
Die Multi-Millionen-Dollar-Idee von ALSO. ist schnell erklärt: Es gibt heute unzählige verschiedene Bike-Kategorien – und genauso groß ist die Angst, am Ende in das falsche Bike zu investieren – bei Herstellern und Konsumenten. Das US Start-Up Unternehmen will genau diese Sorge aus der Welt schaffen. Die Lösung heißt TM-B: ein Rahmen, viele verschiedene Bikes. Das TM-B ist modular aufgebaut: Der Hauptrahmen bleibt immer gleich, der Top Frame – sozusagen der Aufbau auf dem Hauptrahmen – lässt sich je nach Bedarf in Sekunden tauschen. Dazu wählt man im Online-Konfigurator einfach die passenden Komponenten für den gewünschten Trim.
Kombiniert wird das Ganze beim ALSO. TM-B mit einem Pedal-by-Wire-Antriebskonzept. Bei einem Pedal-by-Wire-Antrieb sorgt der E-Motor alleine für den Vortrieb, der Schub wird aber weiterhin über die Pedale kontrolliert. Der Pedal-Input wird nur eben digital statt mechanisch an das System weitergeleitet. Das soll allen Anforderungen – sowohl technisch als auch gesetzlich – gerecht werden und gleichzeitig dem Hersteller mehr Spielraum für ein Software-Feintuning des Fahrerlebnisses geben. Hinzu kommt Hightech-Integration sogar bis über die Haarspitzen hinaus. Das Ergebnis ist das „E-Bike für alle(s)“.

ALSO. ist ein Spin-off von Rivian und profitiert im großen Stil vom Know-how, den Ressourcen und den Fertigungsketten des Elektrofahrzeugherstellers. Darüber hinaus teilt es sich mit Rivian eine Vision von abgasfreier Mobilität. Selbst im Namen ist die Idee der Mobilitätswende versteckt, die Rivian bereits mit seinen Elektrofahrzeugen verfolgt. „ALSO.“ im Sinne von „darüber hinaus“ zeigt: Es gibt mehr Alternativen zum (Verbrenner-)Auto. Dass TM-B für Transcend Mobility-Bike steht, ist – wenn man die Vision verstanden hat – natürlich selbsterklärend.
Alle Hersteller kündigen ihre neuen Bikes mit großen Versprechungen an – ALSO. macht da keine Ausnahme. Offenbar scheint man dem Start-up zu vertrauen: Investoren haben für die Bike-Branche ungewöhnliche 300 Millionen $ locker gemacht und das Unternehmen gleich mit rekordverdächtigen 1 Milliarde $ bewertet. Normalerweise sollten hier alle Alarmglocken angehen, die vor einer möglichen Spekulationsblase warnen.
Und dann soll die Launch Edition des Hightech-E-Bikes auch noch bereits nächstes Jahr zu einem Kampfpreis von 4.500 $ auf den Markt kommen, kurz darauf gefolgt von einer Base-Variante, die sogar schon für 3.500 $ zu haben sein soll.
Übersehen wir hier etwas? Ist das ALSO. TM-B wirklich zu gut, um wahr zu sein? Stehen potenzielle Käufer also nächstes Jahr am Ende mit leeren Händen da? Oder hat ALSO. tatsächlich das E-Bike von vorne bis hinten neu erdacht und vieles möglich gemacht, was bisher nicht machbar schien? Wir haben bereits Erfahrungen mit Pedal-by-Wire-Bikes – wie etwa dem mocci Smart Pedal Vehicle, doch das TM-B wirkt noch einmal eine ganze Nummer fortschrittlicher als alles, was bisher auf dem Markt ist. Uns blieb also nichts anderes übrig, als das Nackenkissen einzupacken und uns in den Flieger nach San Francisco zu setzen, um uns selbst davon zu überzeugen.
ALSO. TM-B Test – Die Launch Edition im Detail
Die „Top Frames“ zeigen, wie durchdacht das TM-B konzipiert ist. Das modulare Rahmenteil mit jeweiliger Sitzoption lässt sich per Touchscreen entsperren: Ein großer elektromechanischer Keil am hinteren Ende der Befestigung schiebt sich vor und zurück, während vorne ein einfacher mechanischer Keil einrastet. Das Prinzip ist vergleichbar mit einem Skistiefel – bombenfest und werkzeugfrei innerhalb von Sekunden wechselbar. Jeder Top Frame ist codiert, sodass das Bike erkennt, welcher gerade in Benutzung ist. So lassen sich sogar Fahrprofile anhand des Rahmenteils speichern.

Der Top Frame Solo ist die Standardausstattung – ein Sattelrohr samt Sattel und starrer Sattelstütze, verfügbar in zwei Größen: S für 150–173 cm Körpergröße oder L für 165–203 cm. Im Sattelrohr ist ein intelligentes Rücklicht integriert, und es gibt zwei Aufnahmen für Trinkflaschenhalter. Für 350 $ kann man sich beim ALSO. TM-B einen weiteren Top Frame Solo zulegen.


