Dieses Bike ist absolut sexy! Mit dem R.X750 ULTRA präsentiert Rotwild ein super spannendes Gesamtkonzept mit muskulösen Formen, exklusivem Design und vielen cleveren Features. Mit seinen Eckdaten könnte das Rotwild ein echter Specialized Levo-Killer sein, ob es überzeugen kann?

Hier findet ihr alles über den Test des besten E-MTB 2020.

ROTWILD R.X750 ULTRA | Brose Drive S Mag/750 Wh | 150/150 mm (v/h) | 22,30 kg in Größe L | 9.999 € | Hersteller-Website

Wow – was für ein Teil! Die technischen Daten, die Ausstattung und die cleveren Features in Kombination mit der einzigartigen Optik regen hohe Erwartungen. Die Proportionen des voluminösen Carbon-Rahmens mit schön integriertem Brose Drive S-Mag Motor wurden elegant auf den großen 750-Wh-Akku abgestimmt. So ist das wuchtige Oberrohr an seiner breitesten Stelle knapp 9 cm breit. Zum Vergleich: Die meisten anderen Bikes im Test befinden sich zwischen 4 und 7 cm Breite.

Ausstattung, Gewicht und technische Daten des ROTWILD R.X750 ULTRA

Auch bei der Ausstattung trägt die deutsche Bike-Marke dick auf und verpasst dem R.X750 ULTRA die EightPins Dropper-Post mit 210-mm-Hub – super! Beim 150-mm-Fahrwerk setzt ROTWILD auf einen FOX FLOAT DPX2-Dämpfer und eine FOX 36 FLOAT Factory mit FIT4-Kartusche. Schade, denn mit der besseren GRIP2-Kartusche kann sie leider nicht mithalten, zumal die GRIP2-Kartusche dank moderner Set-up-Guides nicht wirklich schwerer abzustimmen ist. Die Kombination von Carbon-Laufrädern und pannenanfälligen Continental Baron Projekt ProTection-Reifen kann in anspruchsvollem Gelände zu ärgerlichen Defekten führen. Abgesehen von diesen Ausnahmen ist die Ausstattung hochwertig und erlaubt sich keine weiteren Schwächen. Ein tolles Feature bietet ROTWILD mit der MonkeyLink-Halterung am hauseigenen Vorbau, über die eine Lampe magnetisch befestigt und vom E-Bike-Akku mit Strom versorgt werden kann.

Details matter
Flaschenhalterung, elegantes Akku-Cover und ein magnetisches Cover für die Ladebuchse – ROTWILD ist detailverliebt, wenn es um die Integration des Brose-Motors und des 750-Wh-Akku geht.
FIT4-Kartusche – das geht besser!
Die FIT4-Kartusche kann nicht mit der Performance der besseren 36er FOX-Gabeln mit GRIP2-Kartusche mithalten.
Affengeile Integration
Durch die MonkeyLink-Halterung am Vorbau ist die Lampenaufnahme schon integriert und wird direkt mit Strom versorgt – top! So wird Alltagskompatibilität leicht gemacht!

ROTWILD R.X750 ULTRA

9.999 €

Ausstattung

Motor Brose Drive S Mag/750 90Nm
Akku IPU750 Removable 750Wh
Display Bloks 14D
Federgabel FOX 36 Factory FIT4 150 mm
Dämpfer FOX FLOAT DPX2 Factory 150 mm
Sattelstütze EightPins NGS2 168 – 228 mm
Bremsen Shimano XTR 4-Kolben 200/200 mm
Schaltung Shimano XTR 1x12
Vorbau ROTWILD S35 50 mm
Lenker ROTWILD B35 780 mm
Laufradsatz DT Swiss HXC1200 SPLINE 29"/27,5"

Technische Daten

Größe S M L XL
Gewicht 22,3 kg
Zul. Gesamtgewicht 120 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment 97 kg
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme TRUE, mit speziellem Ausfallende

