Wenn andere Feierabend machen, geht das neue Rossignol After Hours T-Type erst richtig los. Mit hochwertiger Ausstattung, robustem Aluminiumrahmen und einem attraktiven Preis von 7.600 € soll das zweite E-Mountainbike der Franzosen Fahrspaß statt Bestzeiten liefern. Ob das Konzept aufgeht, haben wir ausführlich auf dem Trail getestet.

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Rossignol After Hours T-Type | Bosch Performance Line CX/800 Wh | 160/150 mm (v/h)
25,06 kg in Größe L | 7.600 € | Hersteller-Website

Wenn die Arbeit erledigt ist und andere auf dem Sofa landen, beginnt für das neue Rossignol After Hours die beste Zeit des Tages: die letzte Extrarunde auf dem Trail. Nach dem Mandate Shift präsentieren die aus dem Wintersport-Bereich bekannten Franzosen ihr zweites E-MTB und setzen dabei statt Shimano auf den Bosch Performance Line CX-Antrieb. Mit Aluminiumrahmen, Mullet-Setup und modernen Trail-Genen soll das After Hours genau für jene Stunden gebaut sein, in denen man eigentlich längst zuhause sein wollte. Für faire 7.600 € erhält man das von uns getestete Topmodell T-Type, das mit einem Gewicht von 25,06 kg in Größe L ins Rennen geht. Wir haben getestet, was die französische Neuentwicklung kann.

Spannende Infos zum neuen Rossignol After Hours T-Type

Highs

  • günstiger Einstiegspreis
  • eigenständige Lösung beim Akkucover
  • hochwertige Rahmenverarbeitung
  • elektronische Schaltung wird vom Hauptakku gespeist

Lows

  • Standard-Bosch-Ladeportabdeckung
  • ungünstig platzierte Flaschenhalteraufnahme

Key Facts

  • Aluminium-Rahmen
  • 160/150 mm Federweg (v/h)
  • Bosch CX-Motorsystem
  • entnehmbarer 800-Wh-Akku
  • 25,06 kg in Größe L
  • Mullet-Setup
  • vier Rahmengrößen: S–XL
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Welche Detaillösungen bietet das neue Rossignol After Hours T-Type?

Das Rossignol After Hours T-Type setzt auf einen Aluminiumrahmen, dessen Formsprache sich klar am analogen Enduro-Modell Heretic orientiert: Das Bike setzt ebenfalls auf einen Viergelenker-Hinterbau mit stehendem Dämpfer und übernimmt die Hinterbaulager vom nicht motorisierten Schwestermodell. Die maschinell geschweißten Nähte sind nicht verschliffen, fallen aber sehr gleichmäßig aus und hinterlassen einen hochwertigen Eindruck. Zusammen mit der auffälligen pinken Lackierung entsteht ein eigenständiger und selbstbewusster Auftritt, der garantiert nicht unbemerkt bleibt.

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Ein schönes Detail ist das Metall-Badge am Steuerrohr – ein Feature, das selbst wesentlich teurere Bikes oft vermissen lassen. Eigenständig gelöst ist die Akkuentnahme: Während bei den meisten E-Mountainbikes zunächst ein separates Akkucover geöffnet werden muss, bildet dieses beim After Hours eine Einheit mit dem entnehmbaren 800-Wh-Akku. Statt zwei Bauteile nacheinander zu entfernen, wird die komplette Einheit, nach dem Öffnen mit dem Schlüssel, in einem Handgriff aus dem Unterrohr entnommen – eine ebenso einfache wie clevere Lösung. Im Praxiseinsatz offenbarte das System allerdings eine kleine Schwäche: deutliche wahrnehmbare Knarzgeräusche bei der Entnahme.

Für Ordnung am Cockpit sorgen geschraubte Cable Ports am Steuerrohr. Die Leitungen verlaufen sauber in den Rahmen, werden im Inneren jedoch nicht zusätzlich geklemmt. Praktisch ist der Tool-Mount auf dem Oberrohr, während der Hauptrahmen viel Platz bietet. Die Verschraubung für den Flaschenhalter sitzt allerdings weit oben Richtung Steuerrohr, wodurch das Benutzen von großen Trinkflaschen zumindest mit konventionellen Flaschenhaltern erschwert ist. Negativ aufgefallen ist außerdem der Ladeport, der leider die Standard-Bosch-Gummiabdeckung darstellt, deren Haptik und Bedienbarkeit sehr zu wünschen übrig lässt – hier wäre eine individuelle Lösung der bessere Weg gewesen.

