Satt, schnell und kompromisslos auf Speed ausgelegt: Das Mondraker Zendit RR S verspricht nicht nur wegen seines Namens maximale Kontrolle im ruppigen Gelände. Doch wie viel „Send it” steckt wirklich im spanischen Boliden mit Avinox M2S-Motor? Wir verraten es euch in unserem umfangreichen Test.

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Mondraker Zendit RR S | Avinox M2S/800 Wh | 170/165 mm (v/h)
23,24 kg in Größe M/L | 10.499 € | Hersteller-Website

Mondraker erweitert sein E-Mountainbike-Portfolio und schließt federwegstechnisch die Lücke zwischen Crafty und Level. Mit dem neuen Zendit liefern die Spanier gleich den passenden Slogan mit: „Send it!” – oder besser gesagt: Nicht nachdenken, sondern laufen lassen. Wir haben die Aufforderung ernst genommen und das neue Zendit RR S genau dort bewegt, wo es hingehört: auf anspruchsvollen Trails, im groben Gelände und bei maximalem Tempo. Ob das rund 23,24 kg schwere, mit Avinox M2S-Motor befeuerte und 10.499 € teure E-Mountainbike seinem Namen gerecht wird, klärt unser Test.

Spannende Infos zum Mondraker Zendit RR S

Highs

  • Geometrie Flip Chip
  • Als Mullet oder Full 29” fahrbar
  • Hervorragendes Ökosystem

Lows

  • Ein- und Ausbau von Dämpfer wenig servicefreundlich
  • kein entnehmbarer Akku

Key Facts

  • Vollcarbon-Rahmen
  • 170/165 mm Federweg (v/h)
  • Avinox M2S-Motorsystem
  • fest verbauter 800-Wh-Akku
  • 23,24 kg in Größe L
  • 10.499 € in der Zendit RR S-Variante
  • Mixed-Laufradkonfiguration, optional auch hinten mit 29 Zoll fahrbar
  • fünf Größen: S bis XL
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Welche Detaillösungen hat das neue Mondraker Zendit RR S?

Das neue Zendit ist eine komplette Neuentwicklung und zugleich das erste Bike der Spanier, das auf ein Avinox-Motorsystem setzt. Mit dem neuen M2S verbauen sie direkt das brandneue Flagschiff des chinesischen Motorenherstellers – mehr dazu später.

Trotz des neuen Antriebs ist die unverkennbare Mondraker-DNA dem Vollcarbonrahmen sofort anzusehen: Auffällig ist der typische rautenförmige Cut-out hinter dem Steuerrohr sowie der „Zero Suspension System”-Hinterbau mit schwimmend gelagertem Dämpfer und virtuellem Drehpunkt. Die Rahmenproportionen wirken harmonisch – das schlanke Unterrohr hat hier großen Anteil und verleiht dem Zendit eine sehr ansprechende Rahmensilhouette.

Ebenfalls mit an Bord ist Mondrakers „Forward Geometry”, die sich durch ein langes Oberrohr und einen langen Radstand in Kombination mit einem kurzen, eigens entwickelten Vorbau sowie reduziertem Gabel-Offset auszeichnet. Das soll für hohe Lenkpräzision, mehr Sicherheit in steilen Abfahrten und eine ausgewogene Gewichtsverteilung sorgen – was sich wiederum positiv auf die Klettereigenschaften auswirkt.

Gefertigt wird der Zendit-Rahmen – unabhängig von der Ausstattung – in Mondrakers „Stealth Air Carbon”-Bauweise, dem hochwertigsten und leichtesten Carbon-Layup des Herstellers. Mit gemessenen 23,24 kg in Rahmengröße M/L bringt unser Testbike dennoch ein stattliches Gewicht auf die Waage – zumindest im Vergleich zu anderen Bikes mit Avinox-System.

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Komplett neu bei Mondraker ist die finale Rahmenbearbeitung des neuen Zendit: Erstmals setzt der Hersteller auf ein CNC-gefrästes Finish an Kanten und Bohrungen, was dem Rahmen eine besonders präzise und hochwertige Anmutung verleiht.

