CENTURION wirft jegliche Zurückhaltung über Bord und spendiert dem CENTURION No Pogo F3600i-E-MTB einen goldenen Anstrich und den neuen Shimano EP8-Motor. Wie sich das E-MTB im Vergleich zu anderen CENTURION E-Bikes mit Bosch-Motor schlägt erfahrt ihr in unserem exklusiven Test.

Bevor wir in den Testbericht einsteigen, möchten wir dich noch kurz auf eine aktuelle Aktion hinweisen: Zur Zeit bieten wir die 2020er und 2019er Ausgabe der E-MOUNTAINBIKE Print-Edition im stark reduzierten Kombi-Paket an - nur solange der Vorrat reicht! Auf insgesamt knapp 500 Seiten erwarten dich Inspiration, Kaufberatung, jede Menge E-MTB-Know-how und natürlich unzählige E-MTB-Tests. Klicke hier, um dir das Angebot zu sichern!

CENTURION erweitert für 2021 die No-Pogo-Modellpalette um 3 kurzhubigere Shimano-Varianten. Vergangenes Jahr wurde die Modellreihe No Pogo E R mit Bosch Performance CX Motor und 160/155 mm Federweg vorgestellt, wobei E für Enduro und R für den Bosch-Motor steht. Nun bekommt das No Pogo E mit dem neuen No Pogo F einen kleineren Bruder. Wir haben das Centurion No Pogo F3600i bereits exklusiv getestet und sagen euch, was es kann und worauf ihr bei der Wahl achten müsst – soviel vorweg: euch wird die Antwort überraschen.

Bereits seit Ende der 90er-Jahre herrscht bei CENTURION Pogo-Verbot. Die neueste Iteration des legendären Fullies gibt es ab jetzt mit Shimano EP8-Motor und Stahlfederdämpfer am Heck wie sein Urahn. Damit soll man smooth über die Trails tanzen können – No Pogo eben.
CENTURION No Pogo F3600i | Shimano EP8/630 Wh | 150/135 mm (v/h)
24,9 kg in Größe L | 6.499 € | Hersteller-Website

Wow, was für ein Auftritt! Das Centurion No Pogo F3600i stellt sich mit seiner extravaganten, flüssig-goldenen Lackierung selbstbewusst zur Schau. Das Herzstück bildet der brandneue Shimano EP8-Motor, doch er ist nicht die einzige Neuerung. Das CENTURION No Pogo F3600i 2020 kommt mit einer RockShox Lyrik Ultimate-Federgabel mit 150 mm Federweg sowie einem RockShox Super Deluxe Coil Ultimate-Dämpfer mit 135 mm Federweg am Heck und rollt auf 29”-Rädern. Die Schwaben aus Magstadt haben ordentlich an sämtlichen Stellschrauben gedreht, um ein möglichst verspieltes E-MTB mit breitem Einsatzspektrum zu erschaffen. Wir sagen euch, ob der Plan der Schwaben aufgegangen ist.

Die Perle in der Auster? Unter dem wohlgeformten Motor-Cover werkelt der neue Shimano EP8-Motor. Die Frage mit der Perle in der Auster beantworten wir euch in einem separaten Artikel bei dem ihr alles über den Shimano EP8-Motor erfahrt, was ihr wissen müsst.
Die Integration ist stimmig: der Motor wird auf der Unterseite von einer aufwendigen Verkleidung mit Kühlrippen verdeckt.
Das neue Shimano SC-EM800-Display kommuniziert wie sein Vorgänger über Bluetooth …
… mit der E-TUBE RIDE-App auf dem Smartphone und ermöglicht die Feinabstimmungen des Motor-Setups.

Manchmal muss es eben Gold sein – Die Optik des CENTURION No Pogo F3600i

Optisch hat das limitierte CENTURION No Pogo F3600i viel zu bieten. Unter der obersten Klarlackschicht befindet sich eine per Hand aufgetragene Schicht aus Goldlack mit einem Muster, das für jedes Bike anders und daher einzigartig ausfällt. Dadurch glitzert und funkelt der Rahmen einladend in der Sonne.

Edel(-Metall): Der Alurahmen wird per Hand mit einer Schicht aus Goldlack verziert.

