Back to the roots? Mit dem neuen Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29 erweitern die Kalifornier ihr E-Mountainbike-Portfolio und kehren zu ihren Wurzeln zurück. Das neue Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29 ist als flinkes Trailbike mit 120 mm Federweg designt und kommt mit 29″-Reifen anstelle von 6Fattie-Plus-Reifen, wie man sie vom bisherigen Turbo Levo FSR kennt. Doch das Bike bietet noch weitere Neuheiten!

Specialized Turbo Levo FSR ST 29 | 22,08 kg | 120/120 mm (v/h) | 4.999 €
Specialized Turbo Levo FSR ST 29 | 22,08 kg | 120/120 mm (v/h) | 4.999 €

Was ist neu beim Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29?

Die Unterschiede liegen im Detail. Die Basis der Levo-FSR-Baureihe bleibt gleich. Der Aluminium-Rahmen des neuen Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29 verfügt genauso wie das 6Fattie-Modell über die integrierte, aber herausnehmbare 460-Wh-Batterie und den speziell getunten 250W-Brose-Motor, der über die innovative Specialized Mission Control App vom Fahrer angepasst werden kann. Letztere ist weiterhin ein absoluter Pluspunkt bei den Kaufkriterien, den kein anderer Mitbewerber aktuell liefern kann: Die intelligenten Funktionen wie Smart Control sind in der Handhabung intuitiv, ermöglichen ein hohes Maß an Individualisierung und helfen im Falle eines geringen Akkuladestandes mit ausreichend Unterstützung, um noch nach Hause zu kommen.

Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29
Ein ausführlicher Testbericht zur Mission Control App folgt in Kürze.

Bei den neuen 29″-Modellen hat sich – wie das Kürzel „ST“ bereits verrät – der Federweg verändert. ST steht für Short Travel und so verfügen die neuen Modelle über 120 mm Federweg an Front und Heck, während das bisherige Specialized Turbo Levo FSR 6Fattie noch über 135 mm Federweg am Heck und 140 mm Federweg an der Front verfügt.

Display und Steuerung sind im Akku integriert und können am Unterrohr betätigt werden. 10 LEDs zeigen den Ladestand in Prozent an. 1 LED steht für 10 % Akkuladung. Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29
Display und Steuerung sind im Akku integriert und können am Unterrohr betätigt werden. 10 LEDs zeigen den Ladestand in Prozent an. 1 LED steht für 10 % Akkuladung.
Zur vereinfachten Abstimmung des korrekten SAG hat Specialized eine Auto-SAG-Funktion: Dämpfer auf 300 psi aufpumpen, sich auf das Bike setzen und Luft über das rote Ventil ablassen – danach hat man den korrekten SAG. Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29
Zur vereinfachten Abstimmung des korrekten SAG hat Specialized eine Auto-SAG-Funktion: Dämpfer auf 300 psi aufpumpen, sich auf das Bike setzen und Luft über das rote Ventil ablassen – danach hat man den korrekten SAG.
Praktisch für kleine Reparaturen oder zum Herausnehmen des Akkus: Das SWAT-Minitool findet am Flaschenhalter im Rahmendreieck Platz.
Praktisch für kleine Reparaturen oder zum Herausnehmen des Akkus: Das SWAT-Minitool findet am Flaschenhalter im Rahmendreieck Platz.
Über diesen Hebel lässt sich ergonomisch perfekt die Teleskopsattelstütze betätigen. Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29
Über diesen Hebel lässt sich ergonomisch perfekt die Teleskopsattelstütze betätigen.
Specialized setzt beim Levo FSR ST 29 auf die SRAM GX Schaltung anstelle der E-MTB spezifischen SRAM EX1 Schaltung. Für den aggressiven Traileinsatz bevorzugt Specialized die kleineren Kassetten-Abstufungen der GX-1x11-Schaltung. Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29
Beim Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29 setzen die Kalifornier auf die SRAM GX Schaltung anstelle der E-MTB spezifischen SRAM EX1 Schaltung. Für den aggressiven Traileinsatz bevorzugt Specialized die kleineren Kassetten-Abstufungen der GX-1×11-Schaltung.
Schlaue Details: Stahlkettenblatt für erhöhte Haltbarkeit und eine Kettenführung an der Front.
Schlaue Details: Stahlkettenblatt für erhöhte Haltbarkeit und eine Kettenführung an der Front.
Die Front: Specialized Purgatory Reifen (29x2.3”) in der Control-Variante mit zusätzlichem Durchschlagsschutz und die richtig dimensionierte Fox 34 mit 120 mm Federweg – allerdings in der Einstiegs-Variante „Performance“. Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29
Die Front: Specialized Purgatory Reifen (29×2.3”) in der Control-Variante mit zusätzlichem Durchschlagsschutz und die richtig dimensionierte Fox 34 mit 120 mm Federweg – allerdings in der Einstiegs-Variante „Performance“.
Wir konnten das neue Levo FSR ST 29 bereits exklusiv testen.
Wir konnten das neue Levo FSR ST 29 bereits exklusiv testen.