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Beim Rahmenschutz zeigt sich das After Hours durchdacht. Eine gummierte Abdeckung am Hauptdrehpunkt schützt Lager und Dämpfer vor Schmutz, während die Kettenstrebe weit nach vorne gummiert ist und auch die Sitzstrebe zusätzlichen Schutz vor Steinschlägen erhält. Ein charmantes Detail, das man auch schon vom Heretic kennt, versteckt sich auf der Nicht-Antriebsseite der Kettenstrebe: Der Spruch „It’s After Hours, go ride“ erinnert daran, worum es bei diesem Bike eigentlich geht – wir haben ihn uns zu Herzen genommen ;).

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Was kann die Ausstattung des neuen Rossignol After Hours T-Type?

Bei der Ausstattung setzt Rossignol auf einen gelungenen Mix aus bewährten Komponenten. Für den Vortrieb sorgt der Bosch Performance Line CX-Motor der fünften Generation, der dank Performance Upgrade 2.0 bei entsprechender Anpassung bis zu 120 Nm Drehmoment bei 750 W Spitzenleistung bereitstellen kann. Die Systeminformationen werden über das elegant ins Oberrohr integrierte Bosch Kiox 400C-Display angezeigt. Praktisch: Das After Hours ist sowohl mit dem Bosch PowerTube 800 als auch dem kleineren und leichteren PowerTube 600 kompatibel. Für den Umbau muss lediglich ein anderer Akku-Clip im Rahmen verwendet werden, während das Cover für beide Akkugrößen harmoniert. Zusätzlich lässt sich – unabhängig vom verbauten Hauptakku – über den PowerMore 250-Range-Extender die Reichweite bei Bedarf weiter steigern. Jedoch wird es auch hier durch die hohe Platzierung der Flaschenhalterschrauben durchaus eng, zumal es dadurch ein langes Kabel braucht, um den Range Extender mit dem Ladeport zu verbinden.

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Beim Fahrwerk setzt Rossignol auf hochwertige FOX Factory-Komponenten. An der Front arbeitet eine FOX 38 Factory-Federgabel mit GRIP X-Kartusche, die eine gelungene Balance aus Sensibilität, Gegenhalt und geringem Gewicht liefert. Dabei lässt sich die Druckstufe getrennt voneinander einstellen, die Zugstufe einfach (Low-Speed). Am Heck übernimmt ein FOX FLOAT X Factory-Dämpfer mit Zug- und Druckstufeneinstellung sowie Lockout-Funktion die Arbeit.

Geschaltet wird beim After Hours T-Type, dem Namen entsprechend, über ein SRAM S1000 Transmission-Schaltwerk, das die robuste Full-Mount-Aufnahme ohne separates Schaltauge der namensgebenden T-Type-Plattform nutzt. Die S1000-Variante ist dabei die günstigste elektronische Variante im T-Type-Universum, funktionierte im Test allerdings gut und war mit der hochwertigeren GX-Kassette kombiniert und wird zudem vom Hauptakku gespeist, sodass lästiges Nachladen überflüssig wird. Für die Verzögerung kommen SRAM MAVEN Silver-Bremsen zum Einsatz. Die kraftvolle Vierkolbenanlage zählt zu den stärksten Bremssystemen auf dem Markt, wird hier allerdings mit SRAM CenterLine-Bremsscheiben kombiniert, die ihr Potenzial bei langen und steilen Abfahrten nicht ganz ausschöpfen. Für maximale Performance empfiehlt sich hier ein Upgrade, z. B. auf die SRAM HS2-Scheiben.

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Für den Bodenkontakt sorgen Continental Kryptotal Fr- und Kryptotal Re-Reifen mit Enduro-Karkasse und Soft-Gummimischung. Die Wahl passt gut zum sportlichen Charakter des Bikes, wobei wir am Hinterrad für den harten E-MTB-Einsatz die robustere Downhill-Karkasse empfehlen würden. Aufgezogen sind die Reifen auf einen DT Swiss H 1900-Aluminium-Laufradsatz.

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Abgerundet wird das Cockpit durch Komponenten von Burgtec. Lenker, Vorbau und Griffe stammen vom britischen Zubehörspezialisten und verleihen dem Bike einen hochwertigen Auftritt. Die SDG Tellis V2-Dropper-Post bietet in Größe L praxisgerechte 200 mm Hub und sorgt für ausreichend Bewegungsfreiheit in steilen Abfahrten.

