Brose Drive S Mag

Magnesium ist das Gehäusematerial der Wahl an dem neuen Motor „Made in Germany“. Dadurch ist er trotz seiner Power relativ leicht und kompakt. Da kann es kaum Zufall sein, dass er auch im besten E-Mountainbike 2019 steckt, dem Testsieger unseres Highend-Bike-Vergleichstests. Aber was kann der neue Brose Drive S Mag?

Auf dem Trail überzeugt auch der leistungsstärkste Motor des deutschen Herstellers mit einem besonders natürlichen Fahrgefühl. Sowohl beim Anfahren als auch beim Abschalten an der 25-km/h-Schwelle gibt sich der Brose Drive S Mag sehr geschmeidig. Dennoch liefert er beim Anfahren schon in niedrigen Unterstützungsstufen ausreichend Power. Auch in kniffligen Passagen kommt es nicht zu einem Durchdrehen des Hinterrads. In der höchsten Stufe, dem Flexpower-Mode, liefert er die vierfache Unterstützung (410 %), sodass man bergauf an allen Motoren außer dem TQ-Antrieb vorbeizieht. Je nach Software-Konfiguration des Bike-Herstellers kann der Flexpower-Mode die volle Kraft entweder auf sehr natürliche Weise bereitstellen oder sehr schnell, aber dafür deutlich explosiver und unnatürlicher. Einen Tretwiderstand kann man bei ihm nicht ausmachen. Das unterstreicht zusammen mit der geringen Geräuschentwicklung das natürlichste Fahrerlebnis im Vergleichstest.

Bei Brose gilt im positiven Sinne: Hier ist das Bike der Star und nicht der Motor.

In Ergänzung zu dem Antrieb bietet Brose den Bike-Herstellern drei Displays zur Auswahl. Diese können, müssen aber nicht verwendet werden. Eigenentwicklungen der Bike-Hersteller werden genauso verbaut wie Displays anderer Zulieferer. Bei der Abstimmung des Antriebs hat der Bike-Hersteller das Sagen und entscheidet maßgeblich über die Charakteristik des Bikes. Darüber hinaus lassen die kompakten Ausmaße des Brose Drive S Mag und zwei unterschiedliche Montage-Optionen den Ingenieuren viel Spielraum bei der Rahmen-Entwicklung.

Fazit

Obwohl der Brose Drive S Mag der zweitstärkste Antrieb ist, liefert er das natürlichste Fahrgefühl im Vergleichstest. Das Gesamtpaket aus minimalem Tretwiderstand, geringem Gewicht, kompakten Baumaßen, hervorragendem Fahrgefühl bei hoher Leistung sowie die gute Integrierbarkeit ins Gesamtkonzept der Bikes machen ihn zum besten E-Mountainbike-Motor 2019. Verdienter Testsieg!


Drehmoment 90 Nm
Gewicht Motor 2,98 kg
Fahrmodi 4

App-Steuerung ja
Schiebehilfe ja
System offen

Tops

  • kompakt und leicht
  • sehr natürliches Fahrgefühl
  • kräftig und durchzugsstark
  • gut integrierbar

Flops

  • kein Automatik-Modus

Mehr Infos unter: brose-ebike.com

Über den Autor

Felix Stix

Durch meinen technischen Hintergrund habe ich mich zum inoffiziellen Leiter unserer Werkstatt gemausert. Hier bereite ich das Equipment für unsere Tests vor und checke die Bikes auf Herz und Nieren. Meine nerdigen Texte mit unzähligen Erklärungen stützen sich meist darauf, dass ich ein Produkt komplett zerlegt und wieder zusammengebaut habe…
Auf dem E-Mountainbike scheppere ich am liebsten über die richtig harten Downhillstrecken und bringe dabei mich und das Material an die Grenzen – oder darüber hinaus. Bergauf geht es eigentlich immer im "Turbo"-Modus, damit ich für die nächste Abfahrt fit bin.