Finale Ligure schafft Wiederholungstäter: Jeder Mountainbiker, der etwas auf sich hält, war schon hier. Alpencross-Experte Andreas Albrecht hat für uns die schönsten Touren für jeden Könner-Grad zusammengestellt.

Finale Ligure ist eine der Topdestinationen in Europa für abfahrtsorientierte Mountainbiker. Schon sehr früh haben die Macher vor Ort konsequent auf Trailbau und Trailpflege gesetzt – lange bevor andere Regionen überhaupt das touristische Potenzial der stetig wachsenden Zielgruppe Mountainbiker in allen ihren Spielarten entdeckt, geschweige denn anerkannt und gefördert haben. Nicht nur deshalb ist Finale Ligure wie gemacht für einen Bikeurlaub von März bis November. Die küstennahen Hügelketten mit ihren Trails sind de facto sogar ein Ganzjahres-Bikegebiet. In der Region profitieren Hotels, Restaurants, Campingplätze und Shuttle-Unternehmen von den Mountainbikern aus ganz Europa.
Bei Letzteren kommen natürlich die modernen E-MTBs ins Spiel: Warum sich shutteln lassen, wenn man mit Motorunterstützung den Berg hinauf zum Traileinstieg fahren kann?
Um die Frage zu beantworten, muss man es ausprobieren – und das konsequent mit einem trailtauglichen E-MTB. Das habe ich getan, gemeinsam mit meinem bewährten Tourbegleiter Alex. Herausgekommen sind dabei die folgenden Touren mit ihren Varianten. Die Trails sind klassifiziert nach der Singletrail-Skala. Alex hat dazu aus seinem Tourenpool die Touren speziell für E-MTBs zusammengestellt.
Trails, Berge und Meer sind der tolle Rahmen für eine Tourenwoche in Finale Ligure.

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Touren #001 und #002: Le Manie

Le Manie wird das kleine Hochplateau genannt, das sich direkt an der ligurischen Küste zwischen Finale Ligure und Noli hoch über Varigotti befindet. Der höchste Punkt liegt um die 400 m über dem Meer, sodass man hier praktisch das ganze Jahr biken kann. Seine ersten Touren in Finale Ligure sollte man dort fahren. Auf Le Manie befindet sich auch die Rennstrecke des legendären 24-Stunden-Rennens von Finale Ligure. Die Trails verlaufen oft mit viel Meeresblick durch die Macchia. Wir kombinieren die Touren jeweils mit einer Abfahrt nach Noli.
Beide Touren sind beliebig miteinander kombinierbar. Insgesamt sind die Manie-Touren typische Kamelhöcker-Touren, die besonders gut für E-MTBs geeignet sind.

Tour #001: Le Manie–Noli, Panoramatour

  • Start und Ziel: Finale Ligure
  • 29,2 km, 686 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S0 (auf der Singletrail-Skala), max. S2 bei der Abfahrt nach Noli – eine kurze Schiebestrecke kurz vor Noli
  • Start an der Piazza, an der Uferpromenade bis Finalpia, links hinein in die Via del Santuario
  • Auffahrt auf wenig befahrener Nebenstraße SP 45 mit schönem Meerblick in Richtung Le Manie
  • am Campingplatz Terre Rosse („rote Erde“) Einstieg auf Teilstrecke des 24-Stunden-Rennens mit kurzen Stichwegen zu sensationellen Aussichtspunkten
  • Trailabfahrt nach Noli
  • diverse Rastmöglichkeiten im Küstenort Noli
  • Auffahrt über schmales Sträßchen zum Fußplatzplatz in der Nähe der Chiesa San Pietro
  • zurück auf SP 45 zum Campingplatz Terre Rosse
  • leichte Abfahrt auf Schotterpiste und Trail über Verzi und Calvisio nach Finale Ligure (diese Abfahrt kann auch als Auffahrt zu Le Manie genutzt werden)
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Tour #002: Ciappi–Le Manie

