Haibike ist die mit Abstand populärste E-Mountainbike-Marke. Für die Saison 2018 hat der E-Mountainbike-Pionier aus Schweinfurt dem XDURO Nduro ein intensives Facelift verpasst. Was ist neu? Und kann das Haibike XDURO Nduro 10.0 überzeugen?

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Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste E-Mountainbike 2018 – Zwölf Traumbikes im Test

Haibike XDURO Nduro 10.0 | 180/180 mm (v/h) | 25,54 kg | 6.499 €

Das Haibike XDURO Nduro war das erste echte sportlich-aggressive E-Mountainbike und erhielt bereits 2014 den Design & Innovation Award. Seitdem wurde es kontinuierlich weiterentwickelt. Für die Saison 2018 bekommt es nun ein Facelift – so erhält das Nduro mit dem Bosch PowerTube einen integrierten Akku und eine deutlich cleanere Silhouette. Darüber hinaus wurde die Geometrie des Bikes deutlich sportlicher gestaltet. Auch die Ausstattung hat Haibike überarbeitet und deutlich mehr auf Abfahrtsspaß getrimmt. So besitzt das XDURO Nduro eine RockShox Lyrik RC-Federgabel mit satten 180 mm Federweg, kraftvolle MAGURA MT7-Bremsen mit Einfinger-Bremshebel und griffige Schwalbe Magic Mary-Reifen mit verstärkter Seitenwand. Die SRAM EX1-Schaltung besitzt eine große Übersetzungsbandbreite, was besonders für steile Uphills super ist. Allerdings stören ihre großen Gangsprünge, da man immer wieder genau den passenden Gang nicht zur Verfügung hat und so entweder schneller oder langsamer als gewünscht treten muss. Wie es sich für ein solches Rad gehört, besitzt das Haibike eine Teleskopsattelstütze und einen angenehm breiten Lenker (780 mm) für maximale Kontrolle und mehr Sicherheit. Besonders clever: Dank des ModularRailSystems kann im Hauptrahmen problemlos eine Trinkflasche montiert werden.

Das Haibike XDURO Nduro 10.0 auf dem Trail

Die großen Stärken des Haibike XDURO Nduro sind der hohe Fahrkomfort, die hohe Laufruhe und die große Fahrsicherheit. Das Rad überrollt Hindernisse souverän, ist kaum aus der Ruhe zu bringen und verzeiht auch einige Fahrfehler. Das Fahrwerk gibt schon bei kleineren Schlägen viel Federweg frei und bietet nur wenig Gegenhalt. Zusammen mit der langen Geometrie führt das dazu, dass sich das Rad sehr behäbig fährt und schnelle Richtungswechsel nur mit viel Körpereinsatz erledigt. Dieses Bike ist nichts für aktive Fahrer, die ein flinkes und agil-verspieltes Bike suchen.

  Das Haibike läuft wie auf Schienen und vermittelt dabei viel Sicherheit!

Entspannte Anstiege auf Forststraßen erledigt man entspannt, abgesehen von der Geräuschkulisse des Motors und der Umlenkrolle. Wird das Gelände jedoch steiler und technisch verblockter, schluckt das Fahrwerk viel Energie, was dazu führt, dass man immer in einer Unterstützungsstufe höher fährt als bei anderen Bikes. Das wiederum kostet Akkureichweite. Summa summarum bietet das Plus an Federweg weniger Vorteile, als man erwarten könnte – deshalb ist das AllMtn-Modell mit 150 mm Federweg aus der Haibike XDURO-Modellreihe die bessere Wahl für Fahrer, die Wert auf Effizienz legen.

Das Haibike XDURO Nduro 10.0 im Detail

Federgabel RockShox Lyrik RC 180 mm
Dämpfer RockShox Super Deluxe RC3 180 mm
Motor/Batterie Bosch Performance CX 500 Wh PowerTube
Schaltung SRAM EX1
Bremsen MAGURA MT7 HC
Sattelstütze Kind Shock LEV-DX
Vorbau Haibike Components The Stem 50 mm
Lenker Haibike Components The Bar 780 mm
Laufradsatz DT Swiss FR 1950
Reifen Schwalbe Magic Mary 2,6″

Komfortabel
Der Hinterbau des Haibike ist auf Fahrkomfort ausgerichtet. Aktiven Fahrern fehlt es an Feedback.
Schick
Der integrierte Bosch PowerTube-Akku verleiht dem Rad eine schlanke Silhouette. Obendrein lässt sich im Rahmen nun ein Flaschenhalter montieren.
Nervig
Die außen verlegten Züge schlagen im Gelände immer wieder auf den Umlenkhebeln – nerviges Klappern ist die Folge
Ineffizient
Trotz Umlenkrolle schluckt das Fahrwerk des Haibike viel Energie. Dadurch fährt man immer in einer Unterstützungsstufe höher als bei anderen Bikes.

Die Geometrie des Haibike XDURO Nduro

Größe S M L XL
Sattelrohr 420 mm 440 mm 460 mm 480 mm
Oberrohr 575 mm 600 mm 625 mm 650 mm
Steuerrohr 115 mm 120 mm 125 mm 130 mm
Lenkwinkel 66° 66° 66° 66°
Sitzwinkel 74° 74° 74° 74°
Kettenstrebe 460 mm 460 mm 460 mm 460 mm
Tretlagerabsenkung 5 mm 5 mm 5 mm 5 mm
Radstand 1206 mm 1231 mm 1257 mm 1283 mm
Reach 412 mm 436 mm 460 mm 483 mm
Stack 611 mm 615 mm 620 mm 625 mm
Helm SCOTT Vivo PLUS | Brille 100% Speedcraft | Jersey Fox Flexair | Shorts Fox Flexair

Fazit

Die Stärken des Haibike XDURO Nduro 10.0 sind sein hohes Maß an Fahrsicherheit, die große Laufruhe und der gute Fahrkomfort. Das alles erkauft man sich jedoch mit einem trägen Handling und geringer Effizienz bergauf. Wir würden bei Haibike eher zu einem XDURO AllMtn greifen.

Stärken

– hohe Fahrsicherheit
– durchdachte Ausstattung
– ModularRailSystem mit Flaschenhalter

Schwächen

– behäbiges Handling
– bergauf wenig effizient

Uphill Downhill Laufruhe Agilität Preis-Leistung 


Mehr Infos unter: haibike.com

Das Testfeld

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste E-Mountainbike 2018 – Zwölf Traumbikes im Test

Alle Bikes im Test: BMC Trailfox AMP LTD | BULLS E-CORE EVO EN Di2 | FANTIC XF1 Integra Enduro 160 | FOCUS SAM² PRO | Giant Full-E+ 0 SX Pro | Moustache Samedi Race 11 | ROTWILD R.E+ ULTRA | SCOTT E-Genius 700 Tuned | Specialized Turbo Levo S-Works Carbon | Thömus Lightrider E1 – Team Di2 | Trek Powerfly 9 LT Plus


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Text: Christoph Bayer Fotos: Christoph Bayer, Valentin Rühl

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Über den Autor

Christoph Bayer

Abwechslung – das ist für Christoph das Wichtigste. Sowohl auf dem Bike als auch bei seiner Tätigkeit für das E-MOUNTAINBIKE Magazin. Er koordiniert das Magazin und ist dort gleichzeitig Fotograf und Redakteur. Auf dem Rad trifft man ihn vor allem im alpinen Terrain an, wo er neben flowigen Trails auch gerne mal eng verwinkelte oder verblockte Strecken in Angriff nimmt.