Mit dem neuen R.XX erweitert ROTWILD sein Portfolio um ein leichtes Performance-E-MTB mit Avinox-Antrieb. Rund 20 kg Gewicht, 700 Wh Akkukapazität und bis zu 1.500 W Spitzenleistung lassen auf eine vielversprechende Kombination aus Power und Agilität hoffen. Wir haben alle Infos zum neuen Trail-Bike aus Dieburg.

Rotwild RXX E MTB Test WEB 9116 1 1140x760
ROTWILD R.XX ULTRA | Avinox M2S | 160/150 mm (v/h) | 11.999 €
ca. 20 kg (Herstellerangabe) | Hersteller-Website

Mit dem neuen R.XX erweitert ROTWILD seine Modellpalette um bereits das dritte E-MTB mit Avinox-Antrieb. Während das R.EX als vielseitiges All-Mountain und das R.EXC als kompromissloses Race-Enduro auf maximale Abfahrtsperformance ausgelegt sind, verfolgt das neue R.XX einen anderen Ansatz. Mit 160 mm Federweg an der Front, 150 mm am Heck und einem Zielgewicht von rund 20 kg soll es vor allem durch Agilität, Direktheit und ein aktives Fahrgefühl überzeugen. Ein straff abgestimmtes Fahrwerk, moderne Trail-Geometrie und die leistungsstarke Avinox-Plattform sollen dabei jede Menge Flow auf anspruchsvollen Trails garantieren. Wir haben die ersten Infos zum neuen ROTWILD R.XX 2027.

Rotwild RXX E MTB Test WEB 9129 600x400 Rotwild RXX E MTB Test WEB 9140 600x400
Rotwild RXX E MTB Test WEB 9150 1140x760

Das neue ROTWILD R.XX im Detail

Optisch reiht sich das neue R.XX klar in die aktuelle ROTWILD-Familie ein, setzt aber gleichzeitig eigene Akzente. Die charakteristischen Sitzstreben sowie der halbhohe Hauptdrehpunkt erinnern an die größeren Geschwister R.EX und R.EXC, fallen beim R.XX jedoch deutlich filigraner aus. Einen noch größeren Unterschied gibt es bei der Dämpferintegration: Statt einer aufrecht stehenden Anordnung liegt der FOX Float X-Dämpfer beim R.XX flach im Hauptrahmen und wird von einem markanten Cut-Out im Oberrohr eingerahmt.

Rotwild RXX E MTB Test WEB 9145 1 600x400 Rotwild RXX E MTB Test WEB 9126 1 600x400

Besonders stolz ist ROTWILD auf den neuen Polydynamic Carbon-Rahmen. Für dessen Lay-up kommen hochwertige 1.100er-UD-Carbonfasern zum Einsatz, die ein besonders günstiges Verhältnis aus Gewicht und Steifigkeit ermöglichen sollen. Unterstützt wird dieses Ziel durch das Akkukonzept. Im Gegensatz zu den größeren Avinox-Modellen verzichtet das R.XX auf den entnehmbaren Akku. Stattdessen kommt ein fest integrierter 700-Wh-Akku mit Rundzellen-Technologie zum Einsatz, der durch seine hohe Energiedichte und kompakte Bauform überzeugen soll. Der Verzicht auf eine Akkuentnahmeöffnung ermöglicht ein geschlossenes Unterrohr und soll so zusätzlich Gewicht sparen sowie die Steifigkeit erhöhen.

Rotwild RXX E MTB Test WEB 9146 1 600x400 Rotwild RXX E MTB Test WEB 9132 1 600x400

Der auffällige Cut-Out wandert damit vom Unterrohr ins Oberrohr. Dort schafft er nicht nur Platz für den Dämpfer, sondern ermöglicht gleichzeitig die Montage einer vollwertigen Trinkflasche im Hauptrahmen. Zusätzlich verbessert die Konstruktion den Zugang zu den Einstellern des Dämpfers.

Rotwild RXX E MTB Test WEB 9139 1 1140x760

Auch bei der Geometrie geht ROTWILD neue Wege. Neben den Größen S, M, L und XL gibt es künftig zusätzlich die Zwischengröße M/L. Gleichzeitig wachsen die Kettenstreben proportional mit der Rahmengröße von 435 mm bis 460 mm, um über alle Größen hinweg ein möglichst ausgewogenes Fahrverhalten zu erzielen. Die Größen S und M rollen als Mullet-Bikes mit 27,5”-Hinterrad, ab Größe M/L setzt ROTWILD auf ein Full-29er-Setup. Die Reach-Sprünge erstrecken sich um jeweils 25 mm von 425 mm in Größe S bis auf sehr lange 520 mm in Größe XL.

Größe S M M/L L XL
Oberrohr 553 mm 580 mm 603 mm 625 mm 654 mm
Sattelrohr 399 mm 423 mm 447 mm 470 mm 494 mm
Steuerrohr 105 mm 115 mm 125 mm 135 mm 150 mm
Lenkwinkel 64° 64° 64° 64° 64°
Sitzwinkel 77° 77° 77° 77° 77°
Kettenstrebe 435 mm 440 mm 445 mm 452,5 mm 460 mm
Tretlagerabsenkung 20 mm 20 mm 30 mm 30 mm 30 mm
Radstand 1.203 mm 1.237 mm 1.267 mm 1.299 mm 1.338 mm
Reach 430 mm 455 mm 475 mm 495 mm 520 mm
Stack 623 mm 632 mm 641 mm 650 mm 663 mm

Die Ausstattungsvarianten des neuen ROTWILD R.XX 2027

Das neue R.XX wird in vier Ausstattungsvarianten zwischen 8.490 € und 13.490 € angeboten. Alle Modelle setzen auf FOX-Federelemente, SRAM Antriebs- und Bremskomponenten, Schwalbe Radial-Reifen sowie eine 8PINS-Sattelstütze.

