Mit dem Rapcon :eCX 2026 steht SIMPLON vorm Neustart. Die dritte Generation des E-MTBs soll zeigen, ob das bestehende Konzept unter hohem Erwartungsdruck weiterhin trägt. Die dritte Generation des E-MTBs will den Spagat zwischen hartem Enduro-Einsatz und Alltagstauglichkeit meistern – konfigurierbar, vielseitig und mit hohem Anspruch an sich selbst.

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SIMPLON Rapcon :eCX | Bosch Performance Line CX/800 Wh | 160/160 mm (v/h)
24,4 kg in Größe L (44) | 9.779 € | Hersteller-Website

Von der Sanierung in die Bewährungsprobe: Mit dem Rapcon :eCX 2026 steht SIMPLON vor einer entscheidenden Wegmarke. Es ist das erste neue E-MTB, das nach dem abgeschlossenen Sanierungsverfahren auf den Markt kommt – und damit mehr als nur ein weiteres Modell im Portfolio. Für das Vorarlberger Traditionsunternehmen geht es darum, an frühere Erfolge seiner Bikes anzuknüpfen und zu zeigen, dass man technisch wie konzeptionell weiterhin zur Spitze gehört.

Um diese Bewährungsprobe zu bestehen, greift SIMPLON tief in die eigene Trickkiste, ohne das Rad neu erfinden zu wollen. Statt radikaler Experimente setzt man auf eine gezielte Weiterentwicklung des bekannten Konzepts. Das Feedback aus den vorherigen Generationen soll dabei direkt in die dritte Generation eingeflossen sein – mit einem klaren Fokus auf Einfachheit, Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit.

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Zur Einordnung: Mit dem Modelljahr 2025 hat SIMPLON das bisherige Rapcon Pmax CX in Rapcon :eCX umbenannt. Am Charakter des Bikes ändert das nichts – wohl aber an dessen Ausrichtung. Das neue SIMPLON Rapcon betritt die Bühne nicht nur mit einem neuen Motor, sondern auch mit überarbeitetem Federweg und entsprechend angepasster Geometrie.
Während die zweite Generation noch mit 170 mm Federweg an der Front und 165 mm am Heck unterwegs war, rollt das Rapcon :eCX 2026 nun mit 160 mm vorne und hinten. Dieser Schritt soll den von SIMPLON angestrebten Einsatzzweck klarer widerspiegeln: Laut Hersteller deckt das Bike den Bereich vom All-Mountain- bis hin zum anspruchsvollen Enduro-Einsatz ab – ohne sich dabei auf eine Nische festzulegen.

Neu ist auch die Möglichkeit, das bisherige Full-29″-Konzept per integriertem Flip-Chip auf ein Mullet-Setup umzurüsten. Gleich bleibt der Vollcarbon-Rahmen, der wie eh und je sauber verarbeitet ist. Ebenso der Konfigurator auf der SIMPLON-Website, in dem man sich sein Bike mit seinen Lieblings-Parts konfigurieren kann. Doch wie schlägt sich das 24,44 kg schwere und 9.799 € teure E-Mountainbike auf dem Trail?

Evolution statt Revolution – Das neue SIMPLON Rapcon :eCX 2026 im Detail

Beim neuen Rapcon :eCX bleibt SIMPLON seiner Linie treu: Statt radikaler Neuentwicklung setzt man auf Detailarbeit. Das zeigt sich bereits an der Kabelführung. Die Leitungen laufen seitlich am Steuersatz in den Rahmen und werden dort geklemmt geführt – funktional, servicefreundlich und deutlich weniger wartungsintensiv als eine vollintegrierte Lösung durch das Steuerrohr.

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Optisch bleibt das SIMPLON Rapcon 2026 klar der Vorarlberger Designsprache verpflichtet. Das Gesamtbild wirkt aufgeräumt und schlicht, auch wenn der Motorbereich nicht ganz ohne einen kleinen Wohlstandsbauch auskommt – kein Drama, aber im ansonsten sehr cleanen Erscheinungsbild ein kleiner Wermutstropfen. Gut gelöst ist dagegen der Motorschutz, der optisch wie die Verlängerung des Akku-Covers wirkt und den Unterrohrbereich wirkungsvoll abschirmt.

