Ausgabe #019 Test

Der tragbare Hochdruckreiniger von JetWet im Test

Manchmal können ganz einfache Maßnahmen das (Mountainbike-)Leben leichter machen. Die richtige Reinigung von Bikes nach der Ausfahrt ist ein Beispiel. Dreck und Schlamm müssen entfernt werden, bevor dies die Konsistenz von Zement erhält. Ob der portable JetWet-Hochdruckreiniger diese Aufgabe effizient und schonend erfüllt? Wir haben es getestet.

Wenn ihr regelmäßig euer Bike in den Kofferraum eures Autos oder Vans ladet, kennt ihr die Sauerei, die schmutzige Bikes in einem Fahrzeug hinterlassen können. Ein tragbarer Hochdruckreiniger erlaubt, euch euer Bike zu reinigen, noch bevor ihr den Parkplatz verlassen habt. Wer in Schottland wohnt, wird zwangsläufig zum Schlamm-Experten, schließlich gilt dort ein kühler, leicht verregneter Tag bereits als fabelhafter Sommertag, an dem die Sonnenbrillen rausgeholt werden dürfen. Unser schottischer Redakteur Trev hat deshalb die besten Rahmenbedingungen, um den neuesten JetWet auf Herz und Nieren zu prüfen.

Mit der Kapazität von 10 Litern, verteilt über eine fünfminütige Sprühzeit, bekommt ihr zwei Bikes blitzsauber.
Robust, funktionell und außerordentlich praktisch – jeder, der im Winter unterwegs ist, sollte einen JetWet besitzen.
Die Sprühpistole aus Metall ist robust und einfach zu bedienen – man dreht einfach an der Düse, um zwischen dem gezielten und dem weitschweifigen Sprühmuster auszuwählen.

Einzigartig für diese Produktkategorie: Der tragbare JetWet-Hochdruckreiniger besteht aus einem flexiblen einteiligen Taschen-Design, das sich in eurem Kofferraum einfacher verstauen lässt als die sperrigen Hartplastik-Modelle. Im Inneren der Tasche befindet sich ein 10l-Wassertank sowie eine wiederaufladbare 2200 mAh-Bleibatterie, mit zusätzlichem 12V-Auto-Anschluss. Mit seinem einstellbaren Strahlbild hat er eine Durchflussrate von ca. 2 Liter pro Minute, was eine Waschzeit von 4–5 Minuten bei vollem Tank ermöglicht – genug Zeit, um zwei Bikes zu reinigen. Der Ausgangsdruck des Systems von 2,5–6 bar ist gut geeignet für E-MTBs sowie Mountainbikes. Vor allem in der Einstellung mit dem breiter gefächerten Strahl konnten wir selbst hartnäckigen Schmutz entfernen, ohne Angst haben zu müssen, dass dies unsere Lager beeinträchtigen würde. Der flexible, 3 Meter lange Schlauch hat sich selbst nach Draufstellen als widerstandsfähig erwiesen. Von der 26-minütigen Gesamtlaufzeit des internen Akkus waren wir beeindruckt, vor allem in Verbindung mit der kurzen Wiederaufladezeit von nur 90 Minuten. Falls ihr mal vergesst, den Reiniger aufzuladen, sind im Boden der Tasche ein 12V-Netzteil sowie ein 3 Meter langes Kabel untergebracht, sodass ihr euer Bike in sicherer Distanz zu eurem Auto waschen könnt. Dieses Feature ist vor allem dann großartig, wenn ihr eine Wasserquelle in der Nähe habt und mehrere Bikes waschen müsst. Mithilfe der beidseitigen Haltegriffe lässt sich der JetWet mit Leichtigkeit herumtragen und verfügt zudem über einen Schultergurt für längere Tragepassagen.

Verglichen mit dem ähnlich proportionierten Kärcher OC3 ist der JetWet kraftvoller, besser einstellbar und verfügt über eine größere Wasserkapazität. Nachdem Trev die gesamte Konkurrenz bereits getestet hatte und stets enttäuscht war, ist er mit dem JetWet endlich glücklich. In seinen Augen stellt dieser aktuell die beste All-in-One-Option auf dem Markt dar. Der Hochdruckreiniger von JetWet weist auch eine robustere Konstruktion auf als die teureren Optionen von Mobi und Aqua2Go. Die Sprühpistole hat dort Metallteile, wo es angebracht ist, und spielt in einer anderen Liga als die fragilen Plastik-Angebote der Konkurrenz. Wir hatten zwei Geräte im Test, ein Vorserienmodell sowie ein Modell der zweiten Generation, und auch nach über 50 Benutzungen sind beide noch top in Schuss. Bei unserem ersten Modell lockerte sich zwar eine Schlauchklemme, doch das wurde beim neuesten Modell behoben und wäre an sich auch nur eine kleine schnelle Reparatur. Obwohl unser JetWet sein Dasein im Kofferraum eines Vans fristen musste und schon auf vielen Parkplätzen herumgeschmissen wurde, hat er sich als höchst widerstandsfähig erwiesen und nur minimale Schrammen und Spuren auf seiner robusten Nylon-Tasche davongetragen.

Daheim mit einem sauberen Bike anzukommen, ist ein totaler Game-Changer für alle, die gerade auch im Winter unterwegs sind. Nur wenige Produkte haben sich in den Augen unseres Test-Teams als derart vielseitig erwiesen wie der JetWet. Kompakt genug, um ihn einfach im Kofferraum oder an eurem Arbeitsplatz zu lassen, falls ihr pendelt. Der JetWet ist unfassbar nützlich, äußerst erschwinglich und ein Muss für Fahrer, die auch im Schlamm unterwegs sind.

Tops

  • das ultimative Zubehör für Ganzjahresfahrer
  • Kapazität für zwei Bikes
  • 12V-Anschluss als Back-up

Flops

  • nichts, er erfüllt alle Anforderungen

Tester: Trev
Dauer: 12 Monate
Preis: 89,95 €

Gewicht: 5,6 kg
Mehr Info: jetwet.co.uk


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Text & Fotos: Trev Worsey