Wie sexy ist bitte dieses Bike?! Das brandneue Orbea Rise ist nicht nur optisch schlank, sondern bringt auch verdammt wenig auf die Waage. Was macht den bislang einzigartigen Shimano EP8 RS-Motor aus und wie schlägt sich das Orbea Rise M-Team auf dem Trail bergauf wie bergab? Wir haben den Test gemacht.

Die spanische Performance-Marke Orbea hat gerade einen echten Lauf. Bereits letztes Jahr konnte uns das neu erschienene WILD FS mit Bosch-Motor in unserem großen E-Mountainbike-Vergleichstest mit seiner Trail-Performance überzeugen. Nun legt Orbea mit dem Rise nach, das mit seinem modularen Akkukonzept rund um den neuen Shimano EP8-Motor in neue Gewichts- und Performance-Sphären abheben will. Wir konnten das schlanke Bike mit 18,18 kg bereits vorab auf unseren heimischen Testtracks im Schwarzwald für euch testen.

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Orbea Rise M-Team | Shimano EP8 RS/360 Wh (+252 Wh Range Extender) | 150/140 mm (v/h)
18,18 kg in Größe L | 8.999 € | Hersteller-Website

Das Orbea Rise im Detail

Mit dem Rise hat Orbea ein sportliches E-Mountainbike von Grund auf neu gedacht und entwickelt. Herzstück des 18,18 kg leichten Rise M-Team-Carbonboliden bildet der Shimano EP8-Motor mit einem modularen Akkukonzept. Doch dazu später mehr. Denn zunächst stellt sich die Frage, für wen das leichte E-Mountainbike mit 150/140 mm Federweg und 29”-Laufrädern gemacht ist. Die Antwort: für sportliche Mountainbiker und E-Mountainbiker. So wundert es nicht, dass sich viele Elemente des analogen Orbea Occam-Trail-Bikes im Rise wiederfinden. Je nach Ausstattungsvariante soll das Rise auf langen, sportlichen Touren oder durch seine Trail-Performance glänzen.

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Das Geheimnis um „RS“
Für was „RS“ steht, konnten wir nicht herausfinden. Fakt ist, das Orbea auf den Standard Shimano EP8-Motor zurückgreift.
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Multi-Purpose
Am Ladeport wird nicht nur der interne Akku geladen, hier wird auch der Zusatzakku über ein fest einrastendes Kabel mit dem System verbunden. Ein Schnellladegerät gibt es allerdings nicht als Option im Konfigurator.
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Der MyO-Konfigurator mit Custom-Lackierung macht’s möglich …
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… das neue Orbea Rise ist von vorne bis hinten durchgestylt
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Feierabend bis Alpencross
Im Inneren des schlanken Unterrohrs sitzt der 360-Wh-Akku. Mit dem optionalen Zusatzakku im Flaschenhalter bringt es das Rise auf 612 Wh Gesamtkapazität.
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Die saubere Zugführung ist ebenso gut gelöst …
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… wie der pannensicher ins Ausfallende integrierte Geschwindigkeitssensor mit Scheibenmagnet
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Ruhe und Frieden
Der großzügige Kettenstrebenschutz eliminiert Kettenschlagen effektiv. Dem metallischen Klackern aus dem Inneren des EP8-Motors hat aber auch er nichts entgegenzusetzen.

