Seit ihrer Einführung haben sich E-Mountainbikes extrem entwickelt. Aus Mountainbikes mit einem aufgesetzten Motor am Tretlager sind stimmige Gesamtkonzepte mit herausragenden Fahreigenschaften geworden. Aber die Industrie schläft nicht und so wurden schon jetzt etliche spannende Neuheiten für die kommende Saison präsentiert. Wir verraten euch, welche Innovationen ihr für das neue Jahr auf dem Schirm haben solltet.

Der Antrieb: Evolution statt Revolution

Im Antriebsbereich gibt es in der kommenden Saison keine riesigen Revolutionen. Alle Hersteller setzen auf Detailverbesserungen der bestehenden Systeme, die im Einzelfall jedoch schon große Auswirkungen auf das Fahrverhalten und die Optik der neuen Bikes haben. Bosch bringt mit dem PowerTube einen integrierten Akku heraus, Brose verbessert die Leistung des Antriebs und Shimano bietet mit einem Update der E-TUBE-App die Möglichkeit, die Unterstützungsstufen individuell einzustellen.

Bosch PowerTube und eMTB-Mode – schicke Integration und sinnvolles Software-Update

Der deutsche Antriebshersteller Bosch setzt für die kommende Saison eher auf Evolution statt Revolution. Die Hardware des Bosch Performance CX-Motors bleibt unangetastet, erhält aber mit dem eMTB-Modus ein sinnvolles Software-Update. Der eMTB-Modus sorgt für eine angenehmere Leistungsbereitstellung beim Anfahren und regelt die Unterstützung automatisch, vom Tour- bis zum Turbo-Modus. Der eMTB-Mode ersetzt den bisherigen Sport-Modus, die anderen Modi sind weiterhin wählbar – ein sinnvolles und kostenloses Upgrade für alle Bosch Performance CX-Besitzer.

Um den Fahrradherstellern die Integration des Akkus zu erleichtern, bietet Bosch zusätzlich zum bekannten PowerPack in der neuen Saison auch zwei integrierte PowerTube-Akkus mit jeweils 500 Wh Kapazität an. Während manche Fahrradhersteller auf volle Integration mithilfe der PowerTubes setzen, verwenden in der kommenden Saison andere (z. B. Moustache und Trek) auch weiterhin den bekannten PowerPack. Gründe waren für sie die späte Verfügbarkeit der PowerTubes und der höhere Schwerpunkt des internen Akkus.

Brose Drive S – mehr Leistung im bekannten Design

Äußerlich hat sich am bekannten Brose-Antrieb nichts geändert, doch im Inneren haben die Deutschen dem Riemenmotor über 16 neue Elektronikbauteile spendiert. Dadurch wurde die Leistung um bis zu 15 % erhöht. Gleichzeitig wird die maximale Kraft von 90 Nm über ein breiteres Drehzahlband zur Verfügung gestellt – beides spürt man in der Praxis tatsächlich, wie unser erster Test belegt! Das neue Kraftpaket hört auf den Namen Brose Drive S und kommt bei den meisten sportiven E-Mountainbikes zum Einsatz. Den bekannten Drive T hingegen wird man in Zukunft vor allem an Trekkingbikes finden.

Update der Shimano E-TUBE-App

Mit dem Smartphone kann man nicht nur mit Freunden chatten, das Wetter checken oder Candy Crush zocken, sondern ab August auch die Unterstützungsstufen des Shimano STEPS E8000-Antriebs anpassen. Aktuell ist vielen Nutzern ja der Trail-Mode zu schwach bzw. der Sprung zum Boost-Modus zu groß. Mit dem nächsten Update der E-TUBE-App kann jeder Nutzer diese Abstufungen jedoch ganz individuell an die eigenen Vorlieben anpassen.