  • Start und Ziel: Finale Ligure
  • 43,7 km, 1.264 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S1, max. S2
  • Start auf der Piazza in Finale Ligure
  • los geht es mit Anfahrt nach San Bernardino
  • erste Trailpassage aufwärts Richtung Norden, danach schaurig-schöner Trail hinab nach Calvisio
  • hintere Auffahrt zu Le Manie, steile Schotterrampe zum Bric dei Monti mit traumhaftem Panorama über das Ligurische Meer bei Noli und Spotorno
  • leichte Abfahrt nach Noli – unter Ponte Antico hindurch direkt ans Meer
  • Auffahrt nach Le Manie wie bei Tour 1
  • ein zweites Mal zum Bric dei Monti: diesmal die „Murmelbahn“ des 24-Stunden-Rennens mit ihren vielen Steilkurven hinunter (bei schlammigen Verhältnissen nicht zu empfehlen – die rote Erde wird dann zu rotem, zähem Schlamm)
  • beim Campingplatz Terre Rosse weiter auf der Trailschleife des Rennens mit viel Auf und Ab
  • Abfahrt auf Teilstrecke des Damendownhills mit sensationellen Blicken hinunter auf Varigotti (dort befinden sich die Fotospots schlechthin von Finale Ligure)
  • Stilgerecht das Finishergetränk euer Wahl entweder am Strand von Varigotti oder auf der Piazza in Finale Ligure zelebrieren
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Tour #003: Supergroppo–Sentiero delle Neviere

Der Supergroppo-Trail wurde 2014 für das Finale der Enduro World Series (EWS) gebaut. Untypisch für ein Rennen dieser Kategorie ist er sehr flowig angelegt, zählte aber trotzdem zu den härtesten Etappen. Über 6 km Singletrail, im Enduro-Race-Tempo gefahren, verlangen auch den Pros alles ab. Im Urlaubertempo ist er einer der besten Trails rund um Finale Ligure.
Wir kombinieren ihn bei der Auffahrt mit dem superschönen Höhentrail von San Bernardino nach Orco (kurze Schiebepassagen auch mit dem E-MTB). Die Abfahrt auf dem Supergroppo hat kurze fahrtechnische Schlüsselstellen bis S2, der Rest ist flowig zu fahren. Unsere Tour endet zunächst in Feglino, wo die Shuttles starten. Wir hängen nach einer kurzen Auffahrt noch den Trail auf dem Sentiero delle Neviere an. Der endet auf verschlungenen Pfaden direkt in der pittoresken Altstadt von Finalborgo.

  • Start und Ziel: Finale Ligure (alternativ auch Start und Ziel in Finalborgo)
  • 39,2 km, 1.368 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: Supergroppo: S0, max. S2 – Sentiero delle Neviere: S1, max. S2
  • Start auf der Piazza in Finale Ligure
  • weiter in Richtung Finalborgo und Auffahrt nach San Bernardino
  • erste Trailpassage auf dem Höhenweg der Chiappi in Richtung Orco (Alternative: Straßenauffahrt von Finale Ligure über Boragni)
  • Schotterauffahrt von Orco zum Colla di San Giacomo, dabei kreuzt man auf ca. 520 m Höhe den Abfahrtstrail, der dann kurz parallel verläuft
  • Zeit für eine Pause: Rast am Colle San Giacomo an einer Schutzhütte mit Wasserstelle. Einziger Nachteil: Verpflegung muss man selbst mitnehmen.
  • Jetzt geht’s ins Eingemachte: Einstieg in den Supergroppo-Trail, der erste Teil ist sehr schön flowig zu fahren.
  • nach einer kurzen Passage auf einer Schotterpiste folgt ein steiler Gegenanstieg von ca. 100 hm – ggf. auch mit dem E-MTB kurz schieben
  • dann abwärts auf S1-Niveau mit ein paar wenigen verblockten S2-Passagen
  • Falls das Cascina del Groppo geöffnet ist, kann man dort rasten und die Gelegenheit nutzen, sich bei den Trailbauern zu bedanken
  • Es folgt nach einer kurzen steilen Stelle entspanntes Ausrollen nach Feglino. Tipp: Rast am Caffe‘ TINO im Ortszentrum, Piazza Martino Staricco 3 (Track führt dort entlang.)
  • Zwei Fliegen, eine Klappe: Wer will, lädt während der Kaffeepause seinen Akku nach.
  • nach der Rast kurzer Anstieg auf Nebensträßchen und Einstieg in den Trail Sentiero delle Neviere
  • beginnt als leichter S1-Trail, der später mit ein paar abrupten S2-Stufen gewürzt ist
  • nach kurzer Teerpassage senkt sich der Sentiero delle Neviere dann ins Tal und kommt mit interessanter Wegführung direkt im Gewirr der mittelalterlichen Gassen von Finalborgo heraus
  • La dolce vita inkl. Abschlussgetränk wahlweise dort oder auf der Piazza in Finale Ligure genießen
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Tour #004: NATO-Base–Cravarezza Trail