Besonderheiten

MonkeyLink-Aufnahme


Wuchtig, aber elegant
Das Oberrohr passt optisch super ins Gesamtkonzept, ist aber so wuchtig, dass man oftmals mit den Knien anstößt. Falls ihr keine Knieschoner habt, kauft euch welche!
Glanzvoll – mit Macken
Die BLOKS 14D Hochglanz-Remote ist super elegant integriert, klein und bietet trotzdem eine schlichte Anzeige mit allen nötigen Infos. Leider verkratzt die transparente Oberfläche sehr schnell, worunter die Lesbarkeit leidet.
Mehr als genug Hub
Die EightPins Dopper-Post ist eine der besten auf dem Markt. 210-mm-Verstellbereich in Größe L sind genau nach unserem Geschmack.
Carbon statt Funktion
Der elegante DT-Swiss Carbon-Laufradsatz ist bei einer harten Gangart fehl am Platz. Für den leichten Gelände- oder SUV-Einsatz erfüllt er jedoch seinen Zweck.

Geometrie und Größe des ROTWILD

Nicht nur der Look, sondern auch die Geometrie des ROTWILD R.X750 ULTRA ist super modern. Mit einem Reach von 468 mm und relativ hoher Front (637 mm Stack) sollte es eigentlich viel Bewegungsfreiheit bieten.

Größe S M L XL
Sattelrohr 413 mm 444 mm 473 mm 509 mm
Oberrohr 588 mm 617 mm 654 mm 688 mm
Steuerrohr 110 mm 110 mm 130 mm 140 mm
Lenkwinkel 66,0° 66,0° 66,0° 66,0°
Sitzwinkel 74,0° 74,0° 74,0° 74,0°
Kettenstrebe 445 mm 445 mm 445 mm 445 mm
Tretlager Höhe 350 mm 350 mm 350 mm 350 mm
Tretlagerabsenkung 15 mm 15 mm 15 mm 15 mm
Radstand 1.172 mm 1.198 mm 1.236 mm 1.270 mm
Reach 405 mm 437 mm 468 mm 500 mm
Stack 610 mm 617 mm 637 mm 648 mm
Helm Bell Sixer MIPS | Shirt ION Scrub Amp | Hose ION Scrub | Schuhe ION Rascal | Knieschoner Troy Lee Designs Speed

Das ROTWILD R.X750 ULTRA im Test

In der Ebene ist die Sitzposition mit dem 74° flachen Sitzwinkel und der hohen Front tourentauglich und komfortabel. Das R.X750 ULTRA klettert dank viel Motorpower und aktivem Hinterbau gut und kommt in steilem Gelände erst spät an seine Grenzen. Das MX-Konzept mit 29”-Vorderrad und 27,5”-Hinterrad geht nicht ganz auf, da der 2,6” Continental Baron-Hinterreifen schwach profiliert ist und zu wenig Traktion generiert. Die Abstimmung des Brose S-Mag ist deutlich besser als bei NOX, kann aber bezüglich Kontrollierbarkeit und Motor-Feeling nicht mit der von FANTIC mithalten. Super nervig: Die Knarzgeräusche von Vorbau und Steuersatz werden durch die großen Resonanzkörper des Rahmes leider unnötig verstärkt und sind nicht zu überhören.

Die Abstimmung des Brose Drive S Mag ist viel besser gelungen als bei NOX , allerdings nicht so gut wie bei FANTIC. Die Power des Motors lässt sich manchmal schwer kontrollieren.

