Das neue ROTWILD R.E+ FS sticht ins Auge! Mit seiner knallroten Lackierung ist es ein echter Eyecatcher. Ob für die neue Saison aber nicht nur die Optik, sondern auch die Fahreigenschaften verbessert wurden, haben wir herausgefunden.

ROTWILD R.E+ FS PRO | 5.699 € | 22,01 kg | BROSE

Die deutsche Bikeschmiede ROTWILD war die erste Marke, die den Brose-Antrieb inkl. Akku vollständig in ein E-Mountainbike integriert hat. Das verleiht den Rädern der Dieburger einen sehr klassischen Look, durch den sie sich erst auf den zweiten Blick von den unmotorisierten Pendants unterscheiden. Unterstrichen wird dieser Effekt von einer nahezu identischen Ausstattung. Im Falle der R.E+ PRO-Version besteht diese aus einem sinnvollen Mix von Shimano SLX- und XT-Komponenten, griffigen Continental Der Baron Projekt-Reifen und einem FOX Performance-Fahrwerk mit GRIP-Dämpfungskartusche an der 34 FLOAT-Federgabel.

Auf dem R.E+ nimmt man komfortabel und leicht gestreckt Platz. Schon nach wenigen Metern fällt auf, dass insgesamt viel Gewicht auf dem Lenker lastet. Das liegt an dem sehr steilen Sitzwinkel (74,7°) und der tiefen Front (Stack 603 mm), macht sich in Uphills jedoch sehr positiv bemerkbar. Kein Rad hat eine bessere Geometrie, um steile, technische Uphills zu erklimmen. Der Brose-Antrieb unterstützt mit seiner sehr natürlichen Kraftentfaltung und befördert seinen Fahrer überall hinauf – allerdings spürbar langsamer als die Konkurrenz von Shimano oder Bosch. Dafür zeigt sich der Antrieb äußerst sparsam. Praktisch ist das vor allem, weil der Akku nach wie vor nicht entnommen werden kann – gerade auf langen Touren ein nicht zu unterschätzendes Problem. In der Abfahrt besticht das ROTWILD durch ein sehr direktes und agiles Handling. Das Fahrwerk arbeitet äußerst feinfühlig und sorgt für jede Menge Traktion. Die sehr tiefe Front erfordert einige Zeit zur Eingewöhnung und vermittelt im steilen Terrain weniger Sicherheit; wir empfehlen, den Lenker gegen ein höheres Modell mit mehr Rise zu tauschen.

Helm Specialized Ambush | Jersey ION TEE SS TRAZE_AMP | Shorts ION BIKESHORTS TRAZE_AMP

Das ROTWILD R.E+ FS PRO im Detail

Federgabel FOX 34 FLOAT Performance GRIP 160 mm
Dämpfer FOX FLOAT DPS Performance 160 mm
Motor / Akku BROSE / 500 Wh
Bremsen Shimano SLX
Schaltung Shimano SLX / XT
Sattelstütze KindShock LEV Integra
Vorbau CrankBrothers Iodine 1 65 mm
Lenker CrankBrothers Cobalt 2 780 mm
Reifen Continental Der Baron Projekt 2,4″
Laufräder DT Swiss E1900 Spline

Upgedated
Der Brose-Antrieb im ROTWILD wurde mit einer neuen Software ausgestattet, die ihn stärker und gleichzeitig sparsamer machen soll. Auf dem Trail war der Unterschied zwar spürbar, jedoch eher gering. Jeder, der sie selbst probieren will, kann sie bei einem geschulten Händler updaten.
Clean und kompakt
Das kompakte BLOKS Mini-Display stellt die nötigsten Informationen zur Verfügung und lässt sich sehr intuitiv bedienen. Fahrer, die Wert auf umfassende Tourdaten legen, müssen diese jedoch via Smartphone oder GPS-Gerät aufzeichnen.
Zu niedrig
Den ohnehin niedrigen Hauptrahmen kombiniert ROTWILD mit einem flachen Crankbrothers-Lenker. Wer sich mehr Kontrolle im steilen Gelände wünscht, tauscht den Lenker gegen ein Modell mit mindestens 25 mm Rise.
Solide
Die FOX 34 Performance mit GRIP-Kartusche kann zwar nicht ganz mit der wesentlich teureren Factory oder Performance Elite-Version mithalten, liefert aber insgesamt eine solide Performance.

Die Geometrie des ROTWILD R.E+ FS PRO

Fazit

Das ROTWILD R.E+ FS PRO überzeugt mit seiner extrem cleanen Optik, den sehr guten Klettereigenschaften im technischen Terrain und dem agilen Handling in der Abfahrt, leistet sich aber kleine Schwächen in der Ausstattung. Der fix verbaute Akku limitiert nach wie vor die Flexibilität.

Stärken

– top Klettergeometrie
– cleane Optik
– agiles Handling

Schwächen

– Motor etwas schwach
– sehr frontlastiges Handling
– fixer Akku limitiert Flexibilität

Weitere Informationen findet ihr auf rotwild.de!

Einen Überblick über das Testfeld erhaltet ihr hier: Was ist das beste E-Mountainbike 2017? – 14 Modelle im Test

Alle Bikes im Test: BULLS E-Core Di2 FS 27,5+ | CUBE Stereo Hybrid 160 Action Team | FLYER Uproc7 8.70 | FOCUS JAM2 FACTORY | Giant Full-E+ 0 SX | Haibike XDURO AllMtn 8.0 | Lapierre Overvolt AM 900+ Carbon | MERIDA eONE-SIXTY 900E | NOX EDF 6.7 Hybrid | SCOTT E-Genius Tuned 700 Plus | Specialized Turbo Levo FSR Expert 6Fattie | STEVENS E-Sledge+ ES | Thömus Lightrider E1

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Text & Fotos: Christoph Bayer

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Christoph Bayer