Wer in Finale Ligure nach flowigen Trails sucht, landet früher oder später an der NATO-Base. Sie ist mit gutem Grund eine Instituion für viele Mountainbiker, denn hier geht ein wahres Feuerwerk an Trails ab und man hat trailtechnisch die Qual der Wahl. Wir haben den Cravarezza-Trail ausgewählt, der ebenfalls Bestand einer Enduro World Series war. Als Auffahrt dient diesmal die kaum befahrene Provinzstraße von Calice Ligure in Richtung Colle di Melogno. Ein Zwischenstopp mit Rast drängt sich beinahe schon auf an der Osteria del Din, die auch häufig von den Shuttles angefahren wird (Startpunkt z. B. für den Rollercoaster, s. auch Tour #005). Nach einer Querpassage auf dem Kamm mit ihren mächtigen Windrädern folgt der kurze Anstieg zur verlassenen NATO-Base, die heimlich, still und leise vor sich hin rottet. Der Trail hat viele flowige Abschnitte mit Anliegern und Steilkurven, aber auch ein paar S2-Schlüsselstellen.

  • Start und Ziel: Finale Ligure (alternativ: Start und Ziel in Finalborgo)
  • 41,2 km, 1.125 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S1, max. S2
  • Start auf der Piazza in Finale Ligure, dann durchs Verkehrsgewühl nach Finalborgo und auf der Nebenstraße bis Calice Ligure
  • aufwärts bis Osteria del Din auf Nebenstraße SP 490 (kaum Verkehr außer diversen Bikeshuttles)
  • rechts ab Richtung Windräder, dann links hinauf zur NATO-Base
  • Traileinstieg im hinteren Winkel der NATO-Base, kein nennenswerter Gegenanstieg
  • Trailabfahrt über rund 800 Tiefenmeter hinab bis in die Nähe von Cascina del Groppo (siehe auch Tour #003)
  • weiter bis Feglino wie bei Tour #003
  • Diesmal ist der Abschluss ganz entspannt: einfach das Tal hinausrollen in Richtung Finalborgo.
  • kurz vor dem Ort abbiegen auf kleine Nebenstrecke entlang des Flusses Aquila
    wieder eintauchen in das mittelalterliche Ambiente von Finalborgo
  • After-Ride-Bier (oder Kaltgetränk eurer Wahl, klar) wahlweise dort oder auf der Piazza in Finale Ligure
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Touren #005 und #006: Rollercoaster mit Prolog und Epilog