Am Heck setzt SIMPLON weiterhin auf einen klassischen Horst-Link-Hinterbau, der bewusst auf einfache Wartung und hohe Haltbarkeit ausgelegt sein soll. Alle Schrauben sind mit dem korrekten Drehmoment gekennzeichnet, die Hauptlagerpunkte doppelt gelagert. Zusätzlich verbaut SIMPLON einheitliche Lagergrößen, was die Ersatzteilbeschaffung vereinfacht und die Servicefreundlichkeit im Alltag erhöht.

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Die Wippe der Dämpferanlenkung fügt sich stimmig ins Gesamtbild ein.
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Über der hinteren Steckachse befindet sich eine Aufnahme für einen Gepäckträger.

Bei den Montagepunkten zeigt sich der vielseitige Anspruch des Rapcon :eCX. Unter dem Oberrohr findet sich ein Toolmount, hinzu kommen Aufnahmen für Seitenständer und Anhänger. Obendrein finden sich sogar Anschraubpunkte für Schutzbleche und Gepäckträger direkt am Rahmen. Konsequent, wenn man den weiträumigen Einsatzbereich im Blick behält, den die Österreicher für ihr E-Mountainbike vorsehen.

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Angetrieben wird das SIMPLON Rapcon :eCX 2026 vom Bosch Performance Line CX der fünften Generation. Der Motor gilt weiterhin als zuverlässige Referenz in Sachen Haltbarkeit, Servicefreundlichkeit und Ersatzteilversorgung. Wie er sich im direkten Vergleich mit anderen Antrieben schlägt, haben wir in unserem bislang größten Motoren-Vergleichstest ausführlich analysiert.

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Der Akku lässt sich beim SIMPLON auch direkt über den Ladeport mit einfach zu bedienender Abdeckung am Abstellort im Bike laden.

Die Energie liefert wahlweise ein 600-Wh- oder ein 800-Wh großer Bosch PowerTube-Akku, der im Unterrohr sitzt. Unabhängig von der Kapazität lassen sich beide Akkus von der Unterseite des Unterrohrs her entnehmen und sind per Schloss gesichert. Zusätzlich kann in allen Rahmengrößen ein 250-Wh-Range-Extender genutzt werden, um die Reichweite zu erhöhen.

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Das neue Kiox 400C-Display ist sauber ins Oberrohr integriert und wird mit der kompakten Mini-Remote kombiniert.

Die Ausstattung unseres neuen SIMPLON Rapcon :eCX 2026

Bevor wir auf unser konkretes Test-Bike eingehen, sei erwähnt, dass SIMPLON einen umfangreichen Konfigurator bietet. Darüber lässt sich das Rapcon :eCX gezielt auf persönliche Vorlieben und individuelle Anforderungen abstimmen.

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Geschaltet wird an unserem Test-Bike mit dem elektronischen Shimano XT Di2-Schaltwerk, das direkt vom Haupt-Akku des Bikes gespeist wird. Funktionen wie Auto Shift und Free Shift lassen sich über die Shimano E-TUBE-Project-App konfigurieren, ebenso die Schaltgeschwindigkeit. In der Praxis zeigt sich: Auf moderaten Einstellungen arbeitet die XT Di2 präzise und unauffällig, auf den schnellsten Schaltstufen kann die Schaltqualität jedoch etwas leiden. Insgesamt aber bleibt die XT Di2 eine solide, bewährte Lösung.

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Verzögert wird mit der Shimano XT-Vierkolbenbremse, die sich seit Jahren als zuverlässige Referenz im All-Mountain- und Enduro-Segment etabliert hat. Auch die neue XT-Bremse punktet mit guter Dosierbarkeit und ausreichend Power, selbst auf langen Abfahrten. Sie beißt auf eine 200-mm-Scheibe vorne wie hinten zu.