Auch die übrigen Details wirken durchdacht. Die Leitungen verschwinden sauber über geschraubte Cable Ports an der Vorderseite des Steuerrohrs im Rahmen und bleiben dabei angenehm klapperfrei. Weniger gelungen: Die Bremsleitung reibt bei unserem Testbike am Steuerrohr und hinterlässt unschöne Spuren am Mondraker-Logo – ärgerlich. Positiv fällt hingegen auf, dass bis zu vier Leitungseingänge vorgesehen sind, wodurch sich auch nachträglich mechanische Schaltungen realisieren lassen.

Im Hauptrahmen ist ausreichend Platz vorhanden, sodass sich problemlos ein Flaschenhalter mit großer Trinkflasche sowie ein Tool Mount am Oberrohr montieren lassen. Apropos Oberrohr: Das 2″-Avinox-Touchdisplay sitzt vergleichsweise tief und mit etwas Abstand zum Steuerrohr. Vermutlich ist der markante Cut-out dafür verantwortlich, da eine Verkabelung an der obersten Stelle konstruktiv schwer möglich ist. Einfacher gelang den Entwicklern wohl die Integration des Schaltwerks: Mondraker hat hier zusätzlich ein Kabel vom Hauptakku direkt zum Schaltwerk verlegt. Cool!

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Unser Testbike rollt in „Hunter Green” vor – eine zweifarbige Lackierung, die sich stimmig in die Natur einfügt und dabei hochwertig wirkt. Damit das Zendit bei der Jagd nach den härtesten Trails auch langfristig eine gute Figur macht, hat Mondraker an den richtigen Stellen vorgesorgt: Ein gummierter Unterrohrschutz in Verlängerung des Motorcovers, ein üppiger Kettenstrebenschutz sowie ein großer Fender zwischen Ketten- und Sitzstreben schützen den Rahmen zuverlässig.

Der Ladeport sitzt oberhalb des Motors und wird über einen hochwertigen Magnetverschluss gesichert. Das sorgt für eine cleane Optik und eine einfache Bedienung. Allerdings sammelt sich hinter der Abdeckung schnell Schmutz und Wasser, das ohne Hilfe leider nicht abläuft.

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Safety first: Mit der umfassenden Gummierung ist die Kettenstrebe gut gewappnet und bleibt akustisch angenehm zurückhaltend.
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Sammelbecken für Schmutz und Wasser: Der magnetische Ladeport lässt sich gut bedienen, lebt aber gefährlich.
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Sauber gelöst: Geschraubte Cable Ports führen bis zu vier Leitungen in einlaminierte Kabelführungen im Inneren des Rahmens. Nur das Steuerrohr musste durch das Reiben der Bremsleitung etwas leiden.

Der neue Avinox M2S-Motor im Mondraker Zendit RR S

Mondraker setzt nach E-Mountainbikes mit Antrieben von Bosch, TQ und Shimano erstmals auf ein System von Avinox, dem chinesischen Newcomer, der vergangenes Jahr mit dem M1-Motor für ordentlich Wirbel sorgte. Der Nachfolger, der neue Avinox M2S, verspricht nun noch höhere Leistungswerte bei gesteigerter Effizienz und geringerer Geräuschkulisse.

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In Kombination mit dem fest verbauten 800-Wh-Akku liefert der Avinox M2S im Mondraker Zendit RR S eine Peak-Leistung von bis zu 1.300 Watt und ein maximales Drehmoment von 150 Nm. Gesteuert wird das System über die bekannten Doppel-Remotes am Lenker und das sauber ins Oberrohr integrierte Touch-Display, das zu den besten Lösungen am Markt zählt. Zum Laden steht nach wie vor ein 4- oder 12-A-Schnellladegerät zur Verfügung. Mit dem 12-A-Charger lässt sich der 800-Wh-Akku in unter zweieinhalb Stunden wieder von 0 auf 100 % füllen.