Mit einer angepassten Geometrie (kürzerer Radstand, steilerer Lenkwinkel und etwas längerer Reach) soll das Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29 im Vergleich zum „dickeren“ Bruder eine gemäßigtere Alternative für den Traileinsatz darstellen.

Review test Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29 ebike-mtb-22

Specialized Turbo Levo FSR 2017: Alle neuen Modellvarianten im Überblick

Das Short-Travel-Bike wird es in zwei Ausstattungsvarianten angeboten. Zudem gibt es eine Variante für Frauen mit spezifischen Komponenten (Sattel & Griffe) und Plus-Reifen (6Fatties). Außerdem kommt ein neues, preisbewusstes 6Fattie-Modell hinzu.

Review test Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29 ebike-mtb-2

Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29

MY 2017 Bikes GER
  • Gabel: Fox 34 Performance (120 mm)
  • Dämpfer: Fox Float Performance (120 mm)
  • Schaltung: SRAM GX
  • Bremsen: SRAM Guide R
  • Laufräder: Roval Traverse 29mm
  • Reifen: Specialized Ground Control
  • Gewicht: 22,09 kg
  • Preis: 4.999 €

Specialized Turbo Levo FSR ST 29

MY 2017 Bikes GER
  • Gabel: RockShox Revelation (120 mm)
  • Dämpfer: Fox Float Performance (120 mm)
  • Schaltung: SRAM NX
  • Bremsen: SRAM Custom DB5
  • Laufräder: Roval Traverse 29mm
  • Reifen: Specialized Purgatory / Ground Control
  • Preis: 3.999 €

Specialized Turbo Levo WMN FSR ST 6Fattie

MY 2017 Bikes GER
  • Gabel: RockShox Yari RC (120 mm)
  • Dämpfer: Fox Float Performance (120 mm)
  • Schaltung: SRAM GX
  • Bremsen: SRAM DB5
  • Laufräder: Roval Traverse 38mm
  • Reifen: Fast Trak 6Fattie
  • Preis: 3.999 €

Specialized Turbo Levo WMN FSR Comp 6Fattie

MY 2017 Bikes GER
  • Gabel: RockShox Yari RC (140 mm)
  • Dämpfer: Fox Float Performance (135 mm)
  • Schaltung: SRAM GX
  • Bremsen: SRAM Guide R
  • Laufräder: Roval Traverse 38mm
  • Reifen: Purgatory 6Fattie
  • Preis: 4.999 €
MY 2017 Bikes GER

Specialized Turbo Levo FSR 6Fattie

  • Gabel: RockShox Revelation (140 mm)
  • Dämpfer: Fox Float Performance (135 mm)
  • Schaltung: SRAM NX
  • Bremsen: SRAM DB5
  • Laufräder: Roval Traverse 38mm
  • Reifen: Purgatory 6Fattie
  • Preis: 3.999 €

Geometrie des Specialized Levo FSR ST

Größe S M L XL
Sitzrohr 396 mm 435 mm 468 mm 520 mm
Oberrohr 552 mm 577 mm 612 mm 647 mm
Steuerrohr 95 mm 100 mm 130 mm 150 mm
Lenkwinkel 66° 66° 66°
Sitzwinkel 67.4° 67.4° 67.4° 67.4°
Kettenstrebe 459 mm 459 mm 459 mm 459 mm
Tretlagerhöhe 345 mm 345 mm 345 mm 345 mm
Reach 399 mm 424 mm 443 mm 469 mm
Robin Schmitt mit Specialized-Entwickler Dominik Geyer und dem neuen Levo FSR ST 29 auf den Stuttgarter Trails.
Robin Schmitt mit Specialized-Entwickler Dominik Geyer und dem neuen Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29 auf den Stuttgarter Trails.
Review test Specialized Turbo Levo FSR ST 29 ebike-mtb-7 Review test Specialized Turbo Levo FSR ST 29 ebike-mtb-6

Test Specialized Turbo Levo FSR ST Comp 29

Specialized hat unserer Redaktion vorab einen Besuch abgestattet und uns die exklusive Möglichkeit gegeben, die neuen Modelle im direkten Vergleich zum Turbo Levo FSR 6Fattie zu testen. Welches Modell ist besser?