Die spannendsten Bikes 2018

Bei E-Mountainbikes scheint sich 2018 alles um das Thema Carbon zu drehen. Viele Hersteller wie Specialized, Thömus, Mondraker, Rocky Mountain und BMC bringen Räder aus dem Verbundwerkstoff auf dem Markt. Dabei soll jedoch meist weniger die Gewichtsersparnis im Vordergrund stehen als vielmehr das Plus an Steifigkeit; auch die Möglichkeiten beim Rahmendesign sind ein wichtiges Argument. Dass man jedoch auch ohne Carbon klasse Bikes bauen kann, beweist Trek mit dem überarbeiteten Powerfly und SCOTT mit dem neuen E-Genius. ROTWILD setzt auf Detailverbesserungen und bringt endlich den langersehnten Wechselakku. Apropos Akku: Wer auf maximale Reichweite steht; sollte sich die Bikes von BULLS und Haibike im Jahr 2018 einmal genauer ansehen.

Specialized setzt beim Turbo Levo 2018 auf Carbon

Das Specialized Turbo Levo ist eines der, wenn nicht sogar das meistverkaufte sportliche E-Mountainbike weltweit. Jetzt haben die Amerikaner das Erfolgsbike umfangreich überarbeitet. Ein Highlight ist dabei ganz klar der formschöne Carbonrahmen, der dem Rad eine sehr schicke Formsprache und ein Plus an Steifigkeit verleiht. Natürlich sind aber auch weiterhin Alu-Varianten des Levo erhältlich. Alle besitzen den neuen Specialized Turbo 1.3-Motor, der mit einem Plus an Leistung und verbessertem Hitzemanagement zu überzeugen weiß. Preislich startet das Levo Carbon bei 5.999 €, für das Topmodell werden 9.999 € fällig. Die wichtigsten Antworten zu den neun spannendsten Fragen findet ihr in einem Artikel weiter hinten im Magazin – inkl. eines ersten Fahreindrucks.

SCOTT E-Genius 2018 mit völlig neuem Rahmenkonzept

SCOTT and MERIDA know the score…

Das SCOTT E-Genius hat uns in der Vergangenheit mehrfach überzeugt und sich gleich mehrere Testsiege gesichert. In der neuen Saison setzen die Schweizer nicht nur auf ein völlig neues Rahmenkonzept mit einer abfahrtslastigen, modernen Geometrie (längerer Hauptrahmen, kürzerer Hinterbau), sondern auch auf einen neuen Antrieb. Für Vortrieb sorgt in Zukunft ein Shimano STEPS E8000-Antrieb anstelle des bisher verbauten Bosch Performance CX. Der Akku sitzt voll integriert im voluminösen Unterrohr. Außerdem ist das Rad sowohl mit 2,8″ breiten 27,5″-Laufrädern als auch mit 2,6″ breiten 29ern kompatibel – ein Flip-Chip in der Dämpferaufnahme ändert die Geometrie und macht’s möglich. Wie sich das neue E-Genius fährt und welche Laufradgröße am besten für welchen Fahrertyp geeignet ist, erfahrt ihr in unserem First Ride Test.

Haibike Modular Rail System und 1.000-Wh-Akku

Jedes Jahr aufs Neue präsentiert Haibike bei den Dealer Days in Schweinfurt eine echte Innovation – so auch in diesem Jahr! Alle Modelle mit Bosch-PowerTube-Akku besitzen im kommenden Jahr das brandneue Modular Rail System, mit dessen Hilfe sich zusätzlich zum integrierten Akku eine Trinkflasche, Tasche oder Schloss montieren lassen. Das spannenste Add-On bleibt den Hardtails vorbehalten, denn an diesen lässt sich mit dem RangeExtender ein zusätzlicher externer Bosch PowerPack mit 500 Wh montieren. Damit steigt die Akkukapazität auf satte 1.000 Wh. Natürlich sehen die Räder mit den integrierten 500 Wh dank schlankem Unterrohr jetzt noch schicker aus!