Der Top Frame Utility ist ebenfalls in S und L erhältlich und kostet 500 $. Er bietet Platz für eine Trinkflasche und einen großen, angebrachten Gepäckträger, wobei das Gepäck Teil der gefederten Masse ist. Außerdem verfügt er über eine MIK-HD-Aufnahme für Zubehör wie Körbe, Kindersitze oder eine Sitzbank für Kinder bis ca. 10 Jahre. Als optionales Accessoire gibt es beim ALSO. TM-B Hartschalen-Körbe, die speziell für US-Supermarkt-Papiertüten dimensioniert sind – wie man sie bei Walmart oder Target bekommt. Ergänzt wird das Setup durch ein Front Rack, das an die Gabelkrone der Federgabel montiert wird. Durch das Upside-Down-Design der Federgabel zählt auch hier das Gepäck zur gefederten Masse. Der Träger ist für bis zu 11 kg freigegeben, ist ebenfalls mit MIK-Haltern kompatibel, und auch hier lassen sich seitliche Hartschalen-Körbe montieren.
Während auf dem Solo Top Frame oder auf dem Bench Top Frame Fahrer mit bis zu 136 kg Körpergewicht Platz nehmen dürfen, steigt die maximale Zuladung auf dem Utility Top Frame auf 147 kg an.

Der Top Frame Bench ist nur in einer One-Size-fits-all-Variante verfügbar. Er kostet 450 $ und setzt auf Komfort. Er eignet sich eher fürs entspannte Cruisen als für sportliches Pedalieren: viel Platz nach hinten, um bequem zu sitzen und an der Ampel die Beine locker am Boden zu haben. Ein Rücklicht ist integriert, einen Flaschenhalter gibt es nicht – aber keine Sorge, niemand muss verdursten. Jeder Rahmen besitzt am Vorbau Anschraubpunkte für einen Flaschenhalter oder andere Accessoires wie den ALSO. Smartphone-Holster.

Das Design des ALSO. TM-B Launch Edition E-Bikes im Detail
Ungewöhnlich für E-Bikes: Der Aluminiumrahmen des TM-B wurde im Schwerkraftguss-Verfahren hergestellt. Deshalb wirkt das Bike trotz seiner modularen Bauweise wie aus einem Guss: Keine Schweißnähte, sanfte Rundungen, schlichtes Design und hochgradig integrierte Bauteile prägen das Gesamtbild. Der Nachteil von diesem Gussverfahren sind hingegen oft sehr schwere Bauteile.
m Rahmen bildet das Magnesium-Motorgehäuse eine Art Subframe, das Motor, Kurbelgenerator, Batterie und die Aufnahmen für die Hinterbaugelenke beherbergt. Laut ALSO. ist dieses Magnesiumgehäuse eines der komplexesten Werkstücke seiner Größenordnung, das weltweit gegossen wird. Abgedeckt wird es von einer Kunststoffverkleidung, die je nach Ausstattungsvariante in unterschiedlicher Farbe und Transparenz daherkommt.
Natürlich dürfen auch Design-Elemente wie das Frontlicht des Rivian EV nicht fehlen. Besonders praktisch: In das Frontlicht ist ein Blinker integriert, der über Schaltwippen am Lenker links und rechts bedient werden kann. Gleichzeitig blinken die integrierten Rücklichter in den Sattelstützen mit, was für zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr sorgt.
ALSO. TM-B im Test – Der DreamRide-Motor im Detail
Das Herzstück des TM-B ist der DreamRide Pedal-by-Wire-Antrieb – eine absolute Rarität in der E-Bike-Welt. Es gibt keine mechanische Verbindung zwischen Kurbel und Antrieb. Die Kurbel treibt einen Generator an, während der darüber liegende Motor das Hinterrad aus eigener Kraft zum Rotieren bringt. Für die Kraftübertragung kommt ein wartungsarmer Riemen zum Einsatz.
Warum sollte man sich für ein Pedal-by-Wire-System statt für ein konventionelles E-Bike-System entscheiden? In den USA lassen sich damit auf einfachem Wege Bikes mit Gashahn realisieren. Ändert man jedoch nur ein paar Zeilen Code, erfüllt es auch alle EU-Regularien. Außerdem lässt sich so ein System einfacher skalieren, etwa für Lieferdienst-Fahrzeuge – aber dazu später mehr.