Review test Specialized Turbo Levo FSR ST 29 ebike-mtb-1

Wir hatten in unserem Testbericht zum 6Fattie bereits von der extrem gelungenen Geometrie und dem super ausgewogenen Fahrverhalten geschrieben. Das neue Levo FSR ST 29 ist nun noch agiler, noch flinker und bietet insbesondere auf flachen und einfacheren Trails mehr Fahrfreude. Insbesondere die etwas leichtere Front trägt ihren Teil hierzu bei. Das FOX-Fahrwerk liegt sehr satt auf dem Boden und gibt sich sehr definiert – auf unseren Hometrails rund um Stuttgart braucht es definitiv nicht mehr. Auch bei Sprüngen und radikaleren Fahrmanövern kommt das Bike lange nicht an seine Grenzen. Nur weil es weniger Federweg besitzt, heißt es noch lange nicht, dass man das Bike nicht genauso hart fahren kann. Fakt ist jedoch: Im Vergleich zum 6Fattie verzeiht das Bike aufgrund der schmaleren Reifen, der steileren Geometrie und des kürzeren Federwegs etwas weniger und fordert eine etwas präzisere Fahrweise. Ist man häufig im Schlamm oder auf sehr losen Untergründen unterwegs, schwimmen die 29″-Reifen jedoch deutlich geringer auf als die 6Fattie-Pendants – das Levo FSR ST Comp 29 ist hier die bessere Wahl und mit 22,09 kg rund 300 g leichter.
Wer im wahrsten Sinne des Wortes steile Anstiege bis zum „Umfallen“ klettern möchte, viel auf weichen Waldböden unterwegs ist, die Sicherheit von mehr Federweg und die „Komme-was-wolle“-Eigenschaften der Plus-Reifen (6Fatties) liebt, sollte eher zum Levo FSR 6Fattie greifen. Damit lassen sich auch deutlich einfacher Treppen erklimmen. Dieses Video kennt ihr ja schon, oder?

Im Testverlauf fiel auf, dass die Standard-Einstellung des Motor-Tunes deutlich zu sensibel auf die Trittfrequenz reagiert. Bereits leichte Schwankungen bei der Trittfrequenz gibt der Motor in Form von variierender Unterstützung wieder. Glücklicherweise lässt sich die Motoreneinstellung in Sekundenschnelle über die Mission Control App einstellen – dennoch wäre es wünschenswert, wenn bereits von Haus aus eine geringere Sensibilität eingestellt wäre.

Review test Specialized Turbo Levo FSR ST 29 ebike-mtb-51

Fazit

Die Frage, welches Modell besser ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Specialized hat mit dem Levo FSR ST Comp 29 eine sinnvolle Option geschaffen, die mit weniger Federweg, 29″-Reifen und angepasster Geometrie ein agileres Handling und direkteres Fahrverhalten bietet. Insbesondere Fahrer mit aktivem Fahrstil werden von dem neuen Modell begeistert sein. Das bisherige Levo FSR 6Fattie hingegen bietet weiterhin mehr Sicherheit in der Abfahrt und mehr Grip im Uphill – und sollte damit die erste Wahl für Einsteiger oder Fahrer sein, die vor allem in anspruchsvollem Gelände unterwegs sind.

Weitere Informationen findet ihr auf der Specialized Website.

Text: Robin Schmitt Fotos: Noah Haxel

Über den Autor

Robin Schmitt

Progressive Ideen, neue Projekte und große Herausforderungen – Robin ist einer der zwei Gründer von ENDURO und liebt Potenziale. Während er heute, im strammen Arbeitsalltag, jede Sekunde auf dem Bike genießt, war er früher bei Enduro-Rennen und ein paar Downhill-Worldcups erfolgreich auf Sekundenjagd. Zeit ist kostbar!