Der Rollercoaster ist einer der schönsten Trails in Finale Ligure und zeigt so richtig den Charakter der hiesigen Strecken. Obwohl zu großen Teilen angelegt, hat er stets den Charme eines Naturtrails. Das vermisst man in Bikeparks oder bei den sonst hochgelobten Flowtrails oft – beim zweiten Mal wird dort das Fahren schnell langweilig. Den Rollercoaster werdet ihr aber wirklich oft runterheizen wollen: Teilweise hat er Halfpipe-Charakter und besticht als einzigartig angelegter S0–S1-Traumtrail mit rasanten Kurven und Anliegern und einem grandiosen Auf und Ab im unteren Drittel. Er hat ein paar wenige steilere S2-Passagen.
Wir verlängern den Trail von oben mit dem Colonello-Trail vom Monte Settipani zur Osteria del Din (Danke an den Chef der Osteria del Din für den Tipp). Nach dem Rollercoaster geht es unten mit den Caprazoppa- und Bonditrails weiter.
Auf Tour #006 sammelt man im Gegensatz dazu nicht ganz so viele Höhenmeter. Deshalb ist sie vor allem dann empfehlenswert, wenn die Ligurischen Berge oberhalb von 1.000 m Höhe in Wolken stecken sollten. Dann kann es dort oben recht ungemütlich werden und man hält besser ein wenig Sicherheitsabstand, denn die Wettergegensätze können sehr beträchtlich sein zwischen Küste und Gebirge.

Tour #005: Rollercoaster mit Prolog Colonello-Trail

  • Start: Finale Ligure
  • Ziel: Finalborgo
  • 39,2 km, 1.389 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S0–1, max. S2 (nur, weil es ab und an Überwindung kostet, die Bremse auf zu lassen)
  • Start auf der Piazza in Finale Ligure, weiter auf bekannter Strecke nach Finalborgo und weiter bis Calice Ligure
  • etwa ab Rialto Schotterauffahrt, die direkt an der Osteria del Din einmündet – hier ggf. kurzer Zwischenstopp
  • kurze Querpassage Richtung NATO-Base, dann grobschottriger Anstieg Richtung Monte Settepani
  • auf ca. 1.240 m Höhe in scharfer Rechtskurve links auf den Colonello-Trail wechseln, anschließend geht es in einer Schleife auf einem feinen S0-Trail zurück zur Osteria del Din
  • Pausa! Spätestens jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für eine Rast und die mentale Einstimmung auf den Rollercoaster
    1. Teil: nach kurzem Gegenanstieg schön flowig bis auf eine Höhe von ca. 650 m (hier mündet die Schotterpiste, s. Auffahrt Tour #006)
    2. Teil: klassischer Rollercoaster, eine rasante Achterbahnfahrt
    Bremse auf und durch, lasst es laufen!
  • Tut man es nicht, verhungert man in einer der vielen Senken – also haut ordentlich rein und habt Spaß!
  • auf ca. 320 m Höhe endet der Rollercoaster
  • auf Teer abwärts bis Gorra: wer hier die Nase voll hat, abwärts auf Straße bis Finalborgo
  • Halb Trailfreude, halb Postkartentraum: Wenn ihr noch immer nicht genug habt, folgen nach leichtem Anstieg die Trails am Berg der lahmen Ziegen (Caprazoppa) mit herrlichen Ausblicken aufs Ligurische Meer
  • Tour endet in Finalborgo mit dem obligatorischen und wohlverdienten Finishergetränk
  • der Rückweg nach Finale Ligure sollte mittlerweile bekannt sein
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Tour #006: Rollercoaster mit Caprazoppa- und Bondi-Trail