Wer schon einmal ein Drive-by-Wire- oder Pedal-by-Wire-System ausprobiert hat, weiß, dass sich das in den meisten Fällen nicht wirklich wie Fahrradfahren anfühlt. ALSO. strebt hier die sprichwörtliche Quadratur des Kreises an: Einerseits soll das Fahrerlebnis „as software-defined as possible“ sein, andererseits ein natürliches Fahrgefühl erzeugen, sodass man auf Anhieb nicht merkt, dass man den Riemen gar nicht selbst antreibt.
Vorweg: Dieses Ziel ist ALSO. so gut gelungen, dass das TM-B mit den bisherigen Drive-by-Wire-Bikes der ersten Generation nicht mehr vergleichbar ist. Wie ist das möglich? Der Generator an der Kurbel arbeitet mit einer sehr hohen Abtastrate, erkennt jede Kurbelbewegung auf jeder Seite, in jeder Position, zu jeder Zeit – ohne negative Effekte durch Vibrationen, lautes Motorsummen oder unnatürlichen Widerstand. Der Motor reagiert im ALSO. TM-B Test nahezu verzögerungsfrei und liefert sofort hohe Kraftreserven, auch aus dem Stand heraus.
Die Software interpretiert das Zusammenspiel von Pedal-Input und Motor-Output, erkennt den aktuell gewählten Gang und die Steigung und sorgt so für ein harmonisches Fahrerlebnis. Hinzu kommen Gimmicks, die zwar nicht unbedingt nötig wären, das Erlebnis aber abrunden: Im manuellen Fahrmodus simuliert das Bike eine 10-fach-Schaltung, deren Gangsprünge sich an einer normalen Kassette orientieren. Jeder Wechsel wird über einen ergonomischen Schalter am Lenker ausgelöst und mit einem kurzen Ruck am Pedal sowie einem akustischen Schaltgeräusch quittiert – das fühlt sich an wie eine perfekt eingestellte Kettenschaltung.
Alternativ gibt es einen Auto-Modus, der ein stufenloses Schaltgetriebe simuliert. Die Ziel-Kadenz lässt sich auf dem Display auswählen, die Geschwindigkeit steuert man über die Intensität, mit der man in die Pedale tritt. Die Unterstützungsstufe reicht vom 1-fachen bis zum 10-fachen des eigenen Inputs. Der Drehhebel, der im manuellen Modus die Gänge wechselt, wird dabei zum Assist-Modus-Hebel.
Die Motorleistung des ALSO. TM-B kann sich sehen lassen: Bis zu 180 Nm Drehmoment liegen am Hinterrad an. Damit erreicht das TM-B Beschleunigungskräfte von bis zu 0,3 G. An die knapp 1,1 G eines Rivian R1T Quad-Motors im Launch Control-Modus kommt es zwar nicht ran. Man hat auf dem TM-B jedoch auch nicht vor, von 0 auf 100 km/h in unter 3 Sekunden zu beschleunigen. Die Beschleunigungswerte sind vergleichbar mit „normalen“ Serienfahrzeugen und genauso so gewählt, um sich auf vielbefahrenen Straßen im Stadtverkehr einzufädeln und problemlos mitzuschwimmen.

Die Leistungsentfaltung des Motors reicht von harmonisch in mittleren Modi bis hin zu stürmisch in Stufe 10x-Assist. Weitere Einstellungen zum Ansprechverhalten sollen über eine App hinzukommen, auf die wir im Test leider noch keinen Zugriff hatten.
Anfahren an steilen Hügeln stellt zumindest kein Problem für den DreamRide-Motor dar, auch wenn man selbst keine Kraft beisteuern kann. Davon konnten wir uns selbst überzeugen, als wir mit über 100 kg Fahrergewicht einen typischen San Francisco-Hügel erklommen. Das TM-B verliert dabei nicht an Leistung, sondern beschleunigt auch bei Steigungen von bis zu 30 % weiterhin kräftig und souverän.
Geplant ist außerdem ein „Hill Flattening“-Modus, der automatisch stärker unterstützt, sobald das E-Bike eine Steigung registriert. Darüber hinaus tüftelt ALSO. bereits an weiteren Modi: So wäre laut Hersteller beispielsweise ein Modus denkbar, der eine gemischte Gruppe von Bikern auf demselben Tempo hält. Jeder Fahrer könnte dabei individuelle Ziele setzen, etwa „Ich will ein intensives Workout“ oder „Bring mich ans Ziel mit meinem Tiefschlafphasen-Puls“.
Die smarten Helferlein des DreamRide-Antriebs im ALSO. TM-B
Mit an Bord befindet sich eine Traktionskontrolle: Das Vorderrad ist mit einem Tonewheel ausgestattet, und das Hinterrad ist direkt über den Riemen mit dem Motor verbunden – ohne zwischengeschaltete Gangschaltung. So kennt das TM-B jederzeit die Drehgeschwindigkeit beider Räder, passt die Leistungsabgabe in Sekundenbruchteilen an und soll ein Durchdrehen des Hinterrads effektiv verhindern.
In unserem kurzen Test konnten wir trotz der hohen Kraft von bis zu 180 Nm am Hinterrad weder Donuts drehen noch Burnouts provozieren. Für eine umfassendere Prüfung müsste man das System allerdings auf europäischen, von Regen durchnässten Waldwegen testen, statt auf dem sonnengewärmten Asphalt von San Francisco. Je nach gewählter Einstellung – etwa Trail-Modus oder Cruise-Modus – soll sich das Verhalten der Traktionskontrolle zudem anpassen.
Regeneratives Bremsen ist ebenfalls integriert: Der „Leerweg“ der Bremshebel aktiviert zunächst die Energierückgewinnung am Hinterrad. Laut ALSO. ist der DreamRide-Motor in der Lage, mit der gleichen Leistung zu rekuperieren, mit der er auch Leistung abgeben kann. In realistischen Best-Case-Szenarien soll das den Stromverbrauch um bis zu 25 % reduzieren. Außerdem bleiben die Bremsen dabei kalt und die Beläge werden geschont. Auf dem Display lässt sich die Regeneration in Echtzeit ablesen. Erst wenn der Hebel über den Leerweg hinaus betätigt wird, greifen die Bremszangen auf beide Bremsscheiben zu.
Wie für viele City- oder Trekking-E-Bikes in den USA typisch besitzt das TM-B einen Daumengasgriff: Am rechten Lenker befindet sich ein kleiner, feinfühliger Drehhebel, der die gesamte Kraft des TM-B mit nur einem Finger entfaltet. Besonders praktisch beim Anfahren am Berg oder mit Kind auf dem Gepäckträger, da man die Beine nicht erst vom Boden auf die Pedale stellen muss.

