Das BULLS E-CORE EVO EN Di2 war die große Überraschung in diesem Vergleichstest. Bisher war BULLS vor allem für Masse statt Klasse bekannt, sprich: solide Räder mit super Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit dem E-CORE EVO EN zündet die Eigenmarke der ZEG ein Innovationsfeuerwerk.

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Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste E-Mountainbike 2018 – Zwölf Traumbikes im Test

BULLS E-CORE EVO EN Di2 | 180/180 mm (v/h) | 23,27 kg | 6.499 €

Die größte Besonderheit des BULLS E-CORE EVO EN sitzt im Unterrohr des Bikes: Hier lassen sich wahlweise ein oder zwei Akkus montieren. TwinCore nennt BULLS das System. Es sorgt für eine maximale Akku-Kapazität von satten 750 Wh. Für kurze Touren kann ein Akku auch getrost zu Hause gelassen werden. Das spart wertvolle 2,07 kg Gewicht, was dem Handling spürbar zugutekommt. Serienmäßig wird das Rad mit nur einem 375-Wh-Akku ausgeliefert. Beim Kauf sollte man daher direkt die 499 € für einen zweiten Akku einkalkulieren. Doch selbst mit einem Gesamtpreis von 6.998 € (inkl. zweitem Akku) ist die Preis-Leistung des E-CORE noch immer sehr gut. An der edlen wie robusten Ausstattung gibt es nichts auszusetzen. Das Fahrwerk besteht aus einer RockShox Lyrik-Federgabel und einem FOX FLOAT X2-Dämpfer. Beide Federelemente verfügen über 180 mm Federweg. Die Shimano Saint-Bremsanlage besitzt massig Power und Standfestigkeit, die elektronische Shimano XT Di2-Schaltung erledigt Gangwechsel mit chirurgischer Präzision.

Das BULLS E-CORE EVO EN Di2 im Test in Südfrankreich

Schon nach den ersten Pedalumdrehungen fühlt man sich auf dem BULLS sofort sehr wohl. Die Sitzposition ist dank des kurzen Vorbaus eher aufrecht und sehr komfortabel. Der Shimano STEPS E8000 liefert guten Schub und trotz der satten 180 mm Federweg klettert das Rad überraschend leichtfüßig bergauf. BULLS hat das Tretlager höher gelegt, wodurch man beim Treten mehr Bodenfreiheit hat und wodurch die Gefahr, mit dem Pedal an Wurzeln oder Steinen hängen zu bleiben, minimiert ist.

  Mit dem BULLS bekommt man richtig viel fürs Geld: viel Fahrspaß, viel Reichweite, viele geile Teile!

Bei vielen Rädern führt ein solch hohes Tretlager bergab zu einem eher nervösen Handling. Nicht so beim BULLS. Den Ingenieuren ist es gelungen, dem Rad ein sehr ausgewogenes Fahrverhalten zu verleihen. Das E-CORE besitzt genau den richtigen Mix aus Agilität und Laufruhe und ist obendrein auch sehr einfach zu fahren. Anders als viele andere Bikes mit so viel Federweg ist es angenehm wendig und fährt sich sehr präzise. Sollte man doch einmal von einem Hindernis überrascht werden – egal ob Wurzelfeld oder Bordsteinkante –, bügelt das schluckfreudige Fahrwerk souverän darüber hinweg. Die Schwalbe Magic Mary-Reifen wirken auf den ersten Blick super massiv, doch sie rollen trotz ihres grobstolligen Profils im Gelände gut und bieten viel Kurvengrip und eine gute Bremstraktion. Das zahlt sich sowohl auf schmalen Singletrails als auch bei einer plötzlichen Bremsung auf der Forststraße aus.