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Beim Fahrwerk bedient sich SIMPLON im obersten Regal. An der Front arbeitet eine FOX 38 Factory-Federgabel mit GRIP-X2-Kartusche, am Heck ein FOX FLOAT X2 Factory-Dämpfer. Diese Kombination steht für hohe Performance und eine enorme Bandbreite an Einstellmöglichkeiten. Gleichzeitig erfordert sie ein gewisses Maß an Setup-Erfahrung.

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Die von uns getestete Variante rollt auf DT Swiss HX 1501 Aluminium-Laufrädern, die speziell für den harten E-MTB-Einsatz ausgelegt sind. Sie sind bei uns im Office gern gesehen und erwiesen sich stets als stabil und zuverlässig.

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Bereift ist das Rapcon :eCX vorne mit einem Schwalbe Magic Mary in Trail-Karkasse und Ultra-Soft-Gummimischung, hinten mit einem Schwalbe Albert in Trail-Karkasse und Soft-Gummimischung. Eine Wahl, die gut zum Anspruch des Bikes passt. Komplettiert wird das Setup durch eine BikeYoke Divine-Sattelstütze mit satten 213 mm Hub.

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SIMPLON Rapcon :eCX

9.779 €

Ausstattung

Motor Bosch Performance Line CX 100 Nm
Akku Bosch PowerTube 800 Wh
Display Bosch Kiox 400C
Federgabel FOX 38 Factory GRIP X2 160 mm
Dämpfer FOX Float X2 Factory 160 mm
Sattelstütze BikeYoke Divine 200 mm
Bremsen Shimano XT 200/200 mm
Schaltung Shimano XT Di2 1x12
Vorbau SIMPLON Zero III 45 mm
Lenker SIMPLON Riser Bar R.25 800 mm
Laufradsatz DT Swiss HXC 1501 29"
Reifen Schwalbe Magic Mary, Super Trail, ADDIX Ultra Soft/ Schwalbe Albert, Super Trail, ADDIX Soft ****

Technische Daten

Größe S (40) M (42) L (44) XL (46)
Zul. Gesamtgewicht 150 kg

Besonderheiten

Range Extender
Flip Chip

Ausstattung und Varianten des neuen SIMPLON Rapcon :eCX 2026

Konfiguration ist hier das Stichwort. Bevor wir euch mit unzähligen Ausstattungsoptionen überfrachten, lohnt ein Blick auf das Grundprinzip: SIMPLON versteht das Rapcon :eCX nicht als fest definiertes Serien-Bike, sondern als Plattform. Über den hauseigenen Konfigurator lässt sich das E-MTB gezielt auf persönliche Vorlieben, Einsatzzweck und Prioritäten abstimmen.

Als Einstieg dienen vorkonfigurierte Ausstattungsvarianten, die SIMPLON in Core, Expert und Ultimate gliedert. Diese Ausstattungsstufen bilden die jeweiligen Startpunkte für die individuelle Konfiguration und beginnen preislich bei 6.999 €.

Die Geometrie des neuen SIMPLON Rapcon :eCX 2026

In Größe L kommt unser Test-Bike auf einen Reach von 480 mm bei einer Sitzrohrlänge von 440 mm. Die Proportionen sind so gewählt, dass sie sich sinnvoll über alle Rahmengrößen hinweg abstufen und moderne Fahrer*innen-Ansprüche berücksichtigen.

Positiv fällt dabei die vergleichsweise kurze Sitzrohrlänge aus: Laut SIMPLON lässt sich selbst in der kleinsten Rahmengröße noch eine 200-mm-Dropper-Post verbauen – nice!

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Über den Flip-Chip lässt sich die Geometrie wahlweise auf ein 29″-Hinterrad oder ein kleineres 27,5″-Hinterrad anpassen.