Da das Daumengas in der EU nicht zulässig ist, wird es hierzulande als temporärer Assist-Boost genutzt. So lässt sich der Multiplikator schnell auf bis zu 10x drehen, um sich in eine Fahrspur mit schneller fließendem Verkehr einzuordnen oder lässig mit beiden Reifen an einer Bordsteinkante abzuheben. Tritt man nicht in die Pedale, dient das Daumengas zudem als leicht erreichbare Schiebehilfe.
Apropos EU-Konformität: In den USA wird das TM-B als ein Class 3 E-Bike verkauft, das bis zu 28 mph (45 km/h) noch unterstützt. Nach Europa soll es jedoch als gewöhnliches E-Bike (EPAC) mit einer Unterstützung bis 25 km/h eingeführt werden und allen europäischen Vorschriften entsprechen.
Power-Hour! – Die Batterie des ALSO. TM-B Launch Edition E-Bikes im Detail
Die smarte Batterie des TM-B ist ein eigenes Kapitel wert. Auch hier profitiert ALSO. vom Know-how des Mutterkonzerns Rivian und bietet Features, die andere Bike-Hersteller nicht liefern können, da diese meist auf Standard-Motorsysteme zurückgreifen.
Die Batterie ist in zwei Kapazitäten verfügbar: 808 Wh oder 538 Wh. Bei der kleineren Variante fehlen lediglich ein paar Zellen im Vergleich zur größeren. Das Gehäuse bleibt identisch, doch die kleine ist etwas leichter. Wie bei den Top Frames kombiniert auch die Batterieverriegelung mechanische, elektrische und digitale Systeme.
Den Befehl zur Batterie-Entriegelung erteilt man über das Display. Daraufhin entriegelt ein mechanischer Stift die Drehfunktion des Batteriegriffs. Anschließend kann man den kleinen Haltegriff an der Vorderseite um 90 Grad drehen und die Batterie seitlich aus dem Rahmen ziehen. Der Vorgang ist sowohl einfach als auch sicher. Sollte jemand versuchen, die Batterie gewaltsam zu stehlen oder unrechtmäßig an einem anderen Bike zu nutzen, verhindert ein digitaler „Fingerabdruck“ den Zugriff – für Diebe ist die Batterie somit prinzipiell wertlos.
Die Batterie selbst verfügt über zwei USB-C-Ports. Sie kann als Powerbank mit bis zu 240 W (!) Leistung genutzt werden – z. B. für einen Gaming-Laptop – oder mit gleicher Leistung geladen werden. Die Ladezeiten liegen bei der großen Batterie bei etwa 2,5 Stunden von 0 auf 80 % und bei 3:45 Stunden auf 100 %. Die kleine Batterie lädt in unter 2 Stunden auf 80 % und erreicht 100 % in etwa 2:20 Stunden. Ein kleines E-Ink-Display zeigt jederzeit den aktuellen Ladestand an.
Zusätzlich gibt es einen USB-C-Ladeport am Hauptrahmen, der ebenfalls bidirektional arbeitet. So könnte man beispielsweise während der Fahrt eine Bassbox im Frontkorb betreiben.


