Die EUROBIKE 2026 macht deutlich, wie schnell sich der Markt für leistungsstarke E-Bike-Antriebe verändert. Während Avinox und Gobao mit neuen Antriebslösungen aufwarten, geraten etablierte Marktführer weiter unter Druck. Mehr zu den aktuellen Entwicklungen rund um Avinox, Gobao und den Wettbewerb der nächsten Antriebsgeneration lest ihr in unseren ersten Tests.
Auf der Messe selbst steht jedoch wieder vor allem eines im Fokus: die weiter wachsende Zahl neuer E-MTBs mit dem neuen Avinox-Motor. Wir zeigen euch die spannendsten neuen Bikes mit Avinox-Motor im Überblick.
AMFLOW TL Carbon

Mit dem TL Carbon präsentiert AMFLOW sein erstes SUV-E-Bike und erweitert das Portfolio über den bisherigen E-Mountainbike-Fokus hinaus. Das neue Modell setzt auf den Avinox M2-Motor, einen entnehmbaren Akku und ein hohes zulässiges Gesamtgewicht – und soll damit Alltag, Touren und Offroad-Abenteuer gleichermaßen abdecken.
Megamo RYAL
Zur EUROBIKE 2026 präsentiert Megamo mit dem neuen RYAL sein neues Full-Power-E-MTB mit Avinox-Antrieb und erstmals entnehmbarem 800-Wh-Akku. Das neue Modell ergänzt das bestehende E-MTB-Portfolio rund um das Reason und positioniert sich als potentes All-Mountain- und Trail-Bike für anspruchsvolle Einsätze. Dafür setzt Megamo auf ein Fahrwerkskonzept mit 160 mm Federweg vorne und hinten, durchgängige 29″-Laufräder sowie den leistungsstarken Avinox M2S-Motor.
An der Spitze der Modellpalette steht das Megamo RYAL 03 AXS, das mit hochwertigem Factory-Fahrwerk, einer elektronischen SRAM S1000 Eagle AXS-Schaltung und kraftvollen Shimano XT-Bremsen ausgestattet ist. Trotz der hochwertigen Ausstattung und des großen Akkus ruft Megamo für das Topmodell einen Preis von lediglich 6.999 € auf.
Besonders spannend dürfte jedoch das Einstiegsmodell RYAL 10 werden. Bereits für 3.999 € verbaut Megamo den Avinox M2-Motor samt entnehmbarem 800-Wh-Akku, kombiniert mit einer RockShox Psylo-Gabel, einem Deluxe Select+-Dämpfer sowie einem Shimano XT M8100-Schaltwerk. Damit gehört das RYAL 10 auf dem Papier zu den interessantesten Preis-Leistungs-Angeboten im aktuellen Full-Power-E-MTB-Segment.
Nukeproof Megawatt
Nachdem Nukeproof seit knapp einem Jahr wieder zurück am Markt ist, präsentiert die britische Marke zur EUROBIKE 2026 mit dem neuen Megawatt ihr neues Full-Power-E-MTB. Das Bike setzt auf den Avinox-Antrieb, einen 800-Wh-Akku und positioniert sich als potentes E-MTB mit 160 mm Federweg an der Front und 150 mm am Heck. Beim Laufradkonzept bleibt Nukeproof flexibel: Serienmäßig rollt das Megawatt im Mullet-Setup, kann über einen Flip-Chip aber auch auf ein reines 29″-Setup umgestellt werden.
Das Topmodell kombiniert ein hochwertiges FOX Factory-Fahrwerk, eine SRAM GX Eagle Transmission-Schaltung und kraftvolle SRAM Maven Silver-Bremsen. Das neue Megawatt ist für 8.999 € verfügbar und bringt laut Hersteller 22,2 kg auf die Waage.
