Darauf haben Bosch-Fans gewartet: Der E-Bike-Riese stellt einen neuen, voll integrierten Akku vor. Der PowerTube 500 soll nicht nur neue Design-Ära einläuten, sondern auch mit gutem Handling punkten. Wir haben uns den neuen Akku genauer angeschaut.

Schick, schick: Der integrierte PowerTube sorgt für einen sehr schlanke Linie.

Bereits beim ersten Kontakt mit dem neuen PowerTube 500 fallen die kompakten Abmessungen und das stabile Gehäuse aus Aluminium auf. Der Akku misst 349x84x65 mm und ist in zwei Einbauvarianten verfügbar. Bike-Hersteller haben dabei die Wahl, ob der Akku eher in die Breite oder eher in die Höhe bauen soll. Die beiden Versionen verfügen über eine unterschiedliche Anordnung der Anschlüsse und sind daher nicht miteinander kompatibel.

Vielfalt: Rahmenhersteller können zwischen zwei Varianten wählen, je nach Design-Philosophie.

Aufgrund der kompakten und stabilen Bauweise fällt das Gewicht mit 2,8 kg ca. 200 g schwerer aus als beim bekannten PowerPack 500. Innen verfügt der PowerTube 500 über die gleiche bewährte Technik wie der klassische PowerPack, bei Zellen und Elektronik gibt es also keine Neuerungen. Der PowerTube 500 ist daher mit allen aktuellen Bosch-Motoren kompatibel und wird sowohl im E-Mountainbike als auch im City- und Trekkingbereich Einzug halten.

Die gelbe Abdeckung ist Teil des Rahmens, der eigentliche Akku liegt geschützt darunter.
Der PowerTube 500 lässt sich mit einem stabilen Mechanismus verriegeln und verschwindet dann vollständig im Rahmen.

Bosch hat bei der Entwicklung des PowerTube großen Wert auf gutes Handling gelegt. So lässt sich der neue Akku problemlos entnehmen und kann damit sowohl im Bike, als auch außerhalb geladen werden. Außerdem ermöglicht diese Bauweise einen Akku-Wechsel auf langen Touren.

Egal ob hochkant oder quer verbaut, der PowerTube 500 kann mit kompakten Abmessungen von 349 x 84 x 65 mm punkten.

Weitere Bosch-Neuheiten

Neben dem PowerTube 500 hat Bosch eine Reihe Neuheiten vorgestellt, die den City- und Trekkingbereich bereichern dürften. Bei den beiden neuen Motoren der Active Line und Active Line Plus verzichtet Bosch auf die interne 2,5-fach Übersetzung und verbaut handelsübliche Kettenblätter. Das ermöglicht eine kompaktere und leichtere Bauweise und macht den Antrieb deutlich leiser. Ob künftig auch die Performance Line CX auf diese Technik setzten wird, kann aktuell nur spekuliert werden. Ebenfalls neu ist das Bosch ABS Brems-System, das ab Herbst 2017 bei ausgewählten Flottenpartnern zum Einsatz kommt und ab 2019 flächendeckend für City- und Trekkingräder verfügbar sein wird.

Fazit

Der PowerTube 500 ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und bietet Fahrradhersteller ab dem kommenden Modelljahr deutlich mehr Spielraum beim Design. Die Technik wirkt robust und durchdacht, wir freuen uns bald die ersten Serien-Räder mit dem intergrierten Akku zu sehen. Der Wegfall der internen Übersetzung bei den Motoren der Actice Line könnte außerdem ein Vorzeichen für die nächste Generation der Performance Line CX sein, es bleibt spannend.

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Text & Fotos: Moritz Dittmar

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