Anstieg – nicht in Verluste. Das Ergebnis liefert außerdem ein Indiz dafür, dass der Bosch CX-Motor besonders effizient arbeitet. Ein Indiz deshalb, weil nicht alle Fahrwiderstände in dieser Rechnung berücksichtigt sind – dazu hätte es konkrete Rollwiderstands- und Luftwiderstandsdaten aus dem Labor bzw. Windkanal gebraucht.
Auffällig: Das Riese & Müller mit Pinion MGU schafft fast 500 Höhenmeter weniger als das Kalkhoff – trotz ähnlichem Gesamtgewicht. Das deutet darauf hin, dass beim Pinion-Antrieb höhere Verluste entstehen, was neben dem Motor selbst vermutlich auch auf das Getriebe zurückzuführen ist. Denn: Vergleicht man das Gewicht der beiden Bikes, ist das R&M nur rund 1 kg schwerer als das Kalkhoff – also zu wenig, um die Differenz von 500 hm allein zu erklären.
Mehr Details zur Berechnung, zur Methodik und zu den Einflussfaktoren findet ihr in unserem großen Vergleichstest der E-Mountainbikes. Reinklicken lohnt sich!
SUV E-Bikes im Reichweitentest – Pendeln, bis der Saft leer ist
SUV E-Bikes sind mehr als nur praktische Alltagsgefährten – sie sind Freiheitsmaschinen auf zwei Rädern. Manchmal müssen sie einen aber auch einfach in die Arbeit bringen, vielleicht sogar täglich. Stellt sich also die Frage: Wie viel Akku verbraucht der tägliche Ritt zum Arbeitsplatz?

Um das herauszufinden, hat sich unser Tester Robin (80 kg) aufs Rad geschwungen – immer und immer wieder. Morgens aus dem noch von der Nacht pulsierenden Stuttgart über verschlungene Pendlerpfade ins schlaftrunkene Leonberg-Eltingen und abends wieder zurück. Immer dieselbe Strecke, immer mit 100 % Akku, 2,0 bar Luft vorne und hinten im Reifen, aber unter ganz unterschiedlichen Bedingungen: mal mit Muskelkater, mal mit Rückenwind. Mal im Regen, mal bei 33 Grad und Sonnenbrandgefahr.
Bewaffnet mit einem Fahrradcomputer sowie ordentlich Bock, Sprit zu sparen und gleichzeitig was für die Fitness zu tun – denn mal ehrlich: Autofahren ist nicht nur teurer, sondern auch ungesünder. Morgens ging’s mit voller Power in die Pedale, unterstützt von der stärksten Fahrstufe – denn wenn der Körper noch im Schlafmodus ist, tut etwas Extra-Schub gut. Abends, nach einem Tag im Bürosessel, wurde der Rückweg in der zweitstärksten Unterstützungsstufe gefahren – für das gute Gewissen und ein bisschen Extrapuls auf dem Heimweg. Auch immer dabei: Laptop und rund 8 kg Vesper in der Gepäckträgertasche – Robin hat einfach immer Hunger.
Die Zahlen, die dabei herauskamen, sind spannend – und manchmal überraschend. Ihr findet sie in der folgenden Tabelle. Aber eines sei schon verraten: Nicht jedes SUV E-Bike ist gleich effizient.