Der Einstieg in die Megawatt-Welt beginnt bei 4.499 €. Bereits das günstigste Modell kommt mit dem Avinox M2-Motor, ebenfalls mit 800-Wh-Akku, einem RockShox Psylo-Fahrwerk mit Deluxe Select-Dämpfer, einer SRAM S1000-Schaltung und SRAM DB4-Bremsen. Damit setzt Nukeproof nicht nur beim Topmodell auf viel Leistung und moderne Antriebstechnik, sondern macht das neue Megawatt auch in der Einstiegsversion zu einem spannenden Kandidaten.
Raymon Durok
Mit dem neuen Durok erweitert Raymon sein Portfolio um ein weiteres Full-Power-E-MTB. Das Bike setzt auf 160 mm Federweg an Front und Heck, einen entnehmbaren 800-Wh-Akku und einen Aluminiumrahmen. Das auf den Bildern gezeigte Modell positioniert sich im mittleren Ausstattungssegment und kommt zu einem Preis von 4.699 €.
Zur Ausstattung gehören eine RockShox Psylo-Gabel in Kombination mit einem RockShox Deluxe-Dämpfer, die neue MAGURA Louise Elite Sport-Vierkolbenbremse sowie ein Shimano CUES LINKGLIDE-Antrieb, der speziell auf die höheren Belastungen von E-MTBs ausgelegt ist. Laut Hersteller liegt das Gewicht bei 26,2 kg.
Besonders interessant fällt die Preisgestaltung der Modellreihe aus: Der Einstieg in die Durok-Plattform beginnt bereits bei 3.999 €. Gegenüber dem gezeigten Modell müssen Käufer dabei allerdings auf den LINKGLIDE-Antrieb verzichten. Zudem verbaut Raymon einfachere Reifen, während die grundlegende Plattform mit 160 mm Federweg und 800-Wh-Akku erhalten bleibt. Damit soll das Durok auch preisbewussten Fahrern den Zugang zur neuen Full-Power-Baureihe ermöglichen.
Steppenwolf Tycoon
Das neue Steppenwolf Tycoon setzt auf 170 mm Federweg an Front und Heck, 29″-Laufräder sowie den Avinox M2S-Motor. Die Energie liefert ein 800-Wh-Akku, während die Geometrie in den Größen S, M und L erhältlich ist. Trotz der robusten Ausstattung gibt Steppenwolf für das Topmodell ein Gewicht von rund 21,9 kg in Größe L an.
An der Spitze der Modellpalette steht das Tycoon 11, das für 9.999 € über den Ladentisch geht. Zur Ausstattung gehören eine FOX 38 Factory-Gabel, ein FOX DHX2 Factory-Stahlfederdämpfer, SRAM Maven Ultimate-Bremsen, eine SRAM X0 AXS Transmission-Schaltung und DT Swiss HXC 1500 Hybrid-Laufräder. Komplettiert wird das Paket durch Maxxis-Reifen.
Wer weniger investieren möchte, findet mit dem Tycoon 10 für 7.999 € eine deutlich günstigere Alternative. Angetrieben wird auch dieses Modell vom Avinox M2S-Motor mit 800-Wh-Akku und bietet dieselben 170 mm Federweg. Statt des FOX-Fahrwerks setzt Steppenwolf hier auf eine RockShox ZEB Ultimate-Gabel und einen RockShox Vivid Air-Dämpfer. Gebremst wird mit SRAM Maven Bronze-Bremsen, während eine SRAM GX Eagle Transmission die Schaltarbeit übernimmt. Damit bleibt auch das Einstiegsmodell klar auf Performance ausgelegt und verzichtet trotz des deutlichen Preisabstands auf gravierende Kompromisse bei Antrieb und Fahrwerk.
Die Qual der Wahl wird auf der EUROBIKE 2026 also nicht gerade einfacher. Wer heute ein Avinox-Bike sucht, wird definitiv fündig – und das teilweise zu erstaunlich attraktiven Preisen. Mit Megamo, Nukeproof, Raymon, Steppenwolf und AMFLOW wächst nicht nur die Zahl der Bikes, sondern auch die Vielfalt der Konzepte: vom günstigen Aluminium-Bike bis zum High-End-E-MTB.
Words: Benedikt Schmidt, Robin Ulbrich Photos: Benedikt Schmidt