Doch was passiert, wenn man zu lange die Nachbarschaft mit der Boombox beschallt und der Akku leer ist? Aus unserer Sicht ist das einer der größten Nachteile von Pedal-by-Wire-Systemen. Damit man das leere E-Bike nicht nach Hause schieben muss, hat ALSO. mehrere Sicherheitsstufen im normalen Betrieb vorgeschaltet bzw. in Planung.
Als erste Stufe soll die integrierte Navigation die Restreichweite berechnen. ALSO. nutzt eine eigene Navi-Software, die gezielt auf Biker – und speziell auf das TM-B mit seinem aktuellen Fahrer – abgestimmt ist. So kann frühzeitig vorgewarnt werden, ob das Ziel noch mit Akku-Unterstützung erreicht wird oder nicht.
Ignoriert man die Reichweitenwarnung, aktiviert sich bei einer geringen Akku-Kapazität von voraussichtlich 10 % die nächste Stufe: ein Stromsparmodus. Dabei werden die Akku-Reserven auf die verbleibende Strecke gestreckt und die Motorleistung entsprechend gedrosselt.
Überschreitet man auch noch diese Grenze, wechselt das ALSO. TM-B in einen sogenannten Kriechmodus oder Endlosmodus. Der Strom, den man durch Pedalieren erzeugt, wird dabei aufgeteilt. Ein Teil lädt den Akku, der andere wird an den Antriebsmotor weitergeleitet.
Wir konnten diesen Modus im Test nicht ausprobieren, gehen aber davon aus, dass dies ein echter Kraftakt sein dürfte. Im Vergleich zu einem klassischen E-MTB entstehen hier nicht nur mechanische Verluste, sondern auch zusätzliche Effizienzverluste durch die Umwandlung von Bewegung zu Strom und zurück in Bewegung.
Lowrider oder Flowrida? – Das Fahrwerk des ALSO. TM-B im Test
Das Motorsystem wirkt sich auch direkt auf die Hinterradfederung aus. Ähnlich wie bei einem Motorrad besitzt das TM-B eine Hinterradschwinge mit einem höher gelegenen Drehpunkt, vergleichbar mit High-Pivot-Bikes. Da der Antriebsmotor nah am Drehpunkt des Hinterbaus liegt und der Riemen nicht um ein Kettenblatt an den Pedalen geführt werden muss, entfallen zusätzliche Umlenkrollen wie bei klassischen High-Pivots. Auch Riemenspannrollen oder Rahmenschlösser, wie man sie von anderen Riemen-Fullys kennt, kann man sich sparen. Oder anders ausgedrückt: Die Komplexität, die ein Pedal-by-Wire-System mit sich bringt, spart es an anderer Stelle wieder ein.

Der ALSO.-eigene Luftdämpfer wird über eine Mehrgelenk-Kinematik angesteuert, um dem Hinterbau etwas mehr Endprogression abzugewinnen. Dadurch kann das TM-B die erste Hälfte seiner 120 mm Federweg etwas feinfühliger freigeben und harte Schläge, die bis tief in den Federweg reichen, stärker abdämpfen.
Im Drehpunkt der Hinterradschwinge ist ein Hall-Effect-Sensor verbaut, der dem Bike mitteilt, wie tief man im Federweg steht und wie viel Fahrwerksreserven man unterwegs nutzt. In Zukunft sollen so über die Begleit-App Empfehlungen zur Fahrwerksanpassung möglich sein.
Gepaart wird der smarte Hinterbau mit einer ALSO.-eigenen Up-Side-Down-Federgabel mit wuchtigen 36-mm-Standrohren. Je nach Ausstattungsvariante ist sie mit einer Luft- oder Stahlfeder bestückt. Die hochpreisigen TM-Bs nutzen die Luftvariante, die sich leichter an das eigene Körpergewicht anpassen lässt. Alle Varianten verfügen über 120 mm Federweg und eine Aufnahme für Schutzbleche oder einen Frontgepäckträger. Die vergoldeten Standrohre führen vermutlich auf eine Molybdändisulfid-Beschichtung zurück, die den Abrieb reduziert – ein Kashima-Logo wie bei den Produkten von FOX konnten wir nicht entdecken 😉

ALSO. TM-B im Test – Das Connectivity-Paket und der smarte Diebstahlschutz
Das TM-B wird mit einem umfangreichen Connectivity-Paket, einem smarten Diebstahlschutz und netten digitalen Convenience-Features ab Werk ausgeliefert.
An der Unterseite des Bikes ist ein kraftvoller Lautsprecher verbaut. Über den Drehschalter am linken Lenkerende kann man entweder ein Klingeln oder ein Horn auslösen, je nachdem, ob man kurz klickt oder länger drückt. So kann man Fußgänger freundlich auf sich aufmerksam machen und Autofahrer kraftvoll auf ihr Fehlverhalten hinweisen. Oder anders rum 😉

Das 2,75-Zoll-Touchdisplay, „Portal“ genannt, ist im Vorbau integriert. Im Test war das UI-Design noch nicht final, funktionell lief jedoch bereits alles einwandfrei. Es gibt Spielraum für Individualisierung: Die Handhabung erinnert an moderne Smartphones, mit Swipes nach links oder rechts zum Wechseln zwischen Anzeigen und Spezialfeldern, die von oben oder unten hereinwischen, etwa für das Tauschen des Sattels oder Entnehmen der Batterie.
Der drehbare Bezel-Ring mit spürbarem Klick fungiert fast wie ein Lock/Unlock-Knopf, vergleichbar mit der Start-/Stop-Taste in einem Auto. Over the Air-Updates sorgen dafür, dass das System stets aktuell bleibt.

