
ca. 24,9 kg in Größe L | 9.499 € | Hersteller-Website
Lange bevor Freeride und Enduro eigene Disziplinen wurden, rollte Rocky Mountain ihre Bikes bereits über die Felsen, Wurzeln und Holzkonstruktionen im Norden Vancouvers – der North Shore – und prägten damit eine ganze Generation des Mountainbikens. Auch E-MTBs haben sich über die Jahre fest im Portfolio der Kanadier etabliert.
Mit dem neuen Altitude Powerplay 3 schicken die Kanadier nun ihr neuestes E-MTB ins Rennen. Die Plattform bringt auf dem Papier alles mit, was ein modernes Full-Power-Bike braucht: 170 mm Federweg an der Front, 160 mm am Heck, wahlweise als Full-29er oder Mullet-Setup fahrbar und bestückt mit dem hauseigenen Dyname S4 Pro-Motorsystem. Das bringt satte 108 Nm maximales Drehmoment, bis zu 1.000 Watt Spitzenleistung sowie einen entnehmbaren 720-Wh-Akku im Unterrohr mit auf den Trail.
Zwei Tage, legendäre North-Shore-Trails! Wir sind gemeinsam mit Freeride-Pionier Wade Simmons und dem Entwicklungsteam von Rocky Mountain unterwegs, um herauszufinden, was das neue E-MTB auf dem Trail kann. Die ganze Story von unserem Trip nach Vancouver gibt’s in der kommenden E-MOUNTAINBIKE-Ausgabe. Wie schlägt sich das 9.499 € teure und auf dem Papier mit rund 24,9 kg (in Größe L) eher schwere E-MTB im Praxistest?
Welche Detaillösungen hat das neue Rocky Mountain Altitude Powerplay 3?
Wer sein Bike für die ruppigen Trails in British Columbia baut, darf beim Rahmenschutz nicht sparen. Rocky Mountain spendiert dem Altitude Powerplay 3 daher eine vorbildliche Protektoren-Ausstattung: Der Kettenstrebenschutz fällt großzügig aus, während Sitzstrebe und wichtige Stellen am Hinterbau sinnvoll abgedeckt sind. Ein robuster Unterrohrschutz schützt den Carbon-Rahmen vor Einschlägen und lässt sich bei Bedarf mit weiteren aufgeklebten Protektoren bis hin zum Shuttle Guard erweitern. Auch an der Unterseite des Hinterbaus sitzt eine massive Kunststoffabdeckung, während ein Bashguard das Kettenblatt zuverlässig vor Felskontakt schützt.
Zur Freude aller Schrauber verschwinden alle Leitungen klassisch durch dedizierte Öffnungen hinter dem Steuerrohr im Rahmen, statt umständlich durch den Steuersatz. Dort werden sie durch Kunststoffabdeckungen zusätzlich geklemmt. Hier klappert nichts!
Ein kleines, aber wirkungsvolles Detail ist der Gummibumper am Unterrohr. Er verhindert bei Stürzen ein Überdrehen des Lenkers und schützt Leitungen vor dem Abreißen. Das sieht zwar im ersten Moment etwas ungewohnt aus, erfüllt auf dem Trail aber zuverlässig seinen Zweck. Auf einen zweiten Tool-Mount verzichtet Rocky Mountain allerdings. Neben den Flaschenhalteraufnahmen am Unterrohr gibt es keine zusätzliche Befestigungsmöglichkeit für Werkzeug oder Ersatzschlauch. Echte Rocky-Mountain-Fans dürften sich dafür über das ikonische Headbadge aus Metall freuen. We like!

Was kann die Ausstattung des neuen Rocky Mountain Altitude Powerplay 3?
Unser Testbike, das Altitude Powerplay Carbon 70, kommt mit einer Ausstattung, die konsequent auf den Härtetest ausgelegt ist. Beim Motor setzt Rocky statt auf Bosch, Shimano oder Co. auf ihr eigens entwickeltes Dyname S4 Pro-Motorsystem. Sein Aufbau unterscheidet sich deutlich von den Konkurrenzsystemen: Das Tretlager sitzt, wie beim analogen Bike, an gewohnter Position, während der Motor oberhalb davon im Rahmen untergebracht ist. Die Kraftübertragung erfolgt über eine zusätzliche Umlenkrolle, über die dann die Kette läuft.