Der Shimano EP8 RS-Motor im Orbea Rise

Light-E-MTB oder Allrounder? Das Orbea Rise lässt sich nur schwer in bestehende E-Mountainbike-Kategorien zwängen. Zum einen ist es mit seinen knapp 18 kg Gewicht – trotz Trail-Performance-orientierter Ausstattung – ein echtes Leichtgewicht, zum anderen schiebt der Shimano EP8 RS-Motor spürbar stärker an als ein Specialized SL1.1 oder ein FAZUA. Das geringe Gewicht realisiert Orbea durch ein cleveres modulares Akkusystem mit einem internen, fest verbauten 360-Wh-Akku. Dank einem ab Frühjahr 2021 erhältlichen Range-Extender, der im Flaschenhalter Platz findet, wächst die Akkukapazität um 252 Wh auf 612 Wh an. Den großen Unterschied zu den etablierten Light-E-MTBs macht der verbaute Shimano EP8 RS-Motor. Nach Rücksprache hat uns Shimano versichert, dass sich die Hardware des Motors im Orbea Rise – mit Ausnahme des RS-Stickers – nicht von den herkömmlichen EP8-Motoren unterscheidet. Lediglich durch Änderungen an der Software wurde in dieser Motorversion das maximale Drehmoment von 85 Nm auf 60 Nm reduziert und die Motorcharakteristik wurde für ein noch sportlicheres und natürlicheres Fahrgefühl angepasst. Doch auch mit reduziertem Drehmoment kann der EP8-RS bei hohen Trittfrequenzen so viel Leistung bereitstellen, dass er problemlos mit dem Standard-Shimano oder dem aktuellen Bosch-Motor mithalten kann und einen Specialized SL 1.1 an Anstiegen problemlos hinter sich lässt. Denn bei Trittfrequenzen zwischen 80 und 90 rpm nutzen weder der Performance Line CX noch der EP8 ihr volles Drehmoment bei maximaler Leistung aus. Der Unterschied im Drehmoment ist vor allem beim Anfahren und Beschleunigen, aber auch bei ganz steilen Rampen spürbar: Hier erfordert der EP8 im Orbea beherzten Druck am Pedal. Dadurch fühlt er sich nicht nur sehr natürlich und sportlich an, sondern spart obendrein noch Akkukapazität.

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Dank einem ab Frühjahr 2021 erhältlichen Range-Extender, der im Flaschenhalter Platz findet, wächst die Akkukapazität um 252 Wh auf 612 Wh an.
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Im Orbea steckt kein spezieller Motor, sondern ein ganz gewöhnlicher Shimano EP8. Allerdings reduziert Orbea mit der Software das maximale Drehmoment auf 60 Nm.

Das Konzept rund um den neuen und leichten Shimano-Motor hat Orbea hervorragend umgesetzt. Die Spanier haben aber weder einen neuen Motor entwickelt noch die Hardware des bestehenden Motors verbessert. Deswegen können wir die Aufregung rund um das RS-Kürzel nicht nachvollziehen, zumal Hersteller wie FOCUS oder ROTWILD schon länger ein ähnliches Akkukonzept in Kombination mit Shimano-Motoren umsetzen. Auch bei ihnen lässt sich das maximale Drehmoment des Shimano-Motors in der E-TUBE PROJECT-App reduzieren. Mit Ausnahme des auf 60 Nm festgelegten Drehmoments soll sich das Orbea aber ebenfalls in der Fahrcharakteristik1 und der Fahrcharakteristik beim Start2 im selben Umfang anpassen lassen. Leider stand uns die App dazu zu unserem Test noch nicht zur Verfügung.

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Ohne das RS-Badge ist der Motor nicht von einem herkömmlichen Shimano EP8 zu unterscheiden. Zufall? Nein. Die Hardware ist unverändert.

Die Ausstattung des Orbea Rise M-Team

Was ist geiler als ein neues Bike mit hammer Lackierung? Eine Custom-Lackierung mit Farben und Details eurer Wahl. Denn wenn ihr ein Orbea bestellt, könnt ihr selbst zum Designer werden. Im MyO-Konfigurator lässt sich die Lackierung des Rise bis ins kleinste Detail auf eure Farbwünsche anpassen – und zwar kostenlos! Doch damit hört die Individualisierung eures Orbea Rise nicht auf, schließlich lassen sich einige Komponenten auch an eure Gegebenheiten auf dem Trail und eure Körpergröße anpassen. So könnt ihr bei allen Modellvarianten die ergonomisch wichtigen Bauteile wie Sattel, Kurbellänge, Hub der Sattelstütze, Lenkerbreite oder Vorbaulänge austauschen. Je nach Modell lassen sich auch Bauteile wie Reifen, Federgabel und Bremsscheibengröße entsprechend eurer persönlichen Vorlieben auswählen. Den Range-Extender könnt ihr ebenfalls für alle Bikes mitbestellen, sobald er verfügbar ist. Das sollte ab Februar 2021 der Fall sein.

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In puncto Fahrwerk setzt Orbea bei allen Rise-Modellen auf FOX. Der DPX2 generiert 140 mm am Heck …
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… und die FOX 36 Factory mit GRIP2-Dämpfung bringt es im Team-Modell auf 150 mm in Front
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Wichtiges Upgrade
Vorerst kommen alle Rise-Modelle mit viel zu kleinen 180-mm-Bremsscheiben. In Zukunft sollen aber auch 200-mm-Scheiben für vorne und hinten zur Wahl stehen – unsere klare Empfehlung.
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Wer nicht in der Wüste lebt, wählt statt dem Rekon-Standardreifen das Upgrade auf den DISSECTOR …
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… und den Minion DHF an Front. Beide MAXXIS-Reifen kommen allerdings nur mit der Option auf EXO-Karkassen.

