Eurobike 2018 News

Haibike FLYON Bikes mit TQ-Motor läuten eine neue Ära der Integration ein

Auf der großen Bühne der EUROBIKE präsentiert Haibike eine komplett neue E-Bike-Plattform auf Basis des bärenstarken TQ-Motors. Die FLYON-Bikes sollen die neue Benchmark in Sachen Performance und Integration sein.

Haibike präsentiert die Highlights für 2019 auf der EUROBIKE in Friedrichshafen

Seit 2 Jahren entwickelt Haibike die FLYON-Bikes, jetzt lassen die E-Bike-Pioniere die Katze endlich aus dem Sack. Auf Basis des bisher wenig verbreiteten TQ-Motors stellt Haibike eine ganze Serie neuer Räder vor, die mit vielen einzigartigen Features klar zu den absoluten Messe-Highlights auf der EUROBIKE zählen.

Die größte Überraschung der EUROBIKE: Haibike präsentiert eine Flut an Innovationen

Neues Design

Die Lufteinlässe an der Front sollen den neuen Bikes ein eigenständiges Gesicht geben

Bereits im Stand ziehen die neuen Haibikes die Blicke auf sich. Der charakteristische Knick im Oberrohr bleibt erhalten, ansonsten setzen sich die neue FLYON-Modelle deutlich von allen bisherigen Haibikes ab. Das markante Steuerrohr verfügt über Lufteinlässe zur Kühlung des Akkus und gibt den neuen Bikes ein eigenes Gesicht geben. Der runde TQ-Motor ist komplett in den Carbon-Rahmen integriert.

Haibike setzt als erster großer Hersteller auf TQ-Motor

Haibike integriert den TQ-Motor elegant in die Bikes und veredelt das Motor-Gehäuse

Im Herzen der Räder arbeitet der TQ HPR120S-Motor, mit bis zu 120 Nm Drehmoment aktuell der stärkste Motor am Markt. Dank patentiertem Getriebe fällt der TQ-Motor trotzdem sehr kompakt aus. Haibike hat das Motorgehäuse mit polierten Elemente veredelt und ein passendes Kettenblatt entwickelt dass die Design-Sprache auf der Antriebsseite fortführt. Danke Narrow-Wide-Profil soll die Kette sicher geführt werden, das Kettenblatt ist mit 38 Zähnen für E-MTBs und 42 Zähnen für Touring-Räder verfügbar und wird per Direct Mount direkt auf die Antriebswelle montiert.

Das Kettenblatt setzt den Look auf der Antriebsseite fort und ist ein echter Eyecatcher

Statt eines handelsüblichen Geschwindigkeits-Sensors setzt Haibike auf eine Sensor Disc wie sie bisher nur bei ABS-Systemen zum Einsatz kommt. Mit 18 Signalen pro Umdrehung ist das System deutlich präziser als bisherige Lösungen, dank einer speziell codierten Disc werden Manipulationen unterbunden.

Die Sensor-Disc ersetzt den üblichen Speed-Sensor und bietet eine viel höhere Abtastrate

Akku und Ladetechnik setzen Maßstäbe

Gespeist wird das 48 Volt-Bordnetz von einem 630-Wh-Akku der komplett ins Unterrohr integriert ist, sich aber trotzdem entnehmen und abschließen lässt. Akku und Rahmen wurden zusammen entwickelt um eine ideale Integration zu gewährleisten, mit 56 Zellen soll der Akku die höchste Energiedichte am Markt bieten. Standardmäßig werden alle Räder mit einem 4A-Ladegerät ausgeliefert, optional bietet Haibike ein Schnellladegerät mit sagenhaften 10A-Ladestrom an. Von 0-80% Ladestand braucht der Schnellader gerade einmal 60 Minuten, dagegen wirkt der gestern vorgestellte Bosch Fast Charger bereits veraltet.

Cockpit als Schaltzentrale

Der kompakte Remote-Hebel steuert alle Funktionen des Bikes und liegt gut in der Hand

Das Cockpit soll den Fahrer mit einer kompakter Remote und einem großem Display bestmöglich unterstützen. Über die Fernbedienung lässt sich das Display Navigieren, die Beleuchtung steuern, die Schiebehilfe kontrollieren und die fünf Unterstützungsstufen durchschalten. Der Modi-Hebel sitzt besonders ergonomisch am Daumen und eine farbige LED Leiste informiert den Fahrer über den aktuellen Modus. Der ECO Mode soll eine größtmögliche Reichweite garantieren, der Low Mode gibt bereits spürbar mehr Power her. Es folgen der Mid Mode und der High Mode, die sich beide dynamisch an den Input des Fahrers anpassen. Den Abschluss bildet der Xtreme Mode, der maximale Leistung zur Verfügung stellt.

Das große Display sitzt zentral über dem Vorbau

Das transflektive Farb-Display ist zentral über dem Vorbau montiert und informiert den Fahrer über alle relevanten Fahrdaten. Die Darstellung passt sich dynamisch an, bei schnellerer Fahrt wird die Geschwindigkeit größer dargestellt und andere Werte automatisch ausgeblendet. Auch Fitnessdaten wie Pulsfrequenz, Kadenz und Leistung lassen sich anzeigen.