Die Navigation ist bisher nur als Turn-by-Turn-Anzeige angekündigt, statt einer vollständigen Kartendarstellung. ALSO. setzt auf eine eigene Navigationslösung, die besser auf das Bike und die Bedürfnisse der Fahrer zugeschnitten sein soll.
Musiksteuerung und Anrufmanagement lassen sich direkt über das Display oder die Lenker-Remotes bedienen, sodass das Smartphone die meiste Zeit in der Tasche bleiben kann.
Der Diebstahlschutz des ALSO. TM-B Launch Edition E-Bikes im Detail
Der digitale und mechanische Diebstahlschutz des TM-B geht weit über herkömmliche Systeme hinaus und soll im besten Fall das Fahrradschloss überflüssig machen.
Das TM-B lässt sich per Smartphone orten, verschickt Benachrichtigungen, wenn es unrechtmäßig bewegt wird und gibt dabei einen Alarm von sich – soweit, so bekannt. Das TM-B lässt sich auch aus der Ferne lahmlegen und verwehrt dann alle Motorfunktionen.

Darüber hinaus kann das TM-B das eigene Hinterrad blockieren und die Pedale entkoppeln, sodass man ohne Pedalwiderstand ins Leere tritt. Schnell aufspringen und davon pedalieren oder auch einfach nur Wegschieben werden somit vereitelt.
Zur Vernetzung nutzt das TM-B GPS, BLE, Wi-Fi und LTE-M. Für die Connectivity-Dienste gibt es das Abo „Connect+“ für 15 $ pro Monat oder 120 $ jährlich. Über das System lässt sich der Ladestand online prüfen. Das Smartphone fungiert als Schlüssel, ein klassischer Schlüssel ist nicht mehr nötig. Wer kein Smartphone nutzen möchte, kann alternativ einen PIN am Display eingeben.
Der neue ALSO. Alpha Wave-Helm
Mit dem Alpha Wave-Helm kommt die angekündigte High-Tech-Integration, die sogar bis über die Haarspitzen hinausgeht. Der Helm ist zwar auch einzeln für 250 $ erhältlich, entfaltet seinen vollen Funktionsumfang aber erst mit dem TM-B.
Vorne und hinten sind LEDs mit jeweils 200 bzw. 75 Lumen verbaut, die über den Lenker steuerbar sind. Der Vorteil von einem Helmlicht ist natürlich, das es immer in Blickrichtung strahlt. Das ist nicht nur praktisch während der Fahrt, sondern auch, wenn man das Bike in einer dunklen Garage abstellt und anschließend noch nach dem richtigen Garagenschlüssel suchen muss.
Für Kommunikation und Entertainment sorgen zwei Rauschunterdrückungsmikrofone in der Stirnpartie sowie vier Lautsprecher. Diese blocken keine Fahrgeräusche wie klassische Kopfhörer, sind jedoch vor Windgeräuschen geschützt. Musik hören, Telefonate führen oder Navigationshinweise empfangen – all das lässt sich direkt über den Helm erledigen, da Licht, Navi und Media Player nahtlos mit dem TM-B verbunden und steuerbar sind.
ALSO. nutzt einen Kinnbügel aus Kunststoff von HighBar-System. Er ist mit einem Drehverschluss ausgestattet, der sich mühelos mit einer Hand bedienen lässt. Außerdem verfügt der Helm über ein neuartiges RLS (Release Layer System) mit vier kugelgelagerten Platten in der Außenhaut, die Rotationskräfte noch effektiver abfangen sollen als andere Systeme, die speziell dafür entwickelt wurden, wie etwa MIPS.