Unser 8.999 € teures Orbea Rise M-Team-Test-Bike ist mit seiner Ausstattung auf Trail-Performance getrimmt. Die FOX 36 Factory GRIP2-Gabel ist von 140 mm auf 150 mm aufgebockt und ein DPX2-Dämpfer kontrolliert die 140 mm Federweg am Heck. Auch die Shimano XTR-Bremsen mit vier statt zwei Kolben sind für den härteren Einsatz ausgelegt. Allerdings sind die 180-mm-Galfer-Bremsscheiben zu klein und bringen die gesamte Bremsanlage auf langen Abfahrten zum Überhitzen. Hier wird es in Zukunft auch eine 200-mm-Option im Konfigurator geben, die wir euch wärmstens empfehlen. Wer beim Konfigurieren nicht richtig aufpasst, bestellt sein Rise mit den MAXXIS Rekon EXO+ Serienreifen. Solange ihr mit eurem neuen E-Mountainbike nicht am nächsten Cross-Country-Rennen teilnehmen wollt oder in der kalifornischen Wüste lebt, empfehlen wir euch das Upgrade auf die viel griffigere Reifenkombination aus MAXXIS Minion DHF und DISSECTOR. Bei unserem Test-Bike hat Orbea bereits für uns die passenden Reifen für feuchte Waldböden auf den Race Face Turbine Alu-Laufradsatz montiert. Eine gute Wahl für unseren schweren Testchef Felix mit seinem aggressiven Fahrstil! Leichte Fahrer können im Konfigurator auch einen Carbon-Laufradsatz wählen, der das Gewicht des Rise unter die 18-kg-Marke drücken sollte. Orbea ist eine der ersten Marken, die in ihrem Konfigurator auch an die Puristen denkt: Hier könnt ihr Shimano-Display und -Remote zu- oder abwählen. Möglich macht das der EW-EN100-Dongle, der sowohl das Shimano-Display als auch die -Remote ersetzen kann. Der kleine Dongle lässt euch durch die drei Unterstützungsstufen schalten. Dennoch müsst ihr für ein cleanes Cockpit vorerst einige Kompromisse eingehen. Zum einen ist der Dongle nicht in den Rahmen oder ans Cockpit integriert und wird an der Brems- bzw. Schaltleitung befestigt und zum anderen könnt ihr nicht direkt zwischen den zwei Fahrprofilen wechseln, die ihr für den neuen EP8-Motor festlegen könnt. Orbea hat uns aber versichert, dass es ein Software-Update für die Shimano E-TUBE PROJECT-App geben wird, wodurch der Wechsel zwischen den Profilen in Zukunft möglich sein soll.

Orbea Rise M-Team

8.999 €

Ausstattung

Motor Shimano EP8 RS 60 Nm
Akku Orbea internal 360 Wh (+252 Wh Range Extender)
Display Shimano SC-EM800
Federgabel FOX 36 Factory GRIP2 150 mm
Dämpfer FOX DPX2 Factory 140 mm
Sattelstütze FOX Transfer Factory 125 - 175 mm
Bremsen Shimano XTR 4-Kolben 180/180 mm
Schaltung Shimano XTR 1x12
Vorbau Race Face Turbine R 50 mm
Lenker Race Face Next R 780 mm
Laufradsatz Race Face Turbine R 29"
Reifen MAXXIS Minion DHF/Dissector 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M L XL
Gewicht 18,18 kg
Zul. Gesamtgewicht n/a
Max. Gewicht Fahrer/Equipment n/a
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein

Besonderheiten

modulares Akkusystem
Garmin IQ Connectivity Software

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Cleanes Cockpit
Shimano-Display und -Remote könnt ihr im MyO-Konfigurator zu- oder abwählen. Dank des EW-EN100-Dongles könnt ihr das Rise nämlich auch mit super cleanem Cockpit aufbauen. Die Befestigung des Dongles könnte allerdings besser ins Bike integriert sein.
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Display-Ersatz
Das Rise ist ausgesprochen gut mit dem Garmin Eco-System verknüpft. So kann ein Edge GPS-Gerät oder eine Garmin-Smartwatch als Display nutzen – mit allen relevanten Fahrdaten!