Bei aktiver Fahrweise oder im Wiegetritt kommt man in ungewollten Kontakt mit dem wuchtigen Oberrohr des extrem steifen Rahmens, was in der Ebene oder im Uphill bereits unangenehm ist. In der Abfahrt entpuppt sich das super voluminöse Oberrohr als echter Fail: Alle Tester kamen mit Blessuren und manch blauem Fleck an Knie bzw. Oberschenkel von ihren Testrunden zurück – hier sind Knieschoner absolut empfehlenswert! Auf verwinkelten Trails verlangt das ROTWILD R.X750 Nachdruck, ansonsten untersteuert es leicht in flachen und gleichzeitig engen Kurven. Agilität gehört nicht zu den Stärken des Bikes, wobei es sich dennoch gut aufs Hinterrad ziehen lässt. Bei Highspeed blüht das R.X750 ULTRA zu seiner Bestform auf. Das Fahrwerk ist ziemlich schluckfreudig und macht das E-Bike in Kombination mit seiner Laufruhe zum sorglosen „Draufhalte-Bike“ in Steinfeldern und Wurzel-Teppichen, das hierbei aber von den pannenanfälligen Reifen limitiert wird. In der Luft ist es super stabil und große Sprünge nimmt man auf ihm gerne mit. Insgesamt kann es aber nicht mit den besten Baller-Bikes im Test mithalten.

Das ROTWILD blüht mit seinem schluckfreudigen Fahrwerk und seiner Laufruhe bei Highspeed erst so richtig auf.

Tuning Tipp: Reifen vorne und hinten | Moosgummi unter dem Akku-Cover/zwischen Akku und Oberrohr

Fahreigenschaften

7

Agilität

  1. träge
  2. verspielt

Laufruhe

  1. nervös
  2. laufruhig

Handling

  1. fordernd
  2. ausgewogen

Fahrspaß

  1. langweilig
  2. lebendig

Motor-Feeling

  1. digital
  2. natürlich

Motor-Power

  1. schwach
  2. stark

Preis-Leistung

  1. schlecht
  2. top

Einsatzbereich

Forstweg

1

Flowtrail bergauf

2

Flowtrail bergab

3

Technischer Singletrail bergauf

4

Technischer Singletrail bergab

5

Downhill-Strecken

6

Fazit

Das R.X750 ist ein hochwertiges, durchdachtes Bike mit einer wuchtigen Optik, starkem Motor und riesigem integrierten 750-Wh-Akku sowie hohem Anspruch an Design sowie Innovation. Allerdings kann die Fahr-Performance auf dem Trail nicht mit den Besten im Test mithalten. Wer das ROTWILD aktiv im Gelände bewegen will, sollte es vorher ausgiebig testen, denn aufgrund des Oberrohr-Fails besteht die Gefahr von nervigen blauen Flecken an Oberschenkeln bzw. Knien.

Tops

  • Design und Innovation
  • guter Motor und großer Akku
  • super Handling bei Highspeed
  • MonkeyLink-System für intuitive Licht-Integration

Flops

  • Breite des Oberrohrs
  • laut
  • Carbon-Laufradsatz in Kombination mit schwachen Reifen

Mehr Informationen zum ROTWILD R.X750 ULTRA findet ihr auf rotwild.de.

Das Testfeld

Hier findet ihr alles, was ihr über den Test des besten E-Mountainbike 2020 wissen müsst.

Alles Bikes im Vergleichstest: BULLS SONIC EVO AM 6 | Cannondale Moterra 1 | Canyon Spectral:ON 9.0 | COMMENCAL META POWER 29 TEAM 2020 | CONWAY XYRON 927 Carbon | CUBE Stereo Hybrid 160 HPC | FANTIC XF1 180 Race | FOCUS JAM² 9.9 DRIFTER | Giant Reign E+ 0 Pro | Haibike XDURO Nduro 10.0 | Liteville 301 CE MK1 | MERIDA eONE-SIXTY 10K | Moustache Samedi 27 Trail | Norco Range VLT C1 | NOX Hybrid Enduro 7.1 | Orbea WILD FS M-LTD | Pivot Shuttle 29 | Rocky Mountain Altitude Powerplay Carbon 90 Rally Edition | ROTWILD R.X750 ULTRA | SIMPLON Rapcon Pmax | Specialized Turbo Kenevo Expert | Specialized S-Works Turbo Levo | Trek Rail 9.9 | Whyte E-180 RS V1 | YT DECOY CF Pro Race

Text: Felix Stix, Robin Schmitt, Jonas Müssig Fotos: Finlay Anderson, Robin Schmitt, Felix Stix, Markus Frühmann

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