Mit 108 Nm Drehmoment und bis zu 1.000 Watt Spitzenleistung (je nach Markt) zählt der Dyname S4 Pro auf dem Papier zu den klar leistungsstärkeren Antrieben seiner Klasse. Gespeist wird er von einem entnehmbaren 720-Wh-Akku, der nach dem Lösen von zwei Schrauben aus dem Unterrohr entnommen werden kann. Wer noch mehr Reichweite benötigt, kann das Bike zusätzlich mit dem Overtimepack-Range-Extender ausstatten, der weitere 314 Wh Kapazität liefert und auf den Anschraubpunkten des Flaschenhalters angebracht wird. Frische Energie gibt´s wahlweise mit einem 2A- oder 4A-Ladegerät. Mit dem schnelleren Charger gibt Rocky Mountain eine Ladezeit von 3 Stunden und 55 Minuten von 0 auf 100 % an. Der Ladeport sitzt gut erreichbar oberhalb des Motors und wird von einer, wenn auch etwas fummeligen, Gummiabdeckung zuverlässig geschützt.


Alle wichtigen Informationen liefert das Jumbotron-Display, das sauber ins Oberrohr integriert ist. Geschwindigkeit, Akkustand, Unterstützungsmodus oder Trittfrequenz lassen sich dort jederzeit gut ablesen. Gesteuert wird das System über eine kabelgebundene Remote mit drei Tasten links am Lenker. Hier lassen sich nicht nur die Unterstützungsstufen wechseln, sondern auch das Ansprechverhalten des Motors sowie der Nachlauf individuell anpassen. Eine Smartphone-App gibt es nicht und Rocky Mountain verfolgt bewusst den Ansatz, den Fokus voll auf das Fahrerlebnis statt auf die permanente Konfiguration per Smartphone zu legen.
An der Front arbeitet eine FOX 38 Factory-Federgabel mit GRIP X2-Kartusche, während am Heck ein FOX FLOAT X2 Factory-Dämpfer die 160 mm Federweg kontrolliert. Beide Federelemente harmonieren hervorragend mit der neuen LC2R-Kinematik und bieten dank High- und Low-Speed-Verstellung für Druck- und Zugstufe umfangreiche Einstellmöglichkeiten.
Für die Verzögerung setzt Rocky Mountain auf SRAM MAVEN Silver-Bremsen mit einer 220-mm-Scheibe vorne und 200 mm hinten. Das Potenzial der Bremsen kann mit den ab Werk verbauten SRAM Centerline-Scheiben auf langen, steilen Abfahrten aber nicht ganz ausgeschöpft werden. Wer die volle Power kitzeln will, rüstet auf die hitzebeständigeren SRAM HS2-Scheiben um und sorgt so für mehr Biss und ein besseres Hitzemanagement.
Geschaltet wird über die mechanische SRAM Eagle 90 Transmission, die auf das robuste Full-Mount-System setzt. Zwar verzichtet sie auf die Carbon-Parts und den Prestige-Faktor der elektronischen X0- oder XX-Ausführungen, funktional steht sie ihren teureren Geschwistern jedoch kaum nach.
Bei den Laufrädern vertraut Rocky Mountain auf einen soliden DT Swiss HF1900-Laufradsatz, der ab Werk bereits mit CushCore-Inserts ausgeliefert wird. Nice! Kombiniert wird er mit einem MAXXIS ASSEGAI in weicher MaxxGrip-Gummimischung und robuster Doubledown-Karkasse an der Front sowie einem Minion DHR II in der härteren MaxxTerra-Mischung, ebenfalls mit Doubledown-Karkasse, am Heck. Das Setup passt hervorragend zum Charakter des Bikes: maximaler Grip, hoher Pannenschutz sowie gute Haltbarkeit am Heck. Die verbaute OneUp V3-Dropper-Post bietet an unserem Testbike in Größe M 180 mm Hub. Für die meisten Fahrer sollte das ausreichen. Größere Fahrer profitieren in Größe L allerdings von satten 210 mm Hub, die auf steilen Abfahrten nochmals spürbar mehr Bewegungsfreiheit schaffen.
