High-Pivot, High Power – mit dem Thömus Oberrider stellen die Schweizer ihr neues E-Mountainbike vor und setzen dabei gleich zwei Ausrufezeichen: Erstmals verbauen die Schweizer das Avinox-Motorsystem und ebenfalls zum ersten Mal rollt ein High-Pivot-Bike aus ihrer Entwicklung. Die flexibel anpassbare Carbon-Plattform soll zudem zwei Federwegs-Kategorien abdecken. Wir haben alle Infos für euch.

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Thömus Oberrider | 150/150 mm oder 170/170 mm (v/h) | ab 5.490 CHF | Hersteller-Website

Mit dem Oberrider erweitert Thömus sein Portfolio um nicht nur ein, sondern gleich zwei E-Mountainbikes, die auf das Avinox Drive System setzen. Der Schweizer Hersteller kombiniert dabei eine neu entwickelte Carbonrahmen-Plattform mit einem der aktuell leistungsstärksten E-MTB-Antriebe am Markt. Aber nicht nur das …

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Die Basis bildet eine Carbonrahmen-Plattform, die in zwei Varianten erhältlich ist: Die SL-Version (Superlight) richtet sich mit 150 mm Federweg vorne und hinten an Trail-Fans, während die ST-Version (Supertrail) mit jeweils 170 mm Federweg klar auf den härteren Enduro-Einsatz ausgelegt ist. Möglich wird das durch eine anpassbare Dämpferaufnahme, über die sich der unterschiedliche Federweg realisieren lässt. In den beiden Dämpferaufnahmen ist zudem ein Progression-Flip-Chip integriert.

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Die silberne SL-Dämpferaufnahme erlaubt es, den Federweg am Heck auf 150 mm zu konfigurieren.
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Die ST-Dämpferaufnahme legt den Hinterbau auf 170 mm aus und erlaubt – wie auch am SL –, über den integrierten Progression-Flip-Chip eine Anpassung der Hinterbau-Progression.

Thömus setzt beim Oberrider auf einen High-Pivot-Hinterbau, der Pedalrückschläge reduzieren und die Traktion auf anspruchsvollen Trails verbessern soll. Darüber hinaus lässt sich das Bike umfangreich anpassen: 27,5- oder 29-Zoll-Laufräder können dank eines Flip-Chips in der Kettenstrebe gefahren werden. Anpassbare Steuersatzschalen ermöglichen vier Positionen für Reach und Lenkwinkel und damit eine individuelle Abstimmung.

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Super spannend ist auch die Anpassung des Flex im Hinterbau durch eine Brücke zwischen den Sitzstreben. Dadurch lässt sich beeinflussen, wie steif oder nachgiebig der Hinterbau ist. Solche Lösungen kennen wir bislang vor allem aus dem Downhill-Worldcup, wo Hersteller wie COMMENCAL oder Norco solche austauschbaren Brücken schon verbauen. Entsprechend gespannt sind wir, wie sich das auf dem Trail bemerkbar macht.

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Angetrieben wird der Oberrider vom Avinox Drive System. Bei der Akku-Kapazität stehen 600 Wh oder 800 Wh zur Wahl. Die Batterie sitzt fest integriert im Rahmen und soll durch den tiefen Schwerpunkt für eine ausgewogene Gewichtsverteilung sorgen.

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Das Thömus Oberrider soll über den bekannten hauseigenen Konfigurator vollständig anpassbar sein. Rider können sämtliche Komponenten selbst wählen – vom Fahrwerk über Schaltung und Bremsen bis hin zu Laufrädern und Cockpit. Vier Standardfarben sowie zusätzliche Custom Colors stehen zur Verfügung.
In der leichtesten Konfiguration soll sich das Bike auf unter 20 kg bringen lassen.
Jeder Oberrider wird individuell in Oberried bei Bern aufgebaut. Das lässt auf die Herkunft des Namens schließen.

Die Basisversion startet bei 5.490 CHF, die Auslieferung ist ab April 2026 geplant, Vorbestellungen sind bereits möglich.

Dass Thömus innovative Konzepte nicht scheut, ist bekannt – mit dem Oberrider gehen die Schweizer diesem Anspruch erneut nach. High-Pivot-Premiere, Avinox-Power und eine Plattform, die sich in Federweg, Geometrie und Hinterbau-Charakteristik hochgradig anpassen lässt, eröffnet ein ganz neues Level im Thömus-Kosmos. Auf dem Papier klingen die Eckdaten des neuen Thömus Oberrider vielversprechend. Ob die Technik auf dem Trail auch als stimmiges Gesamtpaket funktioniert, muss der Praxistest zeigen.


Words: Robin Ulbrich Photos: Thömus