Weitere Orbea Rise-Modelle

Neben dem von uns getesteten Orbea Rise M-Team stehen drei weitere vorkonfigurierte Rise-Modelle zur Auswahl: das knapp 16 kg (Herstellerangabe) leichte Top-Modell Rise M-LTD für 9.899 € und das ebenfalls tourenorientierte Rise M20-Einstiegsmodell für 5.999 €. Beide Bikes setzen auf leichtere Komponenten (z. B. Zweikolbenbremsen) und Federgabeln mit 140 mm Federweg. Unser Preis-Leistungs-Star ist das 7.599 € teure Rise M10, das ebenso wie das getestete M-Team auf Trailperformance ausgelegt ist und mit einer 150-mm-Federgabel kommt.

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Orbea Rise M-LTD | Shimano EP8 RS/361 Wh (+252 Wh Range Extender) | 140/140 mm (v/h)
9.899 € | Hersteller-Website
Rise M10A 600x379
Orbea Rise M10 | Shimano EP8 RS/362 Wh (+252 Wh Range Extender) | 150/140 mm (v/h)
7.599 € | Hersteller-Website

Die Geometrie des Orbea Rise

Das Orbea Rise ähnelt nicht nur optisch dem Occam-Trail-Bike ohne Motor. Auch in Sachen Geometrie und Fahrwerk hat Orbea das Konzept und die Technologien des Occam übertragen. Einzig der Shimano EP8 RS-Motor benötigt mehr Platz im Tretlagerbereich, wodurch die Kettenstreben um 5 mm gewachsen sind. Mit einem Lenkwinkel von 65,5° und dem langen Hauptrahmen (474 mm Reach in L) zählt das Rise bereits auf dem Papier zu den sportlichen E-Mountainbikes für den Trail-/Performance-Einsatz. Mit 76,5° ist der Sitzwinkel angenehm steil und flacht auch bei zunehmendem Sattelauszug nicht signifikant ab. Hinzu kommen das kurze Sitzrohr und die großzügige Einstecktiefe, die es ermöglicht, Variostützen mit viel Hub zu verbauen und obendrein aus mindestens zwei infrage kommenden Rahmengrößen zu wählen. Mit den vier verfügbaren Größen soll es für Fahrer von 150 cm bis 198 cm ein passendes Rise geben.

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Steiler Sitzwinkel, kurzes Sattelrohr, lange Einstecktiefe und wählbarer Stützenhub: Hier hat Orbea wirklich alles richtig gemacht!
Größe S M L XL
Sattelrohr 381 mm 419 mm 457 mm 508 mm
Oberrohr 565 mm 592 mm 619 mm 649 mm
Steuerrohr 95 mm 105 mm 120 mm 140 mm
Lenkwinkel 65,5° 65,5° 65,5° 65,5°
Sitzwinkel 76,5° 76,5° 76,5° 76,5°
Kettenstrebe 445 mm 445 mm 445 mm 445 mm
Tretlagerabsenkung 32 mm 32 mm 32 mm 32 mm
Radstand 1165 mm 1194 mm 1224 mm 1259 mm
Reach 425 mm 450 mm 474 mm 500 mm
Stack 604 mm 613 mm 627 mm 646 mm
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Das Orbea Rise im ersten Test

Wow, so haben wir uns ein sportliches, trailorientiertes E-Mountainbike vorgestellt! Nicht nur optisch zeigt das Rise, dass es für den Spaß auf anspruchsvollen Trails konzipiert ist. Auch die Sitzposition ist – in Anlehnung an moderne Trail-Bikes – gut gewählt. Der steile Sitzwinkel positioniert den Fahrer zentral und aufrecht im Bike. Das sorgt für viel Komfort, sowohl in der Ebene als auch an steileren Rampen, da das Vorderrad durch die ausgewogene Lastverteilung zwischen beiden Rädern nicht aktiv belastet werden muss.

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Drehmomentdrosselung hin oder her, auf Forstwegen klettert das Rise mit Gelassenheit
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Dank des geringen Gewichts und Tretwiderstands kann man sich aber auch ganz sportlich mit wenig oder gar ohne Unterstützung verausgaben

Wer denkt, mit 60 Nm Drehmoment wäre der Uphill auf dem Orbea Rise eine Qual, der irrt. Denn auf Forstwegen bleibt das Rise – bei entsprechender Trittfrequenz – auch an Allround-E-Mountainbikes dran. Geht es auf dem Trail bergauf, überzeugt die Softwareabstimmung des EP8 RS-Motors mit einem sehr natürlichen Fahrgefühl und top Dosierbarkeit. Dazu kommen noch das geringe Gewicht und das agile Handling, und so erklimmt das Rise auch technische Herausforderungen bergauf mit Raffinesse statt mit brutaler Motorpower.