Der Alpha Wave-Helm ist in drei Größen erhältlich, lässt sich über USB-C laden und bietet eine Laufzeit von 5–15 Stunden – kürzer bei Telefonaten über Mikrofone und Lautsprecher, länger, wenn nur z. B. das Licht genutzt wird. Der Helm wiegt rund 550 g, und die Elektronik im Inneren ist per IPX6-Zertifizierung vor Wasser geschützt.
Unbestritten, die technischen Features sind auf dem neuesten Stand der Technik. Der Alpha Wave-Helm wirkt jedoch etwas schwer und nicht besonders gut belüftet. Ein endgültiges Urteil zum Tragekomfort und zur Belüftung können wir erst nach einem Fahrtest fällen, da uns bislang nur ein noch nicht serienreifes Modell präsentiert wurde.
ALSO. TM-B – Ausstattung und Ausstattungsvarianten
Über die Komponenten können wir momentan noch nicht zu viele Worte verlieren. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen sind fast alle Teile proprietäre Produkte von ALSO. und uns so noch nie an einem anderen E-Bike begegnet. Im Zusammenspiel am TM-B erwecken sie einen stimmigen Eindruck: Ergonomie und Performance passen. Außerdem hat man sich bei ALSO. darum bemüht, Teile einzusetzen, die zu vorhandenen Standards kompatibel sind, wie etwa eine M15 x 110-mm-Steckachse vorne oder Bremsen, die Beläge von marktüblichen Herstellern aufnehmen. Wie sich die Parts aber im Einzelnen schlagen, muss noch durch weitere Tests ergründet werden. Es steht jedoch jetzt schon fest, dass das ALSO. TM-B in hohem Maße abhängig von einer guten Ersatzteilverfügbarkeit durch den Hersteller ist.
ALSO. TM-B Launch Edition, TM-B Performance Edition und Base-Edition
Die TM-B Limited Launch Edition wird als erste Variante angeboten und für 4.500 $ erhältlich sein. Als Erscheinungsdatum in den USA ist der Frühling 2026 angepeilt. Von der Performance Edition unterscheidet sie sich nur in der Farbgebung und im früheren Erscheinungsdatum (Performance: erste Hälfte 2026). Europäer müssen noch etwas länger warten, bis ein genaueres Erscheinungsdatum angekündigt wird.
Der Online-Konfigurator lässt mehrere Trims zu. Für den Road Trim kann man sich zwischen einer nackten Version oder gegen einen Aufpreis von 50 $ mit Schutzblechen entscheiden. Der All-Terrain Trim ist mit griffigen Flatpedals und Stollenbereifung ausgestattet, wenn es auch mal übers Land gehen soll.
Beim Cockpit gibt es die Wahl zwischen dem Standard-Cockpit mit hohem Riserbar (120 mm) oder dem Sport-Cockpit mit „Flatbar“ (80 mm Rise).
Eine TM-B Basisvariante soll später in 2026 folgen. Ihr Akku verfügt über eine kleinere Kapazität von 538 Wh, die Motorunterstützung hat einen maximalen Multiplikator von 5-fach statt 10-fach, und in der Federgabel werkelt eine Stahlfeder statt einer Luftfeder. Die Basisvariante verzichtet darüber hinaus auf Farbakzente an der Motorabdeckung und am Akku. Weitere Collabs in bunten Designs sind bereits in Arbeit und sollen künftig erhältlich sein.

Stellt man sich das TM-B mit Road-Bereifung, kleinem Akku und kleiner Top Frame mit Solo-Sitz-Option zusammen, soll man laut ALSO. bei einem Gewicht von knapp 40 kg für das E-Bike landen. Wählt man schwerere Komponenten, soll das Gewicht sogar bis auf 43 kg ansteigen.
ALSO TM-B Launch Edition
4.500 €
Ausstattung
Motor DreamRide 180 Nm
Akku ALSO. 808 Wh
Display Portal
Federgabel ALSO. 120 mm
Dämpfer ALSO. 120 mm
Sattelstütze Top Frame Solo
Bremsen ALSO. 203/180 mm
Schaltung Gates Belt
Lenker 120 mm Riserbar 760 mm
Laufradsatz Aluminium 24"
Reifen ALSO. Road 2,6"
Technische Daten
Größe S L
Gewicht 40 kg
Zul. Gesamtgewicht 176 kg
Anhänger-Freigabe nein
Besonderheiten
fast alles
Das ALSO. Quad
Neben dem TM-B hat ALSO. auch ein Quad in der Entwicklung, das zeigen soll, wie gut sich die Technologien des Unternehmens skalieren lassen. Es soll in naher Zukunft als Flotten-Bike im kommerziellen Sektor sowie als Cargo-Bike für Jedermann zum Einsatz kommen.

Prinzipiell kann man den Antriebsmotor, das Kurbelsystem, das Connectivity-Paket und die Software-Architektur mitnehmen und passt „nur“ den Rahmen mit Aufhängung und die Batteriekapazität an den Einsatzzweck an. Vom Zweirad über Cargo-Bike und Golf-Kart bis hin zum Amazon-Prime Lieferanten-Mobil ist alles denkbar – und eigentlich auch schon im Prototypenstatus in der ALSO.-Garage in San Francisco verfügbar.