  • Start und Ziel: Finale Ligure
  • 29,9 km, 800 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S0, max. S2
  • Start auf der Piazza in Finale Ligure
  • Anfahrt weiter wie bei Tour #005 bis Molino (Ortsteil von Rialto)
  • grobe Schotterauffahrt bis zum Einstiegspunkt in den zweiten Teil des Rollercoaster (siehe Tour #005)
  • weiter wie Tour #005 bis Caprazoppa bis auf einen kleinen Extraschlenker kurz vor der Kirche
  • falls die Bar offen hat: Rast mit Einkehrmöglichkeit
  • ansonsten kurz verschnaufen und weiter ab in den Bondi-Trail hinab Borgio Verezzi – ebenfalls ehemaliger Bestandteil der EWS
  • 280 Tiefenmeter bergab mit viel Spaß für Fahrtechniker auf S2-Level: Stufen, enge Kurven, steile Kurven
  • Ihr habt es schon geahnt: Abschlussgetränk am Strand von Borgio Verezzi, einem Vorort von Pietra Ligure, und zurück auf Radweg entlang der Straße nach Finale Ligure
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Tour #007: Isallo Extasy

Nichts als ihr, das Meer und die Trails: Der Isallo Extasy ist ein schöner, flowiger S1-Trail mit vielen Kurven, Anliegern und kleinen Sprüngen. Ein paar wenige anspruchsvollere Passagen mit Tendenz zu S2 bleiben nicht aus, wie man es in Finale Ligure immer auf den Trails erwarten kann. Für den E-Mountainbiker gibt es die schöne Auffahrtsvariante über die einsame Schotterpiste hinauf zum Pass auf dem Ligurischen Kamm mit dem Namen Giogo di Giustenice. Für die Shuttlefahrer ist der Startpunkt nicht direkt erreichbar, dadurch wird dieser Trail selbst in der Hochsaison nicht so häufig befahren wie z. B. der Rollercoaster. Wenn man von Finale Ligure aus anfährt, hat man als Auftakt und Abschluss eine aussichtsreiche Passage entlang des Ligurischen Meers. Dabei findet sich der eine und andere gar nicht so üble Fotospot, wenn man die Augen offen hält – ideal, um alle Daheimgebliebenen neidisch zu machen.

  • Start und Ziel: Finale Ligure (alternativ auch Start und Ziel in Pietra Ligure)
  • 50,2 km, 1348 Höhenmeter im Anstieg
  • Trails: S1, max. S2
  • Start auf der Piazza in Finale Ligure
  • auf straßenbegleitendem Radweg entlang der Küste nach Pietra Ligure (außer bei einer kurzen Tunneldurchfahrung)
  • in Pietra Ligure fährt man links des Flusses Maremola auf der ruhigen SP 24 in Richtung Giustenice
  • spätestens ab hier ist es mit dem schon ruhigen Verkehr fast vollkommen vorbei
  • das kleine Sträßchen wird später zur Schotterpiste, die durch lichte Wälder zur Passhöhe zieht
  • wellig geht es auf dem Ligurischen Höhenweg dahin bis zu einer Forsthütte
  • hier zweigt nach kurzer Schotterpassage der Isallo Extasy-Trail ab
  • wie man auf den Bildern sieht, muss nicht immer strahlender Sonnenschein in Finale Ligure herrschen
  • im unteren Teil gibt es eine neue Linienführung des Trails – hier hat die Erosion ihre Spuren hinterlassen
  • wir lassen es deshalb ab einer Höhe von ca. 600 m auf der kleinen Teerstraße ausrollen bis zum Weiler Isallo, der dem Trail seinen Namen gab
  • ab Malgioglio finden sich noch befahrbare Reste des Sentiero del Ferro, denen wir bis Tovo San Giacomo folgen
  • der geplante Abschluss über den Monte Grosso erweist sich als unmöglich: die alten Pfade sind zugewachsen
  • deshalb lockeres Ausrollen das Tal hinaus nach Pietra Ligure
  • Abschlussgetränk am Strand von Pietra Ligure, danach zurück nach Finale Ligure
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Tour #008: Schotterrunde zur Osteria del Din–Trail Perti–Castello Finalborgo

Wenn das Wetter ganz lausig sein sollte – ja, auch das kommt vor – und man trotzdem fahren will, dann vertreibt diese Tour jeden Nebel-Blues. Sie ist auch eine gute Alternative für alle, die sich mit Trails noch nicht so richtig angefreundet haben.
Die Auf- und Abfahrt findet nach der Anfahrt nach Calice Ligure jeweils auf Schotterpisten statt, die man alternativ auch als Anfahrten für andere Touren nutzen kann. Bei der Rückfahrt wird noch der kleine Trail hoch nach Perti und weiter zum Castello über Finalborgo eingebaut.

