Bisher setzte Avinox auf ein fest ins Oberrohr integriertes Touch-Display. Das sorgt zwar für einen optisch extrem aufgeräumten Look, hat jedoch Schwächen in der Praxis: Wer während der Fahrt Einstellungen vornehmen möchte, muss eine Hand vom Lenker nehmen – im dichten Stadtverkehr oder auf ruppigen Trails nicht die sicherste Lösung.

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Genau hier setzt das neue Avinox DP200 an. Display und Bedieneinheit wandern an den Lenker und somit ins Blick- und Griff-Feld des Fahrers. Der 1,4″ große Farb-LCD-Touchscreen soll dank hoher Helligkeit und entspiegelter Oberfläche auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleiben. Eine kratzfeste Beschichtung sowie die Schutzklasse IP56 wappnen das System gegen den ganz normalen E-Bike-Alltag mit Regen, Staub und Dreck.

Das Touch-Display reagiert angenehm direkt, das Herzstück bilden jedoch die fünf physischen Bedientasten, die sich direkt mit dem Daumen bedienen lassen: Zwei Tasten steuern die Unterstützungsstufen, zwei übernehmen die Schaltbefehle und eine dient als Power-Taste. Je nach Bike-Integration lassen sich darüber auch Funktionen wie Licht und Schiebehilfe steuern.

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Der größte Vorteil gegenüber dem bisherigen Oberrohr-Display: Die Hände bleiben stets sicher am Lenker. Statt während der Fahrt nach unten greifen zu müssen, lässt sich das Display direkt aus der Fahrposition bedienen. Die Tasten haben einen klar definierten Druckpunkt und die Verarbeitung der Bedieneinheit ist solide. Ob komfortabler oder nicht – dieser Platz ist der sichere und sinnvollere für eine Bedieneinheit. Avinox selbst sieht darin vor allem mehr Freiheit für die Bike-Hersteller, die künftig ihre Bikes stärker an unterschiedliche Einsatzbereiche und Kundenbedürfnisse anpassen können.

Mehr als nur Display und Tasten

Weitere Einstellungen laufen wie gewohnt über die Avinox Ride App. Dort lassen sich unter anderem individuelle Modi-Anpassungen konfigurieren und System-Updates installieren. Zusätzlich unterstützt das DP200 Apple Find My, wodurch sich ein entsprechend ausgestattetes Bike über Apples „Wo ist?“-Netzwerk lokalisieren lässt. Auch die Apple Watch wird eingebunden: Sie kann das Bike entsperren und während der Fahrt als zusätzliches Display dienen.

Ganz ohne Kompromiss kommt die neue Lösung allerdings nicht aus. Rund um den Lenker wird es durch Display, Tasten und Verkabelung zwangsläufig etwas voller als beim komplett ins Oberrohr integrierten System und auch die Optik muss darunter leiden. So schick wie das Oberrohr-Display ist die DP200-Bedieneinheit eben nicht. Dafür liegt die Bedienung jetzt alternativ dort, wo sie im Alltag deutlich mehr Sinn ergibt.

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Das DP200 ist eine vollkommen logische Weiterentwicklung, um das Bike besser auf das jeweilige Einsatzgebiet abzustimmen. Statt regelmäßig die Hand vom Lenker nehmen zu müssen, sitzen die wichtigsten Funktionen direkt am Daumen. Das hochwertige Bediengefühl, der kompakte Touchscreen und die Integration von Schaltung und Systemsteuerung ergeben ein rundes Gesamtpaket. Optisch ist die Lösung am Cockpit zwar weniger clean als ein eingelassenes Oberrohr-Display, funktional dafür im Vorteil.

Weitere Informationen findet ihr auf Avinox.


Words: Sarah Baumert Photos: Bene

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