Das BULLS E-CORE EVO EN Di2 im Detail

Federgabel RockShox Lyrik RC 180 mm
Dämpfer FOX FLOAT X2 180 mm
Motor/Batterie Shimano STEPS E 8000 Twin Core 375 Wh*
Schaltung Shimano DEORE XT Di2
Bremsen Shimano SAINT
Sattelstütze Kind Shock LEV INTEGRA
Vorbau Monkey Link 55 mm
Lenker Bulls 780 mm
Laufradsatz DT Swiss HX 1501
Reifen Schwalbe Magic Mary 2,6″
*optionaler Zusatzakku: +375 Wh (499€)

Eineiige Zwillinge
Im Unterrohr des BULLS finden zwei herausnehmbare 375-Wh-Akkus Platz. Die insgesamt 750 Wh Kapazität sorgen für maximale Reichweite.
Es werde Licht
Es klingt banal, doch die Monkey Light-Lichtaufnahme ist super praktisch. So kann man easy ein (im Lieferumfang nicht enthaltenes) Licht montieren und kommt sicher nach Hause, wenn die Tour mal länger dauert.
Komplex
Der FOX FLOAT X2 ist einer der besten Dämpfer auf dem Markt, doch sein Setup ist komplex. Wir empfehlen, das Rad mit nur 3-4 Klicks Druckstufen-Dämpfung zu fahren.
Griffig
Die Schwalbe Magic Mary-Reifen begeistern mit sehr gutem Grip und gutem Komfort

Die Geometrie des BULLS E-CORE EVO EN

Größe 44 49 54
Sattelrohr 440 mm 490 mm 540 mm
Oberrohr 606 mm 620 mm 639 mm
Lenkwinkel 65 ° 65 ° 65 °
Sitzwinkel 74,5 ° 74,5 ° 74,5 °
Kettenstrebe 438 mm 438 mm 438 mm
BB Drop 0 mm 0 mm 0 mm
Radstand 1214 mm 1224 mm 1246 mm
Reach 435 mm 450 mm 465 mm
Stack 586 mm 612 mm 625 mm
E-Mountainbike Test in Südfrankreich: Bulls E-Core Evo EN
Helm Mavic Crossmax Pro | Rucksack EVOC STAGE 18L | Shirt Mission Workshop Faroe Merino Hooded Top | Shorts ACRE Supply Traverse Shorts

Fazit

Mit dem BULLS E-CORE EVO EN Di2 ist dem deutschen Hersteller ein ganz großer Wurf gelungen. Das Rad begeistert ab dem ersten Meter mit sehr viel Fahrspaß und ist dank des satten Fahrwerks für jede Situation bestens gerüstet. Mit zwei Akkus ist die Reichweite riesig, mit nur einem erhöht sich auf kurzen Touren zusätzlich die Agilität. Hier gibt es viel Innovation und feinste Teile zum fairen Preis: unser Kauftipp!

Stärken

– super Handling
– klasse Fahrwerk
– hohe Reichweite

Schwächen

– zweiter Akku nur gegen Aufpreis

Uphill Downhill Laufruhe Agilität Preis-Leistung 


Mehr Infos unter: bulls.de

Das Testfeld

Einen Überblick über diesen Vergleichstest erhaltet ihr hier: Das beste E-Mountainbike 2018 – Zwölf Traumbikes im Test

Alle Bikes im Test: BMC Trailfox AMP LTD | FANTIC XF1 Integra Enduro 160 | FOCUS SAM² PRO | Giant Full-E+ 0 SX Pro | Haibike XDURO Nduro 10.0 | Moustache Samedi Race 11 | ROTWILD R.E+ ULTRA | SCOTT E-Genius 700 Tuned | Specialized Turbo Levo S-Works Carbon | Thömus Lightrider E1 – Team Di2 | Trek Powerfly 9 LT Plus


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Text: Christoph Bayer Fotos: Christoph Bayer, Valentin Rühl

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Über den Autor

Christoph Bayer

Abwechslung – das ist für Christoph das Wichtigste. Sowohl auf dem Bike als auch bei seiner Tätigkeit für das E-MOUNTAINBIKE Magazin. Er koordiniert das Magazin und ist dort gleichzeitig Fotograf und Redakteur. Auf dem Rad trifft man ihn vor allem im alpinen Terrain an, wo er neben flowigen Trails auch gerne mal eng verwinkelte oder verblockte Strecken in Angriff nimmt.