Anstelle geschwunger Linien eines organisch wirkenden Carbonrahmens setzt CENTURION auf einen Alurahmen mit Kanten und Charakter. Dem Design-Team ist es gelungen, den neuen Shimano EP8-Motor stimmig in die Formsprache des CENTURION No Pogo F3600i zu integrieren. Das von sich aus bereits sehr kleine Motorgehäuse des Shimano EP8-Motors wird von einer Motorverkleidung aus Kunststoff umhüllt. Die kantige Verkleidung mit Kühlrippen auf der vorderen Unterseite geht nach einem Knick sauber in das sechseckige Unterrohr über. Die 630-Wh-Batterie wird nach unten aus dem Unterrohr entnommen.

Der Akku wird auf der Unterseite entnommen
Die Ladebuchse befindet sich über dem Motor
Press start to play: Der Anschaltknopf ist ins Oberrohr integriert.
CENTURION stellt ein eigenes Kettenblatt mit polierten Stegen

Von der Seite betrachtet verschwimmt das dunkle Akku-Cover mit dem Hintergrund und die goldenen Teile des Rahmens stechen kontraststark hervor. Dadurch wirkt das Unterrohr optisch schlanker, als es ist. Gekrönt wird der solide Eindruck auf der Antriebsseite vom CENTURION-eigenen Kettenblatt, dessen Stege in poliertem Aluminiumgrau hervorgehoben sind. Durch einen Druck auf den Anschaltknopf, der auf dem Oberrohr bequem erreichbar platziert ist, erwacht das CENTURION No Pogo F3600i zum Leben. Der Frontscheinwerfer mit integriertem Reflektor soll die Alltagstauglichkeit des E-Bikes erhöhen, will sich aber nicht in die sonst so brachial wirkende Silhouette einfügen.
CENTURION hat sich beim NoPogo F3600i für den Einsatz eines Direct Mount UDH-Schaltauges am Ausfallende entschieden. Die Idee dahinter: Sollte es euch mal auf einer Tour brechen oder verbiegen, müsst ihr nur ein universelles Ersatzschaltauge dabei haben, das in Zukunft auf immer mehr Bikes passen soll.

An diesem Bike ist wirklich alles Gold, was glänzt. Die Ausstattung könnte kaum besser gewählt sein.

Nichts dem Zufall überlassen – Das voll ausgestattete CENTURION No Pogo F3600i

Die Ausstattung des CENTURION No Pogo F3600i ist gut gewählt. CENTURION greift bei der Federgabel zur höchsten Ausstattungsvariante, der RockShox Lyrik Ultimate mit 150 mm Federweg in der E-Bike-Ausführung mit RC2-Dämpfung. Am Hinterbau kommt ein RockShox Coil Ultimate-Stahlfederdämpfer zum Einsatz, der 135 mm Federweg besitzt. Das erhöht zwar das Gewicht des ohnehin nicht gerade leichten Bikes (24,9 kg in L), soll dafür aber die Performance im rauen Terrain steigern. Immer mehr E-MTBs werden mit Stahlfederdämpfern ausgestattet. Fakt ist: sie sehen verdammt cool aus und können einen Benefit bieten, die konstruktionstechnische Herausforderung liegt hierbei jedoch darin, dass die Hinterbau-Kinematik in der Regel entweder auf Luft- oder Stahlfederdämpfer ausgerichtet werden muss, da diese unterschiedliche Kennlinien besitzen. Ob das Konzept beim CENTURION No Pogo F3600i aufgeht, erläutern wir später.

Sowohl die Bremsen als auch die Schaltung stammen weitestgehend aus der Shimano XT-Serie. Die Shimano XT-Vierkolben-Bremsen kommen mit 203 mm großen Scheiben – top! Der Shimano XT-12-fach-Schalthebel und das Shimano XT-Schaltwerk werden mit einer günstigeren, aber schwereren Shimano DEORE-Kassette mit 510 % Bandbreite gepaart.

