Mit der MTB-Hose Trailscout Half & Half Long überträgt Dirtsuit-Spezialist Dirtlej sein Halb- und-Halb-Design von den Shorts auf die lange Hose: trocken, wo es trocken sein muss und leicht und luftig, wo es weniger nass wird. Geht das Konzept auch auf dem Trail und im Alltag auf? Wir haben die Dirtlej Trailscout Half & Half intensiv für euch getestet.

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Dirtlej Trailscout Half & Half Long | Größen XS–XXL (Straight/Loose) | 480 g in Größe M | 169,90 € Hersteller-Website

Das Prinzip ist beim deutschen Matsch-Spezialisten Dirtlej nicht neu: Ein Half & Half-Modell gibt es bereits als kurze MTB-Hose. Für die kalte Jahreszeit braucht es aber mehr als nur einen trockenen Hintern. Eine lange Hose muss her, die mehr Nässeschutz mit einem gewissen Kuschelfaktor kombiniert. Nicht zu warm und stickig, aber nicht zu dünn und luftig. Exakt diesen Spagat will die MTB Hose Dirtlej Trailscout Half & Half Long schaffen. Für alle, die mehr Nässeschutz suchen, bietet Dirtlej die Trailscout auch als „Waterproof“-Modell mit durchgehend wasserdichter Vorderseite für 199 € an.

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Zumindest auf dem Datenblatt bringt die in eleganten Grautönen – Dirtlej nennt die Farbe Dust Grey – gehaltene Hose beste Voraussetzungen mit: 20.000 mm Wassersäule auf der Rückseite und an den Vorderseiten der Unterschenkel versprechen ordentlichen Nässeschutz, auch wenn es mal gewaltig feucht (nicht nur fröhlich) hergeht. Gleichzeitig verspricht die Oberschenkelvorderseite eine hohe Atmungsaktivität von 20.000 g/m2/24h, also die Durchlässigkeit von bis zu 2 l Wasser pro Quadratmeter und Tag. Ein solider Wert, wenn auch nicht exorbitant hoch. Aber so ist das mit gegensätzlichen Anforderungen: Am Ende ist es immer ein Kompromiss. Ist die Hose absolut dicht, fühlt es sich an wie in einer Sauna. Lässt sie Feuchtigkeit und Schweiß nach außen durch, kann sie nicht vollkommen dicht sein. Wie kompromissbereit ihr bei der Dirtlej Trailscout Half & Half Long sein müsst, klärt unser Test.

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MTB-Hose Dirtlej Trailscout Half & Half Long – Wie schlägt sich die MTB-”Regenhose” in der Praxis?

Wie bei allen Klamotten ist auch bei einer MTB-Hose eine Anprobe vor dem Kauf Pflicht – online aber oft schwierig. Dirtlej macht es euch da auf den ersten Blick auch nicht gerade leicht: Zwar gibt es zahlreiche Größen von XS bis XXL, dazu aber jeweils eine Variante, die als „Straight“ und eine, die als „Loose“ bezeichnet wird. Lediglich bei XS und XXL fällt diese Unterscheidung weg. Wer jetzt aber denkt, Loose ist einfach nur die lässigere Version von Straight, der irrt – und wird beim ersten Anziehen Augen machen. Denn M Loose ist etwa am Bund satte 30 cm weiter als M Straight. Zur Erklärung: Die Größen XS–XXL beziehen sich bei Dirtlej in erster Linie auf die Länge der MTB-Hose, nicht auf die Weite. Dank einer sehr ausführlichen Größentabelle sollte dennoch jeder schnell die passende Größe finden. Im Fall unserer beiden Tester waren dies XL Straight bei Erik und M Straight bei Patrick. Die Loose-Varianten wären beiden Testern deutlich zu weit gewesen.

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MTB-Hose Dirtlej Trailscout Half & Half Long – Pfiffige Details, bequemer Sitz

Die MTB-Hose Dirtlej Trailscout Half & Half Long zeigt schon beim ersten Anziehen, dass sie klar aus der Praxis gedacht ist – und genau dort spielt sie auch ihre Stärken aus. Ein echtes Highlight sind die langen Reißverschlüsse an den Hosenbeinen. Dadurch lässt sich die Hose problemlos mit Schuhen und angelegten Knieschonern an- und ausziehen – ein Detail, das man vor allem auf Touren oder im Shuttle-Alltag schnell zu schätzen lernt. Trotz der großzügigen Öffnungen bleibt der Sitz überzeugend: Knieschoner finden ausreichend Platz, ohne dass die Hose flattert oder an Kontur verliert. Sind die Reißverschlüsse geschlossen, zeigt die Trailscout ihre zweite Seite: Das Bein läuft schlank und leicht karottenförmig zum Knöchel hin aus. Das sorgt für eine aufgeräumte Optik und verhindert effektiv Kontakt mit Kette oder Kurbel. Schoner passen auch bei der Straight-Version locker drunter. Wer es noch luftiger mag, nimmt die Loose-Version. Dann aber am besten eine Nummer kleiner.