Zusammengefasst: Infos zum neuen Avinox M2S-Motorsystem

  • max. Leistung: 1.300 W
  • max. Drehmoment im Boost-Modus: 150 Nm
  • max. Drehmoment im Turbo-Modus: 130 Nm
  • Akku: 800 Wh (3,74 kg, 214 Wh/kg)
  • Gewicht Drive Unit: 2,63 kg

Was kann die Ausstattung des neuen Mondraker Zendit RR S?

An der Front setzt Mondraker auf die massive FOX Podium-Upside-Down-Gabel – eine kompromisslose, entsprechend schwere High-End-Gabel, die klar für den harten Gravity-Einsatz entwickelt wurde. Umso überraschender ist die Kombination am Heck: Hier kommt ein FOX FLOAT X-Dämpfer zum Einsatz. Während die Podium voll auf maximale Downhill-Performance ausgelegt ist, bewegt sich der FLOAT X eher im Trail- und All-Mountain-Segment, wo er vor allem mit geringerem Gewicht und einem effektiven Lockout gegenüber einem FLOAT X2 punktet, jedoch keine Highspeed Zug- und Druckstufenverstellung vorweisen kann.

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Statement: An der Front treibt die massive, 2,74 kg schwere FOX Podium-Upside-Down-Gabel ihr Unwesen – hervorragend, um genau zu sein.
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Deutlich dezenter geht’s am Heck mit dem vergleichsweise leichten FOX FLOAT X zu.

Keine Kompromisse gibt es hingegen bei den Bremsen: Mondraker verbaut die neue SRAM MAVEN B1 als Silver-Modellausführung, die wie gehabt mit werkzeugloser Einstellung von Hebelweite und Druckpunkt sowie brachialer Power überzeugt. In Kombination mit 200-mm-Scheiben vorne und hinten ist für mehr als ausreichend Verzögerung gesorgt. Wie der aktuelle Test in unserem Schwerstermagazin ENDURO gezeigt hat, bietet das neue Modell mit optimierter Anlenkung des Bremshebels (B1-SwingLink) geringere Hebelkräfte mit weniger Losbrechmoment.

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Update: Die verbaute SRAM MAVEN B1 Silver-Bremse verfügt bereits über den neuen SwingLink …
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…, womit sich die enorme Bremskraft der vier Kolben feiner und mit weniger Hebelkraft auf die 200-mm-Scheiben dosieren lässt.

Neben der Bremse setzt Mondraker beim neuen Zendit RR S auch bei den Laufrädern auf neueste Ware: Beim Laufradsatz kommen die neu vorgestellten DT Swiss HX 1700-Alu-Laufräder zum Einsatz. Passend dazu setzt Mondraker bei den Reifen auf einen bewährten Mix: Am Heck arbeitet ein MAXXIS Minion DHR II in MaxxTerra-Gummimischung mit robuster Doubledown-Karkasse, während vorne ein MAXXIS ASSEGAI mit MaxxGrip-Mischung für maximalen Grip sorgt. Hier setzt Mondraker jedoch auf die leichtere EXO+-Karkasse – wer häufig in ruppigem Gelände unterwegs ist, sollte über ein Upgrade auf Doubledown auch am Vorderrad nachdenken.

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Brandneu: Die DT Swiss HX 1700-Laufräder mit Aluminiumfelgen.

Geschaltet wird elektronisch über ein SRAM X0 Transmission-Schaltwerk, das direkt über den 800-Wh-Hauptakku gespeist wird. Das bringt gleich zwei Vorteile: Das separate Laden von AXS-Akkus entfällt und gleichzeitig stehen Funktionen wie Smooth Shift zur Verfügung, bei der automatische Schaltvorgänge ohne Kurbelumdrehung unterstützt werden.

Die FOX Transfer Factory-Dropper-Post bietet in der getesteten Größe M/L 180 mm Hub. Das fällt für ein modernes E-Mountainbike eher knapp aus – insbesondere, da auch in Größe L kein größerer Hub zur Verfügung steht. Hier wären 210 mm, wie Mondraker sie in Rahmengröße XL verbaut, die bessere Wahl.