Das RockShox Ultimate-Fahrwerk mit 150/135 mm Federweg verleiht dem goldenen Bike rote Akzente
Das Centurion No Pogo F3600i ist „coil ready“
Die Bremsscheiben sind mit 203 mm gut dimensioniert
Das Shimano XT-Schaltwerk wird mit einer Shimano DEORE-Kassette kombiniert
Zwar verlaufen die Züge schon an der Front in den Acros Steuersatz und von dort direkt in den Rahmen, ein Kabelwirrwarr konnte CENTURION allerdings nicht ganz vermeiden

Dank Acros AZX ICR Block Lock-Steuersatz verlaufen Brems- und Schaltzüge, sowie das Kabel der Shimano-Motor-Remote über den Vorbau und Steuersatz direkt in den Rahmen. Das sorgt für eine cleanere Optik, ist aber leider nicht perfekt gelungen.
Das CENTURION No Pogo F3600i rollt auf voluminösen 29”-Reifen in 2,6” Breite. Vorne soll der MAXXIS ASSEGAI in der EXO+ Karkasse für reichlich Grip sorgen, während hinten der schneller laufende MAXXIS DISSECTOR in der EXO+ Karkasse aufgezogen wurde. Gehalten werden die dicken Schlappen von DT Swiss H1700-Laufrädern mit 30 mm Innenweite. CENTURION legt dem ganzen Paket noch die Lezyne Power StVZO Pro E115 -Frontleuchte und die Lezyne Femto-Rückleuchte bei.

Viel Grip durch den MAXXIS ASSEGAI an der Front …
… und wenig Rollwiderstand durch den MAXXIS DISSECTOR im Heck
Die Lichtanlage stammt von Lezyne
Der Kettenstrebenschutz fällt nicht zu klein aus

CENTURION No Pogo F3600i

6.499 €

Ausstattung

Motor Shimano EP8 85 Nm
Akku Shimano BT-E8036 630 Wh
Display Shimano SC-EM800
Federgabel RockShox Lyrik Ultimate RC2 150 mm
Dämpfer RockShox Super Deluxe Coil Ultimate 135 mm
Sattelstütze Procraft Drop Pro 170 mm
Bremsen Shimano XT 4-Kolben 203/203 mm
Schaltung Shimano XT 1x12
Vorbau Procraft Trail Expert 35 AICR 50 mm
Lenker Procraft Trail Pro 35 ICR 780 mm
Laufradsatz DT Swiss H1700 29"
Reifen MAXXIS Assegai/Dissector EXO+ 2,6"

Technische Daten

Größe XS/S, M, L, XL,
Gewicht 24,9 kg
Zul. Gesamtgewicht 150 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment 125 kg
Anhänger-Freigabe ja
Ständeraufnahme ja

Besonderheiten

Limitierte Goldlackierung
Lezyne Lichtanlage

Weitere Ausstattungsvarianten des CENTURION No Pogo F

CENTURION bietet neben der limitierten Edition des No Pogo F3600i für 6.499 € noch zwei weitere Ausstattungsvarianten an. Für 4.999 € bekommt man das etwas weniger hochwertig ausgestattete No Pogo F2600i. Die Einstiegsvariante, das No Pogo F860i, wird bereits für 4.299 € erhältlich sein. Hier muss man aber auf einen Stahlfederdämpfer am Heck und eine 12-fach-Schaltung verzichten. Alle Varianten werden von dem neuen Shimano EP8-Motor angetrieben.

CENTURION No Pogo F2600i | Shimano EP8/630 Wh | 150/135 mm (v/h)
25,2 kg (Herstellerangabe) | 4.999€ | Hersteller-Website

CENTURION No Pogo F2600i

4.999 €

Ausstattung

Motor Shimano EP8 85 Nm
Akku Shimano BT-E8036 630 Wh
Display Shimano SC-EM800
Federgabel RockShox Yari Motion Control RC 150 mm
Dämpfer RockShox Super Deluxe Coil 135 mm
Sattelstütze Procraft Drop Pro 125-200 mm
Bremsen Shimano DEORE 4-Kolben mm
Schaltung Shimano XT/ DEORE Mix 1x12
Vorbau Procraft Trail Expert 35 AICR 50 mm
Lenker Procraft Trail Pro 35 ICR 780 mm
Laufradsatz Procraft Altitude MD30 29"
Reifen MAXXIS Assegai/Dissector 2,6"

Technische Daten

Größe XS/S, M, L, XL,
Gewicht 25,2 kg (Herstellerangabe)
Zul. Gesamtgewicht 150 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment 124 kg
Anhänger-Freigabe ja
Ständeraufnahme ja

