Rocky Mountain stellt die neuen E-Mountainbike-Modelle für 2022 vor. Mit einem überarbeiteten Dyname 4.0-Motor, einem 720-Wh-Akku und einer Trail-fokussierten Ausstattung will das Rocky Mountain Altitude Powerplay C70 die Berge erobern. Wir haben das E-Mountainbike bereits angetestet und verraten euch unseren ersten Eindruck.

Rocky Mountain Altitude Powerplay C70 | Dyname 4.0/720 Wh | 170/160 mm (v/h)
24,5 kg in Größe L | 8.800 € | Hersteller-Website

Zuallererst einmal: Gratulation! Rocky Mountain wurde im September 40 Jahre alt und prägt seit dem Bestehen die Mountainbike-Welt. Vor vier Jahren stieg die kanadische Kultmarke auch in die E-Mountainbike-Szene ein und präsentierte mit dem Powerplay-Motor und den Modellen Instinct (zum Test) und Altitude(zum Test) zwei originelle und markante E-Mountainbikes. Für das Jahr 2022 setzt Rocky Mountain weiterhin auf ein eigenes Motor- und Akku-System, die aber für die kommende Saison komplett überarbeitet wurden. Der Nachfolger des Dyname 3.0 heißt Dyname 4.0 und kommt in der neuen Rahmenplattform des Altitude Powerplay und Instinct Powerplay zum Einsatz. Obwohl sich beide E-Mountainbikes viele Rahmenmerkmale teilen, sind sie für unterschiedliche Einsatzgebiete entwickelt. Das Altitude Powerplay setzt auf 29”-Laufräder und 170 mm Federweg an der Front und 160 mm im Heck. Es richtet sich an Biker mit einem aggressiven Fahrstil, die mit hoher Geschwindigkeit auf anspruchsvollen Trails unterwegs sind. Das Instinct rollt ebenfalls auf 29”-Reifen, besitzt aber etwas weniger Federweg als das Altitude, nämlich 150 mm an der Front und 140 mm im Heck. Es soll laut Rocky Mountain besonders auf langen Erkundungstouren glänzen. Wir konnten exklusiv bereits vor dem Release eine kurze Runde mit dem 8.800 € teuren und 24,5 kg schweren Rocky Mountain Altitude Powerplay C70 drehen und verraten euch, was uns dabei aufgefallen ist.

Der neue Dyname 4.0-Motor im Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70

Der neue Dyname 4.0-Motor setzt das eigenwillige Motorkonzept der Kanadier fort. Statt auf die Motoren von einem Drittanbieter wie Bosch oder Shimano zu greifen, hat das Team von Rocky Mountain in Zusammenarbeit mit Propulsion Powercycle ein Motorsystem speziell für die eigenen E-Mountainbikes entwickelt. In der vierten Generation ist der Motor laut Rocky Mountain knapp 750 g leichter und nochmals deutlich kleiner geworden. Statt wie bei gewöhnlichen E-Mountainbike-Mittelmotoren ist er nicht rund ums Tretlager konzipiert, sondern sitzt oberhalb vom Tretlager im Hauptrahmen integriert. Zudem wird beim Dyname 4.0-Motor nicht die Kurbel oder das große Kettenblatt angetrieben, sondern der Motor überträgt seine Leistung über ein kleines Jockey-Wheel direkt auf die Kette. Ein weiteres bewegliches Jockey-Wheel darunter dient als Drehmomentsensor und erfasst die Spannung, die an der Kette anliegt: umso stärker man in die Pedale tritt, umso straffer ist die Kette gespannt, und das gibt das zweite Jockey-Wheel an das Motorsystem weiter. Trotz Mittelmotor kommt beim Altitude Powerplay eine Standard-Kurbel und ein Standard-Pressfit-Tretlager zum Einsatz. Das unkonventionelle Motordesign birgt mehrere Vor- und Nachteile. Durch die Position des Motors können die Entwickler besonders kurze Kettenstreben realisieren und haben auch mehr Freiheiten bei der Entwicklung des Hinterbaus. Der Nachteil: Wie bereits beim Vorgänger ist die Geräuschkulisse der Kette, die über mehrere Zahnräder läuft, deutlich lauter als bei anderen Motoren. Der Motor selbst ist hingegen besonders leise und klappert auch nicht im Leerlauf.