Tuning-Tipp: Verbaut hitzebeständigere HS2-Scheiben
Rocky Mountain Altitude Powerplay 3
9.499 €
Ausstattung
Motor Dyname S4 Pro 108 Nm
Akku Dyname 720 Wh
Display Jumbotron
Federgabel FOX 38 Factory GRIP X2 170 mm
Dämpfer FOX Float X2 Factory 160 mm
Sattelstütze OneUp V3 180 mm
Bremsen SRAM MAVEN Silver 220/220 mm
Schaltung SRAM Eagle 90 Transmission 1x12
Vorbau Rocky Mountain 35 AM 40 mm
Lenker Race Face Turbine 780 mm
Laufradsatz DT Swiss HF 1900 29"
Reifen MAXXIS ASSEGAI, MaxxGrip, DD/ Minion DHR II, MaxxGrip, DD 2,5"/2,4"
Technische Daten
Größe S M L XL
Gewicht 24,9 kg
Besonderheiten
Flip Chips
Range Extender
Reach-Adjustment
Das neue Rocky Mountain Altitude Powerplay 3 im Geometrie-Check
Rocky Mountain bietet das neue Altitude Powerplay 3 in vier Rahmengrößen S bis XL an. Während die Größe S ausschließlich mit 27,5″-Laufrädern ausgeliefert wird, rollen die Größen M bis XL serienmäßig auf einem Full-29″-Setup. Wer ein agileres Handling bevorzugt, kann alternativ über den optionalen MX-Link auch auf ein Mullet-Setup mit 29″-Vorderrad und 27,5″-Hinterrad umrüsten. Das sorgt für mehr Bewegungsfreiheit hinter dem Sattel und ein verspielteres Fahrverhalten.
Über den Reach-Adjust-Steuersatz lässt sich der Reach mithilfe unterschiedlich positionierter Steuersatzschalen um ±5 mm anpassen. So könnt ihr das Cockpit unabhängig von der Rahmengröße etwas kompakter oder gestreckter gestalten.
Die wichtigste Einstellmöglichkeit bleibt jedoch das bekannte Ride-4-System. Über drehbare Chips an der Dämpferaufnahme lässt sich die Geometrie in vier Positionen anpassen. Je nach Einstellung verändern sich Lenk- und Sitzwinkel, die Tretlagerhöhe sowie der Radstand. Während die flacheren Positionen mehr Laufruhe und Stabilität im steilen Gelände versprechen, sollen die steileren Einstellungen für ein direkteres Handling und einen kürzeren Radstand sorgen.

Unser Testbike fahren wir in Größe M als Full-29er, mit dem Reach-Adjust-Steuersatz in der +5-mm-Position, wodurch der Reach von 458 mm auf 463 mm wächst und für unsere Fahrergröße von 1,82 m besser passt. Zusätzlich fahren wir die Ride-4-Einstellung 4 (Steep). Alle Geometriedaten in der Tabelle beziehen sich auf genau dieses Setup.
In dieser Konfiguration erreicht das Altitude Powerplay einen Lenkwinkel von 63,7° sowie einen effektiven Sitzwinkel von 78,7°. Das Steuerrohr fällt mit 110 mm in Größe M beziehungsweise 120 mm in Größe L vergleichsweise kurz aus. Entsprechend niedrig baut auch die Front – selbst mit einem 40-mm-Rise-Lenker und 15 mm Spacern unter dem Vorbau. Das sorgt für viel Druck auf dem Vorderrad und präzise Lenkimpulse bergauf. Die 449 mm langen Kettenstreben bleiben über alle Rahmengrößen hinweg unverändert und Rocky Mountain verzichtet damit auf größenabhängige Hinterbaulängen.
| Größe | S | M | L | XL |
|---|---|---|---|---|
| Sattelrohr | 380 mm | 420 mm | 440 mm | 470 mm |
| Steuerrohr | 100 mm | 110 mm | 120 mm | 130 mm |
| Lenkwinkel | 64,3° | 63,7° | 63,7° | 63,7° |
| Sitzwinkel | 76,3° | 78,7° | 77,6° | 77,7° |
| Kettenstrebe | 436 mm | 449 mm | 449 mm | 459 mm |
| Tretlagerhöhe | 24 mm | 21,7 mm | 21,6 mm | 21,5 mm |
| Radstand | 1.207 mm | 1.254 mm | 1.284 mm | 1.328 mm |
| Reach | 433 mm | 458 mm | 483 mm | 513 mm |
| Stack | 623 mm | 627 mm | 636 mm | 645 mm |

Welche weiteren Ausstattungsvarianten hat das neue Rocky Mountain Altitude Powerplay 3?
