Whow whow whow. Halt, Stopp! Bevor es losgeht: Wer reisen will, muss packen. Und wer packt, muss wissen, was er mitnimmt. Und wie.
Das Richtige für unterwegs
Leicht, sicher, good-looking und mit viel Stauraum. Wer auf Reisen geht, denkt zwangsläufig auch über sein Equipment nach. Nicht jedes Bike eignet sich gleich gut als Reisebegleiter. Nicht jeder Deckel passt auf jeden Topf und der alte Rucksack muss auch mal wieder ausgetauscht werden. Mit unseren Tests könnt ihr die bessere Wahl für eure nächste Reise treffen. Welche Bikes, Helme, Reifen und Rucksäcke uns in der letzten Zeit wirklich überzeugt haben, erfahrt ihr hier:
Reiseziele für euren Sommer
Equipment gecheckt, Bike startklar. Jetzt kommt der schöne Teil. Von entspannten Alpenklassikern bis zu wilden Spots, die nur wenige auf dem Radar haben: Hier sind die Spots, für die es sich lohnt, den Kalender freizuhalten (und zu sparen). Kein Algorithmus, keine Werbung, nur unsere ehrlichen Empfehlungen aus vielen Stunden im Sattel.
Sella Ronda – Die Königsrunde der Alpen
Wer einmal die Sella Ronda auf dem E-MTB gefahren ist, versteht, warum die Dolomiten Weltkulturerbe sind. Epische Pässe, UNESCO-Kulisse, technische Trails und geiles Essen. Dieser Klassiker gehört auf jede Bucket-List und ist gleichzeitig der perfekte Einstieg in die Reisesaison. Mit dem E-MTB lässt sich die Runde an einem Tag fahren. Wer nicht genug bekommt, dreht am nächsten Tag einfach die nächste.
Paganella & Trentino – Italiens Trail-Vielfalt auf engstem Raum
Das Trentino liefert auf wenigen Quadratkilometern mehr Trailvielfalt als manch eine ganze Region. Paganella steht dabei für flowige Abfahrten mit Blick auf den Gardasee, die Dolomiten im Rücken und Pasta am Abend. Wer das Trentino noch nicht kennt, hat hier ernsthaft was nachzuholen. Die Region hat in den letzten Jahren massiv in Trailbau investiert. Egal, ob Flow- oder technische Abfahrten, hier findet jeder seinen Trail.
Tremp – Spaniens rotes Trailwunder
Unser Geheimtipp, der ab jetzt nicht mehr lange geheim bleibt – #Sorrynotsorry.
Rotes Gestein, blauer Himmel, null Gedränge. Tremp in den katalanischen Vorpyrenäen ist genau das, was man sucht, wenn man Trails ohne Touristenströme und Landschaft ohne Filter will. Technische Singletrails durch bizarre Felsformationen, kombiniert mit südeuropäischer Leichtigkeit. Im Frühjahr und Herbst kaum zu toppen. Wer früh bucht, hat die Trails noch fast für sich allein.
Sintra – Europas unterschätzter Trail-Spot
Direkt vor der Haustür unserer Lieblingsstadt Lissabons liegt einer der spannendsten Bike-Spots Europas. Sintra kombiniert technische, wurzelige Singletrails durch dichten Atlantikwald mit einer fast surrealen Kulisse aus Märchenschlössern und Meeresblick. Keine lange Reise, kein großer Aufwand, aber das Gefühl, weit weg zu sein. Es wundert nicht, dass wir hier schon das Who’s Who der Bikeszene angetroffen haben. Egal, ob Troy Lee, Greg Minnaar, Jack Goldstone, die Wyn-Brüder, Jerome Clemens und das deutsche Downhill-Talent Henri Kiefer. Nach einer Runde Home-Trail oder Kamikaze, einem Sagres und Pastel de Nata in der Sonne, wisst ihr, warum es hier alle hinverschlägt.
Island – Trails auf einem anderen Planeten
Island hat uns im doppelten Sinne umgehauen: Zum einen die atemberaubende Natur, die uns gleichzeitig fasziniert und an die körperlichen Grenzen bringt. Zum anderen die Erkenntnis darüber, wie wenig Kontrolle man über äußere Umstände wie Wetter oder Naturgewalten hat. Was uns aber am meisten gefallen hat: kurze Badestopps an heißen Quellen, kaltes Bier dazu, Wasserfälle, Rückenwind und die Bewohner der Insel.
Blown away by Iceland
Whistler & Patagonien – Für Abenteuer-Hungrige mit viel Zeit (und dem nötigen Kleingeld)
Und dann gibt es zwei Destinationen, über die wir im Büro immer noch reden. Die, bei deren Erwähnung alle kurz innehalten und in die Ferne oder in die Foto-App schauen. Whistler und Patagonien sind keine schnellen Wochenendtrips, sie sind Expeditionen. Teuer, weit weg, aufwändig zu planen. Aber verdammt nochmal worth it. Jeden Cent, jeden Kilometer, jede Stunde Zeitzonendifferenz. Wir waren alle schon mindestens zweimal da. Und wir sehnen uns zurück.
Whistler ist Nordamerikas Bikepark-Mekka und mit dem E-MTB ein komplettes Upgrade: mehr Runs, mehr Höhenmeter, mehr Grinsen. Patagonien dagegen ist das komplette Gegenteil von Komfort-Tourismus: endlose Weiten, Wind, Schotter und Trails, die sich anfühlen wie von einem anderen Planeten.
Wer die Chance hat, macht es. Einfach machen. Nicht diskutieren …
Ah … eine kleine Idee noch:
Game-Changer für alle, die nicht ohne ihr E-Bike fliegen wollen
E-MTBs und Flugzeuge waren lange Zeit natürliche Feinde – Stichwort: Akku-Regularien. Für alle, die auf Reisen keinen Bock auf ein Leihbike haben, löst der KrankE-Adapter dieses Problem. Das Konversions-Kit ermöglicht es, den Motor und Akku eures eigenen E-MTBs auszubauen und das Bike als normales, „leichtes” Mountainbike einzuchecken. Rund 25 % weniger Gewicht, keine Probleme im Flugzeug und zurück zuhause einfach wieder das Bike zum E-Bike umbauen. Klar bedarf das etwas Schraubaufwand, für einen unvergesslichen Trip ist es das aber allemal wert.
Lest noch eben diese Ausgabe zu Ende und dann los! Der Sommer wartet nicht. Und die besten Trails auch nicht. Kaum habt ihr den Reifen aufgepumpt, ist schon wieder Herbst … also hopp. Füllt eure Tage mit Sommer, nicht euren Sommer mit Tagen. Schreibt uns ne Postkarte und lasst euch nicht von Cougars vernaschen. Ciao!
Words: Julian Lemme Photos: diverse