Der Dyname 4.0 ist der neueste Motor aus dem Hause Rocky Mountain. Er ist kleiner und leichter geworden als seine Vorgänger, aber leistungstechnisch immer noch ein riesen Kraftpaket.
Das obere kleine Jockey-Wheel bringt die Kraft auf die Kette, das untere dient als Drehmomentsensor und misst die Spannung an der Kette. Die Kurbel und das Tretlager sind Standard-Komponenten.

Klassischer Stereotyp über Kanada: Alle Kanadier spielen Eishockey und essen einmal in der Woche bei Tim Hortons. Das neue Rocky Mountain Altitude Powerplay versucht mit den Vorurteilen über Kanadier aufzuräumen und der Welt zu zeigen, dass Tim Hortons in Kanada bei Weitem nicht so beliebt ist, wie es den Anschein hat. Was das Eishockey spielen angeht, spiegelt sich das im Altitude Powerplay voll wider. Powerplay bezeichnet man im Eishockey einen Spielzug in Überzahl, sobald von der gegnerischen Mannschaft mehrere Feldspieler auf der Strafbank sitzen. Dieser Gedanke stand bei den Kanadiern von Rocky Mountain wahrscheinlich Pate, als sie dem Altitude Powerplay 108-Nm-Drehmoment verpasst haben. Das ist deutlich mehr, als die meisten anderen Mittelmotoren auf dem Markt aufweisen. Der Strom dafür stammt aus einem 720-Wh-Akku, der im Unterrohr integriert ist. Die Ladebuchse liegt gut erreichbar über dem Motor, der Stecker ist jedoch winzig und erfordert etwas Fummelei, um korrekt eingesteckt zu werden. Zum Laden lässt sich der Akku auch aus dem Unterrohr herausziehen, was allerdings etwas Schraubarbeit erforderlich macht: Zuerst muss eine Abdeckung am Unterrohr abgeschraubt und dann noch eine weitere Schraubfixierung gelöst werden. Für mehr Reichweite bietet Rocky Mountain das Overtimepack an, einen Range-Extender mit 314 Wh, der im Hauptrahmen an der Flaschenhalteraufnahme angeschraubt wird.

Der lange 720-Wh-Akku kann nach unten aus dem Unterrohr entnommen werden, es erfordert jedoch etwas Schraubarbeit. Dafür stellt man das Altitude Powerplay am besten auf den Kopf.
Um an den Akku zu kommen, muss die untere Motorenverkleidung abgeschraubt…
…und eine Fixierung in Form einer Mini-Steckachse entfernt werden.
Das Rocky Mountain Altitude bietet genügend Platz für eine Trinkflasche. Wer sich mehr Sorgen um den Tank des E-Mountainbikes macht als um den eigenen, kann statt einem Flaschenhalter einen Range-Extender mit 314-Wh-Akkukapazität auf der Flaschenhalteraufnahme installieren.