Abgerundet wird das Setup durch ein Cockpit aus Mondrakers hauseigener ONOFF-Serie, bestehend aus 30 mm langem Vorbau, 800 mm breitem Carbonlenker und Griffen, die je nach Rahmengröße einen unterschiedlich großen Umfang aufweisen.

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Tuning-Tipp: Am Vorderrad auf die robustere Doubledown-Karkasse wechseln.

Die Ausstattungsvarianten des Mondraker Zendit im Überblick

Zum Launch bietet Mondraker das neue Zendit in drei Ausstattungsvarianten an: Den Einstieg markiert das Zendit RR für 8.499 €, gefolgt vom getesteten Zendit RR S für 10.499 €. An der Spitze steht das Topmodell Zendit XR für 12.499 €. Die jeweilige Modellbezeichnung wird bei allen Varianten über ein hochwertiges Metall-Badge am Sitzrohr präsentiert – ein schönes Detail.

Dabei setzen alle drei Modelle auf das gleiche Motorsystem bestehend aus Avinox M2S-Motor und fest integriertem 800-Wh-Akku im Unterrohr. Unterschiede gibt es beim Ladegerät: Während das Zendit XR mit einem schnellen 12-A-Ladegerät ausgeliefert wird, müssen sich das Zendit RR und RR S mit dem langsameren 4-A-Standardladegerät begnügen.

Bei den Farben stehen jeweils zwei Optionen zur Wahl: Neben dem schlichten „Vortex Grey” gibt es für jedes Modell eine eigene, individuell gestaltete Farbvariante.

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Das günstigste Zendit kommt keineswegs mit günstiger Ausstattung, zumindest bei den wichtigen Fahrwerkskomponenten: Das Zendit RR erhält die neue FOX 38 Factory-Gabel mit GRIP X2-Kartusche sowie einen FOX FLOAT X-Dämpfer, ebenfalls in Factory-Version mit Kashima-Beschichtung. Die Einstiegsvariante rollt über einen DT Swiss H 1900-Alulaufradsatz, auf den MAXXIS ASSEGAI- bzw. Minion DHR II-Reifen aufgezogen sind. Letztere sorgen gemeinsam mit der SRAM MAVEN Base-Bremse für die notwendige Verzögerung. Geschaltet wird mit dem SRAM S1000 Eagle Transmission-Schaltwerk und mit 22,8 kg laut Herstellerangabe ist das Zendit RR das leichteste Bike innerhalb der Modellpalette. Wem das Vortex Grey zu basic ist, findet mit der Saturn-Lackierung ein eigenständigeres Rahmenfinish.

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Mondraker Zendit RR | Avinox M2S/800 Wh | Saturn / Relic Metallic / Racing Silver | 8.499 €
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Mondraker Zendit RR | Avinox M2S/800 Wh | Vortex Grey / Black / Charcoal Grey | 8.499 €

Mit 10.499 € positioniert sich das von uns getestete Zendit RR S genau zwischen RR und XR. Gegenüber dem RR gibt’s vor allem die deutlich schwerere FOX Podium-Gabel, eine FOX Transfer-Sattelstütze mit Kashima-Beschichtung, ein SRAM X0 Transmission-Schaltwerk sowie neue DT Swiss HX 1700-Laufräder. Trotz der massiven Gabel liegt das Gewicht mit 22,9 kg nur minimal über dem des RR.

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Mondraker Zendit RR S | Avinox M2S/800 Wh | Hunter Green / Moss Green / Foxy Gold | 10.499 €
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Mondraker Zendit RR S | Avinox M2S/800 Wh | Vortex Grey / Black / Charcoal Grey | 10.499 €

Beim Topmodell Zendit XR setzt Mondraker konsequent auf feinste Komponenten und maximale Abfahrtsperformance ohne Kompromisse. Das beginnt beim Fahrwerk: Statt des FLOAT X kommt hier der deutlich abfahrtslastigere FOX FLOAT X2 Factory-Dämpfer zum Einsatz, der mit sensiblerem Ansprechverhalten und höherer Hitzebeständigkeit punktet. Passend dazu verbaut Mondraker mit der SRAM MAVEN B1 Ultimate das Topmodell der Serie, kombiniert mit einer größeren 220-mm-Scheibe am Vorderrad, um der gesteigerten Downhill-Performance gerecht zu werden.

