Das GHOST E-RIOT EN Full Party soll auf anspruchsvollen Trails und im fordernden Gelände für Partylaune sorgen! Der Ski-Profi Tobi Müller hat diesen Werbeslogan wörtlich genommen und sein GHOST an zwei Renntagen über die Trails von Verbier gejagt. Wir haben uns seine Wettkampfmaschine näher angesehen.

Der Ski-Profi und Olympiateilnehmer Tobi Müller hat das E-Mountainbike nicht nur als ideales Trainingsgerät für den Sommer entdeckt, sondern auch Spaß an anspruchsvollen Trails gefunden. Am Ende des ersten Renntages bei der E-Tour du Mont Blanc 2023 hatten wir die Gelegenheit, einen genauen Blick auf das GHOST E-RIOT EN Full Party des siebenfachen Telemark-Weltmeisters und jetzigen Skicrossers zu werfen.

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Ski-Profi Tobi Müller auf Abwegen! | Jahrgang: 1992 | Nationalität: Deutschland | Team: Privatfahrer bzw. Deutscher Skiverband | Größe: 1,87 m | Gewicht: 86 kg | Bike-Größe: L

Tobi Müller – Ein Ski-Profi im E-Bike-Fieber

Zusammen mit dem niederländischen Mountainbike-Profi Jeroen van Eck nahm Tobi zum zweiten Mal die Herausforderung der Tour du Mont Blanc an. Er wusste, er würde wieder in den langen Uphill-Stages leiden müssen, doch dass es 2023 so hart werden würde, konnte er sich in seinen schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen. Doch davon später mehr!

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Was macht ein Profi-Skirennfahrer im Sommer? Ach ja, er fährt E-MTB-Rennen und hat mordsmäßig Spaß dabei!

Das Bike – Alles original oder was?

Das GHOST E-RIOT EN Full Party kommt bereits serienmäßig mit dem bärenstarken Bosch Performance Line CX Race-Motor.

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Löchrig wie ein Schweizer Käse! Nicht nur um Gewicht zu sparen, sondern auch um dem Motor mehr Kühlung zu verschaffen, wurden von Tobi jede Menge Löcher in die Motorverkleidung gebohrt.
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Immer Vollgas
Die Bosch LED Remote zeigt nicht nur den Akkustand, sondern auch den aktuellen Fahrmodi an. Tobi war, wie fast alle Fahrer, den ganzen Tag über im Race-Modus unterwegs!

Auch das FOX Factory-Fahrwerk ist serienmäßig. Wegen der sehr langen Downhill-Passagen hat Tobi am Vorderrad die serienmäßige 200-mm-Bremsscheibe gegen eine mit 220 mm getauscht.

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Das FOX Factory-Fahrwerk mit einer FLOAT Factory eMTB 38 und 170 mm Federweg (125 psi und 2 Token) am Vorderrad entspricht dem Serien-Bike.
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Auch der DHX2 Factory-Dämpfer mit 160 mm Federweg und einer L-Feder entspricht der Serie.

Reifenwechsel

Neben einer größeren Bremsscheibe am Vorderrad spendierte Tobi seinem Bike neue Reifen mit mehr Pannenschutz (Doubledown-Karkasse) und einer weicheren Gummimischung für mehr Grip, zusätzlich montierte er noch Reifen-Inserts.

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Vorderrad
MAXXIS ASSEGAI, 3C MaxxGrip, Doubledown 2,5″ mit 23 psi aufgepumpt
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Hinterrad
MAXXIS Minion DHR II, 3C MaxxGrip, Doubledown 2,5″ mit 26 psi aufgepumpt

Viele Infos zu MAXXIS-Reifen und unseren diesbezüglichen Empfehlungen findet ihr in unserem Mountainbike-Reifen-Test.

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Reifen-Inserts von PTN sorgen zusätzlich zum bereits stabilen DT Swiss H 1900 SPLINE-Hinterradsatz und den Doubledown-Karkassen für noch mehr Pannenschutz.

Welche Vor- und Nachteile Reifen-Inserts bieten, könnt ihr bei unserem Schwestermagazin ENDURO im Vergleichstest Die besten Reifen-Inserts für den Mountainbike-Einsatz nachlesen.