Gesteuert wird das Motorsystem über die neue Rocky Mountain Micro-Remote am Lenker und das „Jumbotron-Display”, eine Anspielung auf die großen Sportstadien-Monitore. Die Remote hat eine gute Haptik und ist so dimensioniert, dass sie auch zwischen die Bremsschelle und den zweiten Kontaktpunkt von einem Shimano Bremshebel und dem Lenker passt. Das Jumbotron-Display wurde sauber in das Oberrohr integriert. Auf dem Schwarz-Weiß-Display lassen sich zwar keine Eishockey-Spiele anschauen, aber dafür die vier Unterstützungsstufen in einzelnen Prozentschritten der Maximalleistungs einstellen. Im Boost-Menü kann man zudem noch das Motor-Ansprechverhalten auf den Fahrerinput in fünf Schritten – von „Heavy Workout” bis zu „Super Boost” – einstellen. Die Einstellungen lassen sich in zwei Profilen auf dem E-Mountainbike speichern. Eine Schnittstelle zur EBikemotion-App gibt es nicht mehr, alle Funktionen dazu wurden in das Jumbotron-Display integriert. Hält man auf der Remote die Plus- und Bestätigen-Taste gedrückt, ruft man noch ein Untermenü auf, indem man Hilfestellungen zum Vorgehen bei Fehlermeldungen bekommt oder den Drehmomentsensor neu kalibrieren kann.

Die neue Rocky Mountain Micro-Remote ist nochmals etwas kleiner als ihr Vorgänger, bietet eine gute Haptik und Ergonomie und passt sogar zwischen die Bremsschelle und den Abstützpunkt der Shimano-Bremshebel am Lenker. Dadurch sollte sich leichter für große und kleine Hände eine ergonomische Cockpit-Einstellung finden lassen.
Für die nächste Rocky Mountain Powerplay-Generation ist angeblich geplant, dass man die Spiele der NHL auf dem Jumbotron-Display verfolgen kann. Im aktuellen Altitude gibt das Display Auskunft über die Unterstützungsstufen, den Akkustand und weitere Motordaten.

Das Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 im Detail

Auf den ersten Blick weiß das Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 zu gefallen. Es besitzt einen sauber verarbeiteten Carbon-Hauptrahmen und einen Aluminium-Hinterbau. In der höchsten Ausstattungsstufe C90 ist auch der Hinterbau aus Carbon, in den Ausstattungsstufen A70 und A50 wird es mit Alurahmen ausgeliefert. Das Unterrohr fällt für ein E-Mountainbike mit einem Akku dieser Größenordnung relativ schlank aus. Sowohl die Kettenstreben als auch die Sattelstreben wurden mit einem guten Schutz vor Kettenschlägen ausgestattet. Das Unterrohr und das Motorgehäuse wurden großflächig mit einem Unterfahrschutz abgedeckt – prima. Am oberen Ende des Unterrohrs wurde zudem noch ein Stopper angebracht, der im Falle eines Sturzes die Federgabel am Verdrehen hindert und so weitere Beschädigungen vermeiden kann. Der Geschwindigkeitssensor wurde in das Ausfallende integriert und ermittelt den Speed über die Umdrehung eines Bremsscheibenmagnets.

Bei der Hinterbau-Kinematik setzt Rocky Mountain auf ein Horst-Link-System mit hohem Drehpunkt.
Das Altitude Powerplay wurde von Rocky Mountain am Unterrohr mit einem großflächigen Rahmenschutz …
… und einem Gummistopper versehen, der die Gabel am Verdrehen hindert – top.
Im vorderen Rahmendreieck verlaufen die Züge intern durch den Rahmen, vor dem Cockpit könnte die Zugverlegung allerdings noch optimiert werden, um die leichten Klappergeräusche der Züge zu vermeiden.