ALSO. TM-B – Test der Launch Edition in den Straßen von San Francisco
In der 70er-Jahre Kultserie „Die Straßen von San Francisco“ lieferte sich Michael Douglas wilde Verfolgungsjagden in einem Ford Galaxie durch steile Straßenschluchten. Dies wäre im hektischen San Francisco von heute nur schwer möglich. Vielleicht sollte man für eine Neuauflage der Serie auf moderne E-Bikes steigen, wie wir es getan haben.
Die kleinen 24”-Reifen sorgen in Kombination mit dem tief im Rahmen integrierten Akku für einen niedrigen Schwerpunkt. Das verleiht dem TM-B eine hohe Grundstabilität. Auch der sehr solide Rahmen und die bullige Federgabel bringen Ruhe und Gelassenheit in das Fahrverhalten. Das erleichtert das Handling, sodass sich das TM-B besonders zum Cruisen eignet und dazu einlädt, sich in weite Kurven zu legen. Vorausgesetzt man hat sich im Konfigurator für den Standardlenker mit 120 mm Rise entschieden, der die Sitzposition aufrecht gestaltet. Der niedrige Durchstieg trägt zusätzlich zum Cruiser-Feeling bei, denn er ermöglicht ein entspanntes Hop-on/Hop-off, das im Alltag und in der Freizeit schnell zur geschätzten Gewohnheit wird.
Dennoch sorgen die kleinen Reifen auch für eine gewisse Wendigkeit, und der bärenstarke Motor verleiht dem TM-B die Spritzigkeit eines Mini Coopers, mit dem man sich gerne durch den Verkehr schlängelt. Dadurch schafft es das TM-B auch zu einem gewissen Grad das hohe Gewicht von über 40 kg zu kaschieren und es findet schnell die Lücke zwischen im Stau stehenden SUVs. Der Fahrspaß kommt keinesfalls zu kurz.

Positiv bemerkbar macht sich das hohe Gewicht beim Überfahren von Schlaglöchern und Fahrbahnunebenheiten. Hier sorgt die hohe träge Masse dafür, dass das Fahrwerk besser arbeiten kann, und Stöße werden nur stark abgedämpft weitergegeben. Der Fahrkomfort an Bord des TM-B E-Bikes befindet sich insgesamt auf einem hohen Niveau.
Auch das Sicherheitskonzept geht auf: Das Lichtsystem mit integrierten Blinkern erhöht die Fahrsicherheit und stärkt das Vertrauen beim Fahren, besonders in dichtem Stadtverkehr oder bei schlechten Lichtverhältnissen. Kommt der Alpha-Helm mit eingebautem Blinklicht noch hinzu, kann es nur besser werden.
Nur in der maximalen Support-Stufe zeigt sich der Motor etwas sprunghaft. Hier lohnt es sich zunächst, sich mit mittleren Support-Stufen heranzutasten. Neu ist auch das Bedienkonzept: Mehr Schalter im Cockpit und ein Touch-Display erfordern eine kurze Umgewöhnung. Doch das hochwertige Display reagiert schnell und präzise, und die ergonomisch angeordneten Remotes erleichtern den Lernprozess spürbar.
Ein Wermutstropfen bleibt der Zweibeinständer unter dem Motor. Er ragt seitlich etwas heraus – das sorgt zwar für einen breiten, sehr stabilen Stand, kann aber während der Fahrt gelegentlich dazu führen, dass man mit der Ferse hängen bleibt.
Für wen ist das ALSO. TM-B das richtige E-Bike?
Biker auf der Suche nach einem konventionellen E-Bike sind hier natürlich komplett fehl am Platz (Respekt an euch, dass ihr dem Artikel trotzdem bis hierher gefolgt seid). Das ALSO. TM-B richtet sich an Radbegeisterte, die von der Vielseitigkeit des modularen Konzeptes profitieren können, sei es als E-SUV, City E-Bike oder Cargo-Bike. Gleichzeitig verlangt das TM-B, dass man ihm sich mit der Flexibilität eines Early-Adopters annähert. Der Spielball liegt in der Hälfte von ALSO., um den üblichen Early-Adopter-Pain so gut wie möglich abzumildern. Es gilt, alle EU-Regularien umzusetzen, ein solides Händler- und Service-Netzwerk aufzubauen, Verfügbarkeit herzustellen und die Fertigungsqualitäten einzuhalten, die wir an unseren Test-Bikes vorgefunden haben. Wird dabei noch der Preispunkt von umgerechnet knapp $ 4.000 gehalten und das Fahrerlebnis durch regelmäßige Updates und neue Software-Features aufgefrischt, dann ist das TM-B wirklich fast zu gut, um wahr zu sein.
Fazit zum ALSO. TM-B Launch Edition E-Bike
Das TM-B Lauch Edition E-Bike vom Rivian Spin-off ALSO. legt in unserem ersten Test einen Traumstart hin. Das vielseitige E-Bike überzeugt mit Modularität und digitalen Features, die sich gewaschen haben. Handling und Fahrspaß stimmen, das Design ist gefällig und der anvisierte Preispunkt von 4.500 $ ist mehr als fair. Zu hoffen bleibt, dass ALSO. mit seinem Erstlingswerk ein sauberer Marktstart gelingt – mit Support-Strukturen, um Kunden langfristig zu unterstützen.
Tops
- erstklassig umgesetztes Pedal-by-Wire-Konzept
- modulares Konzept
- digitaler Diebstahlschutz
- Alpha Wave-Helm als Bike-Extension mitgedacht
Flops
- kein normales Pedalieren bei leerem Akku
- hohe Abhängigkeit von Teileverfügbarkeit und Service-Netz im Schadensfall
Mehr Information findet ihr unter ridealso.com
Words: Rudolf Fischer Photos: ALSO. / Adam Wells / Max Schmitt