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Tuning-Tipp: Wer das Abfahrtspotential weiter steigern will, kann die Ausstattung mit SRAM HS2-Scheiben sowie der robusteren Downhill-Karkasse am Heck optimieren.

Weitere Ausstattungsvarianten des Rossignol After Hours-E-MTB

Neben der von uns getesteten Topversion After Hours T-Type bietet Rossignol das Bike in zwei weiteren Ausstattungsvarianten an. Alle Modelle basieren auf demselben Aluminiumrahmen mit Bosch Performance Line CX-Antrieb, 800-Wh-Akku und 150/160 mm Federweg, unterscheiden sich jedoch deutlich in Sachen Fahrwerk und weiteren Komponenten. Außerdem lässt sich jedes Modell anhand der Rahmenfarbe unterscheiden, welche für jedes Modell die einzige Option darstellt.

Den günstigsten Einstieg markiert das gelb gefärbte After Hours Deore 12 für 5.300 €. Mit 25,0 kg ist es überraschenderweise das leichteste Modell der After-Hours-Modelle – das ist auch auf die vergleichsweise leichte Bereifung zurückzuführen. Statt Continental-Pneus mit Enduro-Karkasse kommen hier MAXXIS Minion DHF-Reifen mit der leichten, aber sehr pannenanfälligen EXO-Karkasse zum Einsatz. Hier sollte unbedingt aufgerüstet werden. Für die Federung sorgen eine RockShox Domain Gold R-Federgabel sowie ein RockShox Deluxe Select+-Dämpfer. Beide Federelemente bieten überschaubare, aber einsteigerfreundliche Einstellmöglichkeiten.

So sind beide ausschließlich mit einer Zugstufenverstellung ausgestattet, der Dämpfer bietet zusätzlich noch einen Lockout für lange Anstiege. Geschaltet wird über das alte, aber bewährte Shimano DEORE-Schaltwerk aus der M6100-Serie, das gerade frisch durch eine neue Generation ersetzt wurde. Verzögert wird mit SRAM DB8-Bremsen, die wie bei allen Modellen auf eine große 220-mm-Bremsscheibe am Vorderrad setzen. Dazu kommen WTB ST-Aluminium-Laufräder, eine Exaform 900i-Dropper-Post sowie ein Cockpit aus Rossignol-Eigenregie.

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Rossignol After Hours Deore 12 | Bosch Performance Line CX/800 Wh
25,0 kg (Herstellerangabe) | 5.300 €

Preislich darüber positioniert sich das lilafarbene After Hours Eagle 90 für 6.500 €. Das Fahrwerk stammt hier vollständig von Marzocchi und besteht aus einer Bomber Z-Gabel mit GRIP-Kartusche sowie dem passenden Bomber Air-Dämpfer, welche beide neben der Zugstufe auch eine Druckstufeneinstellung besitzen. Bei den Bremsen kommen SRAM MAVEN Base Stopper zum Einsatz, während die Kraft über ein mechanisches SRAM Eagle 90 Transmission-Schaltwerk ans Hinterrad übertragen wird. Race Face AR-Felgen in Kombination mit Formula-Naben komplettieren den Laufradsatz. Auch hier verbaut Rossignol die Exaform 900i-Sattelstütze sowie das hauseigene Cockpit. Mit 25,7 kg nach Herstellerangabe in Größe M fällt die Eagle 90-Ausstattung am schwersten aus.

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Rossignol After Hours Eagle 90 | Bosch Performance Line CX/800 Wh
25,7 kg (Herstellerangabe) | 6.500 €

Das neue Rossignol After Hours im Geometrie-Check

Das Rossignol After Hours wird in vier Rahmengrößen von S bis XL angeboten und verfolgt einen modernen, aber nicht übertrieben progressiven Geometrieansatz. Über einen Flip-Chip lässt sich die Geometrie zudem an den persönlichen Fahrstil anpassen. Im sogenannten Flow-Mode (High) steht das Bike etwas höher und agiler auf dem Trail, während der Attack-Mode (Low) den Lenkwinkel um 0,3° abflacht und das Tretlager um 4 mm absenkt. Dadurch soll das After Hours auf schnellen und anspruchsvollen Abfahrten noch mehr Stabilität generieren.

Mit einem Lenkwinkel von 65,0° im Attack-Mode fällt die Front im aktuellen Marktumfeld vergleichsweise konservativ aus. Der effektive Sitzwinkel von 77,2° bewegt sich im modernen Mittelfeld und verspricht eine ausgewogene Position zwischen Klettereigenschaften und Langstreckenkomfort.