Die Ausstattung des Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70

Bei der Ausstattung des Rocky Mountain Altitude Powerplay C70 hat die Performance klare Priorität vor dem Gewichtstuning. Beim Fahrwerk setzt man auf eine FOX 38 Performance-Federgabel mit 170 mm Federweg an der Front und einen FOX Float X2-Dämpfer, der 160 mm Federweg am Heck generiert. Die einfache Grip-Kartusche der FOX 38-Federgabel bleibt der einzige Wermutstropfen in der sonst sehr stimmigen Ausstattung, hier hätten wir uns ein Upgrade auf die bessere GRIP2-Kartusche gewünscht. Die 12-fach-Schaltung und die Vierkolben-Bremsen mit 200 mm Bremsscheiben stammen aus der Shimano XT-Serie und leisten saubere Arbeit. Bei der Reifenwahl schlagen die Herzen aller E-MOUNTAINBIKE-Testfahrer schneller: Rocky Mountain verbaut 2,5” breite MAXXIS ASSEGAI-Reifen in der weicheren MaxxGrip-Gummimischung an der Front und 2,4” breite MAXXIS Minion DHR II in der etwas härteren MaxxTerra-Gummimischung am Heck, Tubeless versteht sich. Besonderes Lob gebührt Rocky Mountain dafür, dass man konsequent bei allen Modellen auf die pannenresistente Doubledown-Karkasse setzt und zusätzlich in den Modellen von C90 bis A50 bereits ab Werk CushCore Tire-Inserts verwendet. Sie schützen die Felgen vor Durchschlägen und daraus womöglich resultierenden Platten. Außerdem halten die speziellen Schaumeinlagen die Reifen sicher auf der Felge, sodass man insgesamt mit einem niedrigeren Reifenluftdruck unterwegs sein kann, was sich durch zusätzlichen Grip bezahlt macht. Abgerundet wird das Paket durch WTB-Alufelgen, einem hauseigenen Rocky Mountain Alu-Cockpit und einer Race Face Aeffect R-Sattelstütze mit 175 mm Hub. Abgesehen von der Dämpfungskartusche der Federgabel hätten wir die Ausstattung für den harten Trail- und Downhill-Einsatz nicht besser wählen können.

Das Altitude rollt auf MAXXIS ASSEGAI und Minion DHR II in der stabilen Doubledown-Karkasse und dazu noch mit CushCore Tire-Inserts: eine großartige Wahl für den harten Trail- und Downhill-Einsatz.
Einziger Wermutstropfen in der Ausstattung des Rocky Mountain Altitude C70: Wir hätten uns die an sich gute FOX 38-Federgabel mit der besser abstimmbaren GRIP2-Kartusche gewünscht.
Der FOX Float X2 Performance-Dämpfer verwaltet 160 mm am Heck.

Rocky Mountain Altitude Powerplay C70

8.800 €

Ausstattung

Motor Dyname 4.0 108 Nm
Akku Powerplay Akku 720 Wh
Display Jumbotron
Federgabel FOX 38 Performance 170 mm
Dämpfer FOX Float X2 Performance 160 mm
Sattelstütze Race Face Aeffect R 125 – 175 mm
Bremsen Shimano XT M8120 200/200 mm
Schaltung Shimano XT 1x12
Vorbau Rocky Mountain 35 AM 40 mm
Lenker Rocky Mountain AM 780 mm
Laufradsatz WTB ST i30 TCS 2.0 29"
Reifen MAXXIS ASSEGAI DD/ Minion DHR II DD 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Gewicht 24,5 kg
Zul. Gesamtgewicht 120 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment 95 kg
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein

Weitere Modelle des Rocky Mountain Altitude Powerplay und des Instinct Powerplay

Neben der von uns getesteten Carbon 70 Variante gibt es noch eine spezielle Altitude Carbon 90 Rally Edition für 11.000 €, die mit einem DHX2-Stahlfederdämpfer, Carbon-Hinterbau und etwas höherwertigeren Komponenten ausgestattet ist. Außerdem erscheinen mit dem Alloy 70 und Alloy 50 zwei interessante Aluvarianten auf dem europäischen Markt. Besonders das Alloy 70 bietet, abgesehen von einem FOX Float X-Dämpfer, eine vergleichbare Ausstattung zum bereits sehr gut ausgestatteten Carbon 70, und das für bereits 7.600 €.