Haibike XDURO Nduro mit neuer Geometrie und Bosch PowerTube

Haibike hat für die kommende Saison SDURO und XDURO deutlich unterschiedlicher voneinander positioniert. Der Unterschied liegt 2018 nicht mehr im Antrieb, sondern im Einsatzbereich, in der Geometrie und dem Preis. Die neuen XDURO-Modelle sind sportlicher geworden und besitzen eine längere Geometrie. Durch einen längeren Reach (460 mm Gr. L), flacheren Lenkwinkel (65°) und eine größere Tretlagerabsenkung (5 mm) soll sich bspw. das neue XDURO Nduro bergab noch sicherer fahren und gleichzeitig soll es dank steilerem Sitzwinkel (75°) auch noch besser bergauf klettern. Eine sinnvolle Evolution, wie wir finden, bei der alle unsere bisherigen Kritikpunkte für den sportlichen Traileinsatz beseitigt wurden. Wer mehr Wert auf eine äußerst komfortable, aufrechte Sitzposition legt als auf maximale Trailperformance, der wird hingegen bei den SDURO-Modellen fündig – im Jahr 2018 sind dann sowohl XDURO als auch SDURO mit Bosch- und Yamaha-Antrieben verfügbar.

BULLS E-Core Evo-Serie mit Shimano Twin Core-Akku

BULLS hat für die neue Saison ein ganz besonderes Highlight im Angebot. Alle E-Core Evo-Bikes mit Shimano-Antrieb bieten dank eines neu entwickelten Unterrohrs Platz für zwei 375-Wh-Akkus. Montiert man beide, verfügt das jeweilige Rad über satte 750 Wh Kapazität. Verwendet man hingegen nur einen, kann man den verbleibenden Stauraum für Werkzeug nutzen. Die Speerspitze des Line-ups bildet das E-Core Evo EN, das mit 180 mm Federweg, abfahrtslastiger Geometrie und kompromissloser Ausstattung für den harten Geländeeinsatz optimiert ist. Deutlich gemäßigter geht es beim E-Core Evo RS und AM zur Sache, beide Bikes verfügen über 150 mm Federweg. Außerdem gibt es mit dem E-Core Evo TR noch ein Rad mit 120 mm Federweg, das ebenfalls über das Twin Core-System verfügt. Die E-Core-Räder sind ab Februar 2018 im Handel verfügbar und werden standardmäßig mit einem Akku ausgeliefert.

Rocky Mountain Altitude Powerplay

E-Mountainbikes sieht man in Kanada momentan noch eher selten. Doch das könnte sich in Zukunft schnell ändern. Als erster lokaler Hersteller hat die Kultmarke Rocky Mountain mit dem Altitude Powerplay jetzt ein elektrisch unterstütztes Bike im Angebot. Ziel bei der Entwicklung war es, dem Rad trotz Antrieb ein nahezu identisches Fahrverhalten zu seinem unmotorisierten Pendant zu verleihen. Dafür setzt Rocky Mountain auf einen eigens entwickelten Antrieb, der dank seiner kompakten Bauform eine identische Geometrie ermöglicht. Der 632-Wh-Akku sitzt fest integriert im Carbonunterrohr. Geplant sind drei Modelle von 6.000 bis 9.700 €. Bisher hatten wir lediglich die Möglichkeit, ein Vorserien-Modell bei der offiziellen Präsentation zu testen. Dabei konnte uns schon das agile Handling überzeugen, allerdings kam es aufgrund der Umlenkrollen am Motor noch zu einer hohen Geräuschentwicklung und auch die eigene App war noch nicht verfügbar. Wir sind auf einen ausführlichen Test des finalen Bikes gespannt.

Trek Powerfly 2018 – same but different

Trek verpasst dem Erfolgsmodell Powerfly für die neue Saison eine Frischzellenkur in Form eines neuen Unterrohrs mit schick integriertem Bosch PowerPack und überarbeiteter Motorenaufnahme. Außerdem wurde die Ausstattung weiter für die hohen Belastungen am E-Mountainbike optimiert und soll jetzt noch langlebiger sein. Die laufruhige Geometrie und die guten Klettereigenschaften hat das Rad behalten. Das Powerfly 2018 ist schon jetzt in verschiedenen Modellvarianten mit wahlweise 130 mm oder 150 mm Federweg erhältlich. Wir haben in Ausgabe #011 beide Optionen verglichen und verraten, für welchen Fahrer welches Modell am besten geeignet ist.