Das Einstiegsmodell R.XX CORE setzt als einziges Bike der Baureihe auf die etwas schwächere Avinox M2 Drive Unit mit 1.100 W Spitzenleistung sowie 125 Nm Drehmoment im Boost-Mode. Zudem wird es lediglich mit dem 4-A-Ladegerät ausgeliefert, während die teureren Modelle auf den 12-A-Schnelllader setzen. Bei Fahrwerk und Antrieb kommt eine FOX 36 Rhythm mit GRIP-Kartusche sowie eine mechanische SRAM EAGLE 90 Transmission zum Einsatz. Newmen Beskar Aluminium-Laufräder und ein Aluminium-Lenker unterstreichen den funktionalen Charakter des Einstiegsmodells. Verzögert wird mit SRAM MOTIVE Bronze-Bremsen auf 200-mm-Scheiben.

ROTWILD RXX CORE 4572 sRGB 1140x684

Das R.XX PRO für 9.990 € ergänzt nicht nur die stärkere Avinox M2S Drive Unit, sondern auch ein elektronisches SRAM GX Transmission-Schaltwerk. Außerdem erhält es leichte Newmen Carbon-Laufräder sowie eine FOX 36 Performance-Gabel.

ROTWILD RXX PRO DSC 5294 sRGB 1140x684

Zum stolzen Preis von 11.990 Euro rollt das ULTRA Modell über die Ladentheke – mit deutlichen Upgrades beim Fahrwerk. Sowohl FOX 36 Federgabel als auch Fox Float Dämpfer werden hier im Factory-Spec verbaut. Das bedeutet nicht nur Kashima-Beschichtung sondern vor allem deutlich mehr Verstellmöglichkeiten sowie mit der GRIP-X-Kartusche der Gabel ein besseres Abfahrtsperformance bei niedrigem Gewicht. Upgrades gibt’s auch bei Antrieb und Bremsen: Hier setzt man durchgängig auf Komponenten der X0-Serie sowie das hochwertigere Silver-Modelle der MOTIV-Bremse.

ROTWILD RXX ULTRA DSC 4435 sRGB 1140x684

Das 13.490 € teure R.XX ULTIMATE Modell setzt der Reihe die Krone auf. Nicht nur durch die noch hochwertigere Ausstattung, sondern auch über die exklusive Lava Orange Lackierung, die im Gegensatz zur Bloodfin Red Lackierung der CORE, PRO und ULTRA Modelle bereits optisch ein klares Statement setzen soll. Die leichten SRAM XX Antriebskomponenten sowie die Ultimate Version der MOTIVE-Bremse mit Carbon Hebeln lassen keine Wünsche mehr offen und sorgen für ein noch leichteres Gesamtgewicht beim Topmodell.

Mit dem neuen R.XX schärft ROTWILD sein Portfolio weiter und besetzt die Lücke unterhalb den abfahrtsorientierten Modellen R.EX und R.EXC. Ob das Konzept auf dem Trail tatsächlich die versprochene Mischung aus Leichtigkeit, Direktheit und Flow liefern kann, müssen erste Praxistests allerdings noch zeigen.

Mehr Informationen findet ihr auf der Website von ROTWILD.

ROTWILD RXX by davidschultheiss rotwild 2 1140x760


Words: Lars Engmann Photos: Benedikt Schmidt, Rotwild

Wer schreibt hier?

Lars Engmann
Junior Editor

Lars Engmann ist Redakteur bei 41 Publishing. Sein Studium der Technischen Redaktion sowie seine Erfahrung als Ingenieur in der Fahrwiderstandsermittlung bilden die methodische Grundlage seiner Arbeit. Er betreut operative Einzel- und Vergleichstests für E-MOUNTAINBIKE und ENDURO mit Fokus auf Reichhöhenanalysen und Effizienzmessungen. Als Fachexperte für Optimierung und Systemgewicht bringt er seine Leidenschaft für Präzision in die Produktbewertung ein. Dabei verbindet er technische Dokumentation mit angewandter Performance-Analyse im Segment E-Performance.

E-MOUNTAINBIKE Magazine

E-MOUNTAINBIKE ist das weltweit führende Magazin für E-Mountainbikes und modernen E-MTB-Lifestyle und gilt als globale Testreferenz. Seit unserer Gründung im Jahr 2013 begleiten und prägen wir die Entwicklung der Branche – von den ersten Prototypen bis zu den High-End-Bikes von heute.

Als internationaler Akteur bringen wir die Industrie zusammen und treiben den Fortschritt aktiv voran: Mit unseren Think Tanks, von St. Vigil bis in die schottischen Highlands, schaffen wir Plattformen für Austausch, Innovation und neue Perspektiven. Unsere Awards gelten weltweit als wegweisende Orientierung für Riderinnen und Rider, Handel und Hersteller.

Unsere Redaktion vereint jahrelange, unabhängige Testerfahrung mit tiefgreifender technischer Expertise. Dabei denken wir bewusst über klassische Kategorien hinaus: Statt Bikes nur nach Einsatzbereich oder Federweg zu bewerten, betrachten wir sie ganzheitlich und berücksichtigen die reale Lebenswelt unserer Leserinnen und Leser.

E-MOUNTAINBIKE erscheint auf Deutsch und Englisch und erreicht eine globale Community von E-Mountainbike-Fans.