Rocky Mountain Altitude Powerplay C90 Rally Edition

11.000 €

Ausstattung

Motor Dyname 4.0 108 Nm
Akku Powerplay Akku 720 Wh
Display Jumbotron
Federgabel FOX 38 Factory Grip 2 170 mm
Dämpfer FOX DHX2 Factory 160 mm
Sattelstütze Fox Transfer Factory 125 – 200 mm
Bremsen Shimano XT M8120 200/200 mm
Schaltung Shimano XT 1x12
Vorbau Rocky Mountain 35 CNC 40 mm
Lenker Race Face Turbine R 780 mm
Laufradsatz Race Face ARC HD 30 29"
Reifen MAXXIS ASSEGAI DD/ Minion DHR II DD 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Zul. Gesamtgewicht 120 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment -
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein


Rocky Mountain Altitude Powerplay A70

7.600 €

Ausstattung

Motor Dyname 4.0 108 Nm
Akku Powerplay Akku 720 Wh
Display Jumbotron
Federgabel FOX 38 Performance 170 mm
Dämpfer FOX Float X Performance 160 mm
Sattelstütze Race Face Aeffect R 125 – 175 mm
Bremsen Shimano XT M8120 200/200 mm
Schaltung Shimano XT/Deore 1x12
Vorbau Rocky Mountain 35 AM 40 mm
Lenker Rocky Mountain AM 780 mm
Laufradsatz WTB ST i30 TCS 2.0 29"
Reifen MAXXIS ASSEGAI DD/ Minion DHR II DD 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Zul. Gesamtgewicht 120 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment -
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein


Rocky Mountain Altitude Powerplay A50

6.900 €

Ausstattung

Motor Dyname 4.0 108 Nm
Akku Powerplay Akku 720 Wh
Display Jumbotron
Federgabel RockShox Zeb Select RC 170 mm
Dämpfer FOX Float X Performance 160 mm
Sattelstütze Rocky Mountain Toonie 125 – 170 mm
Bremsen Shimano DEORE MT6120 200/200 mm
Schaltung Shimano XT/SLX/DEORE 1x12
Vorbau Rocky Mountain 35 AM 40 mm
Lenker Rocky Mountain AM 780 mm
Laufradsatz WTB ST i30 TCS 2.0 29"
Reifen MAXXIS ASSEGAI DD/ Minion DHR II DD 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Zul. Gesamtgewicht 120 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment -
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein

Neben dem Altitude launcht Rocky Mountain auch die nächste Generation des Instinct Powerplay, das sich an Fans von langen Touren und den etwas einfacheren Traileinsatz richtet. Das Instinct erscheint in den Ausstattungsvarianten von Carbon 90 für 12.500 € bis Alloy 30 für 5.600 € und bietet in allen Ausstattungsvarianten 29”-Laufräder und ein Luftfahrwerk mit 150 mm Federweg an der Front und 140 mm Federweg im Heck

Rocky Mountain Instinct Powerplay C90

12.500 €

Ausstattung

Motor Dyname 4.0 108 Nm
Akku Powerplay Akku 720 Wh
Display Jumbotron
Federgabel FOX 36 Factory GRIP2 150 mm
Dämpfer FOX Float X Factory 140 mm
Sattelstütze Fox Transfer Factory 125 – 200 mm
Bremsen Shimano XTR M9120 200/200 mm
Schaltung Shimano XTR 1x12
Vorbau Rocky Mountain 35 CNC 40 mm
Lenker Race Face Next R 780 mm
Laufradsatz Race Face ARC Carbon 31 29"
Reifen MAXXIS Minion DHF EXO+/DHRII EXO+ 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Zul. Gesamtgewicht 120 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment -
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein

Rocky Mountain Instinct Powerplay C70

8.900 €

Ausstattung

Motor Dyname 4.0 108 Nm
Akku Powerplay Akku 720 Wh
Display Jumbotron
Federgabel FOX 36 Performance 150 mm
Dämpfer FOX Float X Performance 140 mm
Sattelstütze Race Face Turbine R 125 – 200 mm
Bremsen Shimano XT M8120 200/200 mm
Schaltung Shimano XT 1x12
Vorbau Rocky Mountain 35 AM 40 mm
Lenker Rocky Mountain AM 780 mm
Laufradsatz Race Face AR 30 29"
Reifen MAXXIS Minion DHF EXO+/DHRII EXO+ 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Zul. Gesamtgewicht 120 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment -
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein

Rocky Mountain Instinct Powerplay A70

7.300 €

Ausstattung

Motor Dyname 4.0 108 Nm
Akku Powerplay Akku 720 Wh
Display Jumbotron
Federgabel RockShox Pike Select+ 150 mm
Dämpfer RockShox Deluxe Select+ 140 mm
Sattelstütze Race Face Aeffect R 125 – 175 mm
Bremsen Shimano XT M8120 200/200 mm
Schaltung Shimano XT/SLX 1x12
Vorbau Rocky Mountain 35 AM 40 mm
Lenker Rocky Mountain AM 780 mm
Laufradsatz WTB ST i30 TCS 2.0 29"
Reifen MAXXIS Minion DHF EXO+/DHRII EXO+ 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Zul. Gesamtgewicht 120 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment -
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein


Rocky Mountain Instinct Powerplay A50

6.600 €

Ausstattung

Motor Dyname 4.0 108 Nm
Akku Powerplay Akku 720 Wh
Display Jumbotron
Federgabel RockShox Revelation Select RC 150 mm
Dämpfer RockShox Deluxe Select+ 140 mm
Sattelstütze Race Face Aeffect R 125 – 175 mm
Bremsen Shimano DEORE MT6120 200/200 mm
Schaltung Shimano SLX 1x12
Vorbau Rocky Mountain 31.8 AM 40 mm
Lenker Rocky Mountain AM 780 mm
Laufradsatz WTB ST i30 TCS 2.0 29"
Reifen MAXXIS Minion DHF EXO/ DHR II EXO 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Zul. Gesamtgewicht 120 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment -
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein


Rocky Mountain Instinct Powerplay A30

5.600 €

Ausstattung

Motor Dyname 4.0 108 Nm
Akku Powerplay Akku 720 Wh
Display Jumbotron
Federgabel RockShox 35 Gold RL 150 mm
Dämpfer RockShox Deluxe Select R 140 mm
Sattelstütze Rocky Mountain Toonie 125 – 170 mm
Bremsen Shimano MT4120 200/200 mm
Schaltung Shimano DEORE 1x11
Vorbau Rocky Mountain 31.8 AM 40 mm
Lenker Rocky Mountain AM 780 mm
Laufradsatz WTB ST i30 TCS 2.0 29"
Reifen MAXXIS Minion DHF EXO/ DHR II EXO 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Zul. Gesamtgewicht 120 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment -
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein

Die Geometrie des Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70

Das Rocky Mountain Altitude Powerplay besitzt eine variable Geometrie-Einstellung, die eine individuelle Abstimmung ermöglicht. Dafür sitzt an der Dämpferumlenkung das RIDE-4-Einstellsystems, das sind zwei kleine Flip-Chips, die mit einem 5er Inbus in vier Positionen verstellt werden können. Dadurch lassen sich der Lenk- und Sitzwinkel um knapp 1° abflachen oder steiler stellen, die Einstellung hat aber auch Einfluss auf die Progression des Dämpfers und damit die Hinterbauperformance. Die Länge der Kettenstrebe lässt sich ebenfalls durch einen Flip-Chip im Ausfallende um 10 mm verstellen. Alle Einstellungen lassen sich mit simplen Tools am E-Mountainbike vornehmen und benötigen keine zusätzlichen Teile wie unterschiedliche Lagerschalen. Das Sattelrohr fällt mit 445 mm in Größe L relativ niedrig aus. Der Reach ist mit 480 mm auf der längeren Seite und die 634 mm hohe Front wird durch den Lenker mit 35 mm Rise nochmals etwas höher. In der flachen RIDE-4-Einstellung fällt der Sitzwinkel von 75,5 ° auch effektiv relativ flach aus, lässt sich aber wie gesagt noch um knapp 1° steiler stellen.