  • Start und Ziel: Finale Ligure (alternativ auch Start und Ziel in Finalborgo)
  • 41,8 km, 1.159 Höhenmeter im Anstieg
  • ein Hauch von Trail von Perti entlang des Castel Gavone hinunter nach Finalborgo: S0, max. S1
  • Start auf der Piazza in Finale Ligure
  • Anfahrt nach Calice Ligure wie bei Tour #004 und #006
  • ein kleiner etwas versteckter Pfad führt nach Berea
  • im späteren Verlauf grobe Schotterpiste mit steilen Abschnitten bis zur Madonna della Neve
  • Querpassage zur Osteria del Din
  • abwärts auf Schotterpiste, die parallel zum Rollercoaster verläuft (man kann es sich also noch anders überlegen!)
  • Abstecher zur Wallfahrtskirche Madonna della Guardia, bei gutem Wetter ist hier ein grandioser Aussichtspunkt
  • auf Schotterpiste hinab nach Molino (das ist bei Tour #006 die Auffahrt)
  • aus dem Tal hinausrollen auf der Strecke der Hinfahrt über Calice Ligure bis zum Abzweig nach Perti
  • zunächst steiles Sträßchen unter der Autobahn hindurch
  • dann schöner alter Pfad bis Perti unterhalb des Castels Gavone
  • weiter auf teilweise stark begangenem Wanderweg in Richtung Finalborgo (Rücksicht auf Spaziergänger nehmen!)
  • Und jetzt heißt es „Entdecke die Möglichkeiten“: Entweder ihr übt an der Küste auf den Minitrails oder legt euch entspannt an den Strand. Kann man auch bei weniger als 30 °C im Schatten.
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Fazit:

Finale Ligure hat sich die Vorschusslorbeeren reichlich verdient, mit denen es aus allen Richtungen ausgiebig bedacht wird. Hier zeigt sich deutlich, was Weitsicht und Engagement für touristische Früchte tragen können – und die gesamte Region profitiert davon. Dadurch ist „Finale Ligure“ mittlerweile ein Markenname, der nicht nur Mountainbiker der abwärtsorientierten Fraktion anzieht. Auch Rennradfahrer, Tourenfahrer und E-Biker aller Art nutzen das breite Spektrum der einsamen Sträßchen und Wege im ligurischen Küsten- und Hinterland gern. Auch wenn an manchen Stellen der Lack ab ist, dem teils morbiden, jedoch immer mediterranen Charme der Region kann man sich nicht entziehen.
Wer die Mühe scheut, sich die wesentlichsten Brocken Italienisch anzueignen, wird erstaunt feststellen, dass man hier auch mit Englisch gut weiterkommt. Die touristische Infrastruktur ist vielfältig und bietet etwas für jeden Geschmack und Geldbeutel. So gewinnt man Wiederholungstäter: Wer einmal hier war, kommt gern wieder her – zum Biken, ans Meer und in die Berge!

GPS-Tracks für die beschriebenen Touren stehen im Webshop zur Verfügung.

Lust auf noch mehr Touren bekommen? Andreas hat schon einige andere Gebiete für uns ausgekundschaftet: Lest auch seine E-MTB-Tourentipps für den Gardasee und seinen Bericht zu den schönsten E-Mountainbike Touren im Salzkammergut! Wenn ihr euch unsicher seid, was ihr bei eurer nächsten Tour alles mitnehmen sollt, helfen euch diese Pro-Tipps weiter.

Text: Andreas Albrecht Fotos: Andreas Albrecht, Dr.-Ing. Alexander Krzepinski