Integriertes Beleuchtungskonzept

Der Front-Scheinwerfer mit Fernlicht bietet unglaubliche 5000 lm Lichtleistung

Integriertes Licht wirkt an einem sportlichen E-Mountaibike zunächst etwas befremdlich, doch Haibike sieht Scheinwerfer und Rücklicht als elementaren Bestandteil des E-Bikes. Während der E-Motor den Aktionsradius vergrößert, soll die Lichtanlage den Zeitraum einer Tour erweitert. Der Skybeamer getaufte Front-Scheinwerfer führt die Design-Philosophie mit einem markanten Tagfahrlicht fort. Das Hauptlicht kann manuell oder über einen Helligkeitssensor aktiviert werden und verfügt über Abblend- und Fernlicht. Das Fernlicht bietet unglaubliche 5000 lm und ist dank der neuen Regelungen StVZO zugelassesn. Am Heck hat Haibike Rücklichter auf beiden Seiten in die Ausfallenden integriert, die schicke Lösung soll ein weiteres Wiedererkennungsmerkmal sein.

Die Heckleuchten an beiden Seiten sind komplett in den Rahmen integriert

Zahlreiche Detailverbesserungen

Endlich kommen Haibike-Fahrer in den Genuss von Stealth-Sattelstützen, der 34,9 mm Querschnitt soll besser zu den Proportionen des Rahmens passen

Angesichts all dieser Neuerung gehen die viele Detailverbesserungen fast schon unter. So verfügen die neuen Haibike-Rahmen endlich auch über Stealth-Sattelstützen. Über einen Flip-Chip lässt sich die Geometrie auf die eigenen Vorlieben anpassen, ein elegant integrierter Block-Lock-Steuersatz verhindert den Kontakt von Lenker und Oberrohr. Außerdem integrieren die Schweinfurter eine überarbeitet Version des Haibike eConnect-Systems in alle Bikes der neuen Serie. Die Technik ist nun noch tiefer ins Bord-System integriert, so lassen sich Updates automatisch einspielen und das Display zeigt den aktuellen Empfangsstatus der GPS Sensoren an.

Vier Modellreihen mit FLYON-Technik

Das XDURO ALLMTN 10.0 dürfte das vielseitigste Bike des neuen Lineups sein

Alle FLYON-Bikes gehören der sportlichen XDURO-Serie an und sind in verschiedenen Bikes verfügbar. Das XDURO NDURO bildet mit 180 mm Federweg die Spitze in Sachen Gelände-Performance, es wird drei NDURO Modelle mit der neuen Technik geben. Das Topmodell XDURO NDURO 10.0 ist das neue Flagschiff der NDURO-Linie und kostet stolze 8.999 €. Den Einstieg bildet das XDURO NDURO 5.0 für 6.299 €, die bekannten Modelle mit Bosch und Yamaha-Motor runden die Serie ab.

Hier geben wir euch einen Überblick über das komplette Lineup: Alle Ausstattungen, Preise und Geometrie-Daten der Haibike FLYON-Modelle 2019

Das XDURO ALLMTN kommt ebenfalls mit drei FLYON-Modellen und setzt erstmals auf gemischte Laufradgrößen mit 29” vorne und 27,5” hinten. Die TQ-Bikes kosten zwischen 5.999 € und 8.999 €. Mit dem XDURO ALLTRAIL stellt Haibike auch eine neue Hardtail-Serie vor, die mit langem Reach, flachem Lenkwinkel und 140 mm Federgabeln sportliche Fahrer ansprechen soll. Das ALLTRAIL gibtes nur exklusiv mit TQ-Motor, zwei Modelle für 5.999 € und 4.999 € stehen zur Auswahl. Mit dem XDURO ADVENTR kommen auch Trekking-Fahrer in den Genuss der neuen Features. Beim ADVENTR wandern die Rückleuchten in den Gepäckträger in den auch das Modular Rail-System integriert wurde.

Unser erster Eindruck

Haibike ist zurück! Mit den neuen FLYON-Bikes fackeln die E-Bike-Pioniere ein echtes Innovationsfeuerwerk ab und überraschen alle mit einem radikalen neuen Konzept. Wie sich die Bikes fahren müssen sie erst noch unter Beweis stellen, doch Haibike beweist Mut und präsentiert den wohl größten Entwicklungs-Sprung seit Jahren. Wir können es kaum erwarten die neuen Bikes auf Herz und Nieren zu testen!

Mehr Infos in Kürze auf haibike.com


Übrigens: Kennst du schon die E-MOUNTAINBIKE Print-Edition? Auf über 200 Seiten bietet sie dir Inspiration, eine riesige Wissensbasis sowie Tests der spannendsten und wichtigsten Bikes. Der Themenmix richtet sich gleichermaßen an erfahrene E-Mountainbiker und Einsteiger. Kaufberatung, Testberichte, Urlaubstipps, Reparaturhilfen, Firmenporträts, Trail-Knigge … die Liste der Artikel ist lang! Klicke hier für mehr Infos!

Text: Moritz Dittmar Fotos: Valentin Rühl

Über den Autor

Moritz Dittmar

Mein Aufgabe ist es, euch mit den spannendsten News, den besten Tests und den inspirierendsten Stories der Bike Welt zu versorgen. Genau wie in meinem Job, lasse ich mich beim Biken ungern in eine bestimmte Schublade stecken. Egal ob es darum geht sich endlose Anstiege rauf zu quälen oder Tiefenmeter auf ruppigen Downhills zu sammeln, am Ende zählt für mich vor allem eins: Der Spaß am Biken!