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Der Flip-Chip für den Wechsel zwischen „Flow-Mode” und „Attack-Mode” befindet sich am Drehpunkt nahe der Hinterachse.

Der Reach wächst in gleichmäßigen 25-mm-Schritten von 435 mm in Größe S bis auf 510 mm in Größe XL. Unser Testbike in Größe L kommt auf zeitgemäße 485 mm Reach und ist damit eher auf der langen Seite. Die Kettenstreben messen unabhängig von der Rahmengröße 445 mm und fallen damit eher lang aus. Das verspricht viel Traktion und Laufruhe, dürfte insbesondere kleineren Fahrerinnen und Fahrern aber etwas weniger Spielraum bei der Gewichtsverlagerung bieten als Konzepte mit größenabhängigen Hinterbaulängen. Das After Hours rollt stets auf einem Mullet-Setup mit 29”-Vorderrad und 27,5”-Hinterrad.

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Wie fährt sich das Rossignol After Hours T-Type auf dem Trail?

Wie ist die Uphill-Performance des Rossignol After Hours?

Bergauf zeigt sich das Rossignol After Hours von seiner komfortablen Seite. Das Fahrwerk ist insgesamt eher soft abgestimmt und filtert selbst Wurzeln und kleinere Schläge zuverlässig weg. Zusammen mit der angenehm entspannten Sitzposition ergibt sich ein hoher Fahrkomfort, der vor allem auf langen Touren überzeugt.

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In technischen Uphills gehört das After Hours dagegen nicht zu den Spitzenreitern. Mit seinen 25 kg bringt das Bike einiges auf die Waage, was sich bemerkbar macht, sobald enge Kehren, hohe Absätze oder verblockte Schlüsselstellen gemeistert werden wollen. Das After Hours lässt sich nicht ganz so einfach über Absätze ziehen und verlangt hier insgesamt nach etwas mehr Körpereinsatz als leichtere oder agilere Konkurrenten.

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Unterm Strich liefert das After Hours eine überzeugende Uphill-Performance, die für die meisten Touren und Trails vollkommen ausreicht. Nur wer regelmäßig verblockte Schlüsselstellen oder besonders technische Anstiege fährt, profitiert von agileren und leichteren Bikes.

Wie fährt sich das neue Rossignol After Hours bergab?

Bergab vermittelt das Rossignol After Hours vom ersten Meter an ein hohes Maß an Sicherheit. Man steht angenehm zentral im Bike und fühlt sich trotz der eher niedrigen Front sofort gut integriert.

Das Fahrgefühl wird maßgeblich vom Systemgewicht geprägt – mit positiven wie negativen Auswirkungen. Positiv fällt vor allem die enorme Laufruhe auf. Hat das After Hours einmal Tempo aufgenommen, liegt es satt auf dem Trail, bleibt stoisch auf seiner Linie und vermittelt auch in grobem Gelände viel Vertrauen, auch wenn die Leitungen leider etwas klappern. Selbst verblockte Passagen oder schnelle Steinfelder meistert das Bike kontrolliert und berechenbar. Auch in der Luft zeigt sich das Fahrverhalten angenehm neutral: Sprünge lassen sich sauber kalkulieren, das Bike bleibt jederzeit gut kontrollierbar.

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Die Kehrseite der Medaille zeigt sich, wenn der Trail einen aktiveren Fahrstil verlangt. Das After Hours lässt sich zwar intuitiv fahren und profitiert in engen Kurven vom agilen Mullet-Setup, wirkt insgesamt aber eher gelassen als verspielt. Aktives Abziehen an Wurzeln oder Kanten kostet spürbar mehr Kraft als bei leichteren Bikes und auch schnelle Richtungswechsel gelingen zwar sicher, aber nicht besonders spritzig. Wird es richtig steil, schiebt das hohe Systemgewicht zudem kräftig an. Hier geraten die verbauten SRAM MAVEN Silver-Bremsen mit den CenterLine-Bremsscheiben an ihre Grenzen. Größere oder standfestere Bremsscheiben würden dem Bike in anspruchsvollem Gelände guttun.

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Für wen ist das Rossignol After Hours T-Type das richtige E-MTB?