Die Bremskräfte werden über DT Swiss HXC 1500-Carbon-Laufräder mit DEG-Naben übertragen, die den Effekt von Pedal-Kickback reduzieren. Auch bei den Reifen geht Mondraker keine Kompromisse ein und setzt am Topmodell vorne wie hinten auf die robuste Doubledown-Karkasse von MAXXIS. Ein weiteres Upgrade gibt es bei der Sattelstütze: Hier kommt die elektronische RockShox Reverb AXS zum Einsatz. Trotz Carbonkurbeln ist das Zendit XR aufgrund der insgesamt robusteren Ausstattung mit 23,1 kg laut Hersteller das schwerste Modell der Serie. Die exklusive „Admiral Blue”-Lackierung macht unmissverständlich klar: Hier fährt das Topmodell vor.

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Mondraker Zendit XR | Avinox M2S/800 Wh | Admiral Blue / Oxford Blue / Racing Silver | 12.499 €
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Mondraker Zendit XR | Avinox M2S/800 Wh | Vortex Grey / Black / Charcoal Grey | 12.499 €

Das Mondraker Zendit RR S im Geometrie-Check

Das neue Mondraker Zendit wird in fünf Rahmengrößen (S, M, M/L, L und XL) angeboten. Die Reach-Werte reichen von 440 mm in Größe S bis zu langen 520 mm in XL und wachsen dabei konstant in 20-mm-Schritten – eine sinnvolle Abstufung, die eine gute Größenwahl für nahezu alle Fahrerinnen und Fahrer ermöglicht.

Ein starkes Detail ist die teilweise angepasste Kettenstrebenlänge: In den Größen S, M und M/L misst sie 450 mm, während sie bei L und XL auf 455 mm anwächst. Beide sind vergleichsweise sehr lange Kettenstreben.

Deutlich weniger lang – bedingt durch die Hinterbaukonstruktion und der entsprechenden Positionierung des Dämpfers – fällt das Sitzrohr des neuen Zendit aus. Lange Sattelstützen, die für große Fahrer mit langen Beinen oft Voraussetzung sind, können im Zendit-Rahmen wegen geringer Einstecktiefe nicht vollständig versenkt werden.

Serienmäßig kommt das Zendit mit einem 27,5″-Hinterrad, lässt sich jedoch auch auf ein 29″-Setup umrüsten. Das erfolgt über einen Flip Chip unterhalb der hinteren Dämpferaufnahme, der die Kettenstreben um weitere 7 mm verlängert, ohne die restliche Geometrie zu verändern.

Über einen weiteren Flip Chip an der hinteren Dämpferaufnahme lässt sich auch die Geometrie zwischen den Positionen „STD” und „LOW” anpassen. In der LOW-Position wird der ohnehin flache Lenkwinkel um weitere 0,35° auf 63,15° abgeflacht, während das Tretlager um 5 mm abgesenkt wird. Der Umbau ist aufgrund der schwer zugänglichen Dämpferaufnahme jedoch etwas fummelig und eher etwas für die Werkstatt als für den schnellen Wechsel auf dem Trail.

Größe S M M/L L XL
Oberrohr 586 mm 606 mm 628 mm 650 mm 672 mm
Sattelrohr 380 mm 410 mm 435 mm 460 mm 490 mm
Steuerrohr 110 mm 110 mm 120 mm 130 mm 140 mm
Lenkwinkel 63,5° 63,5° 63,5° 63,5° 63,5°
Sitzwinkel 77° 77° 77° 77° 77°
Kettenstrebe 450 mm 450 mm 450 mm 455 mm 455 mm
Tretlagerabsenkung 6 mm 6 mm 6 mm 6 mm 6 mm
Radstand 1.241 mm 1.261 mm 1.286 mm 1.315 mm 1.339 mm
Reach 440 mm 460 mm 480 mm 500 mm 520 mm
Stack 631 mm 631 mm 640 mm 649 mm 658 mm
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Flip it²: Mit zwei Flip Chips lässt sich einerseits die Geometrie beeinflussen, andererseits eine andere Laufradgröße ermöglichen.

