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Neues GASGAS Enduro Cross 11.0 2021 – Die spanische Motorradschmiede startet E-Bike-Serie mit Yamaha-Motoren

Es ist kaum verwunderlich, wenn euch noch nie ein GASGAS-Motorrad im Straßenverkehr begegnet ist. Die Spanier spezialisieren sich vor allem auf Wettbewerbsmaschinen für den Trial- und Endurosport. Ab 2021 wollen GASGAS ihr Wissen auch in E-Bikes stecken und zwölf neue Bikes mit Yamaha-Motoren auf den Markt bringen.

Für GASGAS brechen neue Zeiten an. Bisher floss bei den Spaniern Benzin im Blut, ab 2021 kommt Strom dazu. Die Motorradschmiede nimmt für die Saison 2021 zwölf E-Bikes ins Portfolio auf. Im Gegensatz zur Motorrad-Produktlinie will GASGAS mit ihren E-Bikes jedoch vom Offroad-Enthusiasten bis hin zum City-Pendler jeden ansprechen. Mit Motorenhersteller Yamaha holen sich GASGAS einen Partner ins Boot, der ebenfalls Motorsporterfahrung vorzuweisen hat. Ab Frühjahr 2021 sollen die neuen E-Bikes verfügbar sein.

Die GASGAS-Produktpalette 2021

Die Speerspitze im GASGAS Line-Up bildet das GASGAS Enduro Cross 11.0. Angetrieben wird es vom bärenstarken Yamaha PW-X2 Motor mit 630-Wh-Akku. An der Front arbeitet eine FOX 38 Federgabel mit 160 mm Federweg, am Heck werden die 160 mm Federweg von einem FOX DPX2-Dämpfer verwaltet. Ein Laufradmix aus 29” Reifen vorne und 27,5” Reifen hinten soll für gutes Überrollverhalten und Wendigkeit sorgen, während die SRAM G2 RSC Bremsen mit 200 mm Scheibenbremsen die Verzögerung übernehmen. Ebenfalls von SRAM stammt die GX-Eagle Schaltung am GASGAS Enduro Cross 11.0 mit 12 Gängen. Neben dem Topmodell bieten GASGAG das Enduro Cross 9.0 mit RockShox- Fahrwerk und und SX-Eagle-Schaltung, sowie das Einstiegsmodell GASGAS Enduro Cross 8.0 mit einer Shimano Deore-Schaltung an.

Mit dem GASGAS Train Cross 9.0, dem GASGAS Train Cross 7.0 und dem GASGAS Train Cross 5.0 stehen drei E-Bikes mit 140 mm Federweg an der Front und am Heck in den Startlöchern. Während das Topmodell GASGAS Train Cross 9.0 auf den starken Yamaha PW-X2 mit 630-Wh-Akku und 80 Nm setzt, wird für das Train Cross 7.0 und das Train Cross 5.0 der Yamaha PW-ST-Motor mit 500-Wh-Akku und 70 Nm Drehmoment verwendet.

Neben den vollgefederten Modellen erscheinen mit dem GASGAS Cross Country 7.0, dem GASGAS Cross Country 5.0 und dem GASGAS Cross Country 4.0 drei Hardtails mit Yamaha PW-ST-Motor und 120 mm Federweg an der Front. Während die ersten zwei Modelle auf 29”-Reifen rollen, kommen am Modell Cross Country 4.0 kleinere 27,5”-Reifen zum Einsatz. Für den Nachwuchs bietet der Motorradhersteller das nochmals kleinere GASGAS Cross Country 3.0 mit 26”-Bereifung und einem Yamaha PW-CE-Motor mit 50 Nm Drehmoment an.

Speziell für Tourenfahrer bietet GASGAS das Dual Cross 6.0 als Tiefeinsteiger oder mit Diamantrahmen an. Mit seinem Yamaha PW-ST-Motor mit 70 Nm Drehmoment, 500-Wh-Akku und Schwalbe Johnny Watts-Reifen soll das Dual Cross 6.0 Freunde von längeren Ausflügen ansprechen.

Dass eine E-Bike-Produktlinie dabei herauskommt, wenn zwei Motorradhersteller zusammenarbeiten, damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet. Ob sich GASGAS mit den neuen E-Bikes auch außerhalb des wettkampforientierten Motorsports einen Namen machen können, wird sich zeigen. Wir sind gespannt darauf, wie sich die neuen GASGAS E-Bikes fahren und ob sie es mit den etablierten Bike-Marken auf dem Markt aufnehmen können.

Für mehr Infos besucht gasgas.com


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Text: Rudolf Fischer Fotos: GASGASG

Über den Autor

Rudolf Fischer

In seinem früheren Leben war Rudolf in der Innovationsförderung tätig und hat Patentbewertungen im Millionen- und Milliardenbereich durchgeführt. Heute widmet er sich als Redakteur für DOWNTOWN und E-MOUNTAINBIKE nicht weniger spannenden Aufgaben. Als Data-Nerd beschäftigt er sich intensiv mit Zukunftsthemen wie Connected Mobility, testet aber natürlich auch gerne die neuesten Bikes, und zwar täglich. Entweder beim Pendeln oder zusammen mit dem Team bei unseren großen Vergleichstests. Der technisch orientierte Diplom-Betriebswirt ist so vielseitig wie ein Schweizer Taschenmesser. Beispiele gefällig? Rudolf beherrscht u. a. Front-, Side- und Backflip – zwar nicht auf dem Bike, aber per pedes in der Stadt. Seine Parkour-Karriere hat er mittlerweile jedoch an den Nagel gehängt. Darüber hinaus spricht er Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und etwas Esperanto. Beim Versuch, sich selbst Japanisch beizubringen, ist er jedoch kläglich gescheitert. Wichtig zu wissen: Im HQ ist Rudolf bekannt, gefürchtet und (manchmal auch) gehasst für seinen trockenen Humor im Ricky-Gervais-Stil. Natürlich lacht er am meisten selbst darüber …