Ihr habt noch nie vom Thömus Lightrider E1 gehört? Kein Wunder, das edle Carbon-E-Mountainbike ist ausschließlich in der Schweiz erhältlich. Ein Vergehen an der E-Mountainbike-Community, wie sich in unserem Test herausstellte! Dieses Bike hat uns überzeugt und wir würden es jedem empfehlen – wäre da nicht ein Problem.

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Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste E-Mountainbike 2018 – Zwölf Traumbikes im Test

Thömus Lightrider E1 – Team Di2 | 150/150 mm (v/h) | 21,57 kg | 10.015 CHF

Thömus lässt seinen Kunden die Wahl. Im eigenen Online-Konfigurator kann man sich die Ausstattung des Lightrider E1 ganz individuell zusammenstellen. Basis ist immer der gleiche Carbonrahmen, der entweder über 130 mm oder wie im Falle unseres Testbikes über 150 mm Federweg verfügt, abhängig vom verbauten Fahrwerk. Wir würden immer die 150-mm-Variante empfehlen. Die Ausstattung unseres 10.015 CHF (ca. 8.700 €) teuren Testbikes lässt absolut keine Wünsche offen. Es verfügt über kraftvolle Shimano Saint-Bremsen, stabile DT Swiss Hybrid-Laufräder und griffige MAXXIS-Reifen. Auch die Shimano XT Di2-Schaltung passt super zum verbauten STEPS E8000-Motor, der von einem integrierten, aber herausnehmbaren 500-Wh-Akku mit Strom versorgt wird. Im Rahmendreieck ist die Montage eines Flaschenhalters möglich. Bei der Konfiguration sollte man auf ein Cockpit mit kurzem Vorbau und breitem Lenker achten.

  Tissot oder Thömus? Super Qualität bieten beide, mehr Spaß macht das Bike!

Die Geometrie des Lightrider ist ein Sechser im Lotto. Die Kombination aus langem Oberrohr und steilem Sitzwinkel führt zu einer angenehm zentralen, leicht gestreckten und komfortablen Sitzposition. Bergauf lässt sich so nicht nur viel Druck auf die Pedale, sondern auch auf den Lenker bringen – speziell bei anspruchsvollen Uphills ein großer Vorteil. Der Hinterbau spricht bereits bei kleinsten Unebenheiten sehr feinfühlig an, was den Fahrkomfort weiter erhöht. So einfach wie die Uphills gelingen auch die Abfahrten. Das Thömus Lightrider fährt sich gutmütig und ausgewogen. Bei Kurven ist das Rad angenehm wendig, erledigt auch schnelle Richtungswechsel leichtfüßig und bleibt dabei jederzeit sehr berechenbar. Auch die Laufruhe und die vermittelte Fahrsicherheit sind dank der gelungenen Geometrie und dem satten Fahrwerk top. Einzig das Feedback vom Untergrund könnte etwas ausgeprägter sein, was vor allem aktive Fahrer stört.

Das Thömus Lightrider E1 – Team Di2 im Detail

Federgabel FOX 36 FLOAT Factory 150 mm
Dämpfer FOX FLOAT DPS Factory 150 mm
Motor/Batterie Shimano STEPS E 8000 500 Wh
Schaltung Shimanoo XT Di2
Bremsen Shimano SAINT
Sattelstütze Kind Shock LEV 150 mm
Vorbau Ritchey WCS Trail BB
Lenker Ritchey MTN WCS Carbon 780 mm
Laufradsatz DT Swiss HX 1501 Spline ONE
Reifen Maxxis Highroller II 2,8″

Sehr satt
Der Hinterbau des Lightrider E1 bietet sehr viel Komfort und überzeugt mit massig Traktion. Aktive Fahrer wünschen sich jedoch etwas mehr Feedback.
Massig Power
Im Konfigurator kann man unter anderem die Bremse wählen. Wir raten zu einem Modell mit vier Kolben wie z. B. der Shimano Saint.
Nice and clean
Die schicken Zugeingänge passen perfekt ins edle Gesamtbild
Massiv
Der integrierte Akku benötigt viel Bauraum. Dementsprechend fällt das Unterrohr sehr massiv aus.

Die Geometrie des Thömus Lightrider E1

Größe S M L
Sattelrohr 410 mm 450 mm 490 mm
Oberrohr 567 mm 599 mm 635 mm
Steuerrohr 110 mm 120 mm 130 mm
Lenkwinkel 66,9° 66,9° 66,9°
Sitzwinkel 75,6° 75,6° 75,6°
Kettenstrebe 440 mm 440 mm 440 mm
Tretlagerabsenkung 13 mm 13 mm 13 mm
Radstand 1123 mm 1156 mm 1190 mm
Reach 420 mm 447 mm 479 mm
Stack 576 mm 585 mm 594 mm
Helm POC Tectal | Jersey ION Tee LS Scrub_Amp | Shorts ION Scrub_Amp | Schuhe ION Rascal

Fazit

Das Thömus Lightrider E1 ist eine echte Schweizer Köstlichkeit. Es punktet mit einem sehr ausgewogenen und agilen Handling und meistert dennoch auch anspruchsvolle Trails mit Leichtigkeit. Obendrein klettert es super bergauf, ist komfortabel und überzeugt mit sehr guter Verarbeitung. Einzig der Preis ist, typisch Schweiz, leider gesalzen.

Stärken

– flinkes, wendiges Handling
– fährt sich sehr leichtfüßig
– komfortabel

Schwächen

– Hinterbau vermittelt etwas wenig Feedback
– Preis

Uphill Downhill Laufruhe Agilität Preis-Leistung 


Mehr Infos unter: thoemus.ch

Das Testfeld

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste E-Mountainbike 2018 – Zwölf Traumbikes im Test

Alle Bikes im Test: BMC Trailfox AMP LTD | BULLS E-CORE EVO EN Di2 | FANTIC XF1 Integra Enduro 160 | FOCUS SAM² PRO | Giant Full-E+ 0 SX Pro | Haibike XDURO Nduro 10.0 | Moustache Samedi Race 11 | ROTWILD R.E+ ULTRA | SCOTT E-Genius 700 Tuned | Specialized Turbo Levo S-Works Carbon | Trek Powerfly 9 LT Plus


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Text: Christoph Bayer Fotos: Christoph Bayer, Valentin Rühl

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Christoph Bayer