| Marke | Bike | Akkukapazität (Wh) | Gewicht (kg) | Akkuverbrauch Hinweg (%)* | Ø Geschwindigkeit Hinweg (km/h) | Akkuverbrauch Rückweg (%)** | Ø Geschwindigkeit Rückweg (km/h) | Gesamtzeit | Gesamter Akkuverbrauch (%) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Specialized | Turbo Tero X 6.0 | 710 | 26,5 | 22 | 23,7 | 18 | 24,3 | 01:06:24 | 40 |
| Riese & Müller | Delite5 GT pinion | 800 | 36,28 | 28 | 24,5 | 27 | 26 | 01:03:10 | 55 |
| Haibike | ADVENTR 11 ABS | 800 | 29,1 | 20 | 23,8 | 15 | 23,8 | 01:06:48 | 35 |
| CENTURION | Lhasa R2000 | 800 | 27,16 | 22 | 24,5 | 15 | 24,3 | 01:05:18 | 37 |
| Hercules | NOS FS SUV 4.2 | 800 | 29,62 | 21 | 24 | 15 | 22,4 | 01:08:24 | 39 |
| Mondraker | Chaser X | 625 | 26,6 | 27 | 25,1 | 22 | 26,4 | 01:02:04 | 49 |
| SCOTT | Axis eRIDE FS 10 | 800 | 28,82 | 21 | 24 | 15 | 23,5 | 01:07:13 | 36 |
| KETTLER | PINNIATO FS SPORT Wave | 960 | 33,0 | 16 | 22,3 | 12 | 26,1 | 01:06:10 | 28 |
| Kalkhoff | Entice 7+ Excite ABS Wave | 800 | 35,56 | 23 | 23,2 | 17 | 23,1 | 01:08:59 | 40 |
| Moustache | Clutch 150.7 EQ | 780 | 29,22 | 26 | 24,4 | 19 | 25,3 | 01:04:03 | 45 |
| Ø | 786 | 30,49 | 23 | 23,95 | 18 | 24,52 | 01:05:51 | 40 |
*Hinweg: 13,27 km / 228 hm
**Rückweg: 13,26 km / 280 hm
Was hier ganz deutlich wird, ist der Einfluss, den das Gewicht des Bikes und die unterschiedlichen Motorsysteme auf den Verbauch nehmen. Gerade zwischen dem Bosch CX und der Pinion MGU lassen sich klare Unterschiede erkennen, die natürlich auch immer mit der Akkukapazität und den Umwelteinflüssen zusammenhängen. Der Test zeigt aber: Modelle wie das CENTURION und das Riese & Müller unterscheiden sich trotz nahezu identischer Akkukapazität um satte 18 % im Akkuverbrauch.
Es geht also nicht nur um die reine Power, sondern um das Zusammenspiel aus Motor, Gewicht und Reifen jedes einzelnen Bikes.
Tops & Flops – Achtet auf Details!
Der Teufel! Der steckt im Detail. Umso ernüchternder, dass manche Bikes im Modelljahr 2025 mit Lösungen daherkommen, die wirken, als wären sie aus 2015 recycelt worden. Das kann und darf nicht sein!
Flops






Tops






Welches SUV E-Bike ist das beste? Testergebnisse, der Testsieger und Kauftipp
Hercules NOS FS SUV 4.2
Vielseitigkeit steht beim Hercules NOS FS SUV 4.2 ganz oben im Lastenheft – und das erfüllt es überzeugend. Winkelverstellbarer Vorbau, gutes Licht, hohe Fahrstabilität und bis zu 30 kg Zuladung machen es zu einem sicheren Begleiter im Alltag und auf Abenteuern. Allerdings ist das fehlende ABS ein klarer Minuspunkt. Dafür punktet Hercules mit seinem moderaten Preis.
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Kalkhoff Entice 7+ Excite ABS Wave
Das Kalkhoff Entice 7+ Excite ABS Wave: der Tiefeinsteiger mit durchdachtem Gesamtkonzept! Was das Fahrverhalten angeht, kommt es zwar etwas träger als sportlichere Konkurrenten im Testfeld daher, punktet dafür mit guter AusstattungsiIntegration, GPS-Tracking via App (2 Jahre inklusive) und dem Plus an Sicherheit dank ABS. Ein unaufgeräumtes Cockpit und das hohe Gesamtgewicht schränken die Alltagstauglichkeit etwas ein. Insgesamt ein solider Tiefeinsteiger für den Alltag.
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KETTLER PINNIATO FS SPORT Wave
Innovativ und durchdacht – die Gleichung aus komfortablem Tiefeinsteiger und kraftvollem, wartungsarmen Antrieb durch die Pinion MGU geht auf. Das etwas träge Fahrverhalten und das fehlende ABS passen hingegen nicht so gut ins Bild – erst recht angesichts des saftigen Preises. Die Kurbelstellung sollte man in Kurven im Blick behalten. Dafür punktet das KETTLER mit großem Akku, entspannter Sitzposition und solider Alltagstauglichkeit – ideal für City und Umland.