Besonderheiten

Lezyne Lichtanlage

CENTURION No Pogo F860i | Shimano EP8/630 Wh | 140/135 mm (v/h)
25,1 kg (Herstellerangabe) | 4.299€ | Hersteller-Website

CENTURION No Pogo F860i

4.299 €

Ausstattung

Motor Shimano EP8 85 Nm
Akku Shimano BT-E8036 630 Wh
Display Shimano SC-EM800
Federgabel SR Suntour Zeron35 140 mm
Dämpfer SR Suntour Edge TR LOR8 135 mm
Sattelstütze Procraft Drop Pro 125-200 mm
Bremsen Tektro Orion 4-Kolben mm
Schaltung Shimano DEORE 1x11
Vorbau Procraft Trail Expert 35 AICR 50 mm
Lenker Procraft Trail Pro 35 ICR 780 mm
Laufradsatz Procraft Altitude MD30 29"
Reifen MAXXIS Minion DHF/ DHR II 2,6"

Technische Daten

Größe XS/S, M, L, XL,
Gewicht 25,1 kg (Herstellerangabe)
Zul. Gesamtgewicht 150 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment 124 kg
Anhänger-Freigabe ja
Ständeraufnahme ja

Besonderheiten

Lezyne Lichtanlage

Die Geometrie des CENTURION No Pogo F3600i im Detail

Das CENTURION No Pogo F kommt jetzt in den vier Größen XS/S, M, L und XL, und soll laut CENTURION auch für kleinere Fahrer ab einer Körpergröße von 1,59 m geeignet sein. Bislang war das CENTURION No Pogo E mit Bosch-Motor nur in den drei Größen S, M und L erhältlich. Das Bike hat in allen Größen einen angenehm langen Reach und eine Tretlagerabsenkung von stolzen 35 mm. Der Sitzwinkel ist mit 76,5° auf dem Papier noch recht steil, durch das abgeknickte Sattelrohr wird er bei weit ausgefahrener Sattelstütze aber effektiv deutlich flacher. Die Kettenstreben wachsen nicht mit den Rahmengrößen mit und fallen mit 460 mm eher lang aus.

Größe XS/S M L XL
Sattelrohr 390 mm 420 mm 460 mm 500 mm
Oberrohr 569 mm 601 mm 629 mm 658 mm
Steuerrohr 103 mm 110 mm 125 mm 140 mm
Lenkwinkel 66° 66° 66° 66°
Sitzwinkel 74,7° 74,7° 74,7° 74,7°
Kettenstrebe 460 mm 460 mm 460 mm 460 mm
Tretlagerabenkung 35 mm 35 mm 35 mm 35 mm
Radstand 1.188 mm 1.221 mm 1.252 mm 1.1.284 mm
Reach 420 mm 450 mm 475 mm 500 mm
Stack 622 mm 629 mm 643 mm 657 mm

Das CENTURION No Pogo F3600i 2021 im Test

Bereits nach den ersten Metern fühlt man sich auf dem CENTURION No Pogo F3600i wohl. Die Sitzposition ist in der Ebene zentral, wobei es klar auf der sportlichen Seite liegt. Je nach Fahrergröße und Sitzhöhe lastet auf den Händen allerdings zu viel Druck, um damit auf lange Flachlandtouren zu gehen – der Umbau auf einen Lenker mit mehr Rise oder Spacer unter dem Vorbau können helfen. Im Vergleich zum CENTURION No Pogo E mit dem Bosch Performance Line CX-Motor aus dem vergangenen Jahr hat der Langstreckenkomfort deutlich nachgelassen. Im leichten Uphill glänzt das CENTURION No Pogo F3600i mit einer hervorragenden Sitzposition und viel Traktion. Damit ist es wie gemacht für E-Mountainbiker, die gerne Flowtrails im Uphill mitnehmen. Werden die Uphills steiler und technisch anspruchsvoller, muss man seine gewohnte komfortable Sitzposition leider aufgeben und mit Körpereinsatz daran arbeiten, dass das Vorderrad nicht abhebt. Mit gezieltem Körpereinsatz gelingen noch sehr steile Uphill-Passagen, nicht zuletzt wegen der guten Traktion am Hinterrad und dank dem starken Shimano EP8-Motor. Alle Infos zu dem Motor, sowie seinen Konfigurationsmöglichkeiten findet ihr in unserem großen Shimano-Special. Will man den Stimmen des Waldes während der Fahrt lauschen, muss man auf dem CENTURION No Pogo F3600i schon sehr genau hinhören: Der EP8-Motor sowie die Bremsbeläge klappern bereits bei kleinen Schlägen im Uphill.