Neben unserem Testbike, dem Altitude Powerplay Carbon 70, bietet Rocky Mountain das neue Altitude Powerplay 3 in zwei weiteren Ausstattungsvarianten mit Aluminiumrahmen an. Wem der „Highway to Hell – Red Red Wine“-Colourway unseres Testbikes etwas zu extrovertiert ist, findet mit „Still of the Night – Ziggy Stardust“ eine dezentere Lackierung. Allen Modellen gemeinsam sind der neue Dyname S4 Pro-Motor mit bis zu 108 Nm Drehmoment, der entnehmbare 720-Wh-Akku sowie die identische Geometrie. Unterschiede gibt es vor allem beim Fahrwerk, den Antriebskomponenten und den Anbauteilen.

Das Altitude Powerplay Alloy 50 setzt auf einen robusten FORM-Aluminiumrahmen, Rockys Bezeichnung für den hydrogeformten Aluminiumrahmen, und kombiniert eine RockShox ZEB Select RC-Federgabel mit einem FOX FLOAT X Performance-Dämpfer. Geschaltet wird über die mechanische SRAM Eagle 70 Transmission, während SRAM MAVEN Base-Bremsen die Verzögerung übernehmen.

Den Einstieg in die Modellpalette markiert das Altitude Powerplay Alloy 30 für 5.499 €. Für die Federungsarbeit sorgen eine RockShox Domain Gold RC an der Front und ein Marzocchi Bomber Air-Dämpfer am Heck. Geschaltet wird mit einer Shimano DEORE-12-fach-Schaltung, gebremst mit Tektro HD-M535-Bremsen. Weniger überzeugend fällt die serienmäßige MAXXIS-Reifenkombination mit EXO-Karkasse aus. Für ein Full-Power-Enduro würden wir hier möglichst früh auf eine robustere Doubledown- oder vergleichbare Karkasse umrüsten.
Wie fährt sich das neue Rocky Mountain Altitude Powerplay 3 auf dem Trail?
Wie ist die Uphill-Performance des neuen Rocky Mountain Altitude Powerplay 3?
Mit 24,9 kg gehört das neue Altitude Powerplay 3 sicherlich nicht zu den Leichtgewichten seiner Klasse. Umso überraschender ist, wie spielerisch sich das Bike bergauf bewegen lässt. Verantwortlich dafür ist vor allem die enorme Traktion. Das Hinterrad klebt förmlich am Untergrund und selbst auf nassen Wurzeln oder losen Felsstufen findet das Rocky Mountain erstaunlich viel Grip. Statt hektisch nach Traktion zu suchen, schiebt sich das Altitude stoisch den Trail hinauf.
Dazu passt auch der Charakter des Dyname S4 Pro-Motors. Statt seine Kraft erst bei hohen Trittfrequenzen freizugeben, liefert der Antrieb bereits bei niedriger Kadenz reichlich Drehmoment. Gerade in technischen Uphills, in denen man zwangsläufig langsamer tritt oder kurz über Hindernisse drücken muss, fühlt sich das unglaublich souverän an. Einfach den Fuß auf dem Pedal lassen und den Rest erledigt der Motor.
Auch die Geometrie verhilft dem Rocky Mountain zu seinen starken Klettereigenschaften. Die vergleichsweise niedrige Front erleichtert es, Druck auf das Vorderrad aufzubauen und hält dieses selbst in steilen Rampen zuverlässig am Boden. Zusammen mit der hohen Traktion ergibt sich ein Kletterverhalten, das durchweg überzeugt.
Ganz unauffällig bleibt der Dyname-Antrieb allerdings nicht. Während die Performance auf ganzer Linie überzeugt, arbeitet das Motorsystem akustisch etwas präsenter als viele aktuelle Konkurrenzmodelle. Das Zusammenspiel aus Motor und Umlenkrolle erzeugt ein deutlich hörbares, mechanisches Geräusch, das in ruhigen Waldpassagen etwas auffällt.
Wie fährt sich das neue Rocky Mountain Altitude Powerplay 3 bergab?
Sobald der Trail nach unten kippt, fühlt sich das neue Altitude Powerplay 3 sofort in seinem Element. Dabei spielt das Gewicht dem Rocky überraschenderweise in die Karten. Das Bike liegt satt auf dem Trail, baut enorm viel Grip auf, hält stoisch die Linie und trägt sein Tempo selbst durch verblockte Steinfelder, ausgefahrene Wurzelteppiche oder Bremswellen mit einer beeindruckenden Gelassenheit. Statt nervös über Hindernisse zu tänzeln, fräst sich das Rocky Mountain förmlich durch den Trail und nimmt dabei jede Menge Geschwindigkeit mit.