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Mondraker Chaser X
Mondraker bringt Mountainbike-Kompetenz mit – doch im SUV-Bereich reicht das nicht: Trotz geringstem Verkaufspreis scheitert das Chaser X im Alltag nicht nur an seinem schwer entnehmbaren Akku und dem schlecht platzierten Ladeport. Zwar gefällt das sportlich-gutmütige Handling, doch ohne Dropper Post und mit dem altbackenen Intuvia 100-Display bleibt es hinter den Ansprüchen zurück. Wer bei Mondraker bleiben will, kann sich ein anderes Display und Dropper nachrüsten.
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Moustache Clutch 150.7 EQ
Das Moustache Clutch 150.7 EQ punktet mit einem stimmigen Gesamtkonzept: Die Pinion MGU E1.12 sorgt für wartungsarmen Fahrspaß und macht das Bike zum idealen Hop-on-Hop-off-SUV – ganz ohne Kettenpflege. Der sportliche Charakter zeigt sich vor allem auf Trails, auch wenn das Handling durch das Gewicht etwas träge ist. Die Akkuentnahme ist äußerst unpraktisch gelöst, dafür ist die Ausstattung durchdacht.
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SCOTT AXIS eRIDE FS 10
Das SCOTT Axis eRIDE FS 10 punktet mit durchdachten Details: kraftvoller Bosch-Motor, komfortables Fahrwerk, starke Bremsen samt ABS – top Voraussetzungen für den urbanen Alltag. Der tiefe Durchstieg erleichtert das Aufsteigen, das Bike fährt sich im Stadtverkehr solide und zuverlässig. Für echte Abenteuer ist es aber weniger geeignet: Die geringe Zuladung bzw. fehlende Anhängerfreigabe und das im Gelände nervöse Handling schränken den Einsatzbereich ein. Insgesamt ein gutes City-SUV – mit klarer Alltagsorientierung, aber hohem Preis.
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Specialized Turbo Tero X 6.0
Der ehemalige Champion aus dem letzten SUV E-Bike-Vergleichstest: Das Specialized Turbo Tero X 6.0 begeistert immer noch mit jeder Menge Fahrspaß, sportlicher Geometrie und souveränem Handling – besonders abseits befestigter Wege. Integration, Gewicht und Ausstattung sind stimmig und auf Performance getrimmt. Doch kleine Schwächen im Alltag kosten Punkte: Fehlendes ABS, eingeschränkte Fersenfreiheit bei großen Taschen und ein unaufgeräumtes Cockpit. Der Testsieg bleibt damit knapp verwehrt – ein starkes Gesamtpaket ist das Tero X aber allemal.
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Riese & Müller Delite5 GT pinion – Editors choice
Riese & Müller denkt das SUV E-Bike-Konzept bis ins letzte Detail: wartungsarm, enorm belastbar und mit jeder Menge Komfort. Die Pinion MGU harmoniert mit dem gutmütigen, aber schweren Delite5 – kraftvoll, entspannt dank Automatikschaltung, aber nicht gerade leise, wenn es steil bergauf geht. Positiv sind die umfassenden RX-Services und die clevere Connectivity. Für alle, die maximale Alltagstauglichkeit, Komfort und Transportkapazität suchen, ein echter Bänger mit Cargo Vibes. Unsere Editor’s Choice bekommt es verdient.
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CENTURION Lhasa R2000 – Kauftipp
Das CENTURION Lhasa R2000 ist ein komfortabler Allrounder mit ausgewogenem Fahrverhalten, durchdachten Details und starkem Preis-Leistungs-Verhältnis. Zwar fehlt das ABS, und das Akkucover ist etwas klapprig, doch für Pendler, Tourer und Alltagshelden stimmt das Gesamtpaket sehr. Vielseitig, alltagstauglich und fair bepreist – für uns ein klarer Kauftipp.
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Haibike ADVENTR 11 ABS – Testsieger!
Mit dem ADVENTR 11 ABS schickt Haibike ein echtes Multitalent ins Rennen: sportlich wie ein E-MTB, komfortabel wie ein Tiefeinsteiger – und dabei rundum alltagstauglich. Die smarte Integration des ABS-Systems sorgt für ein spürbares Plus an Sicherheit, das sowohl im Stadtverkehr als auch im Gelände überzeugt. Zwar stören Details, wie das unaufgeräumte Cockpit oder der knappe Kettenschutz, doch in Summe liefert Haibike das stärkste Gesamtpaket – und sichert sich verdient den Testsieg.