Die Kettenstreben fallen recht lang aus und wachsen größenabhängig mit. So sollen Gewichtsverteilung und Fahrverhalten über alle Rahmengrößen hinweg ausgewogen bleiben. Lediglich beim Wechsel von Größe S auf M bleibt die Länge unverändert.

Grösse S M L XL
Sattelrohr 400 mm 420 mm 440 mm 460 mm
Oberrohr 573 mm 597 mm 618 mm 640 mm
Steuerrohr 116 mm 129 mm 136 mm 146 mm
Lenkwinkel 64,0° 64,0° 64,0° 64,0°
Sitzwinkel 77,5° 77,5° 77,5° 77,5°
Kettenstreben 445 mm 445 mm 445 mm 445 mm
BB Drop 25 mm 25 mm 25 mm 25 mm
Radstand 1231 mm 1253 mm 1281 mm 1311 mm
Reach 438 mm 460 mm 480 mm 500 mm
Stack 627 mm 638 mm 646 mm 655 mm

Das neue SIMPLON Rapcon 2026 auf dem Trail

Die Sitzposition fällt auf dem SIMPLON Rapcon :eCX durch den langen Reach etwas gestreckter aus, was vor allem auf längeren Anstiegen effizient ist, auch wenn man weniger kompakt auf dem Bike sitzt. Seine größte Stärke zeigt das SIMPLON Rapcon :eCX 2026 immer dann, wenn der Untergrund schwierig wird. Selbst auf technischen Uphills mit losem Schotter, nassen Wurzeln oder versetzten Felsstufen lässt sich viel Grip generieren. Der traktionsstarke Hinterbau spricht sensibel an, filtert feine Unebenheiten wirkungsvoll weg und hält das Hinterrad auch dann zuverlässig am Boden, wenn man im Wiegetritt kurz Druck verliert oder bewusst mit niedrigem Tempo klettert. Das eher soft und sensibel abgestimmte Fahrwerk unterstützt diesen Eindruck zusätzlich. In Kombination mit dem kraftvollen Bosch Performance Line CX ergeben sich gute Klettereigenschaften, insbesondere auf technischen Anstiegen.

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Die langen Kettenstreben und der großzügige Radstand sorgen dafür, dass das Vorderrad auch auf steilen Rampen bei hoher Motorunterstützung am Boden bleibt. Technische Uphills lassen sich so sauber durchtreten, statt sie mit Schwung anzufahren und am Ende „hochzuwürgen“.

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Geht es bergab, vermittelt das Rapcon :eCX vor allem eines: Ruhe. Die hohe Front gibt in steilen Passagen spürbar Sicherheit, etwa wenn es in ruppige Sektionen mit Bremswellen oder ins Steinfeld geht. Das Bike liegt satt auf dem Trail und bleibt auch bei höherem Tempo gut kontrollierbar.

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Auf schnellen, offenen Abfahrten mit wechselndem Untergrund – etwa Schotterpassagen, ausgefahrenen Kurven oder welligem Trail – profitiert das Rapcon vom langen Radstand.

Auf dem Trail bleibt das Bike insgesamt angenehm leise. In der Abfahrt fällt jedoch das Shimano-XTR-Schaltwerk negativ auf: Bei Stufen, harten Kompressionen oder schnellen Schlagfolgen entsteht eine deutlich hörbare, metallische Geräuschkulisse. Ursache ist das Zurückdrehen des Schaltwerks beim Ausfedern, wobei die B-Screw gegen das Schaltauge schlägt.

In Kurven zeigt sich ein prägender Charakterzug des Rapcon :eCX. Der Hinterbau weist einen spürbaren seitlichen Flex auf, den man vor allem dann wahrnimmt, wenn man das Bike mit hohem Tempo in harte Kompressionen oder aggressive Anlieger drückt. Dieser Effekt ist nicht überzogen oder ungewöhnlich, sondern ergibt sich konstruktiv aus den langen, nicht zusätzlich abgestützten Ketten- und Sitzstreben. Wer jedoch ein sehr definiertes Fahrgefühl, viel direktes Feedback aus dem Fahrwerk und einen kompromisslos präzisen Hinterbau sucht, wird sich mit dem Rapcon :eCX weniger anfreunden. SIMPLON versucht bewusst, den Spagat zwischen All-Mountain und Enduro zu meistern – und das gelingt überzeugend, allerdings nicht für Fahrer*innen, die mit maximalem Tempo und absoluter Direktheit durch jede Kompression „laden“.