Das Rennen – Tour du Mont Blanc

Die E-Tour du Mont Blanc fand bereits zum fünften Mal im Rahmen des Verbier E-Bike Festival statt. Es handelt sich hierbei um ein zweitägiges Rennen, bei dem im Jahr 2023 insgesamt 140 km mit mehr als 9.000 Höhenmeter und fast 11.000 Tiefenmetern bewältigt werden mussten. Bei den Herren waren 23 Teams und bei den Damen 7 Teams am Start. Das Fahrerfeld, bestehend aus ein paar wenigen Amateuren, vielen Profis, Ex-Profis und sogar amtierenden UCI World Champions, startete in Zweierteams in die Herausforderung. Die Zeitmessung erfolgte jeweils beim zweiten Fahrer, so dass echtes Teamwork gefragt war.
Die Vorbereitung auf solch ein Zweitagesrennen gestaltete sich für Tobi eher schwierig, da bei ihm im Alltag sehr viel skispezifisches Training im Fokus steht. Trotzdem versuchte er so oft wie möglich, seine Hometrails in Innsbruck zu ballern. Das Beste am E-Biken und zugleich auch die größte Herausforderung sind für ihn die technischen Uphills. Außerdem war er mit Abstand der schwerste Fahrer im Feld und musste so beim Uphill mehr Watt auf die Kurbel bringen als seine leichteren Konkurrenten.

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Tobi und sein Teamkollege Jeroen Van Eck aus den Niederlanden vor dem Start des zweiten Renntages.
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Während die CO2-Pumpe zusammen mit der Ersatz-Kartusche direkt an der Unterseite des Oberrohrs ihren Platz fand,…
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… wanderte das restliche Notfall-Werkzeug in die Hüfttasche.
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Inhalt des Hip Bag: Minitool, leichter Ersatzschlauch, Notfall-Transponder, Ersatz-CO2-Kartusche, Minipumpe, Reifenheber, Kabelbinder, Energie-Gel und das Roadbook.
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Für die Orientierung bei solch einem Rennen ist ein Navi unverzichtbar.
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Massenstart am zweiten Renntag auf über 2.300 m ü. M.
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Der erste Renntag beinhaltete drei Stages, auf denen die Zeit gemessen wurde. An zwei Stationen (Refuel) konnten innerhalb von 30 Minuten die Batterien gewechselt, Trinkflaschen aufgefüllt und ein kleiner Snack eingenommen werden.

Tobi musste am ersten Renntag in der letzten Uphill-Stage seinem Teamkollegen kräftezehrende Schiebehilfe geben, da diesem durch einen Aufsetzer zwei Zähne seines Kettenblattes abgebrochen waren und er auf Unterstützung angewiesen war.

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Am zweiten Renntag mussten fast 75 km bewältigt werden, davon 59,34 km im Renntempo, aufgeteilt auf 4 Stages.

Am zweiten Renntag kam es noch härter. Bei der letzten Uphill-Stage (1.323 Höhenmeter) gingen die meisten Bikes ins Derating. Die Biker mussten also mit ihren recht schweren E-Mountainbikes viele Höhenmeter ohne bzw. mit sehr geringer Motorunterstützung machen. Der Grund für das massenweise Derating war recht simpel. Nicht die hohe Umgebungstemperatur war ausschlaggebend, sondern die Lagerung der Akkus über längere Zeit in der prallen Sonne in der Wechselzone.

Tobi´s Fazit zur Tour du Mont Blanc

Das ganze Rennen ist einfach geil. Hat mir beide Male sehr viel Spass gemacht, auch wenn ich zwei Jahre in Folge richtig leiden musste. Die Trails sind wirklich super schön, der Ausblick ist der Hammer und die Downhills sind zum Genießen.

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Wir drücken Tobi Müller nicht nur für die aktuelle Skisaison, sondern auch für seine nächste Teilnahme bei der Tour du Mont Blanc die Daumen. Tobi könnt ihr auf Instagram unter tobi_mueller folgen.

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Words & Photos: Manne Schmitt

Wer schreibt hier?

Manne Schmitt
Prokurist

Manne Schmitt ist Prokurist bei 41 Publishing und bringt methodische Expertise aus seiner Laufbahn als Chef-Analyst einer Landesbehörde ein. Dieser Hintergrund prägt die journalistische Substanz seiner Recherchen und hilft dabei, exklusive News für E-MOUNTAINBIKE, ENDURO, GRAN FONDO und DOWNTOWN zu erschließen. Seit 1989 im Radsport aktiv, unterstützt er Tests operativ und übernimmt gleichzeitig administrative Verantwortung. So stärkt er die methodische Qualität der Redaktionsprozesse. Das Thema Racing verfolgt ihn noch immer, niemand im Team kennt die EWS-Profis besser als Manne.

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