Der Markt an E-Mountainbikes wächst schneller und schneller, die Produktvielfalt steigt. Beinahe jeder namenhafte Hersteller hat mittlerweile Mountainbikes mit E-Unterstützung im Programm. Beim Kunden sorgt dieses enorme Angebot jedoch häufig für Verunsicherungen. Wir verraten euch nun in unserer dreiteiligen Kaufberatung was es bei der Anschaffung zu beachten gilt und geben Tipps, damit am Ende jeder das für sich geeignete E-Mountainbike findet.

Im ersten Teil unserer Kaufberatung befassen wir uns mit grundlegenden Themen rund ums Thema E-Mountainbikes. In Teil 2 verraten wir, welches Rad wirklich zu dir passt und im 3. Teil geben wir finale Tipps zum Kauf.

Egal ob bergauf oder bergab, E-Mountainbikes bieten maximalen Fahrspaß in jeder Lebenslage!
Egal ob bergauf oder bergab, E-Mountainbikes bieten maximalen Fahrspaß in jeder Lebenslage!

Definition: Was ist ein E-Mountainbike?

Ein E-Mountainbike ist ein elektrisch unterstütztes Mountainbike. Dabei kann ein elektrischer Hilfsmotor zugeschaltet werden, welcher je nach gewählter Unterstützungsstufe den Tritt des Radfahrers unterschiedlich stark unterstützt. Dies kann bedeuten, dass der Motor bei der höchsten zuschaltbaren Unterstützungsstufe die Eigenleistung des Fahrers mit bis zu 3-facher Kraft verstärkt.

Welche Arten von E-Mountainbikes gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von E-Mountainbikes: Pedelecs (Pedal Electric Cycles) und S-Pedelecs (Schnelle Pedal Electric Cycles). Während klassische Pedelecs nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h mit maximal 250 Watt Leistung unterstützen und danach den E-Antrieb abriegeln, liefern S-Pedelecs bis zu 500 Watt extra Power bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h.
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Pedelecs dürfen die schnellen Räder lediglich im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden und es besteht eine Führerschein- (Klasse M), Versicherungs- und Kennzeichenpflicht. Für sie gelten generell die gleichen Regeln und Gesetze wie für Mofas. Die Ausnahme stellen private Grundstücke und offizielle Strecken dar.

Links Pedlec, rechts S-Pedelc. Deutlich zu sehen ist die vorgeschriebene Beleuchtung, die Reflektoren und die Kennzeichenbefestigung hinter dem Sattel.
Links Pedelec, rechts S-Pedelec. Deutlich zu sehen ist die vorgeschriebene Beleuchtung, die Reflektoren und die Kennzeichenbefestigung hinter dem Sattel.

Benötige ich für E-Mountainbikes einen Führerschein?

Für ein E-Mountainbike mit einer abgeriegelten Unterstützung bei 25km/h ist kein Führerschein notwendig. Für E-Mountainbikes mit einer Unterstützung bis zu 45km/h (S-Pedelecs) ist ein Führerschein obligatorisch. Darüber hinaus ist ein Versicherungskennzeichen, wie wir es bei Kleinkrafträdern kennen, für die S-Pedelecs Pflicht.

Wie viel kostet ein gutes E-Mountainbike?

Den Einstieg ins E-Mountainbike Segment stellen Hardtails, also Räder die nur vorne gefedert sind, dar. Ein solches E-Hardtail kostet in der Regel mindestens 2.000 €. Wie auch bei Mountainbikes ohne E-Unterstützung sind vollgefederte Räder teurer. Sie sind ab ca. 3.000 € erhältlich. Der komplexe Antrieb und die hohen Anforderungen an sicherheitsrelevante Bauteile wie Federgabel und Bremsen machen E-Mountainbikes generell teurer als Bikes ohne Motor.

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Wie groß ist die Reichweite eines E-Mountainbikes?

Die Reichweite eines E-Mountainbikes hängt zum einen von der Akkukapazität, welche in Wattstunden (Wh) gemessen wird ab, wird dann aber auch stark von verschiedenen Faktoren wie Gewicht, Streckenprofil, Außentemperatur und dem Grad der Unterstützung beeinflusst. So kann die Reichweite eines Akkus zwischen 10 km (unter Volllast, mit maximaler Unterstützung, permanent bergauf) und über 70 km bei gemäßigter Unterstützung schwanken. Wir empfehlen Akkus mit mindestens 400 Wh Kapazität.

Restreichweite und Akkustand werden bei allen aktuellen Modellen im Display angezeigt.
Restreichweite und Akkustand werden bei allen aktuellen Modellen im Display angezeigt.

Wie lade ich meinen E-Mountainbike Akku

Die Akkus von E-Mountainbikes werden klassisch an der Steckdose geladen. Meist müssen die Akkus hierfür vom Rad abgenommen werden. Dies geht mit kleinen Handgriffen sehr einfach von Statten. Die Ladedauer beträgt je nach Modell zwischen 2 – 6 Stunden.

Der Akku ist durch ein Schloss am Rahmen fixiert, kann zum Laden aber leicht entnommen werden.
Der Akku ist durch ein Schloss am Rahmen fixiert, kann zum Laden aber leicht entnommen werden.

In Teil 2 verraten wir euch, welches E-Bike am besten zu euch passt, in Teil 3 folgen Tipps und Tricks zum Kauf.

Text & Fotos: Christoph Bayer

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