Helm FOX Speedframe Pro | Jersey DEUS Saber Moto | Hose FOX

Was wirklich zählt – Der Fahreindruck des CENTURION No Pogo F3600i während der Abfahrt

Richtet man sich im Downhill aus dem Sattel auf, steht man zentral im Bike. Dabei gelingt CENTURION der Balanceakt zwischen einem gutmütigen Handling und Präzision. Das CENTURION No Pogo F3600i verleiht dem Fahrer ein hohes Sicherheitsempfinden und ist einfach zu fahren. Der Hinterbau überzeugt auf ganzer Linie und saugt sich mit seinem fein ansprechenden Stahlfederdämpfer am Boden fest. Hat man die richtige Feder mit der passenden Federhärte eingebaut, wird man mit gutem Gegenhalt im mittleren Federwegsbereich belohnt und kann mit einem aktiven Fahrstil beim Pushen in Wellen Geschwindigkeit generieren. Auch die Endprogression ist gut gewählt, wodurch sich die 135 mm am Heck nach deutlich mehr Federweg anfühlen. In Kurven gehen beide Laufräder mit dem Untergrund eine feste Beziehung ein. Traktionsverlust? Fehlanzeige! Sind die 29” großen Laufräder erst mal in Fahrt gebracht, folgen sie strikt Newtons erstem Trägheitsgesetz: Ein Körper in Bewegung bleibt in Bewegung – das E-Bike behält seine Geschwindigkeit ohne große Verluste bei. Das erzeugt hohen Fahrspaß auf flowigen Trails.
Durch die starke Lastverteilung auf die Front und das hohe Gesamtgewicht von 24,9 kg ist für einen aktiven Fahrstil jedoch Körpereinsatz gefragt. Wird es richtig eng, muss man dem No Pogo zeigen, wer der Boss ist, und es mit Nachdruck durch die Kurven manövrieren. In diesen Fahrsituationen limitiert das hohe Gesamtgewicht und die leicht frontlastige Position den Fahrspaß. Erneut waren wir überrascht, dass das kurzhubigere CENTURION No Pogo F3600i das progressivere und sportlichere E-Bike in CENTURIONs Line-up darstellt. Wer sich für ein tourentauglicheres E-Bike von CENTURION interessiert, sollte sich das No Pogo E mit mehr Federweg genauer anschauen.

Tuning tipps: Sattel weit nach vorne schieben | ggf. Lenker mit mehr Rise montieren

Das CENTURION No Pogo F3600i fährt im engen, verwinkelten Terrain nicht von alleine, Körpereinsatz ist gefragt. In schnellen, offenen und eher geraden Sektionen kleben die Räder hingegen am Boden und das Bike vermittelt Laufruhe und Fahrsicherheit.

Unser Fazit

Das limitierte Topmodell CENTURION No Pogo F3600i mit extravaganter Schicht aus Goldlack richtet sich an alle Kunden, die den Hang zum ausgefallenen nicht scheuen. Das CENTURION No Pogo F3600i eignet sich mit seinem ausgewogenen und gutmütigen Handling für E-Mountainbiker, die Spaß auf Flowtrails bergab und reichlich Traktion suchen. Ausflüge in technisches Gelände sind zwar möglich, aber nicht die Paradedisziplin des E-Mountainbikes, weder im Uphill noch im Downhill. Tourenfahrer können nach dem Umbau auf einen Lenker mit mehr Rise aus dem CENTURION No Pogo F3600i noch einiges herausholen.

Tops

  • Traktion
  • Fahrspaß
  • breites Einsatzgebiet
  • gutmütiges Handling
  • Bling-Bling-Lackierung

Flops

  • Front steigt im Uphill früh
  • Motor und Bremsbeläge sind laut
  • hohes Gewicht

Mehr Infos unter centurion.de

Wir waren zum Testen unter anderem in der Pfalz… Trails, Flammkuchen und Wein – was kann es schöneres geben?


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Text: Rudolf Fischer Fotos: Felix Stix