Mondraker Zendit RR S

10.499 €

Ausstattung

Motor Avinox M2S 150 Nm
Akku Avinox 800 Wh
Display Avinox 2" O-LED
Federgabel FOX Podium Factory GRIP X2 170 mm
Dämpfer FOX FLOAT X Factory 165 mm
Sattelstütze FOX Transfer Factory 180 mm
Bremsen SRAM MAVEN Silver 200/200 mm
Schaltung SRAM X0 Eagle AXS Transmission 1x12
Vorbau Onoff S9 30 mm
Lenker Onoff S9 1.0 Carbon 800 mm
Laufradsatz DT Swiss HX 1700 29"/27,5"
Reifen MAXXIS ASSEGAI, MaxxGrip, EXO+/ Minion DHR II, MaxxTerra, DoubleDown 2,5"/2,4"

Technische Daten

Größe S M M/L L XL
Gewicht 23,24 kg

Besonderheiten

Flip Chips
Tool Mount

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Wie fährt sich das neue Mondraker Zendit RR S auf dem Trail?

Wir haben das neue Mondraker Zendit auf steilen, technischen Trails, flowigen Passagen sowie im Alltag auf längeren Touren gefahren. Im Verlauf des Tests haben wir das Setup schrittweise feinjustiert, um das volle Potenzial des Bikes auszuschöpfen.

So haben wir die Front im Vergleich zum Auslieferungszustand etwas erhöht – dank ausreichend Spacer unter dem Vorbau war das schnell und unkompliziert erledigt. Das höhere Cockpit vermittelte vor allem in steilem Gelände spürbar mehr Sicherheit und sorgte gleichzeitig für eine etwas komfortablere, aufrechtere Sitzposition im Alltag.

Ausgeliefert wurde das Zendit mit dem Flip Chip in der „STD”-Position. Um die maximale Abfahrtsperformance herauszukitzeln, sind wir jedoch schnell auf die „LOW”-Einstellung gewechselt. Diese integriert den Fahrer spürbar besser ins Bike und blieb im Test unser klar bevorzugtes Setup.

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Wie ist die Uphill-Performance?

Bergauf zeigt sich das Zendit RR S überraschend entspannt. Die Sitzposition fällt je nach Flip-Chip-Position sportlicher oder aufrechter aus, ist aber in jedem Fall komfortabel und eignet sich damit auch für längere Fahrten oder entspannte Transferstücke auf der Forststraße. Der Hinterbau arbeitet angenehm antriebsneutral und dank des FOX FLOAT X-Dämpfers lässt sich bei Bedarf ein wirkungsvoller Lockout aktivieren.

Den Großteil der Arbeit übernimmt jedoch der Avinox M2S-Antrieb – und der macht kurzen Prozess mit jedem Anstieg. Die Unterstützung setzt enorm kraftvoll, aber gut vorhersehbar und kontrollierbar ein und überzeugt mit einer sehr harmonischen Kennlinie. Selbst steile Rampen lassen sich ohne Anlauf bewältigen, man fliegt förmlich den Berg hinauf und hat durch den hohen Grundspeed keine Traktionssorgen. Beim Anfahren in steilen, losen Böden zeigt der Avinox aber auch hier seine Fähigkeiten, indem er seine Leistung feinfühlig regelt und das Durchdrehen des Hinterrads wirkungsvoll unterbindet. Dabei bleibt der Motor angenehm leise und unaufdringlich im Hintergrund. Erst bei Leistungen jenseits der 1.000 Watt macht die E-Maschine etwas Lärm, was dann aber mit der brachialen Leistungsentfaltung gut harmoniert.