Das Ride-4 System ermöglicht durch den rotierbaren Flipchip die Verstellung von Lenk-und Sitzwinkel in vier Schritten um insgesamt circa 1°
Wer seine Kettenstreben für steile Anstiege oder mehr High-Speed-Stabilität lieber etwas länger fährt, kann sie am Rocky Mountain Altitude Powerplay durch einen Flip-Chip um 10 mm verlängern. In der langen Einstellung kann man auch ein universelles UHD-Schaltauge am Altitude Powerplay verwenden.
Größe S M L XL
Oberrohr 586 mm 611 mm 638 mm 671 mm
Sattelrohr 380 mm 420 mm 445 mm 480 mm
Steuerrohr 100 mm 100 mm 110 mm 125 mm
Lenkwinkel 64° 64° 64° 64°
Sitzwinkel 76° 76° 76° 76°
Kettenstrebe 437 mm 437 mm 437 mm 437 mm
Tretlagerabsenkung 27 mm 27 mm 27 mm 27 mm
Radstand 1.208 mm 1.233 mm 1.262 mm 1.299 mm
Reach 430 mm 455 mm 480 mm 510 mm
Stack 625 mm 625 mm 634 mm 648 mm

Unser erster Fahreindruck des Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70

Wir hatten bereits die Möglichkeit, eine kurze Testfahrt im alpinen Gelände mit dem neuen Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 zu unternehmen. Auf unserem Testparcour musste sich das Altitude besonders auf technischen Trails mit vielen Wurzeln, Steilstücken und verblockten Passagen beweisen. Im Uphill waren die Testbedingungen durch sehr steile Rampen und oftmals rutschigen Untergrund besonders erschwert. Bei der Kurbelumdrehung fällt sofort das direkte Ansprechverhalten des Motors auf. Der Motor setzt genauso abrupt mit der Kurbelumdrehung ein, wie er die Unterstützung abreißen lässt, sobald man keinen Druck mehr auf die Pedale ausübt. Der Dyname 4.0-Motor besitzt praktisch keinen Nachlauf, wodurch sich das Fahrgefühl des Motors deutlich von den anderen Systemen auf dem Markt unterscheidet. Der Grundgedanke beim Dyname 4.0-System von Rocky Mountain zielt darauf ab, die Charakteristik eines Mountainbikes zu imitieren, das nur zusammen mit dem Fahrer anschiebt. In der Praxis wird die digitale Kraftentfaltung aber als weniger natürlich wahrgenommen. An stufigen und verblockten Anstiegen muss man sein Pedal-Timing und die Linienwahl präzise vorausplanen, um die Kraft des Motors über Hindernisse mitnehmen zu können. Bei rutschigen Bedingungen fällt es zudem schwer, die volle Kraft des antriebsstarken Motors auf den Untergrund zu bekommen und das Hinterrad am Durchdrehen zu hindern. Nutzt man den Flip-Chip im Ausfallende in der Konfiguration für kurze Kettenstreben, fängt die Front sehr früh an sich aufzurichten und verliert Grip. Fahrer, die auf ihren Trails gerne steile Anstiege überwinden, könnten mit der Einstellung für lange Kettenstreben besser bedient sein. Bekommt man den kraftvollen Motor mit der richtigen Körperposition und einem feinfühligen Gasfuß gebändigt, nimmt er einem viel Arbeit ab. Ob sich der Dyname 4.0-Motor mit seinem hohen Drehmoment auf dem Papier auch gegen die Konkurrenz durchsetzt, lässt sich nur in einem direkten Vergleich bestimmen.

Mit dem neue Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 von der Bergspitze bis ins Tal!