ROTWILD mit vielen Detailverbesserungen 2018

Für die neue Saison hat ROTWILD die Wünsche vieler Nutzer erhört und bringt endlich den lang ersehnten Wechselakku – sowohl direkt bei Neurädern als auch nachrüstbar für ältere Modelle. Dafür wird die geschlossene IPU (Integrated Power Unite) im Unterrohr gegen eine offene getauscht. Der mit 660 Wh nun auch größere Akku wird mit einer Inbusschraube gesichert und kann einfach nach unten entnommen werden. Im Rahmendreieck findet sich daher weiterhin Platz für einen Flaschenhalter. Zusätzlich zum neuen Akku kommt auch der neue kraftvolle Brose Drive S-Motor zum Einsatz. Das in dieser Ausgabe getestete ROTWILD R.E+ Ultra besitzt obendrein brandneue Schwalbe Magic Mary 2,6″-Reifen, DT Swiss Hybrid-Laufräder und eine SRAM EX1-Schaltung.

NICOLAI EBOXX G16 – Geometrie neu gedacht!

Was für eine Maschine! Das NICOLAI ION G16 E-BOXX ist in vierleie Hinsicht extrem.

Die deutsche Kultschmiede NICOLAI hat schon seit Jahren ein E-Mountainbike im Angebot. Für die neue Saison haben sie aber eine komplett neue Fahrmaschine entwickelt: das EBOXX G16. Herzstück des Bikes ist das gegossene Unterrohr, in dem der Bosch PowerPack schick integriert Platz findet. Nicht weniger spektakulär als die Optik des Bikes ist die extrem lange und flache GeoMetron-Geometrie. Der Clou – ein langer Hauptrahmen zusammen mit einem flachen Lenkwinkel und langen Kettenstreben – soll dem Rad ein sehr laufruhiges und ausgewogenes Handling verleihen. Dank eines steilen Sitzwinkel soll es dennoch gut bergauf klettern. Ob das Prachtstück made in Germany überzeugt, verrät der Test in Ausgabe #011.

Kleine Details, große Wirkung – die Ausstattungs-Updates 2018

Letztes Jahr hat SRAM die erste für E-Mountainbikes konzipierte Schaltung vorgestellt – und dabei für einiges Aufsehen gesorgt. Dieses Jahr präsentieren gleich mehrere Hersteller E-MTB-spezifische Produkte, die für die höheren Belastungen ausgelegt sind. Ein Schwerpunkt: Laufräder. Hier bieten DT Swiss und Bontrager eigens entwickelte Produkte. Außerdem wächst die Auswahl an guten Reifen und immer mehr Hersteller verbauen serienmäßig standhafte Vierkolben-Bremsen. Aber auch kleine Details werden 2018 besser, so verschwinden immer mehr Speichenmagneten aus den Laufrädern. Mit dem ersten serienreifen ABS setzt Bosch außerdem in Sachen Fahrsicherheit bei Citybikes einen neuen Meilenstein.

Good bye, Speichenmagnet!

Specialized hat es beim Levo vorgemacht, jetzt ziehen endlich weitere Hersteller nach und entfernen den Speichenmagnet von ihren Bikes. Fest an der Scheibenbremse integrierte Magnete und Speed-Sensoren stellen 2018 endlich sicher, das ein Ein-Euro-Produkt nicht mehr die gesamte Tour ruinieren kann. SCOTT hat hierfür eine eigene Lösung entwickelt, die auf dem Center-Lock-Ring fixiert wird. Shimano präsentierte kürzlich Bremsscheiben an die sich der Magnet fixieren lässt. Egal wofür sich Hersteller entscheiden, wichtig ist, dass das Teil von den Speichen verschwindet und sich nicht mehr länger verdrehen kann!

Robuste Laufräder von DT Swiss und Bontrager

Am E-Mountainbike sind Laufräder gleich in mehrerlei Hinsicht hohen Belastungen ausgesetzt. Da ist zum einen das erhöhte Gesamtgewicht des Bikes, das den Felgen und Speichen zu schaffen macht, zum anderen die hohe Kraft des Motors, der am Freilauf reißt. Aus diesem Grund bietet DT Swiss komplett für den Einsatz am E-Mountainbike konzipierte Laufräder: die Hybrid Series. Als Kunde hat man die Wahl zwischen vier verschiedenen Modellen in unterschiedlichen Breiten. Auch Bontrager hat für die Powerline 40-Laufräder spezielle Felgen entwickelt und diese gemäß dem hauseigenen Downhill-Standard getestet, um sicherzugehen, dass sie auch den hohen Belastungen am E-Mountainbike gewachsen sind.