Einen großen Anteil daran hat die neue LC2R-Fahrwerkskinematik (Low Centre Counter Rotating). Die Abstimmung fällt eher auf der sensiblen Seite aus und spricht bereits bei kleinen Schlägen fein an. Gleichzeitig sackt das Fahrwerk nie undefiniert weg. Stattdessen bietet es genügend Unterstützung im mittleren Federwegsbereich und stellt selbst bei harten Kompressionen, großen Drops oder unsauberen Landungen genügend Reserven bereit. Auf den ruppigen Trails in Vancouver bügelt das Altitude Powerplay selbst grobes Terrain und harte Einschläge souverän weg. Beeindruckend ist dabei, wie viel Agilität sich Rocky Mountain trotz der enormen Laufruhe erhalten hat.
Trotz seines enormen Grips wirkt das Fahrwerk nie träge. Im Gegenteil: Für ein derart satt auf dem Trail liegendes Full-Power-E-MTB lässt sich das Altitude überraschend einfach von Kurve zu Kurve dirigieren und überzeugt mit einem erstaunlich lebendigen Handling. Sicherlich spielt dabei auch unser Testbike in Größe M eine Rolle, trotzdem haben die Kanadier einen bemerkenswert gelungenen Spagat hingelegt.

Die niedrige Front sorgt zwar für jede Menge Druck auf dem Vorderrad und vermittelt vor allem in flachen Kurven enorm viel Vertrauen, auf extrem steilen Trails verlangt das anfangs jedoch etwas Eingewöhnung und einen aktiven Fahrstil. Wer häufig in alpinem Gelände unterwegs ist, dürfte mit einem Lenker mit mehr Rise oder zusätzlichen Spacern schnell das passende Setup finden.
Für wen ist das neue Rocky Mountain Altitude Powerplay 3 das richtige E-MTB?
Das richtige Bike für:
Powerplayer
Ob ruppige Abfahrten, schnelle Flowpassagen oder technische Uphills: Das Altitude Powerplay fühlt sich auf beiden Seiten des Berges zuhause und überzeugt mit viel Traktion, Kontrolle und Reserven.
Rocky-Fans
Wer ein E-MTB mit Heritage, eigenständiger Technik und die DNA der Kanadier sucht, findet auch im Altitude Powerplay einen starken Begleiter.
Technik-Kletterer
Verblockte Anstiege sind für euch kein Hindernis, sondern Teil des Spaßes. Dank enormer Traktion, kraftvollem Motor und zentraler Sitzposition meistert das E-MTB selbst anspruchsvollste Uphills souverän.
Nicht das richtige Bike für:
Gewichts-Fetischisten
Wer jedes Gramm auf die Goldwaage legt oder ein besonders leichtes und extrem verspieltes E-MTB sucht, wird mit dem Gewicht des Altitude vermutlich nicht glücklich.
Design-Minimalisten
Die markante Motorintegration trägt ihren Teil zur Performance bei, wirkt optisch aber deutlich wuchtiger als die schlanken Lösungen vieler Wettbewerber.
Fazit zum neuen Rocky Mountain Altitude Powerplay 3
Das Altitude Powerplay 3 ist kein Bike für die Waage, sondern für den Trail. Mit enormer Traktion, sehr starkem Fahrwerk und kraftvollem Dyname S4 Pro-Motor, der in technischen Uphills glänzt, fühlt es sich vor allem dort zuhause, wo Loam spritzt, Wurzeln quer liegen und Lachen durch den Wald hallt. Das Altitude Powerplay punktet mit intuitivem Handling und vermittelt vom ersten Meter an viel Vertrauen. Das hohe Gewicht und die präsente Motorakustik sind die größten Kompromisse, ändern aber nichts am gelungenen Gesamtpaket. Wer ein Full-Power-Enduro mit echter North-Shore-DNA sucht, findet hier einen der spannendsten Vertreter seiner Klasse.
Tops
- starkes LC2R-Fahrwerk mit viel Traktion und Reserven
- intuitives und zugängliches Handling
- sehr starke Uphill-Performance mit viel Grip und Vortrieb
- umfangreiche Geometrieanpassung
Flops
- Motor arbeitet akustisch deutlich hörbar
- kein Leichtgewicht
- Centerline-Bremsscheiben verschenken etwas Potenzial der starken MAVEN-Bremsen
Weitere Infos zum Rocky Mountain Altitude Powerplay 3 findet ihr bei Rocky.
Words: Benedikt Schmidt Photos: Margus Riga