Auch wenn die Bildsprache unseres Tests was anderes vermuten lässt, so haben wir das Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70 vorwiegend auf schwierigen Technik-Trails in zerklüfteten Berglandschaften getestet. Bergab sticht vor allem das hohe Maß an Traktion hervor. Hier hat das Team von Rocky Mountain mit der Reifenwahl starken Weitblick bewiesen: Das Altitude lässt sich sorgenfrei mit einem niedrigen Luftdruck fahren, wodurch sich die Reifen bergab stark mit dem Untergrund verzahnen. Das Fahrwerk absorbiert Schläge gekonnt und lässt die Reifen dadurch umso besser am Boden haften. Auf steilen Abfahrten sorgt das für ein hohes Maß an Kontrolle und für ein gutes Sicherheitsempfinden. Bergab erweist sich das Handling des Rocky Mountain auch wesentlich einfacher und weniger fordernd als auf steilen Anstiegen, wodurch sich das Altitude Powerplay auch von weniger versierten Bikern manövrieren lässt. Außerdem kann man sich im Downhill am besonders leisen Motor erfreuen, der vor allem durch die Abwesenheit von Motorklappern auffällt. Leider hat uns die Zeit noch nicht gereicht, das Altitude einer Highspeed-Testsession in einem Bikepark und auf gewagten Sprüngen zu unterziehen. Dazu nehmen wir es auch zu unserem nächsten Vergleichstest mit, wo es sich gegen die besten E-Mountainbikes der kommenden Saison Kopf-an-Kopf messen kann. Sobald wir mehr Eindrücke gesammelt haben, lassen wir es euch wissen.

Durch die starke Traktion aus dem schluckfreudigen Fahrwerk und der guten Reifenwahl sorgt das Rocky Mountain Altitude für viel Sicherheit auf dem Trail bergab.

Unser erster Eindruck zum neuen Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 70

Mit dem neuen Altitude Powerplay Carbon 70 und dem überarbeiteten Dyname 4.0-Motor knüpft Rocky Mountain nahtlos an die Vorgänger an. Der kraftvolle Motor geizt nicht mit Schub, bietet aber auch eine sehr eigenwillige und direkte Kraftentfaltung, die erst verstanden werden muss. Bergauf ist das Kettengeräusch ständiger Begleiter, bergab wird der Motor wiederum flüsterleise. Die anpassbare Geometrie und die fast makellose Ausstattung machen das Altitude besonders attraktiv für den anspruchsvollen Einsatz bergab.

Für mehr Infos besucht bikes.com, das ist tatsächlich die Website von Rocky Mountain 😉


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Words: Rudolf Fischer Photos: Peter Walker

Über den Autor

Rudolf Fischer

In seinem früheren Leben war Rudolf in der Innovationsförderung tätig und hat Patentbewertungen im Millionen- und Milliardenbereich durchgeführt. Heute widmet er sich als Redakteur für DOWNTOWN und E-MOUNTAINBIKE nicht weniger spannenden Aufgaben. Als Data-Nerd beschäftigt er sich intensiv mit Zukunftsthemen wie Connected Mobility, testet aber natürlich auch gerne die neuesten Bikes, und zwar täglich. Entweder beim Pendeln oder zusammen mit dem Team bei unseren großen Vergleichstests. Der technisch orientierte Diplom-Betriebswirt ist so vielseitig wie ein Schweizer Taschenmesser. Beispiele gefällig? Rudolf beherrscht u. a. Front-, Side- und Backflip – zwar nicht auf dem Bike, aber per pedes in der Stadt. Seine Parkour-Karriere hat er mittlerweile jedoch an den Nagel gehängt. Darüber hinaus spricht er Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und etwas Esperanto. Beim Versuch, sich selbst Japanisch beizubringen, ist er jedoch kläglich gescheitert. Wichtig zu wissen: Im HQ ist Rudolf bekannt, gefürchtet und (manchmal auch) gehasst für seinen trockenen Humor im Ricky-Gervais-Stil. Natürlich lacht er am meisten selbst darüber …