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Neues Thömus Lightrider E2 2020 – Ein modulares E-Mountainbike mit satter 740 Wh Akkukapazität

Das Thömus Lightrider E2 tritt in große Fußstapfen. Schon sein Vorgänger konnte uns mehrfach überzeugen. Um das Rad noch besser zu machen, wurde der Rahmen grundlegend überarbeitet, ein größerer Akku verbaut und die Konfigurationsmöglichkeiten deutlich erweitert. Wir haben uns die verschiedenen Varianten genauer angesehen!

Das neue Thömus Lightrider E2 gibt es nicht nur in zwei Rahmenvarianten, sondern auch mit bis zu 740 Wh Akkukapazität. In der leichtesten Variante soll es gerade einmal 18,5 kg wiegen.

Das neue Thömus Lightrider E2 ist kein Rad für Leute, die sich nur schwer entscheiden können. Es gibt das Rad nämlich nicht nur in zwei verschiedenen Carbon-Varianten (E2 und E2 Pro), sondern auch mit drei unterschiedlichen Federwegen (140, 160 und 170 mm) sowie in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten, die noch dazu völlig frei konfiguriert werden können. Gemein haben alle Bikes nur, dass sie wahlweise über einen 500- oder 740-Wh-Akku und 29”-Laufräder verfügen. Außerdem setzt Thömus auf eine Schnellladetechnik mit einem 5,6 Ampere starken Ladegerät und spezieller Ladeelektronik, die es ermöglicht, den großen Akku in rund 3 Stunden wieder zu 80 % zu laden. Dazu wurde unter anderem das magnetische Rosenberg RoPD-Steckverbinder-System verbaut. Natürlich lässt sich der Akku dennoch auch schnell und einfach aus dem Rad entnehmen und dann extern laden.

Angetrieben wird das Thömus Lightrider E2 wahlweise von einem Shimano E6100- oder E8000-Motor.
Im Unterrohr steckt wahlweise ein 500 Wh oder 740 Wh großer Akku. Außerdem ist Platz für einen Flaschenhalter.

Thömus Lightrider E2 und Lightrider E2 Pro – Was sind die Unterschiede?

Das Thömus Lightrider E2 und das E2 Pro-Modell besitzen nicht nur viele Gemeinsamkeiten, es gibt auch Unterschiede. So ist der Carbon-Rahmen des Lightrider E2 bei gleicher Stabilität rund 500 g schwerer als die Pro-Version, die über ein aufwändigeres Carbon-Lay-up und eine optimierte Lagerung am Hinterbau verfügt.
Außerdem richtet sich das E2 auch an Fahrer, die gerne einen Ständer oder einen Gepäckträger an ihrem Rad montieren möchten. Beides ist dank spezieller Aufnahmen am Rahmen möglich. An der Pro-Variante sucht man diese Befestigungsmöglichkeiten vergeblich. Das Lightrider E2 wird serienmäßig mit dem günstigeren Shimano E6100-Antrieb ausgestattet, welcher über 10 Nm weniger Drehmoment verfügt, ein Upgrade auf das E8000-System ist aber möglich. Das Lightrider E2 Pro besitzt immer den kraftvollen E8000-Motor. Gemein haben alle Räder die schicke Kabelführung im eigens entwickelten Vorbau, der die Leitungen direkt ins Steuerrohr leitet und so unschönen Kabelsalat vorbeugt.

Ausgestattet mit flach profilierten Reifen, Schutzblechen und einem Ständer eignet sich das Lightrider E2 auch für Tourenfahrer, die ein komfortables Rad für entspannte Touren suchen
Das Thömus Lightrider E2 Pro richtet sich an anspruchsvolle Trail-Rider und punktet mit massig Akkukapazität und jeder Menge Konfigurationsmöglichkeiten

Die Unterschiede auf einen Blick:

Thömus Lightrider E2 Pro

  • Shimano STEPS E8000-Motor
  • 740-Wh-Akku serienmäßig
  • hochwertiger, leichter Carbon-Rahmen
  • optimierte Lagertechnologie
  • voll konfigurierbar
  • extra Thömus Service-Garantie-Paket
  • ab CHF 5.490,-

Thömus Lightrider E2

  • Shimano STEPS E6100-Motor
  • 500-Wh-Akku serienmäßig
  • ca. 500 g schwerer Rahmen bei gleicher Stabilität
  • voll konfigurierbar
  • Ständer- und Gepäckträger-Aufnahme am Hinterbau
  • ab CHF 3.990,-
Ein Highlight bei allen Modellen: das cleane integrierte Cockpit, bei dem die Züge direkt am Vorbau in den Rahmen verschwinden
Ein 12-fach-Antrieb ist bei allen Modellen verfügbar. Auch eine elektronische Di2-Variante stellt Thömus zur Wahl – allerdings nur als 11-fach-Variante. Wir raten zur mechanischen 12-fach Version.

