An diesem Tag verzichteten wir getrost auf das Shuttle und genossen die elektrisierende Freiheit auf unserem E-Mountainbike.

Berühmt-berüchtigte Stages der Enduro World Series standen genauso auf dem Routenplan wie komplett neue Trails, die bislang noch kaum ein regulärer Mountainbike-Touri gefahren war – schlichtweg, weil sie weder mit dem Shuttle noch sonst wie gut zu erreichen wären.
Dabei entdeckten wir einen wahren Ort der Ruhe: die Ciapin Lodge, eine kleine, vollkommen autarke Eco-Lodge inmitten der Natur. Kein Handy-Empfang und keine Zufahrt mit dem Auto. Dafür Solarstrom, Quellwasser und ein Pumptrack im Garten! Rund um die Lodge starten von Eigentümer Mike selbst gebaute Trails, die man als Finale-Besucher kaum auf dem Schirm hat.
Sorry, Shuttle – heute nicht. Doch E-Mountainbikes und Shutteln schließen sich nicht aus. Zwar schafften wir an einem Vormittag sechs Abfahrten mit 2.000 Höhenmetern, allerdings mit Akku-Aufladen beim Mittagessen.
Wer aber als E-Mountainbiker zwischendurch shuttelt, schafft noch mal deutlich mehr. Klingt paradox? Keinesfalls! Schließlich kann man die Akku-Energie dafür aufsparen, entlegenere Trails zu erkunden oder aufwendig zu shuttelnde Trails zu fahren – ohne sich den gesamten Tag in einem stinkigen Auto sitzend die Bergstraßen hinaufkutschieren zu lassen. Ein großer Bonus des E-Mountainbikes im Vergleich zum Shuttle: Bei jedem Traileinstieg hat man sich bereits warmgefahren und kann Vollgas geben!


Words: Robin Schmitt Photos: Victor Lucas


