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Geht es bergab, spielt das Orbea Rise mit seinem hervorragenden Handling dann doch in der Liga der Light-E-MTBs – im positiven Sinne. Denn mit 18,18 kg ist das Orbea Rise in Anbetracht der Ausstattung sehr leicht. Ein leichtes E-Mountainbike ist zwar nicht zwangsläufig ein gutes E-Mountainbike für den Traileinsatz, beim Orbea ist das aber der Fall. Schließlich überzeugt es auf dem Trail nicht nur mit seinem geringen Gewicht, sondern auch mit seiner gelungenen Geometrie, dem top Fahrwerk und der sinnvollen Ausstattung. Mit seinem Reach von 474 mm (Größe L) und 445 mm langen Kettenstreben steht der Fahrer im Downhill zentral und gut integriert im Bike. In offenen Kurven zeugt das Griplevel an beiden Rädern von einer ausgewogenen Lastverteilung von Front zum Heck. Dank seiner hohen Agilität und dem Gegenhalt aus dem sportlich straffen Fahrwerk ist das Orbea Rise durch Kurven verdammt schnell und dennoch einfach zu handeln. Spontane Linienänderungen, eine Highline oder ein Flick um plötzlich auftauchende Hindernisse sind mit dem Rise kein Problem.

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Anlieger und offene Kurven sind an Bord des agilen Orbea Rise eine wahre Freude …
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… allerdings hätten wir uns mehr Reifenfreiheit am Heck gewünscht. Bereits nach den ersten Highspeed-Kurven reibt sich hier der Lack ab.
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Leider stehen im Konfigurator nur Reifen in der EXO oder EXO+ Karkasse zur Auswahl. Wir hätten uns beim trailorientierten Rise M-Team eine weitere Option mit robusteren Reifen gewünscht.
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Trotzdem liegt das Orbea Rise auch bei höheren Geschwindigkeiten satt und sicher auf dem Trail. Das Fahrwerk ist sportlich straff und gibt viele Informationen über den Untergrund weiter, generiert gleichzeitig viel Traktion und erlaubt mit seinen Reserven auch richtig hohe Geschwindigkeiten. So können auch Wurzelteppiche und verblockte Steinfelder das Orbea Rise M-Team nicht stoppen. Statt der FOX 36 mit 140 mm und FIT4-Dämpfungseinheit sollten alle, die auch auf ruppigen Trails unterwegs sind, die FOX 36-Federgabel mit 150 mm und GRIP2-Kartusche wählen.

Das Handling des Orbea Rise ist Next Level! Mit kaum einem anderen E-Mountainbike ist man so schnell und mit so viel Fahrspaß auf dem Trail unterwegs.

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Kaum ein anderes E-Mountainbike setzt Sprünge so intuitiv und einfach um wie das Orbea Rise. Schon mit wenig Kraft und einem kleinen Bunny-Hop springt das leichte E-Mountainbike höher und weiter als die meisten aktuellen Bikes am Markt. Dabei steckt es auch richtig harte und verpatzte Landungen klaglos weg und sorgt für jede Menge Fahrspaß. Der wird bergab lediglich vom präsenten metallischen Klackern aus dem Inneren des Shimano-Motors getrübt. In unserem Motorentest findet ihr mehr Hintergrundinfos zu den störenden Geräuschen.

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Fazit

Das durchdachte Gesamtkonzept des Orbea Rise lässt die Grenzen zwischen Light- und Allround-E-MTBs verschwimmen! Bergab ist das agile Handling des Rise M-Team grandios – ideal für sportliche Trail-Einsätze! Dennoch geht es in puncto Motorpower bergauf nur kleine Kompromisse ein und ermöglicht dank Range-Extender lange Touren mit Freunden auf Bikes der etablierten Bosch-Liga. Und wir mögen die trennscharfe Modellpalette und die optischen wie technischen Individualisierungsmöglichkeiten im MyO-Konfigurator.

Tops

  • herausragendes Handling
  • modulares Akkusystem
  • MyO-Konfigurator für Look und Ausstattung

Flops

  • Klappergeräusche des Motors
  • geringe Reifenfreiheit
  • Range-Extender vorerst nicht verfügbar

Mehr Infos unter orbea.com


Words: Photos: Jonas Müssig