Drei Farben, drei Federwege, ein Konfigurator

Wie schon der Vorgänger können auch das neue Thömus Lightrider E2 und Lightrider E2 Pro im Konfigurator voll an die eigenen Vorlieben konfiguriert werden. Vom entspannten Tourenfahrer bis zum ambitionierten Trail-Shredder kann hier jeder sein Bike an die eigenen Vorlieben und Bedürfnisse anpassen. Beim Federweg hat man die Wahl zwischen 140, 160 oder 170 mm Federweg. Auch beim Fahrwerk stehen verschiedene Optionen von FOX-, DT Swiss- und eine Manitou-Variante zur Verfügung. Alle Modelle kommen mit hochwertigen DT Swiss Hybrid-Laufrädern. Das Thömus rollt wahlweise auf profilierten Schwalbe Smart Sam-Reifen für den urbanen Einsatz, über Nobby Nic-Reifen bis hin zu super robusten Eddy Current-Pneus. Im Konfigurator hat man außerdem die Wahl zwischen Zwei- und Vierkolbenbremsen. Wir würden hier immer zur standfesten Version raten.

Die Farben Rot und Schwarz sind bei beiden Modellen verfügbar. Das E2 ist außerdem in Aquarium und die Pro-Version in Weiß erhältlich. Preislich startet das E2 bei 3.990 CHF, für die Pro-Version geht es bei 5.490 CHF los. Das Lightrider E2 Pro kommt außerdem serienmäßig mit einem erweiterten Service- und Garantie-Paket. Dieses umfasst unter anderem zwei kostenlose Services, die Option, zwei Jahre lang die Kontaktpunkte – etwa den Sattel – kostenlos anpassen zu lassen und eine kostenlose Anpassung des Fahrwerks innerhalb der zwei Jahre. Außerdem gibt es fünf Jahre Garantie auf den Rahmen und drei Jahre auf alle Anbauteile – Verschleiß ist hier natürlich ausgenommen.

Alle Thömus Lightrider Modelle sind im Thömus-typischen Rot erhältlich
Das Lightrider E2 Pro gibt es außerdem in Schwarz/Grau …
… und im schicken Weiß
Beim Thömus Lightrider E2 hat man die Wahl zwischen der roten, der komplett schwarzen Version …
… und einer Variante in Aare (Aquarium)

Die Geometrie des Thömus Lightrider E2

Prinzipiell ist die Geometrie der beiden Lightrider E2-Versionen identisch, allerdings ändert sie sich abhängig vom gewählten Federweg aufgrund der größeren Einbaulänge der Federgabel und dem unterschiedlichen Dämpferhub. Gemein haben alle Räder die mit 455 mm kurzen Kettenstreben. Der Lenkwinkel fällt mit 65,5° beim Modell mit 160 mm Federweg angenehm flach aus und der Reach ist mit 475 mm angenehm lang. Der effektive Sitzwinkel wirkt auf dem Papier mit 74,7° eher flach, durch das gerade verlaufende Rohr flacht er sich bei weiterem Auszug aber nicht sonderlich ab. Beim Lightrider mit 140 mm Federweg fällt der Lenk- und Sitzwinkel um je 0,9° steiler aus als beim 160er-Modell. Das Rad mit 170 mm Federweg weist jeweils um 0,4° flachere Winkel auf. Auch weitere Geometrie-Angaben verändern sich, allerdings würde das hier den Rahmen sprengen.

Exemplarisch präsentieren wir nachfolgend die Geometrie des Modells mit 160 mm Federweg:

Größe S M L
Sattelrohr 400 mm 440 mm 480 mm
Oberrohr 575 mm 612 mm 648 mm
Steuerrohr 100 mm 110 mm 120 mm
Lenkwinkel 65,5° 65,5° 65,5°
Sitzwinkel 75,4° 75,0° 74,7°
Kettenstrebe 453 mm 453 mm 455 mm
Tretlager Höhe 353 mm 351 mm 353 mm
Reach 415 mm 445 mm 475 mm
Stack 615 mm 624 mm 634 mm
Thömu Binggeli präsentiert stolz das neue Thömus Lightrider E2

Unser erster Eindruck des neuen Thömus Lightrider E2 Pro

Wie es für einen Schweizer Hersteller typisch ist, hat das Team von Thömus etwas sehr Gutes offensichtlich noch besser gemacht. Durch die unzähligen Konfigurationsmöglichkeiten kann jeder das für sich passende Lightrider E2, angepasst an das eigene Budget, zusammenstellen und dank satter Akkukapazität steht auch richtig langen Touren nichts im Weg. Bleibt nur die Frage: Wie fährt sich das Rad? Wir hoffen, darauf bald eine Antwort geben zu können. Aufgrund der Corona-Krise kommt es aber auch hier zu Verzögerungen.

Für weitere Informationen klickt auf thoemus.ch


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Text: Christoph Bayer Fotos: Thömus

Über den Autor

Christoph Bayer

Wenn sich Arbeit nicht nach Arbeit anfühlt, dann hat man alles richtig gemacht – und das hat Christoph geschafft! Er liebt das Biken, ist ein Fan von Tech-Talk (zum Leidwesen seiner Freundin Toni), hat super viel Spaß an der Fotografie und bereist gerne die Welt. Er ist fast seit Anfang an bei ENDURO dabei und als Chefredakteur mittlerweile dafür verantwortlich, dass ENDURO das progressivste und aufregendste Magazin der Branche ist. Natürlich schreibt er noch jede Menge Storys selbst, testet um die 100 Bikes im Jahr und sitzt nahezu täglich auf dem Rad. Die alpinen Trails rund um seinen Heimatort dienen dabei als perfektes Testgelände. Den klassischen Arbeitstag gibt es für ihn nicht, mal ist er im Office, mal mit dem Laptop im Garten oder arbeitet direkt vom Van aus in einem der Top-Bike-Spots dieser Welt – für Christoph sind die Grenzen fließend und genau das weiß er so zu schätzen.