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Auf sehr verwinkelten Trails wird deutlich, dass das Rapcon nicht auf maximale Agilität ausgelegt ist. Schnelle Richtungswechsel erfordern mehr Körpereinsatz, das Bike bleibt hier eher behäbig als verspielt.

Dafür überzeugt das Rapcon durch hohe Kontrolle bei Sprüngen und in der Luft. Und das Fahrwerk bietet genug Gegenhalt und Reserven, auch wenn man nicht perfekt landet.

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Tuning-Tipp: Wer es verspielter mag, sollte auf jeden Fall mal mit einem 27,5” Hinterrad fahren und den Flip-Chip anpassen.

Für wen ist das SIMPLON Rapcon :eCX 2026?

Das SIMPLON Rapcon :eCX richtet sich an Fahrer*innen, die ein Bike für möglichst viele Einsatzzwecke suchen. Es überzeugt vor allem durch sicheres, gutmütiges Fahrverhalten, hohe Traktion und einfache Kontrolle – Eigenschaften, die sowohl auf langen Ausfahrten als auch im anspruchsvollen Gelände Vertrauen schaffen. Dank der Aufnahmen für Schutzbleche und Gepäckträger lässt sich das Rapcon zudem problemlos zum Alltags- oder Pendel-Bike umrüsten und deckt damit ein breites Einsatzspektrum ab.

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Nicht ideal ist das Rapcon :eCX für alle, die ein maximal verspieltes, extrem agiles Bike suchen. Für schnelle Richtungswechsel, sehr aktive Fahrweise oder das permanente „Abziehen“ an jeder Wurzel fühlt sich das Bike etwas zu ruhig und auch etwas zu schwer an. Zwar lässt sich mit dem 600-Wh-Akku rund ein kg Gewicht einsparen und über das 27,5″-Hinterrad per Flip-Chip zusätzliche Agilität gewinnen, ein super verspieltes Bike wird es damit aber noch immer nicht.

Wer auf absolute Performance ohne Kompromisse aus ist, muss durch den Allround-Ansatz des Rapcon :eCX in bestimmten Bereichen Abstriche machen. Gleichzeitig bedient SIMPLON genau damit eine sehr große Zielgruppe: Rider, die ein einfach zu fahrendes, sicheres und zugleich potentes E-MTB suchen, das nicht überfordert, sondern Vertrauen aufbaut und langfristig Freude bereitet.

Fazit zum SIMPLON Rapcon 2026

Bewährt! Das hat sich das SIMPLON Rapcon :eCX 2026. Statt auf eine radikale Revolution setzt SIMPLON konsequent auf die Evolution ihres Konzepts. Die angepasste Geometrie und der reduzierte Federweg passen stimmig zum Charakter des Bikes, das mit hoher Sicherheit, viel Traktion und ausgeprägter Laufruhe überzeugt. Alltagstaugliche Features, Flip-Chip und der umfangreiche Konfigurator erweitern den Einsatzbereich sinnvoll. Abstriche in der Agilität nimmt das Rapcon bewusst in Kauf und macht sie über Setup und Konfiguration weitgehend kompensierbar. Optisch bleibt es ein klassisches Bosch-E-MTB, funktional punktet SIMPLON jedoch mit durchdachten, simplen Lösungen. 😉

Tops

  • sicheres und kontrolliertes Fahrverhalten
  • alltagstaugliche Details wie Ständeraufnahme & Anhänger-Freigabe
  • guter Trail-Allrounder

Flops

  • nicht das verspielteste Bike

Mehr Infos unter simplon.com


Words: Robin Ulbrich Photos: Kevin Homeister