Das Fahrwerk ist tendenziell eher auf der soften Seite abgestimmt und bietet auch bergauf spürbaren Komfort. Kleine Unebenheiten werden sauber weggefiltert, was vor allem auf längeren Anstiegen für ein angenehmes Fahrgefühl sorgt. Gleichzeitig bleibt die Balance des Bikes stimmig: Der lange Radstand sorgt für viel Stabilität und die Front bleibt auch in steilen technischen Passagen zuverlässig am Boden.

Ein kleiner Kritikpunkt ist das 2″-Avinox-Touchdisplay, das relativ weit vom Steuerrohr entfernt sitzt. Dadurch fällt die Ablesbarkeit während der Fahrt etwas schlechter aus als bei vielen Konkurrenten.

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Mit bis zu 800 % Unterstützungsfaktor kann man bergauf auch mal entspannt im Sattel bleiben – der Avinox M2S erledigt den Rest.
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Je schneller, desto wohler fühlt man sich auf dem Zendit RR S.

Wie fährt sich das neue Mondraker Zendit RR S bergab?

Bergab zeigt das Mondraker Zendit RR S im Test klar, wo seine Stärken liegen: Geschwindigkeit. Das Bike kommt nicht zuletzt durch die hohe Motorpower extrem schnell auf ein hohes Grundtempo und fühlt sich genau dort am wohlsten. Hat man einmal Speed aufgebaut, lässt er sich souverän halten – das Zendit liegt satt und „planted” auf dem Trail und vermittelt gerade in ruppigem Gelände viel Traktion und ein hohes Maß an Sicherheit.

Der tiefe Schwerpunkt und die gelungene Fahrer-Integration – vor allem im Low-Setting – sorgen dafür, dass man intuitiv gut im Bike steht und das Bike sicher in Kurven drücken kann. Dennoch ist das Zendit kein verspielter Kurvenjäger. Richtungswechsel erfordern Körpereinsatz und auch spontane Linienkorrekturen oder ein aktives Abziehen an jeder Kante oder Wurzel liegen dem Zendit RR S weniger gut. In der Luft macht sich zudem die massive Front bemerkbar: Mit der schweren Podium-Gabel verhält sich das Zendit hier anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

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Stattdessen spielt das Zendit RR S seine Stärken aus, wenn man eine Linie wählt und konsequent durchzieht. Selbst grobe Steinfelder oder harte Schläge bringen es kaum aus der Ruhe – das Zendit schluckt vieles einfach weg und lädt dazu ein, die Bremse offen zu lassen. Unterstützt wird das durch die sehr leise Geräuschkulisse, die das Gefühl von Kontrolle zusätzlich verstärkt und den Fahrspaß noch weiter nach oben treibt.

Ein kleiner Bruch im ansonsten sehr starken Gesamtpaket zeigt sich im Fahrwerk: Während die FOX Podium-Gabel extrem sensibel anspricht und enorm viel Traktion generiert, kann der Hinterbau mit dem FLOAT X-Dämpfer in manchen, aber wirklich nur sehr extremen Situationen nicht ganz mithalten. Er wirkt etwas weniger feinfühlig und fällt im direkten Vergleich zur Front leicht ab. Nichtsdestotrotz macht auch der leichte FLOAT X den performanten Hinterbau nicht kaputt – mit einem FLOAT X2-Dämpfer, wie er im Topmodell Zendit XR verbaut ist, wäre aber noch mehr drin gewesen.

Unterm Strich ist das Zendit bergab ein klarer Highspeed-Spezialist: Sehr laufruhig, souverän und gemacht für alle, die geradeaus lieber schnell als verspielt unterwegs sind.

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Die neu aufgelegten SRAM MAVEN Silver-Bremsen glänzen nicht nur in der Sonne, sondern auch auf dem Trail mit bissiger, aber gut dosierbarer Performance und geringerer Hebelkraft.
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Für wen ist das neue Mondraker Zendit RR S das richtige E-MTB?