Das Rossignol After Hours T-Type richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die ein unkompliziertes und robustes E-Mountainbike mit hohem Komfort suchen. Dank der entspannten Sitzposition, des sensiblen Fahrwerks und der souveränen Laufruhe fühlt es sich auf langen Touren ebenso wohl wie auf schnellen und ruppigen Naturtrails. Besonders wer ein berechenbares Bike bevorzugt, das auch bei höherem Tempo viel Vertrauen vermittelt, wird sich auf dem After Hours schnell zuhause fühlen.

Weniger passend ist das Bike für alle, die maximale Agilität oder höchste Kletterperformance suchen. Mit seinen 25 kg verlangt das After Hours in technischen Uphills und bei einem aktiven Fahrstil nach etwas mehr Körpereinsatz als leichtere Konkurrenten. Auch verspielte Fahrerinnen und Fahrer, die jede Wurzel zum Abziehen nutzen oder ihr Bike möglichst mühelos durch enge Kurven werfen möchten, finden am Markt dynamischere Alternativen.

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Wer mit diesem E-Bike richtig liegt
Der Kilometerfresser
Lange Touren, viele Höhenmeter und ein hoher Fahrkomfort stehen ganz oben auf der Wunschliste. Die entspannte Sitzposition und das sensible Fahrwerk machen das After Hours zum angenehmen Begleiter auf ausgedehnten Tagen im Sattel.

Der Souveräne
Wer ein Bike sucht, das auch auf schnellen und ruppigen Trails berechenbar bleibt und viel Vertrauen vermittelt, macht mit dem After Hours nichts falsch. Die hohe Laufruhe und das satte Fahrgefühl sorgen dafür, dass das Bike selbst in grobem Gelände gelassen auf Kurs bleibt.

Wer mit diesem Bike weniger harmoniert
Der Jibber
Wer jede Wurzel zum Abziehen nutzt, ständig Manuals zieht und ein maximal agiles Handling sucht, wird mit dem eher souveränen als verspielten Charakter des After Hours nicht vollständig glücklich.

Der Kletterer
Verbringt seine Zeit am liebsten in extrem technischen Uphills und möchte das Bike spielerisch über hohe Stufen und enge Kehren manövrieren. Hier machen sich das Systemgewicht und das eher gelassene Handling bemerkbar.

Fazit zum Rossignol After Hours T-Type

Mit dem After Hours T-Type liefert Rossignol ein überzeugendes E-Mountainbike, das weniger über spektakuläre Einzelwerte als über seinen ausgewogenen Charakter begeistert. Hoher Fahrkomfort, viel Laufruhe und ein berechenbares Handling machen das Bike zu einem starken Begleiter auf langen Touren und anspruchsvollen Naturtrails. Das hohe Systemgewicht kostet zwar etwas Agilität und Kletterperformance, schmälert den insgesamt positiven Eindruck aber kaum. Kleinere Schwächen wie das knarzende Akkucover oder die standfesteren Bremsscheiben ändern nichts daran, dass Rossignol mit seinem zweiten E-MTB einen gelungenen Wurf abliefert.

Tops

  • hoher Fahrkomfort und sensibles Fahrwerk
  • viel Laufruhe und berechenbares Handling
  • durchdachte Detaillösungen am Rahmen

Flops

  • spürbar hohes Gewicht reduziert Spieltrieb und Kletterperformance
  • Leitungsklappern
  • Akkucover neigt zu Knarzgeräuschen

Mehr Infos findet ihr auf der Website von Rossignol.

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Words: Lars Engmann Photos: Tim Eckermann

Wer schreibt hier?

Lars Engmann
Junior Editor

Lars Engmann ist Redakteur bei 41 Publishing. Sein Studium der Technischen Redaktion sowie seine Erfahrung als Ingenieur in der Fahrwiderstandsermittlung bilden die methodische Grundlage seiner Arbeit. Er betreut operative Einzel- und Vergleichstests für E-MOUNTAINBIKE und ENDURO mit Fokus auf Reichhöhenanalysen und Effizienzmessungen. Als Fachexperte für Optimierung und Systemgewicht bringt er seine Leidenschaft für Präzision in die Produktbewertung ein. Dabei verbindet er technische Dokumentation mit angewandter Performance-Analyse im Segment E-Performance.

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Unsere Redaktion vereint jahrelange, unabhängige Testerfahrung mit tiefgreifender technischer Expertise. Dabei denken wir bewusst über klassische Kategorien hinaus: Statt Bikes nur nach Einsatzbereich oder Federweg zu bewerten, betrachten wir sie ganzheitlich und berücksichtigen die reale Lebenswelt unserer Leserinnen und Leser.

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