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7 Erkenntnisse aus unserem E-SUV-Vergleichstest
Was wir nach über 1.000 Testkilometern gelernt haben:
- Zuverlässigkeit statt Show
Das SUV E-Bike-Segment ist erwachsen geworden. Die meisten Räder im Test sind solide und alltagstauglich – spektakuläre Innovationen gab es dieses Jahr kaum. - Riemenantrieb im Vorteil
Klassische Schaltwerke sind weiterhin anfällig – besonders beim Umfallen des Bikes oder beim Transport. Ein Riemenantrieb ist robuster und wartungsärmer. - Bastelfrust & Fummelei
Viele Hersteller führen die Kabel durch den Steuersatz – das wirkt aufgeräumt, erschwert aber die Wartung. Nur Specialized, Haibike und Mondraker gehen andere Wege, Moustache kombiniert beides. Wer gerne selbst Hand anlegt, wird hier nicht glücklich. - Kabelsalat & Cockpit-Chaos
Trotz Vollausstattung: Viele SUV E-Bikes sind mit extrem vielen Kabeln am Lenker unaufgeräumt. Hier wünschen wir uns mehr Liebe zum Detail – und ein cleaneres Design. - Licht & Strom
Alle Lichtsysteme im Test werden über den Hauptakku versorgt. Praktisch: Einige Hersteller wie Riese & Müller und Specialized bieten zusätzlich einen USB-C-Ladeanschluss fürs Smartphone. - Sitzend sicherer
Gerade Tiefeinsteiger fahren sich im Gelände sitzend am besten. Wer aufsteht, riskiert bei stark gebogenen Lenkern und tiefem Oberrohr eine ungewohnte Schwerpunktverlagerung. - Connectivity: Licht & Schatten
Riese & Müller, Specialized und Kalkhoff machen es vor – viele andere Hersteller hinken in Sachen Smart Features, GPS und App-Anbindung noch hinterher. Da ist Luft nach oben!
Unsere Zukunftsvision eines SUV E-Bikes
Wie sieht ein modernes SUV E-Bike aus, das den Alltag meistert und zugleich für Touren und Trails taugt? Aus unserer Sicht braucht es keine Revolution, sondern konsequente Weiterentwicklung an den richtigen Stellen.
Einsatzbereich erweitern
Ein echtes SUV E-Bike muss Alltag, Pendelstrecke, Wochenendausflug und gelegentliche Trail-Abstecher problemlos abdecken – ohne dass man dafür ständig Kompromisse eingehen muss.
Sicherheit verbessern
ABS sollte serienmäßig verbaut sein. Gerade bei schweren Bikes und wechselnden Untergründen bringt das System spürbar mehr Kontrolle und Schutz.
Verzicht auf Schnellspanner
Komfort und Ergonomie sind wichtig – aber bitte ohne Schnellspanner. Einstellbarkeit ja, aber stabil und langlebig. Schnell heißt zu oft: schnell weg.
Gewicht reduzieren
Unter 30 kg – auch mit Vollausstattung. Das sollte ein realistisches Ziel sein. Leichtere Rahmen, effizientere Antriebe und durchdachte Integration sind dafür entscheidend.
Mehr wartungsarme Antriebssysteme
Riemen statt Kette, mehr Motor-Getriebeeinheiten: Systeme wie die Pinion MGU zeigen, dass wartungsarm, sauber und langlebig kein Widerspruch ist – sondern zukunftsfähig.
Das SUV E-Bike-Segment ist erwachsen geworden. Manche Hersteller zeigen eindrucksvoll, wie sich Komfort und Sportlichkeit verbinden lassen – andere hingegen haben noch deutlichen Nachholbedarf in Sachen Usability. Für die Zukunft wünschen wir uns: mehr Sicherheit, weniger Gewicht und deutlich mehr Liebe zum Detail. So oder so möchten wir SUV E-Bikes nach unserem ausführlichen Test nicht mehr missen und sind schon sehr gespannt, wie die Entwicklung in diesem Segment weitergehen wird.
Ein großes Dankeschön an Columbia und Fjällräven, die uns für das Shooting einige Outfits zur Verfügung gestellt haben.
Words: Robin Ulbrich, Benedikt Schmidt Photos: Lars Engmann, Robin Schmitt
