Das Mondraker Zendit RR S richtet sich klar an Fahrerinnen und Fahrer, die bergab den Fokus auf Laufruhe und Kontrolle setzen und ein Bike suchen, das vor allem bei hohem Tempo seine Stärken ausspielt. Wer es gerne laufen lässt, Linien konsequent durchzieht und auch in ruppigem Gelände nicht vom Gas geht, findet hier eine extrem souveräne und vertrauenserweckende Plattform. Auf dem Weg nach oben liefert das Zendit dank hohem Komfort, guter Traktion und einem toll abgestimmten Motorsystem ebenfalls ab.

Weniger geeignet ist das Zendit für alle, die ein besonders verspieltes, wendiges Bike suchen. Wer ständig umsetzen oder Airtime generieren will, benötigt viel Kraft, um das relativ schwere Bike mit seinen langen Kettenstreben bei Laune zu halten.

Unterm Strich ist das Zendit RR S das richtige Bike für alle, die ein schnelles, stabiles und klar abfahrtsorientiertes E-Mountainbike mit eingebautem Shuttle suchen – mit Fokus auf Kontrolle statt Verspieltheit.

Das Richtige Bike für:
Den Designer
Das Mondraker Zendit RR S macht optisch einiges her und gefiel ausnahmslos jedem, der es gesehen hat. Das Unterrohr ist für einen 800-Wh-Akku beeindruckend schlank, die Proportionen sind stimmig und die Lackierung wirkt edel und harmoniert toll mit den Anbauteilen.

Den Highspeed-Hedonisten
Wer Trails am liebsten mit offenem Visier und gelöster Bremse fährt, findet im Zendit RR S einen treuen Komplizen. Das Bike liebt Tempo, liegt satt auf dem Trail und vermittelt gerade in ruppigem Gelände enorm viel Ruhe und Kontrolle.

Nicht das richtige Bike für:
Den Leichtfuß-Akrobaten
Manual hier, Nose Bonk da, schneller Richtungswechsel dort … sind nicht die Paradedisziplin des Zendit RR S. Die schwere Front und der satte Charakter verlangen mehr Körpereinsatz und ein aktives, entschlossenes Fahrverhalten.

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Fazit zum neuen Mondraker Zendit RR S

Das Mondraker Zendit RR S ist kein Bike für halbe Sachen. Es will schnell gefahren werden – und zwar richtig schnell. Wer hier gemütlich über den Trail rollt, verpasst das eigentliche Potenzial des Zendit. Denn sobald das Tempo steigt, zeigt das Zendit, was in ihm steckt: Hohe Laufruhe, ein sattes, tief integriertes Fahrgefühl und ein Fahrwerk, das mit der FOX Podium förmlich am Trail klebt und nur vom FLOAT X-Dämpfer ein wenig gebremst wird. Unterm Strich bleibt ein extrem souveränes, schnelles E-MTB mit klarer Mission: maximale Kontrolle bei maximalem Tempo. Kein Allrounder, kein Spielzeug, sondern ein Bike für alle, die es gerne krachen lassen.

Tops

  • Starke Laufruhe bei hohem Tempo
  • Sattes Fahrgefühl und tief integrierter Stand
  • Extrem kraftvoller, gut dosierbarer und leiser Antrieb
  • Schicke Optik

Flops

  • FLOAT X2-Dämpfer nur im Topmodell
  • Verlangt aktiv Körpereinsatz bei Richtungswechseln

Weitere Infos zum Mondraker Zendit RR S findet ihr bei Mondraker.


Words & Photos: Lars Engmann

Wer schreibt hier?

Lars Engmann
Junior Editor

Lars Engmann ist Redakteur bei 41 Publishing. Sein Studium der Technischen Redaktion sowie seine Erfahrung als Ingenieur in der Fahrwiderstandsermittlung bilden die methodische Grundlage seiner Arbeit. Er betreut operative Einzel- und Vergleichstests für E-MOUNTAINBIKE und ENDURO mit Fokus auf Reichhöhenanalysen und Effizienzmessungen. Als Fachexperte für Optimierung und Systemgewicht bringt er seine Leidenschaft für Präzision in die Produktbewertung ein. Dabei verbindet er technische Dokumentation mit angewandter Performance-Analyse im Segment E-Performance.

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