Schwalbe präsentiert Magic Mary in 2,6″ und 2,8″ Breite

Die bisherigen Plus-Reifen von Schwalbe waren für den Einsatz am E-Mountainbike nur bedingt geeignet. Zum einen boten das Profil und die Gummimischung in Sachen Grip zu wenig Performance, zum anderen war der Pannenschutz zu gering. Mit dem neuen Magic Mary in 2,6″ und 2,8″ soll sich das nun ändern. Den Reifen gibt es mit der neuen ADDIX-Gummimischung in verschiedenen Härten. Eine extra Lage Apex stabilisiert die Seitenwand und soll den Pannenschutz erhöhen. Bei einem ersten Test gelang das allerdings nur bedingt, bei einem mittelharten Steinkontakt hatten wir direkt einen Snakebite (zwei Löcher) im Reifen (nicht im Schlauch). Weitere Tests müssen zeigen, was die neuen Schwalbe-Reifen wirklich können – wir sind gespannt.

Connected E-Mountainbikes

In Sachen App-Anbindung ist Specialized mit der Mission Control-App aktuell noch immer absoluter Vorreiter. Haibike hat mit der eConnect-App nachgelegt, momentan ist der volle Funktionsumfang aber noch nicht verfügbar. Für die neue Saison haben bereits einige weitere Hersteller angekündigt, nachzuziehen. So planen unter anderem Rocky Mountain, ROSE und FANTIC, die eigenen Bikes mit Apps zu vernetzen – zum einen, um das Bike konfigurieren zu können, zum anderen aber auch, um Touren zu tracken oder Notfallfeatures zu integrieren.

Bosch eBike ABS – Antiblockiersystem kommt ans Rad

Das Bosch eBike ABS ist das erste serienreife Antiblockiersystem und soll das Blockieren des Vorderrads verhindern. Es wird durch den Hauptakku mit Energie versorgt und bleibt auch zwei Stunden nach dem Abschalten der Unterstützung bei leerem Akku noch aktiv. Ein hydraulisches System mit Sensoren an der Bremsscheibe kommuniziert via Elektronik im Hauptmodul miteinander. Bei einem ersten Test auf Asphalt und Schotter konnte uns das System trotz hoher Bedienkräfte überzeugen – ein Anheben des Hinterrads oder Blockieren des Vorderrads wurde in verschiedenen Bremsszenarien immer effektiv verhindert. Das System ist jedoch vorerst nur für Trekking- und Citybikes vorgesehen. Ob es irgendwann den Weg ans E-Mountainbike findet, wird sich zeigen.

Fazit

Im neuen Jahr ist es vor allem die Summe an Detailverbesserungen, die die neuen E-Mountainbikes noch besser macht. Der Einsatz von Carbon bei der Rahmenfertigung sorgt für gelungene Integration, mehr Stabilität und äußerst schicke Bikes, treibt allerdings auch die Preise nach oben. Dass kein Motorhersteller derzeit mit einem komplett neuen Antrieb um die Ecke kommt, ist durchaus positiv. So hat die gesamte Branche etwas Zeit, sich auf bestehende Produkte zu konzentrieren und muss sich nicht ständig neu erfinden. Deutlich spürbar sind die Detailverbesserungen im Bereich der Ausstattung und in Sachen Software. Ein fünfminütiges Update kann die Charakteristik eines Bikes schon deutlich verändern. Auch in Sachen Konnektivität blicken wir in eine rosige Zukunft, immer mehr Hersteller planen den Einsatz smarter Module an ihren Bikes. Das liefert nicht nur jede Menge spannende Daten für den Nutzer, sondern erhöht dank automatischer Notruffunktion auch die Sicherheit – wir freuen uns auf 2018!

Text: Christoph Bayer Fotos: Diverse