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Dank der Bundweitenverstellung sitzt die MTB-Hose auch nach Weihnachten noch bequem.
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Großzügige Belüftungsöffnungen an beiden Beinen verhindern starkes Schwitzen.
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Bei insgesamt 4 Taschen, 2 davon mit Reißverschluss, finden alle Kleinteile irgendwo Platz.
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Die langen Reißverschlüsse an den Beinen ermöglichen das Anziehen von Schonern auch auf dem Trail.
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Verstärkungen an Po und Knöcheln sorgen für die nötige Robustheit auf dem Trail.
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Die Klettverschlüsse am Beinabschluss fressen wirklich alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Kleiner Warnhinweis zu den Klettverschlüssen am Beinabschluss: Die nehmen ihren Job aber mal so richtig ernst. Wenn sie offen rumbaumeln, fressen sie alles an Stoff, was sich in ihre Nähe wagt: Socken, Schnürsenkel, heruntergefallene Handschuhe. Sie sollten also immer geschlossen sein, erst recht beim Waschen. Sonst gibts gewaltigen Wäschesalat – und bestimmt auch das ein oder andere beschädigte Wäschestück. Schad’ wär’s um die sexy Reizwäsche.

Das Material der langen MTB-”Regenhose” Dirtley Trailscout Half & Half Long fühlt sich angenehm weich und geschmeidig an, fast schon überraschend komfortabel für eine robuste Trail-Hose. Auf der Haut trägt sich die Hose sehr angenehm, ohne dabei an Stabilität einzubüßen. An kalten Tagen ist aber auch noch genug Platz für einen warmen Base-Layer. Komplettiert wird die gute Passform vom flexiblen Bund, der mit Klett-Straps feinjustiert werden kann. Rutschhemmende Gummierungen am Bund halten die Hose zuverlässig in Position – auch bei langen Abfahrten oder viel Bewegung auf dem Bike.
Beim Stauraum bleibt Dirtlej angenehm klassisch. Insgesamt stehen vier Taschen zur Verfügung: zwei offene Gesäßtaschen sowie zwei Taschen vorne am Bund. Letztere sind mit Reißverschlüssen ausgestattet. Mehr braucht es im Trail-Alltag nicht – funktionell, unauffällig, praxisgerecht.

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Dazu kommen zwei lange Belüftungsöffnungen an den Oberschenkeln, die an warmen Tagen spürbar Luft an die Beine bringen – ohne den Schutzcharakter der Hose zu kompromittieren. Diese gingen aber bei unserer M-Hose teilweise von alleine auf, was gerade bei nasskalten Bedingungen nicht für freudige Gesichter sorgen dürfte. Gut gefallen haben uns die verstärkten Bereiche am Gesäß und an den Knöcheln, die auch den rauen Einsatz längere Zeit klaglos aushalten sollten.

Side Fact: Wie bei so ziemlich allen Funktionsklamotten gibt auch Dirtlej für seine lange, leichte MTB Hose Trailscout Half & Half Long besondere Pflegehinweise. Waschen bei 30 Grad, nur mit max. 400 U/min schleudern, bei Raumtemperatur trocknen lassen und dann nochmal 10–15 Minuten in den Trockner … Wer das jedes Mal macht, ist mehr mit Pflegen als mit Benutzen beschäftigt, erhält aber vermutlich den Nässeschutz maximal lange. Gut finden wir, dass die Hose aus recyceltem Material hergestellt wird, das laut Hersteller zu 100 Prozent frei von PFC ist.

Fazit zur MTB-”Regenhose” Dirtley Trailscout Half & Half Long

„Halb und halb“ klingt nach „nix Halbes und nix Ganzes“ – und trifft auf die leichte Trail-Hose von Dirtlej aber mal so gar nicht zu. Im Gegenteil: Die Trailscout Half & Half Long vereint Nässeschutz an den Stellen, wo es wirklich nötig ist, mit einem angenehmen, fast schon luftigen Tragegefühl. Trotz wasserdichter Rückseite und Unterschenkel kommt man nicht so schnell ins Schwitzen wie bei einer „richtigen“ MTB-Regenhose. Dank pfiffiger Details wie langen Beinreißverschlüssen, zahlreichen Taschen sowie Verstärkungen an Po und Knöcheln kann man sicher lange Freude an der Hose haben.

Tops

  • leichte, dennoch robuste Hose
  • durchdachte Details wie lange Beinreißverschlüsse
  • viele Taschen
  • guter Nässeschutz
  • ordentliche Atmungsaktivität

Flops

  • Belüftungsöffnungen gehen teils von alleine auf
  • extrem „gierige“ Klettverschlüsse

Mehr Infos unter dirtlej.de


Words: Erik Bötzle, Patrick Gruber Photos: Tim Eckermann

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